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	<title>Liebliches-Feld.net - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-24T23:19:39Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg/Reaktionen_auf_Verhaftung_und_Anklage&amp;diff=1283368</id>
		<title>Briefspiel:Albornsburg/Reaktionen auf Verhaftung und Anklage</title>
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		<updated>2026-05-24T13:20:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Albornsburg}}&lt;br /&gt;
==Reaktionen auf die Verhaftung und Anklage Verian di Cerranos==&lt;br /&gt;
[[Bild:Auricanius von Urbet.jpg|100px|left]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich muss gestehen, dass mich in dieser Angelegenheit &#039;&#039;wenigstens&#039;&#039; die Absichten einer Seite überraschen müssen. [[Verian di Cerrano|Cavalliere Verian]] hatte mich ja erst vor Mondesfrist zu seiner Feier der [[Horasproklamation]] auf die [[Albornsburg]] geladen, auch um einen [[Horas]]-Schrein einzuweihen. Nun scheint er sich aber zum Hochverräter zu stilisieren, in dieser angespannten Zeit ... wenn es nach der Krone geht jedenfalls. Und du kennst mein Misstrauen gegenüber gewissen [[Vinsalt]]er Kreisen. Da steckt mehr dahinter, denke ich. Magst du das im Auge behalten und mich über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten?&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;ndash; [[Auricanius von Urbet]], im Gespräch mit seinem Iustitiarius [[Odarin von Selzin|Odarin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bosparanisches Blatt|Bosparanische Blatt]] berichtet [[Archiv:Kroncastellan der Albornsburg in Gewahrsam genommen (BB 49)|hier]] von der Verhaftung Verians.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In der Grafenfeste Goblareth==&lt;br /&gt;
[[Bild:Sarissa von Marvinko.jpg|thumb|180px|Comtessa Sarissa, mit einem gefiederten Freund]]&lt;br /&gt;
Das schadenfrohe Gelächter ihres Vaters erinnerte die in ein schlichtes, doch hochwertiges, dunkles Seidenkleid gewandete [[Comto|Comtessa]] ans Krächzen der Raben und Krähen, die ihr so vertraut waren. Wer den alten Grafen [[Croenar von Marvinko]], den &amp;quot;Windkönig&amp;quot; des Reiches, nur aus jüngeren Tagen kannte, hätte denken können, dass er über die Nachricht von der Verhaftung des [[Kroncastellan]]s der bei gutem Wetter in Sichtweite liegenden [[Albornsburg]] dem Erstickungstod nahe war.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sarissa von Marvinko|Sarissa]], seine jüngste Tochter, wusste es besser. Das heisere Lachen ihres Vaters sprach von Genugtuung, nicht vom nahenden Ableben. Sie kannte den Ausdruck, der sich dabei über seine Gesichtszüge legte, weil sie ihn vielfach gesehen hatte ... vor allem wenn ein verwegener Plan oder eine Intrige ein angestrebtes Ziel erreichte. Doch sie war sich nicht sicher, ob und inwieweit ihr Vater überhaupt in die Neuigkeiten verwickelt war, von denen sie ihm gerade berichtet hatte. Er hatte auch vor ihr Geheimnisse, das war ihr klar. Aber gab es hier eins?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Hast du mir dazu mehr zu berichten?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Croenars Gelächter hatte sich gelegt und er sah seine soeben in Gedanken versunkene Tochter mit einem schiefen Grinsen an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Nein, Vater, das ist vorerst alles&amp;quot;&#039;&#039;, beeilte sie sich zu antworten und machte einen ehrerbietigen Knicks.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wohlan, dann darfst du dich entfernen ...&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Des Grafen Blick ging dabei schon wieder aus dem Fenster des nur in einem düsteren Halblicht erleuchteten Turmzimmers heraus, in dem er dieser Tage die meiste seiner Zeit verbrachte. Ob er zur Albornsburg ging, die ihre Vorfahren einst selbst der Krone als Exilort für den von [[Kusmara Galahan|Königin Kusmara]] abgelösten &amp;amp;ndash; und später auf den Thron zurückgekehrten &amp;amp;ndash; [[Alborn Firdayon]] vermacht hatten, oder schlicht in eine unbestimmte Ferne schweifte, konnte Sarissa nicht eindeutig bestimmen. Ihr war aber auch gar nicht daran gelegen, es herauszufinden. Rasch drehte sie sich um, wich dabei einem der gewaltigen Spinnennetze aus, die die Turmkammer &amp;quot;zierten&amp;quot;, und suchte lieber ihre eigenen Gemächer in [[Goblareth]], der alten Stammfeste ihres Hauses auf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sie die zugige Wendeltreppe zum derzeitigen gräflichen Hauptgelass herunterging, erlaubte sie sich sich ihren weiteren Gedanken zu widmen. Khorena hatte ihr nämlich zusätzliche, sehr beunruhigende Nachrichten zukommen lassen, die ihren Vater nichts angingen. Eine alte Feindin schien ihr Haupt zu erheben ... und sie musste herausfinden, ob und was dies eventuell mit der anderen Neuigkeit zu tun hatte. Kaum hatte sie das untere Ende der Treppe erreicht und einen ersten Schritt auf den kleinen Hof dieses Teils der Grafenfeste getan, landete ein Rabe auf ihrer Schulter, als habe er bereits auf sie gewartet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich habe einen Auftrag für dich&amp;quot;&#039;&#039;, sprach sie leise zu dem Gefiederten, &#039;&#039;&amp;quot;den ich keiner Taube anvertrauen kann.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie würde [[Cordovan von Marvinko|ihrem Bruder]] eine Nachricht zukommen lassen, und nur ihm, weil sie ihm mehr als jedem anderen Menschen vertraute ... und er in der Hauptstadt natürlich über die Beziehungen und Möglichkeiten verfügte, ihr Antworten auf dringende Fragen zu beschaffen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Im Castello di Cerrano==&lt;br /&gt;
Das Licht des späten Nachmittags lag wie flüssiges Gold auf den Mauern des Castellos. Staub tanzte in den schmalen Sonnenstrahlen, die durch das hohe Rundbogenfenster fielen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cavalliere [[Verian di Cerrano]] stand mit auf dem Rücken verschränkten Händen davor und blickte hinab auf den trägen Verlauf der Landschaft. Ein Bote war vor einer Stunde angekommen. Das Siegel des Dokuments lag gebrochen auf seinem Schreibtisch. Ein Brief daneben, sorgsam geglättet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er hatte beides zweimal gelesen. Kein Zucken war über sein Gesicht gegangen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des ersten Lesen spannten sich seine Kiefermuskeln. Nicht wegen der möglichen Strafen. Sondern wegen des Zweifels an seiner Loyalität. Es sind keine fünf Götterläufe her, wo er sein eigenes Blut zugunsten der Krone im fernen Kemireich vergoss.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Majestätsbeleidigung …“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das trifft ihn. Er wurde nicht laut. Aber seine Stimme würde kühler: &#039;&#039;„Man mag meine Entscheidung falsch nennen. Aber nicht meinen Eid.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verian fühlte sich missverstanden – nicht ertappt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im zweiten Lesen durchströmten unzählige Gedanken seinen Geist. &#039;Wer profitiert? Wer hat Anzeige erstattet? Welche Fraktion bewegt sich?&#039;, hallten durch seinen Kopf.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Für ihn ist es kein moralischer Schlag, sondern eine Lageeinschätzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verian begann umgehend Briefe sowie Anweisungen zu verfassen und rote Fähnchen auf seinen Karten zu setzen. In den nächsten Stunden sah man ihn nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kunde erreicht Efferdas==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Efferdas]]. Wenige Tage später.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Covernische Schiffswerft d&#039;Antara|Covernischen Schiffswerft d&#039;Antara]] herrschte reges Treiben. Die Arbeiter trugen Holzbalken zur Heling, brachten in mehreren Eimer eiserne Nägel heran und inmitten von Arbeitern und Vorarbeitern wirkte der Schiffsbauer [[Phelizzio d&#039;Antara]] wie ein Dirigent in einem Orchester. Er wandte sich noch einmal zu seinem Zeichentisch und studierte gewissenhaft die Baupläne zu den bestellten Patrouillenbooten für die Albornsburg. Als Grundlage nahm er die Struktur eines Kutters, die bevorzugte Bootsklasse für Zolleinsätze oder Patrouillen auf Flüssen, die mit zusätzlichen Riemen und einer [[Arbalone]] später ausgestattet werden sollte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ihm gesellten sich seine Frau [[Sybilla d&#039;Antara|Sybilla]] und [[Gardelan de Vere]], die beide eine ernste Miene aufzeigten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Phelizzio …”&#039;&#039;, begann Sybilla fast heiser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Angesprochene blickte abrupt auf, da er in ihrem Tonfall bereits heraus hörte, dass was Schlimmes vorgefallen sei. Zu gut kannte er nach all den Jahren mittlerweile seine Frau.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Wir sollten herein gehen”&#039;&#039;, sagte sie immer noch um Fassung ringend.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ist etwas mit den Kindern?”&#039;&#039;, fragte Phelizzio.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gardelan blickte prüfend in die Umgebung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Signor, bitte. Wir müssen nach drinnen gehen”&#039;&#039;, bat nachdrücklich sein Chef der Hausgarde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn auch sein alter Freund ihn mit Anrede ansprach, dann musste Gravierendes passiert sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Phelizzio nickte und gemeinsam gingen sie zum Haupthaus der Werft in Phelizzios Arbeitszimmer. Vor dem Eintreten ins Zimmer postierte Gardelan zwei Gardisten vor die Tür, mit der Anweisung niemanden herein zu lassen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Also, was ist denn nun?“&#039;&#039;, begann Phelizzio nun ungeduldig.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sybilla holte zwei Schreiben hervor, das eine enthielt das Siegel vom [[Kronsekretär|Kronsekretariat für Schiffsbau]]. Und das andere war nicht zu erkennen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Verian ist verhaftet worden”&#039;&#039;, begann sie mit Tränen in den Augen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Was?!”&#039;&#039;, entfuhr er dem Schiffsbauer.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Er ist wegen Hochverrat und einiger anderer Anklagepunkte von Blauröcken unter Hausarrest gestellt worden“&#039;&#039;, erklärte Gardelan trocken und listete daraufhin die Anklagepunkte auf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Was?!”&#039;&#039;, entfuhr es Phelizzio erneut. &#039;&#039;“Das ist doch himmelschreiender Unsinn! Schiffe? Was denn bitte für Schiffe? Können die überforderten Amtsleute in den höheren Kreisen noch nicht mal Boote von Schiffen unterscheiden? Gib mir das Schreiben.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zunehmend wütend las er nochmal alles durch und auch die Stornierung des Auftrags.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sybilla berührte sanft den Arm ihres Mannes, doch der winkte ab und warf die Blumenvase auf dem Schreibtisch wütend zu Boden. Das erste Mal, dass sie ihren sonst so herzlichen Mann so erlebte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ich glaube keine Sekunde an diese Anklagepunkte. Das wirkt mir zu übertrieben und theatralisch im Ganzen“&#039;&#039;, schlussfolgerte er, sich langsam wieder beruhigend. &#039;&#039;“Hat sich dieser götterlose Verräter [[Ralman von Firdayon-Bethana|Ralman]] &#039;&#039;[allein die Nennung des Namens des berüchtigten Wendehalses aus dem [[Thronfolgekrieg]] ließ in Phelizzio wieder die Wut hoch kommen.]&#039;&#039; endlich in Bewegung gesetzt um auch noch die letzten aufrechten Diener des Reiches zu entfernen?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch wenn seine Unterstellung überzogen sein mochte, aber an der politisch motivierten Anklage hatte er keinen Zweifel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Was machen wir nun, Phelizzio?”&#039;&#039;, fragte sein alter Freund Gardelan und nahm Haltung an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Wir werden unsere Rechtskundler, die [[Familie Gezetti|Gezettis]], hinzuziehen und mit allen Kräften die [[Familie di Cerrano]] unterstützen”&#039;&#039;, sagte Sybilla ruhig.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Mehr noch …”&#039;&#039;, begann der alte Fasan laut denkend. &#039;&#039;“Gardelan. Lass vier der [[Palmyranische Wache|Palmyramischen Wache]] voll bewaffnet antreten und informiere einen Stallmeister aus der Stadt, dass wir Pferde benötigen. Sofort”&#039;&#039;, befahl er ungewohnt eisern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gardelan nahm Haltung an und bestätigte den Befehl mit einer Faust zur Brust schlagend.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Sybilla. Ehe wir die Gezetti kontaktieren, hilf mir bei der Formulierung einiger Briefe. Ich soll verdammt sein, wenn ich nicht alles in meiner Macht stehende tun werde, um Verian zu helfen. Familie d&#039;Antara hält seine Treue im Sturm!”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Aber, mein Lieber. Wir haben keine ernsthaften politischen Ämter inne.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Nein, aber unsere Freunde schon.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Noch am gleichen Tag verließen mehrere Eildepeschen den Schreibtisch von Phelizzio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im Stadtteil Residencia&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Hast du schon gehört, Liebster? Man hat den [[Verian di Cerrano|Kronkastellan]] der [[Albornsburg]] verhaftet. Wegen Hochverrats.”&#039;&#039; [[Mireia ya Papilio|Mireia ya Pirras]] drückte sich an ihren Mann [[Icaro ya Pirras|Icaro]]. Sie genoss den gemeinsamen Spaziergang durch [[Residencia]]. &#039;&#039;“Meine Liebe, nicht nur wegen Hochverrat. Die Anklageschrift ist noch weit umfangreicher. Amtsmissbrauch, Urkundenfälschung, Namensmissbrauch, Majestätsbeleidigung, Veruntreuung, Verletzung des Kriegsrechts in Friedenszeiten, Betrug, Unterschlagung und Götterfrevel an [[Praios]] und [[Horas]]. Es geht wohl um einen Auftrag an die [[Familie d&#039;Antara|d&#039;Antara]].”&#039;&#039; Ein Lächeln zeigte sich auf Mireias Gesicht. &#039;&#039;“Ach, die d&#039;Antara. Damit werden ihre Umtriebe wohl ins Stocken geraten, wenn ihr Name in einem Atemzug mit Hochverrat genannt wird.” “Zumindest wenn sie sich auf seine Seite stellen werden, wovon wohl auszugehen ist.”&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde windiger, denn sie näherten sich langsam der Klippe über dem Wasserfall. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Nichtsdestotrotz ist dies ein interessantes Verfahren.” “Du denkst doch nicht etwa daran….” “Es reizt mich schon sehr. Und bei unserem Besuch in [[Valbeno]] haben sie nicht den Eindruck gemacht, leichtfertig oder fahrlässig zu handeln.” “Nein, aber sie zeigten sich offen als Teil der [[Murakianer|Murakiden]]. Dies entspricht nicht unserer Einstellung. Was sagt dein [[Valerio ya Pirras|Vater]] dazu?” “Er hat mir freie Hand gelassen, aber auch Bedenken geäußert.” “Ebenso wie ich. Ich glaube, du begibst dich auf einen ganz schmalen Grat.”&#039;&#039; Icaro seufzte. &#039;&#039;“Es ist natürlich ein großes Risiko und ich glaube auch nicht an einen Freispruch. Aber wenn ich es erreichen kann das Strafmaß zu mildern, ist es schon als großer Erfolg anzusehen, der meinem Namen gut zu Gesicht stehen würde.” “Du müsstest dein Amt ruhen lassen.”&#039;&#039; Er nickte. &#039;&#039;“Noch steht gar nicht fest, ob es überhaupt notwendig ist. Schließlich haben sie mit [[Curthan di Cerrano]] einen eigenen Rechtsgelehrten in ihren Reihen. Aber ich werde ein Schreiben aufsetzen und meine Unterstützung anbieten.” Mireia drückte seine Hand. “Ich hoffe du weißt, was du tust.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nachricht auf dem Yaquir==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auf einem Schiff auf dem [[Yaquir]]. Zwischen [[Vinsalt]] und [[Unterfels]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Erlan_Sirensteen_Shahane_Sforigan_y_Scheffelstein_auf_dem_Yaquir.jpg|thumb|300px|left|Auf dem Yaquir: Comto Erlan und seine Gemahlin]]&lt;br /&gt;
Das schlanke Flussschiff hatte vor einiger Zeit die Hunderttürmige, das prächtige Vinsalt, hinter sich gelassen und wandte sich stromaufwärts gen Unterfels. Keine fremden Gäste befanden sich an Bord &amp;amp;ndash; nur [[Erlan Sirensteen]] von Irendor, der Comto zu Bomed und [[Baron des Yaquirbruchs]], seine Gemahlin [[:alm:Shahane Sforigan y Scheffelstein|Shahane Sforigan y Scheffelstein]] und einige wenige Begleiter. Man hatte bewusst darauf geachtet, unbehelligt zu reisen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan und Shahane standen nebeneinander an der Reling. Unter ihnen glitt der breite Yaquir ruhig dahin, sein Wasser spiegelte das milde Licht des Rahjamondes. Am Ufer zog sich eine Allee von Kirschbäumen entlang, die in voller Blüte standen &amp;amp;ndash; ein zartes Weiß und Rosa, das wie ein Schleier über der Landschaft lag. Es war beinahe zu idyllisch für die Gedanken, die sie in den letzten Wochen bewegt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Nun, jetzt weißt du, was ich dir zu dieser Situation sagen kann. Es ist nicht schön. Ich kann es mir nicht erklären, wie es so weit kommen konnte. Wer zieht da an den Fäden? Glaub mir, ich habe [[Erlgard Sirensteen|Erlgard]] und Ralman noch nie so ernst gesehen. Ich bete zu den Zwölfen, dass das noch gut ausgeht. Doch lassen wir diese düsteren Gedanken für einen Augenblick. Gibt es irgendetwas Neues und vor allem auch etwas Freudiges, was ich während der vielen Beratungen in den letzten Tagen noch nicht mitbekommen habe?“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Schiff arbeitete sich stetig gegen die Strömung voran. Die blühenden Kirschbäume am Ufer zogen gemächlich vorbei.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Comto hielt den Blick noch einen Moment auf das Land gerichtet. Die zahlreichen gesellschaftlichen wie familiären Verpflichtungen der letzten Wochen hatten ihn und seine Gemahlin kaum zur Ruhe kommen lassen; erst hier auf dem Fluss bot sich ihnen die seltene Gelegenheit, länger und ungestört miteinander zu sprechen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Shahane lächelte leicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Nun, Erlan, die Zeiger der Vinsalter Uhr laufen weiter, auch wenn man nicht hinsieht &amp;amp;ndash; und auch außerhalb der hohen Politik geht das Leben weiter.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie berichtete von den Feierlichkeiten am Tag des [[Bosper (Heiliger)|Heiligen Bosper]]. Die Geschmeidemesse war gut besucht gewesen, die Auslagen prunkvoll wie eh und je.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Doch man stellte auch fest, dass das Gold teurer geworden ist. Das, was du von den Zwergen berichtetest, scheint sich nun auch hier auszuwirken.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan nickte knapp.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ja. Diese Krise ist noch lange nicht ausgestanden.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie erzählte weiter von der großen Messe im [[Tempel des Gerechten Gottes|Praiostempel]], die sie gemeinsam besucht hatten und wo sich ihre Wege danach trennten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Überraschend anders war hingegen das Tsatagsfest danach, das ich allein besuchte“&#039;&#039;, fuhr sie fort. &#039;&#039;„Die Stimmung war erstaunlich heiter. Vielleicht lag es daran, dass diesmal niemand aus den höheren Kreisen oder dem [[Kronkonvent]] anwesend war, um mit ernster Miene über Staatsgeschäfte zu sprechen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan lachte &amp;amp;ndash; ein bitteres Lachen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Am Tag der Waffenschmiede, als wir gemeinsam in Unterfels waren … Ich hätte da gerne mit dir danach gesprochen. Die Geschäftigkeit der Stadt hat mich grundsätzlich erfreut. Doch die Gründe dafür … sie liegen wie ein Schatten am Himmel.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan antwortete nicht sofort.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Nun, das war der Gedenktag der [[Dritte Dämonenschlacht|Dritten Dämonenschlacht]]. Ich hatte Hoffnung, dort einige bestimmte Personen zu treffen, die das Andenken der Gefallenen ehren würden. Ein paar offizielle Worte, einige Kerzen &amp;amp;ndash; und das war es. Die Zahl derer, die überhaupt erschienen waren, konnte man an wenigen Händen abzählen. Von denen, die ich erwartet &amp;amp;ndash; oder vielmehr erhofft hatte &amp;amp;ndash; niemand da. Wenn ich an das vergangene Jahr denke, wo groß gedacht und auch gemeinsam gefeiert wurde &amp;amp;ndash; wahrlich keine schöne Entwicklung.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schwieg einen Moment, dann fuhr er fort: &#039;&#039;„Das letzte Schreiben von Reto liegt ebenfalls schon länger zurück. Auch er vermutet, dass sich da noch mehr zusammenbraut. Seine Worte waren vorsichtig, aber deutlich genug.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Shahane nickte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Es war gut, dass wir die kleine Aldare aufgenommen haben. In Zeiten wie diesen sollte man nicht zögern, wenn Schutz benötigt wird.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan atmete tief durch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ja. Das war richtig.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann fügte er hinzu: &#039;&#039;„Ich habe sogar die Elfin gefragt, ob ihm &amp;amp;ndash; Reto &amp;amp;ndash; etwas zugestoßen sei und wir es nur noch nicht erfahren haben. Sie verneinte es.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er blickte über das Wasser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Was mich dennoch nicht beruhigt.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Shahane wandte sich dem nächsten Thema zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Das Fest der Freuden in Vinsalt war dieses Jahr … seltsam. Natürlich wurde gefeiert. Man tat, was man immer tut. Doch die Leichtigkeit fehlte. Man tanzte, aber mit einer gewissen Unruhe im Blick. Als lausche man auf etwas, das noch nicht ausgesprochen ist. Und jetzt sind wir hier auf dem Schiff und reisen nach Unterfels.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind strich durch die Segel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann richtete sie erneut das Wort an ihren Gemahl.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ach, übrigens &amp;amp;ndash; wusstest du, dass der Kroncastellan der Albornsburg verhaftet wurde? Es gibt da eine Anklage wegen Hochverrats.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan drehte sich zu ihr um.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Was? Nein. Nichts davon gehört. Wer ist das?“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ein [[Verian di Cerrano]].“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan dachte nach, die Stirn leicht gerunzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;lt;big&amp;gt;„Stellt Ermittlungen an“&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erlan dachte einen Moment nach. Seine Stirn legte sich in Falten, nicht tief, eher prüfend.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Der Name sagt mir etwas. Ich glaube, ich habe ihn im Zusammenhang mit der Albornsburg schon einmal gehört. Doch persönlich? Nein. Mit ihm gesprochen habe ich nie.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schwieg einen Augenblick.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ein Kroncastellan. Das ist kein unbedeutendes Amt &amp;amp;ndash; auch wenn der Ruhm vergangener Zeiten in den letzten Jahren etwas verblasst sein mag.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Shahane beobachtete ihn aufmerksam.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Soll ich daraus schließen, dass es dich beunruhigt?“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan schüttelte leicht den Kopf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Beunruhigen? Nein. Aber irgendwie passt es in ein Bild, dass momentan irgendetwas grundsätzlich nicht richtig läuft.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wandte sich vom Wasser ab und sah nach achtern, wo zwei Liliengardisten in respektvollem Abstand standen. Einer von ihnen, der auch als Secretario der Garde arbeitete, trat auf ein kaum merkliches Zeichen hin näher.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Sagt euch der Name Verian di Cerrano etwas?“&#039;&#039; fragte Erlan.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Gardist schüttelte kurz den Kopf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Nein, mein Herr.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Er war Kroncastellan der Albornsburg. Offenbar ist er wegen Hochverrats verhaftet worden. Die Hintergründe sind uns unbekannt. Stellt Ermittlungen an.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Gardist straffte sich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Sehr wohl, Herr. Wenn Ihr wünscht, gehe ich beim nächsten Anleger von Bord und reite nach Vinsalt. Dort werde ich sicherlich in Erfahrung bringen können, was geschehen ist.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan hob leicht die Hand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Nein. So eilig ist es nicht.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er sah den Gardisten ruhig an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Spitzt Eure Feder, es sollte was geschrieben werden. Das soll noch heute nach Vinsalt herausgehen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Sehr wohl, Herr“,&#039;&#039; erwiderte der Gardist und trat zurück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Shahane trat wieder an Erlans Seite.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Was glaubst du, hat das für Folgen? Und vor allem &amp;amp;ndash; was können das für Gründe sein, die zu so etwas führen?“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erlan blickte über das ruhig dahinfließende Wasser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Wenn ich das jetzt wüsste. Bis vor kurzem wusste ich ja noch nicht einmal, dass das überhaupt geschehen ist. Und der Name sagte mir nun auch nicht wirklich etwas. Aber eine Anklage wegen Hochverrats kommt nicht von ungefähr. In Zeiten wie diesen wird es schon irgendwelche unwiderlegbaren Beweise und Gründe geben, warum das passiert ist. So etwas macht die Krone nicht leichtfertig.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schwieg einen Moment.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Und ja &amp;amp;ndash; ich glaube auch, dass daran irgendwer profitieren möchte. Das gilt es herauszufinden, wer das ist. Aber ansonsten ist das im Moment nicht von allzu großem Belang.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wind griff in die Segel, und das Schiff setzte unbeirrt seinen Weg stromaufwärts fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei Pferdenarren==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich dachte, du solltest es erfahren“&#039;&#039;, schloss [[Geromar Solivino]] seinen Bericht. &#039;&#039;„Du und Verian, ihr versteht euch so gut.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Rahjesco Solivino|Rahjesco]] starrte seinen Verwandten an. &#039;&#039;„Nein, da muss eine Verwechslung vorliegen. Verian ist wohl die reichstreueste Person, die ich kenne.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Da kennst du aber noch nicht [[Honoria di Cerrano|Honoria]]. Sie hat unsere Tochter mit Zweitnamen &#039;&#039;Shafira&#039;&#039; genannt.“&#039;&#039; Geromar kicherte, hörte aber schnell damit auf, als er Rahjescos Blick bemerkte. &#039;&#039;„Verzeihung. Honoria, sie ist sofort aufgebrochen, um bei ihren Geschwistern und Cousins zu sein.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Gestüt Salsavûr]] kam in Sicht. Die beiden Pferdenarren hatten wie so oft einen ausgiebigen Ausritt in die Wälder unternommen, wobei Rahjesco dafür sogar erst aus [[Urbasi]] hergeritten war.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Wir müssen etwas unternehmen“&#039;&#039;, beharrte Rahjesco mit unterdrücktem Zorn in der Stimme. &#039;&#039;„Wir können nicht einfach immer stillsitzen. Es ist genau dasselbe mit der Hinrichtung [[Sigman von Firdayon-Gareth|Sigmans]]: &#039;Das ist nicht dein Krieg, blabla, misch dich nicht ein, der Klügere gibt nach …&#039; Ich habe es satt. Verian ist unschuldig, er würde den [[Khadan II. Firdayon|Horas]] niemals verraten. Das ist alles eine große Intrige.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geromar schüttelte den Kopf. &#039;&#039;„Vielleicht, und ich glaube das ebenso wie du. Aber wir wissen es nicht und es ist nicht an uns, zu urteilen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er trieb seine Stute für die letzten dreißig Schritt in einen leichten Trab und hielt vor dem Hauptgebäude des Gestüts. Die Amme Niothia kam ihm mit einem Kind entgegen, das sie sanft im Arm wiegte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„[[Amene Solivino|Amene]]!“&#039;&#039;, rief er glücklich, stieg ab und lief der Amme und seiner kleinen Tochter entgegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Papa. Pferdchen.“&#039;&#039; Die fast Zweijährige streckte ihm ihre Ärmchen entgegen entgegen. Niothia übergab ihm das Kind, doch sie strampelte und streckte sich in Richtung seiner Stute. &#039;&#039;„Pferdchen“&#039;&#039;, forderte sie, diesmal energischer.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ach, du willst nur zu Amethysta?“&#039;&#039;, lachte Geromar. Er hielt seine Tochter so, dass sie mit ihren kleinen Händen das Pferd streicheln konnte, worauf sie glücklich gluckste.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ja, sie kommt ganz nach euch, gewöhnt euch schon mal dran“&#039;&#039;, lächelte Niothia.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rahjesco war nun ebenfalls angekommen und saß ab. Sein Gemüt schien sich durch die Anwesenheit Amenes auf magische Weise beruhigt zu haben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr sonniges Strahlen zauberte ihm sogar ein Lächeln aufs Gesicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich verstehe, warum du es nicht riskieren willst, dich in Intrigen verwickeln zu lassen“&#039;&#039;, sagte er versöhnlich. &#039;&#039;„Du hast jemanden, den du beschützen musst.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geromar nickte. &#039;&#039;„Honoria will ich auch beschützen. Aber ich weiß nicht, ob ich das kann. Sie war so entschlossen, ihrem Cousin zu helfen.“&#039;&#039; Er senkte die Stimme so weit, dass Niothia es nicht mehr verstehen konnte: &#039;&#039;„Verdammt, Rahjesco, es geht hier um den Horas.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich weiß, aber es ist einfach ein Missverständnis. Wir werden es aufklären“&#039;&#039;, erwiderte dieser mit ebenso leiser, aber selbstbewusster Stimme.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Sei bitte vorsichtig. Bei was auch immer. Wir machen uns alle Sorgen um dich, besonders [[Rahjabella Solivino|Rahjabella]] und [[Cerceri Solivino|Cerceri]]. Sie haben mich schon gebeten, dich von all deinen waghalsigen Vorhaben abzubringen.“&#039;&#039; Geromar lachte verzweifelt. Amene hatte derweil genug davon, Amethysta zu streicheln und begann herumzuquengeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Willst du auf Amethysta reiten?“&#039;&#039; Mit einem Lächeln setzte er sein Kind in den Sattel und hielt es mit beiden Händen fest. Die Kleine quietschte aufgeregt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rahjesco konnte nicht anders, als bei dem Anblick zu kichern. &#039;&#039;„Das ist deine Tochter! Ich reite besser mal zurück, wenn ich noch abends ankommen will. Danke für deine Sorge, Geromar. Alles Gute dir, Honoria und Amene!“&#039;&#039; Sie umarmten sich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Und natürlich bin ich vorsichtig“&#039;&#039;, versprach Rahjesco ihm lächelnd.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit stieg er auf sein Ross und ritt im Schritttempo davon. Als er sich im Sattel umdrehte, um zu winken, winkte Geromar mit einer Hand zurück, während er mit der anderen seine Tochter stabilisierte. &#039;&#039;„Nein, das ist er nicht, war er noch nie“&#039;&#039;, sagte er zu ihr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Versonnen betrachtete Niothia Amene, die vergnügt an Amethystas Mähne zog. &#039;&#039;&amp;quot;Sie alle lernen es irgendwann: die Vorsicht. Auf die eine oder andere Weise.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefspiel in Urbasi|Albornsburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg/Urbasische_Briefe_II&amp;diff=1283367</id>
		<title>Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg/Urbasische_Briefe_II&amp;diff=1283367"/>
		<updated>2026-05-24T13:19:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Albornsburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mitte Rahja 1047 BF&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autoren:&#039;&#039;&#039; [[Benutzer:Rhutkles|Rhutkles]], [[Benutzer:Fürst Federkiel|Fürst Federkiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brief von [[Sofia Silbertaler]] an [[Phelizzio d&#039;Antara]] per Eilbotin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sofia Silbertaler(2).jpg|thumb|150px|right|Ist nicht amüsiert: die Directora der [[Silbertaler Bank]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-family:&#039;Segoe Script&#039;,cursive;background-color:#FFE7BA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
“Verehrter Signore Phelizzio aus der Familie d’Antara, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit Erstaunen ist uns über Eure Verwicklung in die Anklage Eures Auftraggebers, des im Amte ruhenden Kroncastellans der [[Albornsburg]], Signore [[Verian di Cerrano]], berichtet worden. Aus Sorge um die Wahrung [[Briefspiel:Silberschiffe|unseres Teil Eurer Vertragswerke]] muss ich insistieren, Folgendes zu bedenken: der höchstehrenwerte Iudice und Advocatus, mein Herr Vater, [[Danilo Silbertaler]], hat sich bereit erklärt, in die Verteidigung des Angeklagten einzutreten. Er wird in Begleitung des 1. Secretarius, [[Pieno Halladan Raloff|Pieno Raloff]], in Kürze in [[Vinsalt]] ankommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe unserer Erwartung Ausdruck, Ihr wüsstet über Eure Kontakte sicherzustellen, aus einem Wind keinen Sturm werden zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Praios’ Namen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gez.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Sofia Silbertaler]]”&lt;br /&gt;
----&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbruch nach Urbasi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum tatsächlichen Aufbruch ins [[Aurelat]] vergingen nunmehr wenige Tage, da in dieser Zeit noch Reisevorkehrungen sowie dringliche Geschäfte zu treffen wie abzuschließen waren. Ein besorgtes Schreiben der [[Familie Silbertaler]] veranlasste den alten Schiffsbauer einen von der Rechtsgelehrtenkanzlei der [[Familie Gezetti] notariell beurkundeten Kalkulationsbericht aufzusetzen, den er später den Silbertalern persönlich überreichen würden, um etwaige Bedenken bezüglich der indirekten Verstrickung der Schiffswerft auszuräumen. Dies ließ er in einem Brief per Eilkurier der urbasischen Familie mitteilen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Phelizzio d Antara.jpg|thumb|150px|left|Phelizzio, entschlossen, Verbündete zu gewinnen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit bis zum Aufbruch erschien [[Phelizzio d&#039;Antara]] wie eine Ewigkeit, doch er musste sich zur Ruhe ermahnen, da er schließlich nun auch eine Pflicht gegenüber seiner Werft und Familie in [[Efferdas]] hatte. Aber nunmehr war der Tag gekommen. Im Hof der [[Covernische Schiffswerft d&#039;Antara|Covernischen Schiffswerft]], nahe des Orangenbaumes, saßen bereits sechs Gardisten der [[Palmyramische Wache|Palmyranischen Wache]] sowie Phelizzio&#039;s Sohn [[Timor d&#039;Antara|Timor]] in den Sätteln mehrerer Kaltblut-Pferde. Wie er [[Gardelan de Vere]] angewiesen hatte, waren die Gardisten voll bewaffnet. Auffallend war diesmal, dass jeder der Wachmänner eine Lanze mit dem Fasanen-Banner der d&#039;Antaras trug. Dieses Mal würde Phelizzio über seinen Schatten springen und so maximal (nieder)adlig auftreten, wie er nur konnte und durfte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Timor d Antara.jpg|thumb|150px|right|Sein Sohn Timor begleitet den Vater auf dieser Reise.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timor blickte auf, als sein Vater das Verwaltungshaus der Werft verließ. Dieser trug einen braunen Kaftan mit dunkelgrüner Schärpe, an der die Fasanen- wie [[Donatorier]]-Spange im Licht der Praiosscheibe funkelten. Über seiner Kleidung hatte er sich einen leichten Mantel mit Kaninchenfell-Kragen geworfen und an seinem Gürtel hing der alte Waqqif-Dolch der Familie. So hatte er seinen Vater noch nie gekleidet gesehen, meist nur handwerklich, aber heute strahlte er eine strenge Autorität für den sonst so warmherzigen Mann aus. Phelizzio verabschiedete sich von seiner Frau Sybilla und den anderen Kindern und überreichte dem mit anwesenden Gardelan einen Umschlag mit weiteren Anweisungen bezüglich der Gewährleistung der Sicherheit seiner Familie und der Werft im Falle von Schwierigkeiten. Er stieg auf sein Pferd und zog die Zügel, die das Tier zu seiner Familie drehte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich liebe euch und ihr seid mein größter Schatz auf Dere. Die [[Travia|Gütige Göttin]] soll euch beschützen!&amp;quot;&#039;&#039;, erklärte der Schiffsbauer bewegt. Er spürte eine Wärme von der Spange der Donatorier aus und das ließ ihn zuversichtlich sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio d&#039;Antara gab seinem Pferd die Sporen und Timor und die Gardisten folgten ihm eiligst gen Aurelat. Auf dem Weg erklärte Phelizzio seinem Sohn, wem sie in Urbasi aufsuchen werden. Die beiden Männer der efferdischen Familie würden der [[Familie Silbertaler]], dem [[Haus Urbet]] sowie der [[Familie Solivino]] ihre Aufwartung machen, um um Unterstützung für Verian zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Im Hotel Silbertaler==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunde aus [[Vinsalt]] vom kommenden Krieg gegen das Neue Reich hielt das Imperium bis in den letzten Winkel in Atem. Die Brieftauben der [[Familie Deraccini|Deraccini]] waren in stetem Flug zwischen Haupt- und Bergstadt und der Rücktransport der Tiere musste verstärkt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Bote den Besuch aus [[Efferdas]] ankündigte, entschied man im kleinen Familienrat, [[Efferdita Pechstein|Efferdita]] mit dem Empfang zu betrauen, da ein Großteil der Familie in dringlicher Angelegenheit gebunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Hotel Silbertaler]] waren gerade, wie üblich vor den Namenlosen Tage, etliche Zimmer freigezogen worden. [[Phelizzio d&#039;Antara]] und sein Sohn konnten die kleine Zimmerflucht von [[Briefspiel:Silberschiffe|ihrem letzten Besuch vor anderthalb Jahren]] erneut beziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Mal wurden sie jedoch nicht in den kleinen Salon geführt, sondern in das Arbeitszimmer, in dessen Tür auf dezente Art das Wappen der Silbertaler eingelegt war. Es war ein kleiner, funktionaler Raum mit einem Schreibpult, Schubladenschränken und einer Sitzgruppe mit Rundtisch. Auf diesem stand eine dampfende Teekanne mit recht einfachen Tonbechern und kleines Gebäck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Efferdita Pechstein.jpg|thumb|150px|left|Die junge Gemahlin des Patriarchen empfängt erneut den Besuch aus Efferdas.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Efferdita Pechstein|Efferdita]] stand am Schreibpult und eine Feder kratzte zügig über Briefbögen. Sie unterbrach ihre Handlung, legte das Schreibzeug zur Seite und eilte auf den Efferdaser zu. &#039;&#039;“[[Travia]] zum Gruße, mein lieber Signor Phelizzio, gerne erinnere ich mich an Euren letzten Besuch. Mit Freude habe ich auch vernommen, dass Ihr kürzlich einen Auftrag für die [[Banca d&#039;Urbasi|Banca]] und das Consortium angenommen habt.”&#039;&#039; Sie reichte die beringte Hand, vergessend, dass der Gast beim letzten Mal diese kräftig schüttelte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Travia zum Gruße, werte Signora Efferdita.”&#039;&#039; Er gab ihr überraschenderweise einen Handkuss. Timor verneigte sich höflich zur Begrüßung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Habt Dank, dass Ihr uns empfangt. Dieser Tage ziehen Sturmwolken auf und umso freudestrahlender wie lichtbringender ist das Wiedersehen geschätzter Freunde”&#039;&#039;. Dass er die [[Familie Silbertaler]] als Freunde bezeichnete, war so selbstverständlich wie aufrichtig. Beide Familien verband nicht nur das Geschäftliche, sondern auch die Nähe der Gastgeberin zur Gütigen Göttin [[Travia]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sie schmunzelte dem erhobenen Handwerker milde zu, aber es war ein trauriges Lächeln. &#039;&#039;“Die Sturmwolken der [[Rondra]] ziehen über das Land, und Krieg zwischen den Reichen ist geheißen, so vermelden es die Tauben. Habt Ihr es etwa noch nicht vernommen?”&#039;&#039; Sie seufzte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Phelizzio nickte. Auch in [[Efferdas]] war das Geflüster von Krieg schon zu vernehmen. Und es wurde immer stärker.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Doch mag der Krieg auch kommen: Friede sei den Gästen unseres Hauses. Nehmt Platz und nehmt von Gebäck und Trank. Auch Euch, Timor, ein liebes Willkommen. Ihr seht erschöpft aus von der Reise. Sind Eure Gardisten gut untergekommen?”&#039;&#039; Sie reichte auch dem Sohn die Hand, setzte sich geziert und goss den beiden und sich selbst Tee ein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alte Fasan bedankte sich und blickte für ihn ungewohnt ernst auf seine Tasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Werte Signora Efferdita. Verzeiht meine direkte Art, doch mein Herz wiegt schwer. Nicht die Sturmwolken des drohenden Krieges führen mich und meinen Sohn heute zu Euch, sondern das hier, Timor, die Mappe bitte.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Schiffbauers kramte aus seiner Umhängetasche eine lederne Mappe heraus. Diese war mit zwei großen Wachssiegeln und einem dunkelgrünen Band verschlossen. Die Siegel waren von der Covernischen Schiffswerft sowie von der Canzlei Gezetti, den Rechtsbeiständen und Wirtschaftsprüfern der Familie d’Antara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Hier erhaltet Ihr den umfassenden wirtschaftlichen Bericht zu Eurer Investition sowie alle bisherigen wie geplanten Schritte im Arbeitsprozess. Beiliegend sind die Material-Listen wie auch die Kalkulationsschemata der bisherigen Quartale zu finden. Zudem sind etwaige Unterlagen in beglaubigter Kopie vorhanden. Alles ist notariell beurkundet wie beglaubigt von unserer Canzlei Gezetti in Efferdas. Ich garantiere Euch einen reibungslosen weiteren Produktionsprozess wie auch die Sicherheit Eurer Investitionen in meine Werft.”&#039;&#039; Phelizzio endete und in seiner Stimme lag Aufrichtigkeit wie bedingungslose Verlässlichkeit.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Efferdita schaute zuerst fragend drein, doch nahm sie die Mappe entgegen. &#039;&#039;“Ihr unterliegt einem kleinen Irrtum, der mir in dieser Stadt aber schon häufig begegnet ist: das [[Silbertal]], die [[Silberstadt]], der Silbertaler, die [[Silbertaler Bank]], die [[Familie Silbertaler|Silbertaler]] und das Ganze spiegelt sich im [[Bosparano]] ebenso. Die Familie meines Gatten und so auch die meine ist so eng mit diesem Berg und dem Umland verwoben, kaum jemand Außenstehendes durchdringt dies. Doch ich bin im Bilde und reiche die Mappe an das neue Consortium, an dem auch die Banca beteiligt ist, an Kusine [[Sofia Silbertaler|Sofia]] weiter. Sie wird erfreut sein.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; Nach einem Schluck Tee fuhr sie ruhig fort.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Mein lieber Signor, ich erinnere mich an Eure Herzlichkeit und Wärme, heut´ aber scheint Ihr mir von Sorgen begleitet und zugleich voll entschlossener Kraft zu sein. Wenn es nicht der Krieg ist, der Euch mit Gardisten reisen lässt, was plagt Euch dann?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Travienschwur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio hielt ihrem Blick einen Moment stand, doch dann senkte er die Augen. In seinem Gesicht arbeitete etwas – Stolz rang mit Sorge, Pflicht mit Verzweiflung. Schließlich stellte er langsam die Teeschale beiseite. Ohne ein weiteres Wort trat er einen Schritt zurück. Timor hob erschrocken den Kopf, als sein Vater – [[Phelizzio d&#039;Antara]], Schiffbauer, Donatorier und Mann von Ansehen – sich vor [[Efferdita Pechstein]] auf ein Knie niederließ. Das Leder seines Gürtels knarrte leise, als er beide Hände offen vor sich hielt, wie einer, der nicht vor einer Patrizierin, sondern vor einem Altar bittet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Efferdita fuhr sichtbar zusammen.  &#039;&#039;„Signor— was tut Ihr da?“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Phelizzio hob den Blick, feucht vor innerer Bewegung, und sprach mit fester, rauer Stimme:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Bei der Gütigen Mutter Travia, bei ihrem Herdfeuer und bei allen Heiligen ihrer Familie bitte ich Euch, lasst mich sprechen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Timor wagte kaum zu atmen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich kam nicht allein als Geschäftspartner, nicht als niederer Edler mit Fasanenbanner und bewaffneter Wache. Ich kam als ein Mann, dessen Freund in Gefahr steht.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er legte eine Hand auf die Donatorier-Spange an seiner Schärpe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Signore [[Verian di Cerrano]] – ein Ehrenmann, ein Gerechter – steht unter Anklage. Und ich fürchte nicht allein das Urteil eines Richters, sondern das Werk jener, die aus Wind einen Sturm machen wollen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Stimme brach fast, fing sich wieder.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich weiß um die Bande zwischen Eurem Hause, dem Haus Urbet, den Solivinos und jenen Kreisen, deren Wort in [[Urbasi]] und [[Vinsalt]] Gewicht hat. Darum knie ich.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er senkte das Haupt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Im Namen Travias, deren Herd auch Fremde schützt… im Namen jener heiligen Familie, als die Euer Haus im ganzen Aurelat gepriesen wird… bitte ich um Euren Beistand.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun hob er den Blick wieder, und in ihm lag nichts als nackte Aufrichtigkeit.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Legt Fürsprache ein. Lasst [[Sofia Silbertaler]] handeln. Lasst [[Danilo Silbertaler]] wissen, dass sein Eintritt in die Verteidigung nicht nur einem Angeklagten gilt, sondern der Wahrung von Recht und Ehre selbst. Und wenn mein Name und mein eigenes Ansehen als Pfand dienen müssen – so sei es. Doch helft Verian.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille. Nur ferner Gesang aus der Küche und das Knarren eines Karren durch das offene Fenster waren zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Efferdita erhob sich - ihr Herz gerührt von der Offenheit des Mannes, des Vaters, des Gefährten. Sie streckte ihre schwer beringte Hand nach ihm aus und sprach: &#039;&#039;“Signor, der ehrwürdige Gransignor, so kann ich Euch berichten, hat [[Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe I|die Stadt fast vor Wochenfrist gen Vinsalt verlassen]]. Er war, so ist es angeklungen, in Begleitung des [[Rahjesco Solivino|Cavalliere Solivino]] und [[Amaryll Tuachall|seiner Knappin]] aus der [[Familie Tuachall]]. Ich wusste nicht, dass Ihr in mehr als geschäftlicher Beziehung zu dem Angeklagten steht, so seid versichert: Euer Freund ist in guten Händen, wenn sein Herz den Funken trägt, mit dem wir von [[Praios]], [[Travia]] und den guten Göttern auf unseren Platz gerufen sind. Das Licht des göttlichen Richters wird jeden Aufrechten erkennen und jeden Fehl beleuchten. Und um alle Kabale wird die Zunge des Advocaten ein Gebinde aus Treue und Leumund legen. Vertraut auf Eure Treue, wie die Gütige es uns lehrt.”&#039;&#039; Dann drehte sie leicht die Hand. &#039;&#039;“Ihr mögt von jungem Adel sein, Signor Phelizzio, doch selbst Adel, der auf Bosparans Erbe fußt, wird nicht von oben auf Euch schauen. Erhebt Euch also! Ich will Euch Brief geben, dass Ihr in Vinsalt in Traviens Namen empfangen werdet und ihr in sittsamem Heim Unterkunft findet.”&#039;&#039; Sie lächelte dem Älteren zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio verharrte einen Herzschlag lang, noch halb kniend, während Efferditas Worte wie Balsam über seine gequälte Seele gingen. Ihre Zusicherung über den Gransignor, über Solivino und den göttlichen Beistand schien etwas in ihm zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hesindetta Silbertaler d.J. und Daniello auf der Piazza Palio.jpg|thumb|250px|right|Zwei Kinder füttern eine Graugans auf der Piazza Palio]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da drangen in die letzten Töne des Glockenspiels der Tempel hinein drei charakteristische Trompetenrufe. Eine aufgeregte Kinderstimme war durch das offene Fenster zu vernehmen. &#039;&#039;&amp;quot;Guck, guck, [[Daniello Silbertaler|Daniello]], eine Graugans ist auf der Piazza gelandet. Wie schön sie nun schnattert.”&#039;&#039; Eine jüngere Stimme antwortete in die aufkommende Stille hinein, in der das Glucksen der Wildgans zu hören war. &#039;&#039;&amp;quot;Ich gebe ihr meinen Apfel.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Knarren der Karren draußen schien zu verstummen. Stille.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Timor fasste sich ans Herz. Efferdita wandte den Kopf zum Fenster. Phelizzio aber erstarrte.&lt;br /&gt;
Langsam hob er sich, den Blick erhoben, als lausche er einem unsichtbaren Spruch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Eine Graugans… in dieser Stunde.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Hand legte sich auf die [[Donatorier]]-Spange, die warm war.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Dann hat die Gütige selbst unser Gespräch gehört.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Phelizzio d´Antara im Traviaschwur vor Efferdita Pechstein.jpg|thumb|250px|left|Ein heiliger Eid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit neuer, fast feierlicher Kraft ergriff er Efferditas beringte Hand — nicht flüchtig, sondern wie bei einem Schwur.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„So höret mich nun, Signora Efferdita, und mögen Praios und Travia Zeugen sein. Im Zeichen dieser heiligen Botin schwöre ich die Freundschaft des Hauses d’Antara Eurem Hause Silbertaler.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timor sah seinen Vater an, als höre er einen uralten Eid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio fuhr fort:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Solange ein Fasan auf unserem Banner fliegt, soll kein Silbertaler ohne Freund in Efferdas oder auf den Meeren stehen.&lt;br /&gt;
Wird einer der Euren um Herberge bitten, so soll ihm der Herd meines Hauses offenstehen wie einem Blutsverwandten.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hob die rechte Hand, wie zur Bekräftigung vor göttlichem Gericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich schwöre Schutz nach Kräften, Rat nach Gewissen und Freundschaft über Nutzen hinaus.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein kurzer Blick zum Fenster, wo fern erneut Glocken klangen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Und weil Travias Graugans in dieser Stunde erschien, erkläre ich dies nicht nur als Wort eines Mannes, sondern als Eid unter göttlichem Zeichen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuslikerin hatte den Blick ihrer tiefschwarzen Augen vom Fenster zurück in das Gesicht ihres Gastes geworfen. Nun legte sie die zweite Hand auf die seine und erwiderte in großer Ernsthaftigkeit. &#039;&#039;“Die Chronica wird den Eid Eurer Familie, gegeben vor Euren Blute und unter dem göttlichen Zeichen Traviens, verzeichnen. Ihr seid gebunden, &#039;&#039;&#039;´solang ein Fasan das Wappen der d´Antara ziert´&#039;&#039;&#039;. Seid gewiss, Signores, die ehrwürdige Familie Silbertaler wird Euren Eid bewahren.”&#039;&#039; Sie entzog ihm die Hände, drehte einen goldenen Ring mit dem blauen Traviastein vom Mittelfinger und hielt ihn dem Mann hin. &#039;&#039;&#039;“Nehmt von meiner Hand dieses Schmuckstück, das mir stets nah war, und spendet ihn als Zeichen Eures Schwures zu mildtätigem Zwecke und zum Glücke anderer. Denn ich erkenne die Spange an Eurer Brust sehr wohl.”&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von draußen her hörte man zufriedenes Geschnatter der Gans und fröhliches Kichern von Kinderstimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio nahm den Ring mit beiden Händen entgegen, als hielte er ein geweihtes Kleinod. Sein sonst so arbeitsgegerbtes Gesicht war weich geworden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Signora… dies ehrt mich mehr als Worte tragen können.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er neigte sich tief und führte den Ring ehrfürchtig an die Stirn.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich gelobe, Euer Geschenk werde Armen und Bedürftigen zugutekommen, auf dass unser Schwur Frucht trage, wie Travia es wohlgefällig sein möge.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann trat Timor einen Schritt vor, verneigte sich tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Signora Efferdita, Ihr habt meinem Vater Hoffnung gegeben, wo Sorge wohnte. Dafür danke ich Euch im Namen unseres Hauses.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die warme, volle Stimme Efferditas erfüllte den Raum. &#039;&#039;“Ich wünsche Euch und Euren Nachfahren Friede und Glück, junger Timor. Das Licht eines Herdfeuers möge auch Euer Herz stets wärmen.”&#039;&#039; Sie deutete auf die Möbel mit der unausgesprochenen Einladung, sich zu Tee und Gebäck wieder zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ich setze Euch den versprochenen Brief sogleich auf. Wohin wenden sich Eure Wege nun?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Männer nickten dankend und nahmen sogleich wieder Platz. Nun war es der junge Timor,der das Gespräch mit Signora Pechstein führte.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;,,Wir haben weitere Freunde hier in Urbasi, die auch gut zu den di Cerranos stehen. Mein Vater und ich werden uns an Familie Solivino wenden. Bei einem Auftrag von Zierbooten hat er den Rahja-Geweihten Rahjalin Solivino kennengelernt und auch dort eine freundschaftliche Verbindung aufgebaut. Wir werden Hilfe für unseren gemeinsamen Freund Verian erbitten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Timor blickte zu seinem Vater, der bereits wieder innerlich am arbeiten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ich denke, ein Gesuch dieser Art ist schon an die Familie herangetragen worden. Anders kann ich mir die Reise des Signore Rahjesco nicht erklären, der den ehrwürdigen Advocaten begleitet - in einer der Reisekutschen der Solivino. Doch sicherlich kann ein weiterer Besuch nur die Bande stärken.”&#039;&#039; Sie nippte am Becher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio, der bislang schweigend den warmen Austausch zwischen seinem Sohn und Efferdita verfolgt hatte, hob nun wieder den Blick. Die innere Anspannung wich mehr und mehr einer nachdenklichen Sammlung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er nahm den einfachen Tonbecher in beide Hände, als suche er in dessen Wärme Halt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Dann also ist hierin bereits ein Netz guter Hände gewoben,“&#039;&#039; sagte er langsam, fast mehr zu sich selbst als in den Raum hinein. &#039;&#039;„Praios lenkt oft mehr Fäden, als ein einzelner Blick erkennt.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Efferdita nickte zustimmend und strich mit einer feinen Bewegung eine lose Strähne unter ihr Tuch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Timor lächelte leicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Es tut gut zu hören, dass Signore Rahjesco schon handelt”&#039;&#039;, sagte der junge Mann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Phelizzio wandte sich nun wieder direkt an Efferdita.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Die Solivino bleiben dennoch unser nächster Weg. Ein Freund besucht einen Freund nicht allein, um Hilfe zu erbitten, sondern auch, um Dank vorwegzunehmen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein Schimmer alten Humors trat in seine Augen zurück.&lt;br /&gt;
„Und ich kenne [[Rahjalin Solivino]] — wenn er mich sieht, wird er eher ein Gastmahl als ein Rechtsgespräch eröffnen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Efferdita lachte leise; selbst Timor musste schmunzeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann wurde Phelizzio wieder ernst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Nach den Solivino,“&#039;&#039; sagte er und blickte kurz zu seinem Sohn, &#039;&#039;„werden wir, sofern möglich, dem Haus Urbet unsere Aufwartung machen. Nicht, um Unruhe zu streuen, sondern um Fürsprache aus mehreren ehrbaren Mündern zu gewinnen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“So will ich Euch nicht aufhalten. Lasst mich - von eigener Hand - die Note verfassen, mit der Ihr im einfachen Haus des urbasischen Delegierten Heim finden werdet. Es liegt in Alt-Vinsalt im Süden der Erleuchtung, direkt an der Stadtmauer. Folgt beiden Wappen von Silbertaler und fürstlicher Gemeinde.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie stellte den Becher zurück, erhob sich und trat ans Schreibpult. Die Feder begann über das emblemierte Papier zu kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-family:&#039;Segoe Script&#039;,cursive;background-color:#FFE7BA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
“[[Alessandro Silbertaler|Hochverehrter Signor]], &lt;br /&gt;
lieber Vetter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
habt Dank für die Kunde, die Ihr sendetet - die erfreulichen wie die Besorgnis erregenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Schreiben wird Euch von Signore Phelizzio d´Antara und seinem Sohne Timor überbracht, die unserer Familie jüngst in Traviens Namen zur Gastfreundschaft sich verschworen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte Euch, sie wie Freunde empfangen zu lassen und ihnen Heim in nämlicher Angelegenheit zu bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls mein Travienherr sich bei Ankunft der Signores noch bei Euch befinden sollte, empfiehlt sich seine Gattin und entbietet die warmherzigsten Grüße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
r.s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gez. &lt;br /&gt;
[[Efferdita Pechstein]]”&lt;br /&gt;
----&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die beiden Efferdier die Gastfreundschaft von Efferdita Pechstein nicht überreizten wollten, bedankten sich beide für das Schreiben sowie für den Tee und die Freundschaft und verabschiedeten sich von ihrer Gastgeberin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auf der Piazza Palio==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Draußen angekommen, hielt Timor seinen Vater für einen Moment zurück, ehe sie sich zum Rahja-Tempel aufmachen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;,,Vater, ich weiß, das der Kniefall dich Überwindung gekostet hat, zumal du stets erklärt hast, dass ein d&#039;Antara niemals vor Menschen kniet. Nur vor dem Horas und den Göttern. Doch ich bin stolz auf dich”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schiffsbauer zeigte sich bewegt von den einfachen und doch tiefen Worten seines Sohnes. Er legte Timor die Hand auf die Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;,,Timor, Stolz ist etwas, was niemals unser Handeln lenken darf. Das ist eher was für verkrustete Adelshäuser wie die [[Haus ya Pirras|ya Pirras]] oder sonst wen, der uns wieder auf den Feldern sehen möchte. Travia war bei uns in diesem Moment, als würde sie diesen Schwur bei den Silbertalern persönlich begrüßen. Wer weiß, was die Zukunft bringt, aber diesem Haus würde ich trotz meiner republikanischen Gesinnung den Lehnseid schwören”&#039;&#039;, er nickte bestätigend, auch eher zu sich selbst bevor er sich nun mit Timor und den Gardisten zum Tempel der Liebholden aufmachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefspiel in Urbasi]] [[Kategorie:Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe II]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Datei:Hesindetta_Silbertaler_d.J._und_Daniello_auf_der_Piazza_Palio.jpg&amp;diff=1283366</id>
		<title>Datei:Hesindetta Silbertaler d.J. und Daniello auf der Piazza Palio.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Datei:Hesindetta_Silbertaler_d.J._und_Daniello_auf_der_Piazza_Palio.jpg&amp;diff=1283366"/>
		<updated>2026-05-24T13:06:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Hesindetta Silbertaler d.J. und Daniello auf der Piazza Palio */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträt]][[Kategorie:Porträt (ChatGPT)]][[Kategorie:Familie Silbertaler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<updated>2026-05-24T13:05:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;

Kategorie:Porträt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg/Urbasische_Briefe_II&amp;diff=1283361</id>
		<title>Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg/Urbasische_Briefe_II&amp;diff=1283361"/>
		<updated>2026-05-24T12:45:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Urbasische Briefe II */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Albornsburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mitte Rahja 1047 BF&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autoren:&#039;&#039;&#039; [[Benutzer:Rhutkles|Rhutkles]], [[Benutzer:Fürst Federkiel|Fürst Federkiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Brief von [[Sofia Silbertaler]] an [[Phelizzio d&#039;Antara]] per Eilbotin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sofia Silbertaler(2).jpg|thumb|150px|right|Ist nicht amüsiert: die Directora der [[Silbertaler Bank]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-family:&#039;Segoe Script&#039;,cursive;background-color:#FFE7BA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
“Verehrter Signore Phelizzio aus der Familie d’Antara, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit Erstaunen ist uns über Eure Verwicklung in die Anklage Eures Auftraggebers, des im Amte ruhenden Kroncastellans der [[Albornsburg]], Signore [[Verian di Cerrano]], berichtet worden. Aus Sorge um die Wahrung [[Briefspiel:Silberschiffe|unseres Teil Eurer Vertragswerke]] muss ich insistieren, Folgendes zu bedenken: der höchstehrenwerte Iudice und Advocatus, mein Herr Vater, [[Danilo Silbertaler]], hat sich bereit erklärt, in die Verteidigung des Angeklagten einzutreten. Er wird in Begleitung des 1. Secretarius, [[Pieno Halladan Raloff|Pieno Raloff]], in Kürze in [[Vinsalt]] ankommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe unserer Erwartung Ausdruck, Ihr wüsstet über Eure Kontakte sicherzustellen, aus einem Wind keinen Sturm werden zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Praios’ Namen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gez.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Sofia Silbertaler]]”&lt;br /&gt;
----&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbruch nach Urbasi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum tatsächlichen Aufbruch ins [[Aurelat]] vergingen nunmehr wenige Tage, da in dieser Zeit noch Reisevorkehrungen sowie dringliche Geschäfte zu treffen wie abzuschließen waren. Ein besorgtes Schreiben der [[Familie Silbertaler]] veranlasste den alten Schiffsbauer einen von der Rechtsgelehrtenkanzlei der [[Familie Gezetti] notariell beurkundeten Kalkulationsbericht aufzusetzen, den er später den Silbertalern persönlich überreichen würden, um etwaige Bedenken bezüglich der indirekten Verstrickung der Schiffswerft auszuräumen. Dies ließ er in einem Brief per Eilkurier der urbasischen Familie mitteilen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Phelizzio d Antara.jpg|thumb|150px|left|Phelizzio, entschlossen, Verbündete zu gewinnen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit bis zum Aufbruch erschien [[Phelizzio d&#039;Antara]] wie eine Ewigkeit, doch er musste sich zur Ruhe ermahnen, da er schließlich nun auch eine Pflicht gegenüber seiner Werft und Familie in [[Efferdas]] hatte. Aber nunmehr war der Tag gekommen. Im Hof der [[Covernische Schiffswerft d&#039;Antara|Covernischen Schiffswerft]], nahe des Orangenbaumes, saßen bereits sechs Gardisten der [[Palmyramische Wache|Palmyranischen Wache]] sowie Phelizzio&#039;s Sohn [[Timor d&#039;Antara|Timor]] in den Sätteln mehrerer Kaltblut-Pferde. Wie er [[Gardelan de Vere]] angewiesen hatte, waren die Gardisten voll bewaffnet. Auffallend war diesmal, dass jeder der Wachmänner eine Lanze mit dem Fasanen-Banner der d&#039;Antaras trug. Dieses Mal würde Phelizzio über seinen Schatten springen und so maximal (nieder)adlig auftreten, wie er nur konnte und durfte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Timor d Antara.jpg|thumbs|150px|right|Sein Sohn Timor begleitet den Vater auf dieser Reise.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timor blickte auf, als sein Vater das Verwaltungshaus der Werft verließ. Dieser trug einen braunen Kaftan mit dunkelgrüner Schärpe, an der die Fasanen- wie [[Donatorier]]-Spange im Licht der Praiosscheibe funkelten. Über seiner Kleidung hatte er sich einen leichten Mantel mit Kaninchenfell-Kragen geworfen und an seinem Gürtel hing der alte Waqqif-Dolch der Familie. So hatte er seinen Vater noch nie gekleidet gesehen, meist nur handwerklich, aber heute strahlte er eine strenge Autorität für den sonst so warmherzigen Mann aus. Phelizzio verabschiedete sich von seiner Frau Sybilla und den anderen Kindern und überreichte dem mit anwesenden Gardelan einen Umschlag mit weiteren Anweisungen bezüglich der Gewährleistung der Sicherheit seiner Familie und der Werft im Falle von Schwierigkeiten. Er stieg auf sein Pferd und zog die Zügel, die das Tier zu seiner Familie drehte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich liebe euch und ihr seid mein größter Schatz auf Dere. Die [[Travia|Gütige Göttin]] soll euch beschützen!&amp;quot;&#039;&#039;, erklärte der Schiffsbauer bewegt. Er spürte eine Wärme von der Spange der Donatorier aus und das ließ ihn zuversichtlich sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio d&#039;Antara gab seinem Pferd die Sporen und Timor und die Gardisten folgten ihm eiligst gen Aurelat. Auf dem Weg erklärte Phelizzio seinem Sohn, wem sie in Urbasi aufsuchen werden. Die beiden Männer der efferdischen Familie würden der [[Familie Silbertaler]], dem [[Haus Urbet]] sowie der [[Familie Solivino]] ihre Aufwartung machen, um um Unterstützung für Verian zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Im Hotel Silbertaler==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunde aus [[Vinsalt]] vom kommenden Krieg gegen das Neue Reich hielt das Imperium bis in den letzten Winkel in Atem. Die Brieftauben der [[Familie Deraccini|Deraccini]] waren in stetem Flug zwischen Haupt- und Bergstadt und der Rücktransport der Tiere musste verstärkt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Bote den Besuch aus [[Efferdas]] ankündigte, entschied man im kleinen Familienrat, [[Efferdita Pechstein|Efferdita]] mit dem Empfang zu betrauen, da ein Großteil der Familie in dringlicher Angelegenheit gebunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Hotel Silbertaler]] waren gerade, wie üblich vor den Namenlosen Tage, etliche Zimmer freigezogen worden. [[Phelizzio d&#039;Antara]] und sein Sohn konnten die kleine Zimmerflucht von [[Briefspiel:Silberschiffe|ihrem letzten Besuch vor anderthalb Jahren]] erneut beziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Mal wurden sie jedoch nicht in den kleinen Salon geführt, sondern in das Arbeitszimmer, in dessen Tür auf dezente Art das Wappen der Silbertaler eingelegt war. Es war ein kleiner, funktionaler Raum mit einem Schreibpult, Schubladenschränken und einer Sitzgruppe mit Rundtisch. Auf diesem stand eine dampfende Teekanne mit recht einfachen Tonbechern und kleines Gebäck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Efferdita Pechstein.jpg|thumb|150px|left|Die junge Gemahlin des Patriarchen empfängt erneut den Besuch aus Efferdas.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Efferdita Pechstein|Efferdita]] stand am Schreibpult und eine Feder kratzte zügig über Briefbögen. Sie unterbrach ihre Handlung, legte das Schreibzeug zur Seite und eilte auf den Efferdaser zu. &#039;&#039;“[[Travia]] zum Gruße, mein lieber Signor Phelizzio, gerne erinnere ich mich an Euren letzten Besuch. Mit Freude habe ich auch vernommen, dass Ihr kürzlich einen Auftrag für die [[Banca d&#039;Urbasi|Banca]] und das Consortium angenommen habt.”&#039;&#039; Sie reichte die beringte Hand, vergessend, dass der Gast beim letzten Mal diese kräftig schüttelte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Travia zum Gruße, werte Signora Efferdita.”&#039;&#039; Er gab ihr überraschenderweise einen Handkuss. Timor verneigte sich höflich zur Begrüßung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Habt Dank, dass Ihr uns empfangt. Dieser Tage ziehen Sturmwolken auf und umso freudestrahlender wie lichtbringender ist das Wiedersehen geschätzter Freunde”&#039;&#039;. Dass er die [[Familie Silbertaler]] als Freunde bezeichnete, war so selbstverständlich wie aufrichtig. Beide Familien verband nicht nur das Geschäftliche, sondern auch die Nähe der Gastgeberin zur Gütigen Göttin [[Travia]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sie schmunzelte dem erhobenen Handwerker milde zu, aber es war ein trauriges Lächeln. &#039;&#039;“Die Sturmwolken der [[Rondra]] ziehen über das Land, und Krieg zwischen den Reichen ist geheißen, so vermelden es die Tauben. Habt Ihr es etwa noch nicht vernommen?”&#039;&#039; Sie seufzte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Phelizzio nickte. Auch in [[Efferdas]] war das Geflüster von Krieg schon zu vernehmen. Und es wurde immer stärker.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Doch mag der Krieg auch kommen: Friede sei den Gästen unseres Hauses. Nehmt Platz und nehmt von Gebäck und Trank. Auch Euch, Timor, ein liebes Willkommen. Ihr seht erschöpft aus von der Reise. Sind Eure Gardisten gut untergekommen?”&#039;&#039; Sie reichte auch dem Sohn die Hand, setzte sich geziert und goss den beiden und sich selbst Tee ein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alte Fasan bedankte sich und blickte für ihn ungewohnt ernst auf seine Tasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Werte Signora Efferdita. Verzeiht meine direkte Art, doch mein Herz wiegt schwer. Nicht die Sturmwolken des drohenden Krieges führen mich und meinen Sohn heute zu Euch, sondern das hier, Timor, die Mappe bitte.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Schiffbauers kramte aus seiner Umhängetasche eine lederne Mappe heraus. Diese war mit zwei großen Wachssiegeln und einem dunkelgrünen Band verschlossen. Die Siegel waren von der Covernischen Schiffswerft sowie von der Canzlei Gezetti, den Rechtsbeiständen und Wirtschaftsprüfern der Familie d’Antara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Hier erhaltet Ihr den umfassenden wirtschaftlichen Bericht zu Eurer Investition sowie alle bisherigen wie geplanten Schritte im Arbeitsprozess. Beiliegend sind die Material-Listen wie auch die Kalkulationsschemata der bisherigen Quartale zu finden. Zudem sind etwaige Unterlagen in beglaubigter Kopie vorhanden. Alles ist notariell beurkundet wie beglaubigt von unserer Canzlei Gezetti in Efferdas. Ich garantiere Euch einen reibungslosen weiteren Produktionsprozess wie auch die Sicherheit Eurer Investitionen in meine Werft.”&#039;&#039; Phelizzio endete und in seiner Stimme lag Aufrichtigkeit wie bedingungslose Verlässlichkeit.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Efferdita schaute zuerst fragend drein, doch nahm sie die Mappe entgegen. &#039;&#039;“Ihr unterliegt einem kleinen Irrtum, der mir in dieser Stadt aber schon häufig begegnet ist: das [[Silbertal]], die [[Silberstadt]], der Silbertaler, die [[Silbertaler Bank]], die [[Familie Silbertaler|Silbertaler]] und das Ganze spiegelt sich im [[Bosparano]] ebenso. Die Familie meines Gatten und so auch die meine ist so eng mit diesem Berg und dem Umland verwoben, kaum jemand Außenstehendes durchdringt dies. Doch ich bin im Bilde und reiche die Mappe an das neue Consortium, an dem auch die Banca beteiligt ist, an Kusine [[Sofia Silbertaler|Sofia]] weiter. Sie wird erfreut sein.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; Nach einem Schluck Tee fuhr sie ruhig fort.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Mein lieber Signor, ich erinnere mich an Eure Herzlichkeit und Wärme, heut´ aber scheint Ihr mir von Sorgen begleitet und zugleich voll entschlossener Kraft zu sein. Wenn es nicht der Krieg ist, der Euch mit Gardisten reisen lässt, was plagt Euch dann?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Travienschwur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio hielt ihrem Blick einen Moment stand, doch dann senkte er die Augen. In seinem Gesicht arbeitete etwas – Stolz rang mit Sorge, Pflicht mit Verzweiflung. Schließlich stellte er langsam die Teeschale beiseite. Ohne ein weiteres Wort trat er einen Schritt zurück. Timor hob erschrocken den Kopf, als sein Vater – [[Phelizzio d&#039;Antara]], Schiffbauer, Donatorier und Mann von Ansehen – sich vor [[Efferdita Pechstein]] auf ein Knie niederließ. Das Leder seines Gürtels knarrte leise, als er beide Hände offen vor sich hielt, wie einer, der nicht vor einer Patrizierin, sondern vor einem Altar bittet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Efferdita fuhr sichtbar zusammen.  &#039;&#039;„Signor— was tut Ihr da?“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Phelizzio hob den Blick, feucht vor innerer Bewegung, und sprach mit fester, rauer Stimme:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Bei der Gütigen Mutter Travia, bei ihrem Herdfeuer und bei allen Heiligen ihrer Familie bitte ich Euch, lasst mich sprechen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Selbst Timor wagte kaum zu atmen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich kam nicht allein als Geschäftspartner, nicht als niederer Edler mit Fasanenbanner und bewaffneter Wache. Ich kam als ein Mann, dessen Freund in Gefahr steht.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er legte eine Hand auf die Donatorier-Spange an seiner Schärpe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Signore [[Verian di Cerrano]] – ein Ehrenmann, ein Gerechter – steht unter Anklage. Und ich fürchte nicht allein das Urteil eines Richters, sondern das Werk jener, die aus Wind einen Sturm machen wollen.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Stimme brach fast, fing sich wieder.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Ich weiß um die Bande zwischen Eurem Hause, dem Haus Urbet, den Solivinos und jenen Kreisen, deren Wort in [[Urbasi]] und [[Vinsalt]] Gewicht hat. Darum knie ich.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er senkte das Haupt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Im Namen Travias, deren Herd auch Fremde schützt… im Namen jener heiligen Familie, als die Euer Haus im ganzen Aurelat gepriesen wird… bitte ich um Euren Beistand.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun hob er den Blick wieder, und in ihm lag nichts als nackte Aufrichtigkeit.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Legt Fürsprache ein. Lasst [[Sofia Silbertaler]] handeln. Lasst [[Danilo Silbertaler]] wissen, dass sein Eintritt in die Verteidigung nicht nur einem Angeklagten gilt, sondern der Wahrung von Recht und Ehre selbst. Und wenn mein Name und mein eigenes Ansehen als Pfand dienen müssen – so sei es. Doch helft Verian.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stille. Nur ferner Gesang aus der Küche und das Knarren eines Karren durch das offene Fenster waren zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Efferdita erhob sich - ihr Herz gerührt von der Offenheit des Mannes, des Vaters, des Gefährten. Sie streckte ihre schwer beringte Hand nach ihm aus und sprach: &#039;&#039;“Signor, der ehrwürdige Gransignor, so kann ich Euch berichten, hat [[Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe I|die Stadt fast vor Wochenfrist gen Vinsalt verlassen]]. Er war, so ist es angeklungen, in Begleitung des [[Rahjesco Solivino|Cavalliere Solivino]] und [[Amaryll Tuachall|seiner Knappin]] aus der [[Familie Tuachall]]. Ich wusste nicht, dass Ihr in mehr als geschäftlicher Beziehung zu dem Angeklagten steht, so seid versichert: Euer Freund ist in guten Händen, wenn sein Herz den Funken trägt, mit dem wir von [[Praios]], [[Travia]] und den guten Göttern auf unseren Platz gerufen sind. Das Licht des göttlichen Richters wird jeden Aufrechten erkennen und jeden Fehl beleuchten. Und um alle Kabale wird die Zunge des Advocaten ein Gebinde aus Treue und Leumund legen. Vertraut auf Eure Treue, wie die Gütige es uns lehrt.”&#039;&#039; Dann drehte sie leicht die Hand. &#039;&#039;“Ihr mögt von jungem Adel sein, Signor Phelizzio, doch selbst Adel, der auf Bosparans Erbe fußt, wird nicht von oben auf Euch schauen. Erhebt Euch also! Ich will Euch Brief geben, dass Ihr in Vinsalt in Traviens Namen empfangen werdet und ihr in sittsamem Heim Unterkunft findet.”&#039;&#039; Sie lächelte dem Älteren zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio verharrte einen Herzschlag lang, noch halb kniend, während Efferditas Worte wie Balsam über seine gequälte Seele gingen. Ihre Zusicherung über den Gransignor, über Solivino und den göttlichen Beistand schien etwas in ihm zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da drangen in die letzten Töne des Glockenspiels der Tempel hinein drei charakteristische Trompetenrufe. Eine aufgeregte Kinderstimme war durch das offene Fenster zu vernehmen. &#039;&#039;&amp;quot;Guck, guck, [[Daniello Silbertaler|Daniello]], eine Graugans ist auf der Piazza gelandet. Wie schön sie nun schnattert.”&#039;&#039; Eine jüngere Stimme antwortete in die aufkommende Stille hinein, in der das Glucksen der Wildgans zu hören war. &#039;&#039;&amp;quot;Ich gebe ihr meinen Apfel.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Knarren der Karren draußen schien zu verstummen. Stille.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Timor fasste sich ans Herz. Efferdita wandte den Kopf zum Fenster. Phelizzio aber erstarrte.&lt;br /&gt;
Langsam hob er sich, den Blick erhoben, als lausche er einem unsichtbaren Spruch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Eine Graugans… in dieser Stunde.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Hand legte sich auf die [[Donatorier]]-Spange, die warm war.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Dann hat die Gütige selbst unser Gespräch gehört.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Phelizzio d´Antara im Traviaschwur vor Efferdita Pechstein.jpg|thumb|250px|left|Ein heilige Eid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit neuer, fast feierlicher Kraft ergriff er Efferditas beringte Hand — nicht flüchtig, sondern wie bei einem Schwur.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„So höret mich nun, Signora Efferdita, und mögen Praios und Travia Zeugen sein. Im Zeichen dieser heiligen Botin schwöre ich die Freundschaft des Hauses d’Antara Eurem Hause Silbertaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timor sah seinen Vater an, als höre er einen uralten Eid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio fuhr fort:&lt;br /&gt;
„Solange ein Fasan auf unserem Banner fliegt, soll kein Silbertaler ohne Freund in Efferdas oder auf den Meeren stehen.&lt;br /&gt;
Wird einer der Euren um Herberge bitten, so soll ihm der Herd meines Hauses offenstehen wie einem Blutsverwandten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hob die rechte Hand, wie zur Bekräftigung vor göttlichem Gericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich schwöre Schutz nach Kräften, Rat nach Gewissen und Freundschaft über Nutzen hinaus.“&lt;br /&gt;
Ein kurzer Blick zum Fenster, wo fern erneut Glocken klangen.&lt;br /&gt;
„Und weil Travias Graugans in dieser Stunde erschien, erkläre ich dies nicht nur als Wort eines Mannes, sondern als Eid unter göttlichem Zeichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuslikerin hatte den Blick ihrer tiefschwarzen Augen vom Fenster zurück in das Gesicht ihres Gastes geworfen. Nun legte sie die zweite Hand auf die seine und erwiderte in großer Ernsthaftigkeit. “Die Chronica wird den Eid Eurer Familie, gegeben vor Euren Blute und unter dem göttlichen Zeichen Traviens, verzeichnen. Ihr seid gebunden, ´solang ein Fasan das Wappen der d´Antara ziert´. Seid gewiss, Signores, die ehrwürdige Familie Silbertaler wird Euren Eid bewahren.” Sie entzog ihm die Hände, drehte einen goldenen Ring mit dem blauen Traviastein vom Mittelfinger und hielt ihn dem Mann hin. “Nehmt von meiner Hand dieses Schmuckstück, das mir stets nah war, und spendet ihn als Zeichen Eures Schwures zu mildtätigem Zwecke und zum Glücke anderer. Denn ich erkenne die Spange an Eurer Brust sehr wohl.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von draußen her hörte man zufriedenes Geschnatter der Gans und fröhliches Kichern von Kinderstimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio nahm den Ring mit beiden Händen entgegen, als hielte er ein geweihtes Kleinod. Sein sonst so arbeitsgegerbtes Gesicht war weich geworden.&lt;br /&gt;
„Signora… dies ehrt mich mehr als Worte tragen können.“&lt;br /&gt;
Er neigte sich tief und führte den Ring ehrfürchtig an die Stirn.&lt;br /&gt;
„Ich gelobe, Euer Geschenk werde Armen und Bedürftigen zugutekommen, auf dass unser Schwur Frucht trage, wie Travia es wohlgefällig sein möge.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann trat Timor einen Schritt vor, verneigte sich tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Signora Efferdita, Ihr habt meinem Vater Hoffnung gegeben, wo Sorge wohnte. Dafür danke ich Euch im Namen unseres Hauses.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die warme, volle Stimme Efferditas erfüllte den Raum. “Ich wünsche Euch und Euren Nachfahren Friede und Glück, junger Timor. Das Licht eines Herdfeuers möge auch Euer Herz stets wärmen.” Sie deutete auf die Möbel mit der unausgesprochenen Einladung, sich zu Tee und Gebäck wieder zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Ich setze Euch den versprochenen Brief sogleich auf. Wohin wenden sich Eure Wege nun?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Männer nickten dankend und nahmen sogleich wieder Platz. Nun war es der junge Timor,der das Gespräch mit Signora Pechstein führte.&lt;br /&gt;
,,Wir haben weitere Freunde hier in Urbasi, die auch gut zu den di Cerranos stehen. Mein Vater und ich werden uns an Familie Solivino wenden. Bei einem Auftrag von Zierbooten hat er den Rahja-Geweihten Rahjalin Solivino kennengelernt und auch dort eine freundschaftliche Verbindung aufgebaut. Wir werden Hilfe für unseren gemeinsamen Freund Verian erbitten”.&lt;br /&gt;
Timor blickte zu seinem Vater, der bereits wieder innerlich am arbeiten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Ich denke, ein Gesuch dieser Art ist schon an die Familie herangetragen worden. Anders kann ich mir die Reise des Signore Rahjesco nicht erklären, der den ehrwürdigen Advocaten begleitet - in einer der Reisekutschen der Solivino. Doch sicherlich kann ein weiterer Besuch nur die Bande stärken.” Sie nippte am Becher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phelizzio, der bislang schweigend den warmen Austausch zwischen seinem Sohn und Efferdita verfolgt hatte, hob nun wieder den Blick. Die innere Anspannung wich mehr und mehr einer nachdenklichen Sammlung.&lt;br /&gt;
Er nahm den einfachen Tonbecher in beide Hände, als suche er in dessen Wärme Halt.&lt;br /&gt;
„Dann also ist hierin bereits ein Netz guter Hände gewoben,“ sagte er langsam, fast mehr zu sich selbst als in den Raum hinein. „Praios lenkt oft mehr Fäden, als ein einzelner Blick erkennt.“&lt;br /&gt;
Efferdita nickte zustimmend und strich mit einer feinen Bewegung eine lose Strähne unter ihr Tuch.&lt;br /&gt;
Timor lächelte leicht.&lt;br /&gt;
„Es tut gut zu hören, dass Signore Rahjesco schon handelt”, sagte der junge Mann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Phelizzio wandte sich nun wieder direkt an Efferdita.&lt;br /&gt;
„Die Solivino bleiben dennoch unser nächster Weg. Ein Freund besucht einen Freund nicht allein, um Hilfe zu erbitten, sondern auch, um Dank vorwegzunehmen.“&lt;br /&gt;
Ein Schimmer alten Humors trat in seine Augen zurück.&lt;br /&gt;
„Und ich kenne Rahjalin Solivino — wenn er mich sieht, wird er eher ein Gastmahl als ein Rechtsgespräch eröffnen.“&lt;br /&gt;
Efferdita lachte leise; selbst Timor musste schmunzeln.&lt;br /&gt;
Dann wurde Phelizzio wieder ernst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nach den Solivino,“ sagte er und blickte kurz zu seinem Sohn, „werden wir, sofern möglich, dem Haus Urbet unsere Aufwartung machen. Nicht, um Unruhe zu streuen, sondern um Fürsprache aus mehreren ehrbaren Mündern zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“So will ich Euch nicht aufhalten. Lasst mich - von eigener Hand - die Note verfassen, mit der Ihr im einfachen Haus des urbasischen Delegierten Heim finden werdet. Es liegt in Alt-Vinsalt im Süden der Erleuchtung, direkt an der Stadtmauer. Folgt beiden Wappen von Silbertaler und fürstlicher Gemeinde.” &lt;br /&gt;
Sie stellte den Becher zurück, erhob sich und trat ans Schreibpult. Die Feder begann über das emblemierte Papier zu kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Hochverehrter Signor, &lt;br /&gt;
lieber Vetter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
habt Dank für die Kunde, die Ihr sendetet - die erfreulichen wie die Besorgnis erregenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Schreiben wird Euch von Signore Phelizzio d´Antara und seinem Sohne Timor überbracht, die unserer Familie jüngst in Traviens Namen zur Gastfreundschaft sich verschworen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte Euch, sie wie Freunde empfangen zu lassen und ihnen Heim in nämlicher Angelegenheit zu bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls mein Travienherr sich bei Ankunft der Signores noch bei Euch befinden sollte, empfiehlt sich seine Gattin und entbietet die warmherzigsten Grüße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
r.s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gez. &lt;br /&gt;
Efferdita Pechstein”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die beiden Efferdier die Gastfreundschaft von Efferdita Pechstein nicht überreizten wollten, bedankten sich beide für das Schreiben sowie für den Tee und die Freundschaft und verabschiedeten sich von ihrer Gastgeberin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Draußen angekommen, hielt Timor seinen Vater für einen Moment zurück, ehe sie sich zum Rahja-Tempel aufmachen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
,,Vater, ich weiß, das der Kniefall dich Überwindung gekostet hat, zumal du stets erklärt hast, dass ein d&#039;Antara niemals vor Menschen kniet. Nur vor dem Horas und den Göttern. Doch ich bin stolz auf dich”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schiffsbauer zeigte sich bewegt von den einfachen und doch tiefen Worten seines Sohnes. Er legte Timor die Hand auf die Schulter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
,,Timor, Stolz ist etwas, was niemals unser Handeln lenken darf. Das ist eher was für verkrustete Adelshäuser wie die ya Pirras oder sonst wen, der uns wieder auf den Feldern sehen möchte. Travia war bei uns in diesem Moment, als würde sie diesen Schwur bei den Silbertalern persönlich begrüßen. Wer weiß, was die Zukunft bringt, aber diesem Haus würde ich trotz meiner republikanischen Gesinnung den Lehnseid schwören”, er nickte bestätigend, auch eher zu sich selbst bevor er sich nun mit Timor und den Gardisten zum Tempel der Liebholden aufmachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefspiel in Urbasi]] [[Kategorie:Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe II]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg/Urbasische_Briefe_I&amp;diff=1283355</id>
		<title>Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe I</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg/Urbasische_Briefe_I&amp;diff=1283355"/>
		<updated>2026-05-24T11:37:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Urbasische Briefe I */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Albornsburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefspiel in Urbasi]] [[Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg&amp;diff=1283354</id>
		<title>Briefspiel:Albornsburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Albornsburg&amp;diff=1283354"/>
		<updated>2026-05-24T11:21:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{Briefspielheader&lt;br /&gt;
|Oberseite=[[Datei:Stadt Urbasi.png|19px]] [[Briefspiel in Urbasi]] [[Datei:Stadt Urbasi.png|19px]]&lt;br /&gt;
|Av. Datum=ab Firun [[1046 BF]]&lt;br /&gt;
|Schauplatz=vor allem die kaiserliche [[Albornsburg]] im [[Aurelat]] &lt;br /&gt;
|Ird. Datum=seit Ende 2024&lt;br /&gt;
|Protagonisten=[[Verian di Cerrano]], [[Avesto d&#039;Auspizzi]], [[Phelizzio d&#039;Antara]] u.w.&lt;br /&gt;
|Autoren={{Bn|Bella}}, {{Bn|DajinKanzler}}, {{Bn|Erlan}}, {{Bn|Fürst Federkiel}}, {{Bn|Gonfaloniere}}, {{Bn|Princeps}}, {{Bn|Rhutkles}}, {{Bn|VivionaYaPirras}} (u.w.)&lt;br /&gt;
|Zyklus=[[Briefspiel:Albornsburg|Übersicht]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Übergabeappell|Übergabeappell]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Verians Antrittsrede|Verians Antrittsrede]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Entlassung von Rondras Streiter|Entlassung von Rondras Streiter]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Inspekteur zu Besuch|Inspekteur zu Besuch]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Treffen der Castellane|Treffen der Castellane]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Efferdischer Brief|Efferdischer Brief]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Verhaftung|Verhaftung]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Klageerhebung|Klageerhebung]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Reaktionen auf Verhaftung und Anklage|Reaktionen]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Ein Treffen im Palazzo Modesto|Treffen im Palazzo Modesto]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe I|Urbasische Briefe I]] · [[Briefspiel:Albornsburg/Urbasische Briefe II|Urbasische Briefe II]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Verian di Cerrano 1048 BF.jpg|thumb|180px|Kroncastellan seit Firun 1046 BF: [[Verian di Cerrano]]]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;[[Albornsburg]]&#039;&#039;&#039; ist die am Rande der [[Briefspiel:Kaiserjagd|Kaiserjagd]] [[1046 BF]] &amp;amp;ndash; in der [[Briefspiel:Kaiserjagd/Die Albornsburgübergabe|Albornsburgübergabe]] &amp;amp;ndash; der Verwaltung des neuen [[Kroncastellan]]s [[Verian di Cerrano]] überlassene kaiserliche Kronfeste oberhalb des Grafensitzes [[Marvinko]] im [[Aurelat]]. Die mit und infolge der Übernahme dieses Amts verbundenen/ausgespielten Geschichten sowie eine Übersicht über die vom neuen Kroncastellan vorgenommenen Änderungen werden hier gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeittafel==&lt;br /&gt;
*1. Firun 1046 BF: [[Comto Großsiegelbewahrer]] [[Adilron ay Oikaldiki]] überträgt das Amt des Kroncastellans am Rande der [[Kaiserjagd]] in Gegenwart des Vorgängers [[Avesto d&#039;Auspizzi]] auf Verian.&lt;br /&gt;
*Mitte Tsa: Verian entlässt den Löwenritter [[Geromar Galfard]] als Waffenmeister der Burg.&lt;br /&gt;
*Praios [[1047 BF]]: Der Burggardist [[Milo Condara]] stirbt bei einem Unfall &amp;amp;ndash; so soll es jedenfalls den Eindruck machen.&lt;br /&gt;
*im Jahresverlauf: Verian lädt diverse seiner [[Kroncastellan|Amtskollegen]] zu einem Treffen auf die Albornsburg. Insofern diese die Einladung annehmen, entsenden sie vielfach Stellvertreter.&lt;br /&gt;
*Boron: Verian nimmt an einer Fasanenjagd [[Elfa d&#039;Auspizzi]]s, der Herrin Terrenas teil. Die Jagd führt bis zu den Ruinen [[Arono]]s, wo er mit dem Baronserben [[Fevon vom Rauhen Berg|Fevon]] über die Vergangenheit &amp;amp;ndash; und Zukunft &amp;amp;ndash; des Ortes ins Gespräch kommt.&lt;br /&gt;
*1. Phex: &#039;&#039;Tag der Erneuerung.&#039;&#039; Verians Vetter [[Ferrante &#039;der Jüngere&#039; di Cerrano|Ferrante]] wird vom [[Baron vom Mardilo]] mit der [[Herrschaft Arono]] belehnt, nachdem den Winter über Vorbereitungen für den Wiederaufbau der Ruinensiedlung getroffen wurden.&lt;br /&gt;
*12. Ingerimm: In einem Brief an die [[Efferdas|efferdische]] Werft [[Familie d&#039;Antara|d&#039;Antara]] bestellt Verian für die Albornsburg zwei &amp;quot;seetüchtige Boote&amp;quot;. Das Schreiben gelangt in der Folge auch nach [[Vinsalt]], wo sich vorgesetzte Stellen etwa ob des beabsichtigten Verwendungszwecks &amp;quot;Küstenschutz&amp;quot; alarmiert zeigen.&lt;br /&gt;
*17. Ingerimm: Zur Feierlichkeit der Horasproklamation von [[Amene III. Firdayon]] zur Horaskaiserin und der damit verbundenen Wiederherstellung der horaskaiserlichen Autorität in Aventurien wird ein [[Horas]]-Schrein auf der Burg eingerichtet und geweiht.&lt;br /&gt;
*Rahja: Ritter des [[Adlerorden]]s nehmen Verian in der Albornsburg in Gewahrsam und stellen ihn danach in [[Valbeno]] unter Hausarrest. Ihm werden von der Krone ob der anmaßenden Order zweier &amp;quot;hochseetauglicher Schiffe&amp;quot; Amtsmissbrauch, Urkunden- und Namensmissbrauch bzw. Majestätsbeleidigung, Veruntreuung, Verletzung des Kriegsrechts in Friedenszeiten, Betrug, Unterschlagung und Götterfrevel (an [[Praios]] und [[Horas]]) vorgeworfen; eine Anklage vor der [[Eiserne Kammer|Eisernen Kammer]] wird vorbereitet. Sein Amt ruht derweil (und wird kommissarisch seinem Amtsvorgänger Avesto angetragen); den an die Werft d&#039;Antara ergangenen Bauauftrag löst der vorgesetzte [[Kronsekretär]] ohne Widerruf auf.&lt;br /&gt;
*Rahja: Kurz nach der Überbringung der Klagekopie nach Valbeno reicht die Familie des Kroncastellans bei der Eisernen Kammer ein Schreiben ein, in dem sie gegen die Ehrverletzung durch den Gewahrsam sowie den Hausarrest protestiert und insbesondere auf Korrespondenz zur Armee und Krone über den Zustand sowie Mängel der Albornsburg hinweist und den geplanten Einsatz familieneigener Mittel zu Behebung selbiger erwähnt. Sie bietet der Kammer bedingungslose Unterstützung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eines Kroncastellans neue Handschrift==&lt;br /&gt;
[[Bild:Albornsburg.jpg|thumb|250px|Albornsburg mit Ober- und Unterburg, Burggarten, Brücke und eigenem Anleger in der [[Mardilo]]schleife]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Jüngere Aus- und Umbauten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Amtsübernahme Verians wurden mehrere Umbauten vorgenommen:&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Gefängnisgewölbe:&#039;&#039; Die ausgebauten Kerkergewölbe stellen eine praktische Verdopplung der bisherigen Zahl der Gefängniszellen dar.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Exerzierplatz im Innenhof:&#039;&#039; Der alte Exerzierplatz wurde um eine Standartenfassung ergänzt, die seitdem von einer Standarte der Einheit bestückt wird. Unter den Soldaten wird der Platz nur noch als &#039;Feldherrenhügel&#039; oder &#039;Herz der Einheit&#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Ausbau des Stalls:&#039;&#039; Der Stall der Albornsburg wurde entsprechend den Wünschen [[Verian di Cerrano|Verians]] ausgebaut und bietet nun Platz für mehr Pferde.&lt;br /&gt;
*auf der Brücke, die den [[Mardilostieg]] mit [[Tamarasco]] im Nordwesten und letztlich dem [[Sikramstieg]] Richtung [[Urbasi]] verbindet, ließ der Kroncastellan in den Zwischenräumen der Brückenpfeilern sechs steinernde Sockel mit lebensgroßen Statuen aurelater Helden darauf platzieren. Diese Statuen stellen ein Geschenk des Kroncastellans an die Bevölkerung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Garnison&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Amtsübernahme von Verian di Cerrano stehen drei [[Corazza]]s kaiserliche Soldaten den Wachmannschaften bzw. der Burgverteidigung zur Verfügung, die noch um eine berittene Corazza der [[Renovaten-Garde]] verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leutnant [[Ernesto di Gastolfi]] (geb. [[1018 BF]]) dient unter dem Kroncastellan als Kommandant des militärischen Personals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Götterdienst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem bisherigen kleineren Rondra-Schrein, der traditionell vom Waffenmeister der Albornsburg gepflegt wird, wurde mit Genehmigung des zuständigen Komtur des [[Heilig-Blut-Orden]]s, ein Horas-Schrein eingerichtet. Die Betreuung und Pflege obliegt seitdem einem Ordenspagen, der dem Kroncastellan direkt unterstellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Artikel und Geschichten zur Albornsburg unter Verian di Cerrano==&lt;br /&gt;
*[[Briefspiel:Kaiserjagd/Die Albornsburgübergabe]] &amp;lt;small&amp;gt;(Amtsübertragung des Kroncastellans am Rand der Kaiserjagd)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Briefspiel:Albornsburg/Übergabeappell]] &amp;lt;small&amp;gt;(in Planung)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Briefspiel:Albornsburg/Verians Antrittsrede]] &amp;lt;small&amp;gt;(ebendiese)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Briefspiel:Albornsburg/Entlassung von Rondras Streiter]] &amp;lt;small&amp;gt;(Entlassung des Waffenmeisters der Burg)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Briefspiel:Consigliowahl 1047 BF/Vom Tod und seinen Folgen]] &amp;lt;small&amp;gt;(Bestattung Milo Condaras in der [[Nekropole Nerano]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Briefspiel:Albornsburg/Inspekteur zu Besuch]] &amp;lt;small&amp;gt;(in Planung)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Briefspiel:Albornsburg/Gründung der Immanmannschaft &amp;quot;Alborns Recken&amp;quot;]] &amp;lt;small&amp;gt;(in Planung)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Briefspiel in Urbasi|Albornsburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Die_Verlobung&amp;diff=1283353</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Verlobung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Die_Verlobung&amp;diff=1283353"/>
		<updated>2026-05-24T11:14:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Der Beginn einer Freundschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;12. TRA 1046 BF - Tag der Treue&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autoren: [[Benutzer:Rhutkles|Rhutkles]], [[Benutzer:Giacobbo|Giacobbo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verlobung im Traviatempel zu [[Agreppara]] am späten Nachmittag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hesindestunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Horanthe Barbero]] hatte am heutigen Tag schon zwei Hochzeitsrituale vollzogen. In einem Nebenraum des Tempels war eine kleine Delegation zusammengekommen. [[Gylduria Deraccini|Gylduria]], [[Selina Deraccini|Selina]], [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für die [[Familie Deraccini]] sowie für die [[Familie Silbertaler]] die Eltern der Braut, [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] und das Familienoberhaupt [[Azzo Silbertaler d.J.|Azzo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Talagena Giuletta Silbertaler.jpg|thumb|150px|left|Talagena in ihrem Verlobungsgewand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochgeweihte der [[Travia]] eröffnete den mit ihr an einem kleinen Altar stehenden [[Talagena Silbertaler]] und [[Darian Deraccini]] die Bedeutung des Bildnisses und des Schwures. &#039;&#039;”Ihr seht an diesem Altar die Göttin dargestellt mit der Binde und den Schriftrollen und stilisierten Herzen. Es ist die Gütige als Schützerin der Schwüre, heilbringend. Meine Kinder, Eure Familien haben einen Bund geschlossen, den Eurer Heiliger Vertrag als Siegel tragen wird. Doch Eure Verbindung geht weit über diesen Zweck hinaus. Ihr begründet Heim und Familie, lasst Euch, so die Göttinnen es wollen, von [[Tsa]] segnen und übernehmt an der Euch vom [[Praios|Götterfürsten]] zugeteilten Stellung Verantwortung. Doch ist es auch Euer Willen, der Euch bindet. Es ist Euer Schwur, der nicht leichtfertig getan sein soll. Seid Euch dessen bewusst.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Darian Deraccini.jpg|thumb|150px|right|Darian hat sich arrangiert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden nickten und die Versammelten waren zufrieden.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“So bindet die Schützerin der Schwüre Euer Versprechen, in einem Götterlauf von heute an den Heiligen Eid abzulegen an diesem Ort, in diesem Heim der Gütigen. Gehet in Frieden und lasst Eure Herzen aneinander erfreuen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Von Agreppara nach Magistralia==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Firunstunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die formalen Feierlichkeiten beendet waren, machte [[Gylduria Deraccini|Gylduria]] eine kurze Geste und eine kleine Delegation setzte sich in Bewegung. Selina, Vitius und Giacobbo gingen gemessenen Schrittes hinter Gylduria her auf Azzo d.J. zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ser Azzo!&amp;quot;&#039;&#039;, begann sie lächelnd. &#039;&#039;&amp;quot;Ich denke, heute haben beide Familien einen Grund, ausgelassen zu sein. Ich habe extra für diesen Anlass aus den Beständen der hoch geschätzen [[Familie Solivino]] mehrere Fässer Wein bestellt. Erlaubt mir, Euch und Eure Familie in die Schänke Signorina Malvesia einzuladen, wo eine kleine, ungezwungene Feierlichkeit vorbereitet ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Azzo Silbertaler d.J..jpg|thumb|150px|left|Der Patriarch trieb die Aussöhnung voran.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinere Gruppe der [[Familie Silbertaler|Silbertaler]] wirkte zufrieden. Es war geschäftiger &#039;&#039;Markttag&#039;&#039; , der Himmel zugezogen, auf Regen schien der Herr [[Efferd]] aber zu verzichten.&amp;lt;br&amp;gt; Bevor das Brautpaar, der [[Azzo Silbertaler d.J.|Hotelier]] oder die [[Sofia Silbertaler|Directora]] antworten konnten, nahm der redselige [[Nando Castiglione|Nando]] das Angebot an.&amp;lt;br&amp;gt; &#039;&#039;“Aber hochverehrte Signora Gylduria, wie könnte man zu Eurem Ansinnen, das gleich zweier Göttinnen zulächelt, nein sagen?”&#039;&#039; Sofia, unter einem dunkelgrauen Sonnenschirm, warf ihrem Gatten einen ermahnend-nachsichtigen Blick zu, den sich dieser zu ignorieren entschloss. Azzo reichte der Matriarchin das Handgelenk und hinter Vitius hinterher bahnte man sich den Weg über den vollen Markt Agrepparas in Richtung Fluss, passierte die Stationen und machte nach San Palladio sich an den erschöpfenden Aufstieg. Die Silbertaler hätten wahrscheinlich die uralte Treppe genutzt, doch mit Rücksicht auf das Alter Gyldurias kämpfte man sich über die etwas weniger steilen, aber ebenso engen Straßen den Berg hinauf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gylduria Deraccini.jpg|thumb|150px|right|Die Matriarchin zeigt sich zufrieden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Nun, Ser Azzo... wie mir scheint, geht Euer Plan in voller Gänze auf.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria nach einiger Zeit. &#039;&#039;&amp;quot;Es ist wirklich in den letzten Wochen mehr in Gang gesetzt worden, als in den letzten Jahrzehnten zusammen.&amp;quot;&#039;&#039; Sie machte eine kurze Pause, um etwas besser Luft zu holen. &#039;&#039;&amp;quot;Ich denke, Eure Familie wird schon Ihre Freude an unserem Darian haben.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie mit einem Lächeln. &#039;&#039;&amp;quot;Und das meine ich gänzlich ohne Hintergedanken oder Häme.&amp;quot;&#039;&#039; Obwohl die Praiosscheibe hinter dünnen Wolken verborgen war, war es warm und so machte es Gylduria sichtbar Mühe, nicht ins Schwitzen zu geraten. &#039;&#039;&amp;quot;Wir hätten es schon viel früher dazu kommen lassen sollen, dass die Familien sich aussprechen.&amp;quot;&#039;&#039;, fügte sie ein Stück weiter den Weg entlang hinzu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit durchaus nachdenklichem Ton erwiderte der Hotelier nickend. &#039;&#039;“Meine verehrte Frau [[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|Mutter]] nahm die Fehde sehr ernst, wie Ihr es wohl selbst zu heißen wisst. Nun steht unsere Familie und darüber hinaus auch der Bund mit der Euren fest, Signora Gyldura. Ob dieser Aufbruch in eine neue prosperità gelingt, liegt nun in unserem Geschick, wozu auch [[Darian Deraccini|Darian]] seinen Beitrag leisten wird.”&#039;&#039; Er nickte halb über die Schulter nach hinten, wo die anderen folgten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nando hatte sich Giacobbo geschnappt und plauderte mit ihm in einem immerwährenden Wasserfall. So waren [[Selina Deraccini|Selina]] und [[Sofia Silbertaler|Sofia]] übrig geblieben, die, stumm nebeneinander her spazierend, den Abschluss bildeten - jede von ihnen auf eigene Art von den Honoratioren der Stadt respektiert - manche würde regidere Formulierungen gewählt haben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gyldurias Blick folgte seinem. &#039;&#039;&amp;quot;Sie werden eine Weile benötigen, um sich an die veränderten Verhältnisse anzupassen. Aber ich denke, mit der Führung einer starken Hand auf beiden Seiten der Familien, wird es ihnen schon gelingen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie, während sie die letzten Meter zur Schänke Signorina Malvesia zurück legten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In der Schänke “Signorina Malvesia”==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Tsastunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aber lasst uns nun versuchen, die Zusammenführung der Familien in einem etwas informelleren Ambiente fortzuführen.&amp;quot;&#039;&#039;, sie nickte dem Wirt und seiner Frau freundlich zu, die die Schänke von den Deraccinis seit Jahrzehnten pachteten. &#039;&#039;&amp;quot;Signora Deraccini, Signor Silbertaler... es ist uns eine Freude, dieses Fest für die Familien ausrichten zu dürfen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagten beide und wiesen den Weg in einen festlich geschmückten Schankraum. &#039;&#039;&amp;quot;Habt Dank. Ich bin mir sicher, dass Ihr Euch wieder einmal übertroffen habt.&amp;quot;&#039;&#039;, entgegnete Gylduria freundlich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle Feiernden im Schankraum zusammengefunden haben, richtete sie ihr Wort nochmals an die Festgemeinschaft. &#039;&#039;&amp;quot;Meine Familie hat großen Wert darauf gelegt, sich immer als gute Gastgeber zu präsentieren. Es ist mir daher eine Freude, das junge Paar und beide Familien hier zu einem kleinen Umtrunk einladen zu dürfen. Mein besonderer Dank gilt auch der [[Familie Solivino]], die mit ihrem erlesenen Wein einen großen Beitrag zum Gelingen der Feier beigetragen haben.&amp;quot;&#039;&#039; Sie machte eine kurze Pause, in der die Raumtemperatur sich unmerklich verringerte. &#039;&#039;&amp;quot;Ich erwarte also, dass die Gelegenheit genutzt wird, einander besser kennenzulernen, und bitte von sämtlichen Gruppenbildungen homogener Parteigänger abzusehen.&amp;quot;&#039;&#039; Sie nahm einen Kelch Wein von einem Tisch vor ihr und hob ihn in die Höhe. &#039;&#039;&amp;quot;Auf das junge Paar!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle hoben die Kelche mit dem köstlichen [[Cassiena|Cassianti]] der Solivino.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Auf das junge Paar!”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Beginn einer Freundschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Phexstunde und weit darüber hinaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So begannen elegante Gespräche hier, freundlicher Austausch da und Geschäftsgespräche ebenso. Die Kelche leerten sich im Schein der Kerzen. Zum Ende der Tsastunde erhoben sich die ersten, die noch Aufgaben zu erledigen wussten. Doch einige Personen blieben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte sich auf eine Partie Zwei-Boltan verabredet. Nando, obgleich trinkfest, wankte leicht, nachdem seine Gattin sich in die Banca verabschiedet hatte, zu einem separaten Tisch und winkte Giacobbo herbei. &#039;&#039;“Setsch Eusch, Jaco, setsch Eusch. Wirtin, noch zwei Kelsche und die Karten.”&#039;&#039; Beides wurde umgehend gebracht und flinke Finger begannen das Deck zu mischen.&lt;br /&gt;
Giacobbo lehnte sich amüsiert zurück und nippte an seinem Wein. &#039;&#039;&amp;quot;Ihr seid ein bemerkenswerter Mann, Nando.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte er mit einem Lächeln. Er hatte stets verstanden, nie so viel zu trinken, als dass er die Kontrolle über Sinne und Sprache verloren hätte. Als er seine Karten aufnahm, bedachte er sein Gegenüber mit einem weiteren abschätzenden Blick. &#039;&#039;&amp;quot;Ich hatte selten so viel Freude an einer Unterhaltung wie mit Euch. Bitte erinnert mich daran, dass wir solche Treffen in Zukunft wiederholen.&amp;quot;&#039;&#039; Er prostete nochmals Nando zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Siburer hingegen hatte es zur Meisterschaft gebracht, selbst im trunkenen Zustand auf sein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Karten lagen in der Mitte und wurden nach und nach aufgedeckt. Zweier-Boltan war ein schnelles Spiel, es galt als unschicklich, allzu lang zu grübeln. Man hatte sich auf Heller pro Punkt geeinigt, doch das Spiel stand nicht im Vordergrund.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ja, ja, dasch denk´ isch mir. Ein rechter Wonneproppen nannte misch mal eine Besucherin aus dem Neureischen. Aber Ihr habt´sch auch dick hinter die Ohren. Und Ihr kommt zur reschten Zeit, mein Freund. Der Aufbruch, der Friede. Lukrativ kann´s werden und das ist stets doch auch unterhaltsam.”&#039;&#039; Er schaute sich um, zu dem leeren Platz, an dem zuvor noch seine [[Sofia Silbertaler|Gattin]] saß, nickte zufrieden und zog aus den Tiefen seines brokatenen Wamses ein flaches, feinsilbernes Etui und klappte es geschickt in einer Hand auf. Eingebettet liegen dort winzige, dunkle Röllchen. Er beugte sich verschwörerisch nach vor. &#039;&#039;“Nicht der sanfte Hauch aus Methumis”&#039;&#039;, zwinkerte er dem Manne zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Runde stand die Ausgangssituation für beide ungünstig, doch der Wein war vorzüglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Giacobbo lachte und schaute auf das Röllchen. &#039;&#039;&amp;quot;Guter Nando, was ist doch [[Urbasi]] für ein Sündenpfuhl?! Stellt Euch vor, meine Tochter [[Imperia Deraccini|Imperia]], sie zählt gerade erst 13 Götterläufe, sollte der [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien I|Familie Solivino einen Brief überbringen]], der Ihnen vom Frieden unserer Familien und der anstehenden Hochzeit berichtet. Seit diesem Besuch ist sie sowohl dem Wein, als auch der [[Alvinia Solivino|Tochter der Solivinos]] verfallen.&amp;quot;&#039;&#039;, schmunzelte Giacobbo. &#039;&#039;&amp;quot;Und sie dachte sogar, ich würde nicht bemerken, dass sie mit alkoholischem Odem zurück in den Palazzo kam und rot wird, sobald wir Signorina [[Alvinia Solivino]] auf dem Markt begegnen.&amp;quot;&#039;&#039; Wieder lachte er.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als er seine Karten für die nächste Runde aufnahm, ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen. &#039;&#039;&amp;quot;Und ich dachte wirklich, ich würde [[Neetha]] mit all seinen Festen und Gelagen vermissen. Ich Einfältiger... unwissend, dass es hier in Urbasi genau so famos her geht.&amp;quot;&#039;&#039; Eher zu sich selbst als zu Nando fügte er hinzu: &#039;&#039;&amp;quot;Ich wünschte, nur meine Gemahlin wäre hier und würde dies hier auch erleben können.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Je tiefer die Wurzeln reischen, mein Lieber, je tiefer die Wurzeln reischen. Mehr sage isch dazu nischt. Nur erwischen lassen, ja, also in der Öffentlichkeit, dasch sollte man tunlischt vermeiden. Ihr kamt noch nicht dazu, von Eurer sicher reizenden Gattin zu berichten.”&#039;&#039; Auffordernd schaut Nando seinen neu erwählten Kumpanen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schaenke Giacobbo Deraccini Nando Castiglione Boltan.jpg|thumb|450px|Giacobbo wird überrascht, aber nicht vom Spielgewinn Nandos.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giacobbo griff erneut zum Weinkelch, um sich etwas Zeit zu erkaufen. &#039;&#039;&amp;quot;Meine... Gattin ist ganz der Wissenschaft zugetan und derzeit auf einer Studienreise in den Bornlanden und Aranien. Sie schreibt dezidierte Berichte und Kunde ihres Befindens.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte er unverbindlich. &#039;&#039;&amp;quot;Wir hoffen, Sie zu den Hochzeitsfeierlichkeiten hier in Urbasi begrüßen zu können.&amp;quot;&#039;&#039; Er schaute zu seiner Tochter herüber. &#039;&#039;&amp;quot;Ich hoffe, Imperia davon überzeugen zu können, dass das Brieftaubengewerbe doch ein ganz einträgliches Unterfangen ist, und sie davon abhalten kann, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er nahm einen weiteren Schluck des Weins und fügte lachend hinzu: &#039;&#039;&amp;quot;Aber das sind scheinbar alles Probleme, mit denen Ihr nichts mehr zu tun habt, mein lieber Nando. Euch scheint Eure teure Frau Tochter doch recht gut gelungen zu sein.&amp;quot;&#039;&#039; Giacobbo lehnte sich etwas über den Tisch und klopfte seinem neuen Freund auf die Schulter. Er hatte in Neetha oft seinen Charme spielen lassen müssen und die hohe Kunst des Navigierens in Gesellschaften schon früh erlernt. Nando machte es ihm aber mit seiner sympathischen Art verwirrend einfach ein Gespräch zu führen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angesprochene lauschte aufmerksam, schaute immer wieder - naserümpfend - in sein Blatt, setzte mit einem &#039;&#039;“Pah!”&#039;&#039; einen weiteren Heller, nickte hier und da, kratzte sich bei Bornland fragend am Kopf und hätte auch eine Nachfrage gehabt, doch dann kam das Thema auf sein Liebling. Der Blick wurde warm und unter dem Schulterklopfen schlich sich Röte in das weiche Gesicht. &#039;&#039;“O, Praios, Travia und allen guten Göttern sei´sch gepriesen. So eine präschtig´ figlia, so voll göttlichen Gaben, gesegnet haben sie misch. O, Ihr Götter, schütscht die holde Talagena aus den Häusern [[Familie Castiglione|Castiglione]] und Silbertaler.”&#039;&#039; Gerührt legte er seine Hand auf die Giacobbos und Tränen von Stolz (und Wein) stiegen in seine dunkelbrauen Augen. Die Hände noch verbunden, erhob er sich und legte seine andere auf die Schulter des Gegenüber. Vorgeneigt und offenkundig bewegt: &#039;&#039;“Mein Giacobbo, mein Freund Jaco, soll all Dein Wunsche für Deine Tochter so wahr wer´n wie meine fürs Genschen.”&#039;&#039; Er zog den Mann heran und zwei schwere Küssen landeten links und rechts auf den Wangen des anderen. Er nahm seinen Becher und hob zu einem unbekümmerten Lob an, das durch die kleine Taverna hallte. &#039;&#039;“Auf die Töschter alter Häuser. Auf das Brautpaar. Auf alten Bund´ und neuen Fried´.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Gut gesprochen, mein Freund Nando. Auf das Brautpaar! Auf alten Bund’ und neuen Fried’&amp;quot;&#039;&#039;, wiederholte Giacobbo, hob seinen Weinkelch und versuchte noch immer, das Erlebte zu verdauen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich für meinen Teil bin aber schon froh, wenn Imperia nicht die ganze Stadt in Schutt und Asche legt... und sich mit dem Genuss von Alkoholika noch ein wenig Zeit lässt!&amp;quot;&#039;&#039;, lachte er.&lt;br /&gt;
Er schaute zu seiner jüngeren Schwester [[Horathia Deraccini|Horathia]] herüber, die extra für die Feierlichkeiten aus Neetha mit [[Pasquino Deraccini|ihrem Vater]] angereist war. Angestrengt versuchte sie aber, Blickkontakt zu vermeiden. Giacobbo hob seine Hand und rief zu einer der Bedienungen herüber: &#039;&#039;&amp;quot;Gute Frau, leider ist unsere Karaffe leer... schon wieder!&amp;quot;&#039;&#039;, grinste er zu Nando herüber. &#039;&#039;&amp;quot;Wärt Ihr bitte so gut und würdet und eine neue bringen, oder zumindest diese hier wieder auffüllen?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Frau kam zu Nando und Giacobbo herüber und machte verlegen einen Knicks und sagte kickernd: &#039;&#039;&amp;quot;Aber natürlich doch, Ser Giacobbo. Ganz wie Ihr es wünscht, Ser Giacobbo. Ich bin sofort mit Eurem Wein zurück, Ser Giacobbo. Einen Moment, Ser...&amp;quot;&#039;&#039;, er nickte ihr freundlich zu, um den Redeschwall zu unterbrechen. &#039;&#039;&amp;quot;Habt Dank, meine Liebe!&amp;quot;&#039;&#039; Die Bedienung wurde, zur Überraschung beider Männer, noch röter und verschwand mit der Karaffe in Richtung Keller.&lt;br /&gt;
Der wohlbeleibte Patrizier lachte mit und zwinkerte Giacobbo verschwörerisch zu. Er beugte sich noch einmal vor und flüsterte. “[[Travia|Die Gütige]] oder [[Rahja|die Holde]]?”, und nickte hinter der Schankmaid hinterher. &#039;&#039;“Wie haltet Ihr´s?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Mein guter Nando!&amp;quot;&#039;&#039;, lachte Giacobbo. &#039;&#039;&amp;quot;Ich weiß wirklich nicht, was ihr meint. Ich habe nur früh gelernt, dass man den meisten Menschen nur das sagen muss, was sie hören wollen, um zu bekommen, was man will.&amp;quot;&#039;&#039; Er leerte seinen Kelch und besah sich die kleine Pfütze Wein, die sich wieder am Boden des Kelches sammelte. &#039;&#039;&amp;quot;Manchmal fällt es leicht, manchmal umso schwerer.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nun war es an der Zeit, dass auch Giacobbos Erinnerungen an den Abend im Nebel des Vergessens verschwanden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Aber glücklisch, Jaco, glücklisch wird man damisch nich´, den Leut´ nur aus dem bocca zu saltieren.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schankmaid kehrte mit dem gefüllten Krug zurück, noch eine Nuance Weinrot auf den Wangen. &#039;&#039;“O Ser Giacobbo, darf ich Euch nachfüllen?”&#039;&#039; Sie senkte den Ausguss und der schwere Cassianti rann in den Becher.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Giacobbo dachte lange darüber nach, was er über den Mann ihm gegenüber denken sollte. Normalerweise waren ehrliche Aussagen wie die gerade getätigte nicht das, was man von Menschen hörte, die in ihren Kreisen verkehrten. Die Ehrlichkeit und Offenheit Nandos gefiel Giacobbo immer mehr.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Da hast Du recht, mein lieber Nando. Glücklich wird man damit nicht... jedenfalls nicht immer.&amp;quot;&#039;&#039;, entgegnete er dann grinsend.&lt;br /&gt;
Nach kurzer Zeit schlug Giacobbo dann sanft gegen die Schulter Nandos und sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Nando... Du gefällst mir! Nein, wirklich... wir sollten öfters mal zusammen in eine Schänke gehen. Nur so zum Spaß!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so nahm ein fröhlicher Abend für die beiden ein seliges Ende im Weindunst. Sie droschen sich die Karten in einem denkwürdigen Aufeinandertreffen mit ebensolcher Freude, wie sie die Krüge gegeneinander krachen ließen. Die übrigen Mitglieder der Familie feierten sittsamer und weniger lang und so nahm es nicht wunder, dass die Wirtin hinter den beiden Patriziern zur ersten &#039;&#039;Praiosstunde&#039;&#039; die Tür verrammelte. Es war eine ertragreiche Verlobungsfeier für sie gewesen - und sie hätte ihren Nachbarn und Freundinnen morgen einiges zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Die Verlobung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Die_Verlobung&amp;diff=1283352</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Verlobung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Die_Verlobung&amp;diff=1283352"/>
		<updated>2026-05-24T11:10:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Die Verlobung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;12. TRA 1046 BF - Tag der Treue&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autoren: [[Benutzer:Rhutkles|Rhutkles]], [[Benutzer:Giacobbo|Giacobbo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verlobung im Traviatempel zu [[Agreppara]] am späten Nachmittag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hesindestunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Horanthe Barbero]] hatte am heutigen Tag schon zwei Hochzeitsrituale vollzogen. In einem Nebenraum des Tempels war eine kleine Delegation zusammengekommen. [[Gylduria Deraccini|Gylduria]], [[Selina Deraccini|Selina]], [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für die [[Familie Deraccini]] sowie für die [[Familie Silbertaler]] die Eltern der Braut, [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] und das Familienoberhaupt [[Azzo Silbertaler d.J.|Azzo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Talagena Giuletta Silbertaler.jpg|thumb|150px|left|Talagena in ihrem Verlobungsgewand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochgeweihte der [[Travia]] eröffnete den mit ihr an einem kleinen Altar stehenden [[Talagena Silbertaler]] und [[Darian Deraccini]] die Bedeutung des Bildnisses und des Schwures. &#039;&#039;”Ihr seht an diesem Altar die Göttin dargestellt mit der Binde und den Schriftrollen und stilisierten Herzen. Es ist die Gütige als Schützerin der Schwüre, heilbringend. Meine Kinder, Eure Familien haben einen Bund geschlossen, den Eurer Heiliger Vertrag als Siegel tragen wird. Doch Eure Verbindung geht weit über diesen Zweck hinaus. Ihr begründet Heim und Familie, lasst Euch, so die Göttinnen es wollen, von [[Tsa]] segnen und übernehmt an der Euch vom [[Praios|Götterfürsten]] zugeteilten Stellung Verantwortung. Doch ist es auch Euer Willen, der Euch bindet. Es ist Euer Schwur, der nicht leichtfertig getan sein soll. Seid Euch dessen bewusst.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Darian Deraccini.jpg|thumb|150px|right|Darian hat sich arrangiert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden nickten und die Versammelten waren zufrieden.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“So bindet die Schützerin der Schwüre Euer Versprechen, in einem Götterlauf von heute an den Heiligen Eid abzulegen an diesem Ort, in diesem Heim der Gütigen. Gehet in Frieden und lasst Eure Herzen aneinander erfreuen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Von Agreppara nach Magistralia==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Firunstunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die formalen Feierlichkeiten beendet waren, machte [[Gylduria Deraccini|Gylduria]] eine kurze Geste und eine kleine Delegation setzte sich in Bewegung. Selina, Vitius und Giacobbo gingen gemessenen Schrittes hinter Gylduria her auf Azzo d.J. zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ser Azzo!&amp;quot;&#039;&#039;, begann sie lächelnd. &#039;&#039;&amp;quot;Ich denke, heute haben beide Familien einen Grund, ausgelassen zu sein. Ich habe extra für diesen Anlass aus den Beständen der hoch geschätzen [[Familie Solivino]] mehrere Fässer Wein bestellt. Erlaubt mir, Euch und Eure Familie in die Schänke Signorina Malvesia einzuladen, wo eine kleine, ungezwungene Feierlichkeit vorbereitet ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Azzo Silbertaler d.J..jpg|thumb|150px|left|Der Patriarch trieb die Aussöhnung voran.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinere Gruppe der [[Familie Silbertaler|Silbertaler]] wirkte zufrieden. Es war geschäftiger &#039;&#039;Markttag&#039;&#039; , der Himmel zugezogen, auf Regen schien der Herr [[Efferd]] aber zu verzichten.&amp;lt;br&amp;gt; Bevor das Brautpaar, der [[Azzo Silbertaler d.J.|Hotelier]] oder die [[Sofia Silbertaler|Directora]] antworten konnten, nahm der redselige [[Nando Castiglione|Nando]] das Angebot an.&amp;lt;br&amp;gt; &#039;&#039;“Aber hochverehrte Signora Gylduria, wie könnte man zu Eurem Ansinnen, das gleich zweier Göttinnen zulächelt, nein sagen?”&#039;&#039; Sofia, unter einem dunkelgrauen Sonnenschirm, warf ihrem Gatten einen ermahnend-nachsichtigen Blick zu, den sich dieser zu ignorieren entschloss. Azzo reichte der Matriarchin das Handgelenk und hinter Vitius hinterher bahnte man sich den Weg über den vollen Markt Agrepparas in Richtung Fluss, passierte die Stationen und machte nach San Palladio sich an den erschöpfenden Aufstieg. Die Silbertaler hätten wahrscheinlich die uralte Treppe genutzt, doch mit Rücksicht auf das Alter Gyldurias kämpfte man sich über die etwas weniger steilen, aber ebenso engen Straßen den Berg hinauf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gylduria Deraccini.jpg|thumb|150px|right|Die Matriarchin zeigt sich zufrieden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Nun, Ser Azzo... wie mir scheint, geht Euer Plan in voller Gänze auf.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria nach einiger Zeit. &#039;&#039;&amp;quot;Es ist wirklich in den letzten Wochen mehr in Gang gesetzt worden, als in den letzten Jahrzehnten zusammen.&amp;quot;&#039;&#039; Sie machte eine kurze Pause, um etwas besser Luft zu holen. &#039;&#039;&amp;quot;Ich denke, Eure Familie wird schon Ihre Freude an unserem Darian haben.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie mit einem Lächeln. &#039;&#039;&amp;quot;Und das meine ich gänzlich ohne Hintergedanken oder Häme.&amp;quot;&#039;&#039; Obwohl die Praiosscheibe hinter dünnen Wolken verborgen war, war es warm und so machte es Gylduria sichtbar Mühe, nicht ins Schwitzen zu geraten. &#039;&#039;&amp;quot;Wir hätten es schon viel früher dazu kommen lassen sollen, dass die Familien sich aussprechen.&amp;quot;&#039;&#039;, fügte sie ein Stück weiter den Weg entlang hinzu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit durchaus nachdenklichem Ton erwiderte der Hotelier nickend. &#039;&#039;“Meine verehrte Frau [[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|Mutter]] nahm die Fehde sehr ernst, wie Ihr es wohl selbst zu heißen wisst. Nun steht unsere Familie und darüber hinaus auch der Bund mit der Euren fest, Signora Gyldura. Ob dieser Aufbruch in eine neue prosperità gelingt, liegt nun in unserem Geschick, wozu auch [[Darian Deraccini|Darian]] seinen Beitrag leisten wird.”&#039;&#039; Er nickte halb über die Schulter nach hinten, wo die anderen folgten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nando hatte sich Giacobbo geschnappt und plauderte mit ihm in einem immerwährenden Wasserfall. So waren [[Selina Deraccini|Selina]] und [[Sofia Silbertaler|Sofia]] übrig geblieben, die, stumm nebeneinander her spazierend, den Abschluss bildeten - jede von ihnen auf eigene Art von den Honoratioren der Stadt respektiert - manche würde regidere Formulierungen gewählt haben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gyldurias Blick folgte seinem. &#039;&#039;&amp;quot;Sie werden eine Weile benötigen, um sich an die veränderten Verhältnisse anzupassen. Aber ich denke, mit der Führung einer starken Hand auf beiden Seiten der Familien, wird es ihnen schon gelingen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie, während sie die letzten Meter zur Schänke Signorina Malvesia zurück legten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In der Schänke “Signorina Malvesia”==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Tsastunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aber lasst uns nun versuchen, die Zusammenführung der Familien in einem etwas informelleren Ambiente fortzuführen.&amp;quot;&#039;&#039;, sie nickte dem Wirt und seiner Frau freundlich zu, die die Schänke von den Deraccinis seit Jahrzehnten pachteten. &#039;&#039;&amp;quot;Signora Deraccini, Signor Silbertaler... es ist uns eine Freude, dieses Fest für die Familien ausrichten zu dürfen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagten beide und wiesen den Weg in einen festlich geschmückten Schankraum. &#039;&#039;&amp;quot;Habt Dank. Ich bin mir sicher, dass Ihr Euch wieder einmal übertroffen habt.&amp;quot;&#039;&#039;, entgegnete Gylduria freundlich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle Feiernden im Schankraum zusammengefunden haben, richtete sie ihr Wort nochmals an die Festgemeinschaft. &#039;&#039;&amp;quot;Meine Familie hat großen Wert darauf gelegt, sich immer als gute Gastgeber zu präsentieren. Es ist mir daher eine Freude, das junge Paar und beide Familien hier zu einem kleinen Umtrunk einladen zu dürfen. Mein besonderer Dank gilt auch der [[Familie Solivino]], die mit ihrem erlesenen Wein einen großen Beitrag zum Gelingen der Feier beigetragen haben.&amp;quot;&#039;&#039; Sie machte eine kurze Pause, in der die Raumtemperatur sich unmerklich verringerte. &#039;&#039;&amp;quot;Ich erwarte also, dass die Gelegenheit genutzt wird, einander besser kennenzulernen, und bitte von sämtlichen Gruppenbildungen homogener Parteigänger abzusehen.&amp;quot;&#039;&#039; Sie nahm einen Kelch Wein von einem Tisch vor ihr und hob ihn in die Höhe. &#039;&#039;&amp;quot;Auf das junge Paar!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle hoben die Kelche mit dem köstlichen [[Cassiena|Cassianti]] der Solivino.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Auf das junge Paar!”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Beginn einer Freundschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Phexstunde und weit darüber hinaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So begannen elegante Gespräche hier, freundlicher Austausch da und Geschäftsgespräche ebenso. Die Kelche leerten sich im Schein der Kerzen. Zum Ende der Tsastunde erhoben sich die ersten, die noch Aufgaben zu erledigen wussten. Doch einige Personen blieben.&amp;lt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte sich auf eine Partie Zwei-Boltan verabredet. Nando, obgleich trinkfest, wankte leicht, nachdem seine Gattin sich in die Banca verabschiedet hatte, zu einem separaten Tisch und winkte Giacobbo herbei. &#039;&#039;“Setsch Eusch, Jaco, setsch Eusch. Wirtin, noch zwei Kelsche und die Karten.”&#039;&#039; Beides wurde umgehend gebracht und flinke Finger begannen das Deck zu mischen.&lt;br /&gt;
Giacobbo lehnte sich amüsiert zurück und nippte an seinem Wein. &#039;&#039;&amp;quot;Ihr seid ein bemerkenswerter Mann, Nando.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte er mit einem Lächeln. Er hatte stets verstanden, nie so viel zu trinken, als dass er die Kontrolle über Sinne und Sprache verloren hätte. Als er seine Karten aufnahm, bedachte er sein Gegenüber mit einem weiteren abschätzenden Blick. &#039;&#039;&amp;quot;Ich hatte selten so viel Freude an einer Unterhaltung wie mit Euch. Bitte erinnert mich daran, dass wir solche Treffen in Zukunft wiederholen.&amp;quot;&#039;&#039; Er prostete nochmals Nando zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Siburer hingegen hatte es zur Meisterschaft gebracht, selbst im trunkenen Zustand auf sein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Karten lagen in der Mitte und wurden nach und nach aufgedeckt. Zweier-Boltan war ein schnelles Spiel, es galt als unschicklich, allzu lang zu grübeln. Man hatte sich auf Heller pro Punkt geeinigt, doch das Spiel stand nicht im Vordergrund.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ja, ja, dasch denk´ isch mir. Ein rechter Wonneproppen nannte misch mal eine Besucherin aus dem Neureischen. Aber Ihr habt´sch auch dick hinter die Ohren. Und Ihr kommt zur reschten Zeit, mein Freund. Der Aufbruch, der Friede. Lukrativ kann´s werden und das ist stets doch auch unterhaltsam.”&#039;&#039; Er schaute sich um, zu dem leeren Platz, an dem zuvor noch seine [[Sofia Silbertaler|Gattin]] saß, nickte zufrieden und zog aus den Tiefen seines brokatenen Wamses ein flaches, feinsilbernes Etui und klappte es geschickt in einer Hand auf. Eingebettet liegen dort winzige, dunkle Röllchen. Er beugte sich verschwörerisch nach vor. &#039;&#039;“Nicht der sanfte Hauch aus Methumis”&#039;&#039;, zwinkerte er dem Manne zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Runde stand die Ausgangssituation für beide ungünstig, doch der Wein war vorzüglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Giacobbo lachte und schaute auf das Röllchen. &#039;&#039;&amp;quot;Guter Nando, was ist doch [[Urbasi]] für ein Sündenpfuhl?! Stellt Euch vor, meine Tochter [[Imperia Deraccini|Imperia]], sie zählt gerade erst 13 Götterläufe, sollte der [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien I|Familie Solivino einen Brief überbringen]], der Ihnen vom Frieden unserer Familien und der anstehenden Hochzeit berichtet. Seit diesem Besuch ist sie sowohl dem Wein, als auch der [[Alvinia Solivino|Tochter der Solivinos]] verfallen.&amp;quot;&#039;&#039;, schmunzelte Giacobbo. &#039;&#039;&amp;quot;Und sie dachte sogar, ich würde nicht bemerken, dass sie mit alkoholischem Odem zurück in den Palazzo kam und rot wird, sobald wir Signorina [[Alvinia Solivino]] auf dem Markt begegnen.&amp;quot;&#039;&#039; Wieder lachte er.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als er seine Karten für die nächste Runde aufnahm, ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen. &#039;&#039;&amp;quot;Und ich dachte wirklich, ich würde [[Neetha]] mit all seinen Festen und Gelagen vermissen. Ich Einfältiger... unwissend, dass es hier in Urbasi genau so famos her geht.&amp;quot;&#039;&#039; Eher zu sich selbst als zu Nando fügte er hinzu: &#039;&#039;&amp;quot;Ich wünschte, nur meine Gemahlin wäre hier und würde dies hier auch erleben können.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Je tiefer die Wurzeln reischen, mein Lieber, je tiefer die Wurzeln reischen. Mehr sage isch dazu nischt. Nur erwischen lassen, ja, also in der Öffentlichkeit, dasch sollte man tunlischt vermeiden. Ihr kamt noch nicht dazu, von Eurer sicher reizenden Gattin zu berichten.”&#039;&#039; Auffordernd schaut Nando seinen neu erwählten Kumpanen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schaenke Giacobbo Deraccini Nando Castiglione Boltan.jpg|thumb|450px|Giacobbo wird überrascht, aber nicht vom Spielgewinn Nandos.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giacobbo griff erneut zum Weinkelch, um sich etwas Zeit zu erkaufen. &#039;&#039;&amp;quot;Meine... Gattin ist ganz der Wissenschaft zugetan und derzeit auf einer Studienreise in den Bornlanden und Aranien. Sie schreibt dezidierte Berichte und Kunde ihres Befindens.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte er unverbindlich. &#039;&#039;&amp;quot;Wir hoffen, Sie zu den Hochzeitsfeierlichkeiten hier in Urbasi begrüßen zu können.&amp;quot;&#039;&#039; Er schaute zu seiner Tochter herüber. &#039;&#039;&amp;quot;Ich hoffe, Imperia davon überzeugen zu können, dass das Brieftaubengewerbe doch ein ganz einträgliches Unterfangen ist, und sie davon abhalten kann, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er nahm einen weiteren Schluck des Weins und fügte lachend hinzu: &#039;&#039;&amp;quot;Aber das sind scheinbar alles Probleme, mit denen Ihr nichts mehr zu tun habt, mein lieber Nando. Euch scheint Eure teure Frau Tochter doch recht gut gelungen zu sein.&amp;quot;&#039;&#039; Giacobbo lehnte sich etwas über den Tisch und klopfte seinem neuen Freund auf die Schulter. Er hatte in Neetha oft seinen Charme spielen lassen müssen und die hohe Kunst des Navigierens in Gesellschaften schon früh erlernt. Nando machte es ihm aber mit seiner sympathischen Art verwirrend einfach ein Gespräch zu führen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angesprochene lauschte aufmerksam, schaute immer wieder - naserümpfend - in sein Blatt, setzte mit einem &#039;&#039;“Pah!”&#039;&#039; einen weiteren Heller, nickte hier und da, kratzte sich bei Bornland fragend am Kopf und hätte auch eine Nachfrage gehabt, doch dann kam das Thema auf sein Liebling. Der Blick wurde warm und unter dem Schulterklopfen schlich sich Röte in das weiche Gesicht. &#039;&#039;“O, Praios, Travia und allen guten Göttern sei´sch gepriesen. So eine präschtig´ figlia, so voll göttlichen Gaben, gesegnet haben sie misch. O, Ihr Götter, schütscht die holde Talagena aus den Häusern [[Familie Castiglione|Castiglione]] und Silbertaler.”&#039;&#039; Gerührt legte er seine Hand auf die Giacobbos und Tränen von Stolz (und Wein) stiegen in seine dunkelbrauen Augen. Die Hände noch verbunden, erhob er sich und legte seine andere auf die Schulter des Gegenüber. Vorgeneigt und offenkundig bewegt: &#039;&#039;“Mein Giacobbo, mein Freund Jaco, soll all Dein Wunsche für Deine Tochter so wahr wer´n wie meine fürs Genschen.”&#039;&#039; Er zog den Mann heran und zwei schwere Küssen landeten links und rechts auf den Wangen des anderen. Er nahm seinen Becher und hob zu einem unbekümmerten Lob an, das durch die kleine Taverna hallte. &#039;&#039;“Auf die Töschter alter Häuser. Auf das Brautpaar. Auf alten Bund´ und neuen Fried´.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Gut gesprochen, mein Freund Nando. Auf das Brautpaar! Auf alten Bund’ und neuen Fried’&amp;quot;&#039;&#039;, wiederholte Giacobbo, hob seinen Weinkelch und versuchte noch immer, das Erlebte zu verdauen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich für meinen Teil bin aber schon froh, wenn Imperia nicht die ganze Stadt in Schutt und Asche legt... und sich mit dem Genuss von Alkoholika noch ein wenig Zeit lässt!&amp;quot;&#039;&#039;, lachte er.&lt;br /&gt;
Er schaute zu seiner jüngeren Schwester [[Horathia Deraccini|Horathia]] herüber, die extra für die Feierlichkeiten aus Neetha mit [[Pasquino Deraccini|ihrem Vater]] angereist war. Angestrengt versuchte sie aber, Blickkontakt zu vermeiden. Giacobbo hob seine Hand und rief zu einer der Bedienungen herüber: &#039;&#039;&amp;quot;Gute Frau, leider ist unsere Karaffe leer... schon wieder!&amp;quot;&#039;&#039;, grinste er zu Nando herüber. &#039;&#039;&amp;quot;Wärt Ihr bitte so gut und würdet und eine neue bringen, oder zumindest diese hier wieder auffüllen?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Frau kam zu Nando und Giacobbo herüber und machte verlegen einen Knicks und sagte kickernd: &#039;&#039;&amp;quot;Aber natürlich doch, Ser Giacobbo. Ganz wie Ihr es wünscht, Ser Giacobbo. Ich bin sofort mit Eurem Wein zurück, Ser Giacobbo. Einen Moment, Ser...&amp;quot;&#039;&#039;, er nickte ihr freundlich zu, um den Redeschwall zu unterbrechen. &#039;&#039;&amp;quot;Habt Dank, meine Liebe!&amp;quot;&#039;&#039; Die Bedienung wurde, zur Überraschung beider Männer, noch röter und verschwand mit der Karaffe in Richtung Keller.&lt;br /&gt;
Der wohlbeleibte Patrizier lachte mit und zwinkerte Giacobbo verschwörerisch zu. Er beugte sich noch einmal vor und flüsterte. “[[Travia|Die Gütige]] oder [[Rahja|die Holde]]?”, und nickte hinter der Schankmaid hinterher. &#039;&#039;“Wie haltet Ihr´s?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Mein guter Nando!&amp;quot;&#039;&#039;, lachte Giacobbo. &#039;&#039;&amp;quot;Ich weiß wirklich nicht, was ihr meint. Ich habe nur früh gelernt, dass man den meisten Menschen nur das sagen muss, was sie hören wollen, um zu bekommen, was man will.&amp;quot;&#039;&#039; Er leerte seinen Kelch und besah sich die kleine Pfütze Wein, die sich wieder am Boden des Kelches sammelte. &#039;&#039;&amp;quot;Manchmal fällt es leicht, manchmal umso schwerer.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nun war es an der Zeit, dass auch Giacobbos Erinnerungen an den Abend im Nebel des Vergessens verschwanden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Aber glücklisch, Jaco, glücklisch wird man damisch nich´, den Leut´ nur aus dem bocca zu saltieren.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schankmaid kehrte mit dem gefüllten Krug zurück, noch eine Nuance Weinrot auf den Wangen. &#039;&#039;“O Ser Giacobbo, darf ich Euch nachfüllen?”&#039;&#039; Sie senkte den Ausguss und der schwere Cassianti rann in den Becher.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Giacobbo dachte lange darüber nach, was er über den Mann ihm gegenüber denken sollte. Normalerweise waren ehrliche Aussagen wie die gerade getätigte nicht das, was man von Menschen hörte, die in ihren Kreisen verkehrten. Die Ehrlichkeit und Offenheit Nandos gefiel Giacobbo immer mehr.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Da hast Du recht, mein lieber Nando. Glücklich wird man damit nicht... jedenfalls nicht immer.&amp;quot;&#039;&#039;, entgegnete er dann grinsend.&lt;br /&gt;
Nach kurzer Zeit schlug Giacobbo dann sanft gegen die Schulter Nandos und sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Nando... Du gefällst mir! Nein, wirklich... wir sollten öfters mal zusammen in eine Schänke gehen. Nur so zum Spaß!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so nahm ein fröhlicher Abend für die beiden ein seliges Ende im Weindunst. Sie droschen sich die Karten in einem denkwürdigen Aufeinandertreffen mit ebensolcher Freude, wie sie die Krüge gegeneinander krachen ließen. Die übrigen Mitglieder der Familie feierten sittsamer und weniger lang und so nahm es nicht wunder, dass die Wirtin hinter den beiden Patriziern zur ersten &#039;&#039;Praiosstunde&#039;&#039; die Tür verrammelte. Es war eine ertragreiche Verlobungsfeier für sie gewesen - und sie hätte ihren Nachbarn und Freundinnen morgen einiges zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Die Verlobung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Datei:Schaenke_Giacobbo_Deraccini_Nando_Castiglione_Boltan.jpg&amp;diff=1283351</id>
		<title>Datei:Schaenke Giacobbo Deraccini Nando Castiglione Boltan.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Datei:Schaenke_Giacobbo_Deraccini_Nando_Castiglione_Boltan.jpg&amp;diff=1283351"/>
		<updated>2026-05-24T11:01:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträt]][[Kategorie:Porträt (ChatGPT)]][[Kategorie:Familie Deraccini]][[Kategorie:Familie Silbertaler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Datei:Schaenke_Giacobbo_Deraccini_Nando_Castiglione_Boltan.jpg&amp;diff=1283350</id>
		<title>Datei:Schaenke Giacobbo Deraccini Nando Castiglione Boltan.jpg</title>
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		<updated>2026-05-24T10:59:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;

Kategorie:Porträt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Die_Verlobung&amp;diff=1283349</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Verlobung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Die_Verlobung&amp;diff=1283349"/>
		<updated>2026-05-24T10:43:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Die Verlobung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;12. TRA 1046 BF - Tag der Treue&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autoren: [[Benutzer:Rhutkles|Rhutkles]], [[Benutzer:Giacobbo]|Giacobbo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verlobung im Traviatempel zu [[Agreppara]] am späten Nachmittag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hesindestunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Horanthe Barbero]] hatte am heutigen Tag schon zwei Hochzeitsrituale vollzogen. In einem Nebenraum des Tempels war eine kleine Delegation zusammengekommen. [[Gylduria Deraccini|Gylduria]], [[Selina Deraccini|Selina]], [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für die [[Familie Deraccini]] sowie für die [[Familie Silbertaler]] die Eltern der Braut, [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] und das Familienoberhaupt [[Azzo Silbertaler d.J.|Azzo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochgeweihte der [[Travia]] eröffnete den mit ihr an einem kleinen Altar stehenden [[Talagena Silbertaler]] und [[Darian Deraccini]] die Bedeutung des Bildnisses und des Schwures. &#039;&#039;”Ihr seht an diesem Altar die Göttin dargestellt mit der Binde und den Schriftrollen und stilisierten Herzen. Es ist die Gütige als Schützerin der Schwüre, heilbringend. Meine Kinder, Eure Familien haben einen Bund geschlossen, den Eurer Heiliger Vertrag als Siegel tragen wird. Doch Eure Verbindung geht weit über diesen Zweck hinaus. Ihr begründet Heim und Familie, lasst Euch, so die Göttinnen es wollen, von [[Tsa]] segnen und übernehmt an der Euch vom [[Praios|Götterfürsten]] zugeteilten Stellung Verantwortung. Doch ist es auch Euer Willen, der Euch bindet. Es ist Euer Schwur, der nicht leichtfertig getan sein soll. Seid Euch dessen bewusst.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden nickten und die Versammelten waren zufrieden.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“So bindet die Schützerin der Schwüre Euer Versprechen, in einem Götterlauf von heute an den Heiligen Eid abzulegen an diesem Ort, in diesem Heim der Gütigen. Gehet in Frieden und lasst Eure Herzen aneinander erfreuen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Von Agreppara nach Magistralia==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Firunstunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die formalen Feierlichkeiten beendet waren, machte [[Gylduria Deraccini|Gylduria]] eine kurze Geste und eine kleine Delegation setzte sich in Bewegung. Selina, Vitius und Giacobbo gingen gemessenen Schrittes hinter Gylduria her auf Azzo d.J. zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ser Azzo!&amp;quot;&#039;&#039;, begann sie lächelnd. &#039;&#039;&amp;quot;Ich denke, heute haben beide Familien einen Grund, ausgelassen zu sein. Ich habe extra für diesen Anlass aus den Beständen der hoch geschätzen [[Familie Solivino]] mehrere Fässer Wein bestellt. Erlaubt mir, Euch und Eure Familie in die Schänke Signorina Malvesia einzuladen, wo eine kleine, ungezwungene Feierlichkeit vorbereitet ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinere Gruppe der [[Familie Silbertaler|Silbertaler]] wirkte zufrieden. Es war geschäftiger &#039;&#039;Markttag&#039;&#039; , der Himmel zugezogen, auf Regen schien der Herr [[Efferd]] aber zu verzichten.&amp;lt;br&amp;gt; Bevor das Brautpaar, der [[Azzo Silbertaler d.J.|Hotelier]] oder die [[Sofia Silbertaler|Directora]] antworten konnten, nahm der redselige [[Nando Castiglione|Nando]] das Angebot an.&amp;lt;br&amp;gt; &#039;&#039;“Aber hochverehrte Signora Gylduria, wie könnte man zu Eurem Ansinnen, das gleich zweier Göttinnen zulächelt, nein sagen?”&#039;&#039; Sofia, unter einem dunkelgrauen Sonnenschirm, warf ihrem Gatten einen ermahnend-nachsichtigen Blick zu, den sich dieser zu ignorieren entschloss. Azzo reichte der Matriarchin das Handgelenk und hinter Vitius hinterher bahnte man sich den Weg über den vollen Markt Agrepparas in Richtung Fluss, passierte die Stationen und machte nach San Palladio sich an den erschöpfenden Aufstieg. Die Silbertaler hätten wahrscheinlich die uralte Treppe genutzt, doch mit Rücksicht auf das Alter Gyldurias kämpfte man sich über die etwas weniger steilen, aber ebenso engen Straßen den Berg hinauf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Nun, Ser Azzo... wie mir scheint, geht Euer Plan in voller Gänze auf.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria nach einiger Zeit. &#039;&#039;&amp;quot;Es ist wirklich in den letzten Wochen mehr in Gang gesetzt worden, als in den letzten Jahrzehnten zusammen.&amp;quot;&#039;&#039; Sie machte eine kurze Pause, um etwas besser Luft zu holen. &#039;&#039;&amp;quot;Ich denke, Eure Familie wird schon Ihre Freude an unserem Darian haben.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie mit einem Lächeln. &#039;&#039;&amp;quot;Und das meine ich gänzlich ohne Hintergedanken oder Häme.&amp;quot;&#039;&#039; Obwohl die Praiosscheibe hinter dünnen Wolken verborgen war, war es warm und so machte es Gylduria sichtbar Mühe, nicht ins Schwitzen zu geraten. &#039;&#039;&amp;quot;Wir hätten es schon viel früher dazu kommen lassen sollen, dass die Familien sich aussprechen.&amp;quot;&#039;&#039;, fügte sie ein Stück weiter den Weg entlang hinzu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit durchaus nachdenklichem Ton erwiderte der Hotelier nickend. &#039;&#039;“Meine verehrte Frau [[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|Mutter]] nahm die Fehde sehr ernst, wie Ihr es wohl selbst zu heißen wisst. Nun steht unsere Familie und darüber hinaus auch der Bund mit der Euren fest, Signora Gyldura. Ob dieser Aufbruch in eine neue prosperità gelingt, liegt nun in unserem Geschick, wozu auch [[Darian Deraccini|Darian]] seinen Beitrag leisten wird.”&#039;&#039; Er nickte halb über die Schulter nach hinten, wo die anderen folgten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nando hatte sich Giacobbo geschnappt und plauderte mit ihm in einem immerwährenden Wasserfall. So waren Selina und Sofia übrig geblieben, die, stumm nebeneinander her spazierend, den Abschluss bildeten - jede von ihnen auf eigene Art von den Honoratioren der Stadt respektiert, manche würde regidere Formulierungen gewählt haben. &lt;br /&gt;
Gyldurias Blick folgte seinem. &#039;&#039;&amp;quot;Sie werden eine Weile benötigen, um sich an die veränderten Verhältnisse anzupassen. Aber ich denke, mit der Führung einer starken Hand auf beiden Seiten der Familien, wird es ihnen schon gelingen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie, während sie die letzten Meter zur Schänke Signorina Malvesia zurück legten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In der Schänke “Signorina Malvesia”==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Tsastunde&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aber lasst uns nun versuchen, die Zusammenführung der Familien in einem etwas informelleren Ambiente fortzuführen.&amp;quot;&#039;&#039;, sie nickte dem Wirt und seiner Frau freundlich zu, die die Schänke von den Deraccinis seit Jahrzehnten pachteten. &#039;&#039;&amp;quot;Signora Deraccini, Signor Silbertaler... es ist uns eine Freude, dieses Fest für die Familien ausrichten zu dürfen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagten beide und wiesen den Weg in einen festlich geschmückten Schankraum. &#039;&#039;&amp;quot;Habt Dank. Ich bin mir sicher, dass Ihr Euch wieder einmal übertroffen habt.&amp;quot;&#039;&#039;, entgegnete Gylduria freundlich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich alle Feiernden im Schankraum zusammengefunden haben, richtete sie ihr Wort nochmals an die Festgemeinschaft. &#039;&#039;&amp;quot;Meine Familie hat großen Wert darauf gelegt, sich immer als gute Gastgeber zu präsentieren. Es ist mir daher eine Freude, das junge Paar und beide Familien hier zu einem kleinen Umtrunk einladen zu dürfen. Mein besonderer Dank gilt auch der [[Familie Solivino]], die mit ihrem erlesenen Wein einen großen Beitrag zum Gelingen der Feier beigetragen haben.&amp;quot;&#039;&#039; Sie machte eine kurze Pause, in der die Raumtemperatur sich unmerklich verringerte. &#039;&#039;&amp;quot;Ich erwarte also, dass die Gelegenheit genutzt wird, einander besser kennenzulernen, und bitte von sämtlichen Gruppenbildungen homogener Parteigänger abzusehen.&amp;quot;&#039;&#039; Sie nahm einen Kelch Wein von einem Tisch vor ihr und hob ihn in die Höhe. &#039;&#039;&amp;quot;Auf das junge Paar!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle hoben die Kelche mit dem köstlichen [[Cassiena|Cassianti]] der Solivino.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Auf das junge Paar!”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Beginn einer Freundschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Phexstunde und weit darüber hinaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So begannen elegante Gespräche hier, freundlicher Austausch da und Geschäftsgespräche ebenso. Die Kelche leerten sich im Schein der Kerzen. Zum Ende der Tsastunde erhoben sich die ersten, die noch Aufgaben zu erledigen wussten. Doch einige Personen blieben.&amp;lt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte sich auf eine Partie Zwei-Boltan verabredet. Nando, obgleich trinkfest, wankte leicht, nachdem seine Gattin sich in die Banca verabschiedet hatte, zu einem separaten Tisch und winkte Giacobbo herbei. &#039;&#039;“Setsch Eusch, Jaco, setsch Eusch. Wirtin, noch zwei Kelsche und die Karten.”&#039;&#039; Beides wurde umgehend gebracht und flinke Finger begannen das Deck zu mischen.&lt;br /&gt;
Giacobbo lehnte sich amüsiert zurück und nippte an seinem Wein. &#039;&#039;&amp;quot;Ihr seid ein bemerkenswerter Mann, Nando.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte er mit einem Lächeln. Er hatte stets verstanden, nie so viel zu trinken, als dass er die Kontrolle über Sinne und Sprache verloren hätte. Als er seine Karten aufnahm, bedachte er sein Gegenüber mit einem weiteren abschätzenden Blick. &#039;&#039;&amp;quot;Ich hatte selten so viel Freude an einer Unterhaltung wie mit Euch. Bitte erinnert mich daran, dass wir solche Treffen in Zukunft wiederholen.&amp;quot;&#039;&#039; Er prostete nochmals Nando zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Siburer hingegen hatte es zur Meisterschaft gebracht, selbst im trunkenen Zustand auf sein Glück zu vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Karten lagen in der Mitte und wurden nach und nach aufgedeckt. Zweier-Boltan war ein schnelles Spiel, es galt als unschicklich, allzu lang zu grübeln. Man hatte sich auf Heller pro Punkt geeinigt, doch das Spiel stand nicht im Vordergrund.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ja, ja, dasch denk´ isch mir. Ein rechter Wonneproppen nannte misch mal eine Besucherin aus dem Neureischen. Aber Ihr habt´sch auch dick hinter die Ohren. Und Ihr kommt zur reschten Zeit, mein Freund. Der Aufbruch, der Friede. Lukrativ kann´s werden und das ist stets doch auch unterhaltsam.”&#039;&#039; Er schaute sich um, zu dem leeren Platz, an dem zuvor noch seine Gattin saß, nickte zufrieden und zog aus den Tiefen seines brokatenen Wamses ein flaches, feinsilbernes Etui und klappte es geschickt in einer Hand auf. Eingebettet liegen dort winzige, dunkle Röllchen. Er beugte sich verschwörerisch nach vor. &#039;&#039;“Nicht der sanfte Hauch aus Methumis”&#039;&#039;, zwinkerte er dem Manne zu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Runde stand die Ausgangssituation für beide ungünstig, doch der Wein war vorzüglich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Giacobbo lachte und schaute auf das Röllchen. &#039;&#039;&amp;quot;Guter Nando, was ist doch Urbasi für ein Sündenpfuhl?! Stellt Euch vor, meine Tochter Imperia, sie zählt gerade erst 13 Götterläufe, sollte der Familie Solivino einen Brief überbringen, der Ihnen vom Frieden unserer Familien und der anstehenden Hochzeit berichtet. Seit diesem Besuch ist sie sowohl dem Wein, als auch der Tochter der Solivinos verfallen.&amp;quot;&#039;&#039;, schmunzelte Giacobbo. &#039;&#039;&amp;quot;Und sie dachte sogar, ich würde nicht bemerken, dass sie mit alkoholischem Odem zurück in den Palazzo kam und rot wird, sobald wir Signora Alvinia Solivino auf dem Markt begegnen.&amp;quot;&#039;&#039; Wieder lachte er.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als er seine Karten für die nächste Runde aufnahm, ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen. &#039;&#039;&amp;quot;Und ich dachte wirklich, ich würde Neetha mit all seinen Festen und Gelagen vermissen. Ich Einfältiger... unwissend, dass es hier in Urbasi genau so famos her geht.&amp;quot;&#039;&#039; Eher zu sich selbst als zu Nando fügte er hinzu: &#039;&#039;&amp;quot;Ich wünschte, nur meine Gemahlin wäre hier und würde dies hier auch erleben können.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Je tiefer die Wurzeln reischen, mein Lieber, je tiefer die Wurzeln reischen. Mehr sage isch dazu nischt. Nur erwischen lassen, ja, also in der Öffentlichkeit, dasch sollte man tunlischt vermeiden. Ihr kamt noch nicht dazu, von Eurer sicher reizenden Gattin zu berichten.”&#039;&#039; Auffordernd schaut Nando seinen neu erwählten Kumpanen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giacobbo griff erneut zum Weinkelch, um sich etwas Zeit zu erkaufen. &#039;&#039;&amp;quot;Meine... Gattin ist ganz der Wissenschaft zugetan und derzeit auf einer Studienreise in den Bornlanden und Aranien. Sie schreibt dezidierte Berichte und Kunde ihres Befindens.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte er unverbindlich. &#039;&#039;&amp;quot;Wir hoffen, Sie zu den Hochzeitsfeierlichkeiten hier in Urbasi begrüßen zu können.&amp;quot;&#039;&#039; Er schaute zu seiner Tochter herüber. &#039;&#039;&amp;quot;Ich hoffe, Imperia davon überzeugen zu können, dass das Brieftaubengewerbe doch ein ganz einträgliches Unterfangen ist, und sie davon abhalten kann, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er nahm einen weiteren Schluck des Weins und fügte lachend hinzu: &#039;&#039;&amp;quot;Aber das sind scheinbar alles Probleme, mit denen Ihr nichts mehr zu tun habt, mein lieber Nando. Euch scheint Eure teure Frau Tochter doch recht gut gelungen zu sein.&amp;quot;&#039;&#039; Giacobbo lehnte sich etwas über den Tisch und klopfte seinem neuen Freund auf die Schulter. Er hatte in Neetha oft seinen Charm spielen lassen müssen und die hohe Kunst des Navigierens in Gesellschaften schon früh erlernt. Nando machte es ihm aber mit seiner sympathischen Art verwirrend einfach ein Gespräch zu führen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angesprochene lauschte aufmerksam, schaute immer wieder - naserümpfend - in sein Blatt, setzte mit einem &#039;&#039;“Pah!”&#039;&#039; einen weiteren Heller, nickte hier und da, kratzte sich bei Bornland fragend am Kopf und hätte auch eine Nachfrage gehabt, doch dann kam das Thema auf sein Liebling. Der Blick wurde warm und unter dem Schulterklopfen schlich sich Röte in das weiche Gesicht. &#039;&#039;“O, Praios, Travia und allen guten Göttern sei´sch gepriesen. So eine präschtig´ figlia, so voll göttlichen Gaben, gesegnet haben sie misch. O, Ihr Götter, schütscht die holde Talagena aus den Häusern Castiglione und Silbertaler.”&#039;&#039; Gerührt legte er seine Hand auf die Giacobbos und Tränen von Stolz (und Wein) stiegen in seine dunkelbrauen Augen. Die Hände noch verbunden, erhob er sich und legte seine andere auf die Schulter des Gegenüber. Vorgeneigt und offenkundig bewegt: &#039;&#039;“Mein Giacobbo, mein Freund Jaco, soll all Dein Wunsche für Deine Tochter so wahr wer´n wie meine fürs Genschen.”&#039;&#039; Er zog den Mann heran und zwei schwere Küssen landeten links und rechts auf den Wangen des anderen. Er nahm seinen Becher und hob zu einem unbekümmerten Lob an, das durch die kleine Taverna hallte. &#039;&#039;“Auf die Töschter alter Häuser. Auf das Brautpaar. Auf alten Bund´ und neuen Fried´.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Gut gesprochen, mein Freund Nando. Auf das Brautpaar! Auf alten Bund’ und neuen Fried’&amp;quot;&#039;&#039;, wiederholte Giacobbo, hob seinen Weinkelch und versuchte noch immer, das Erlebte zu verdauen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich für meinen Teil bin aber schon froh, wenn Imperia nicht die ganze Stadt in Schutt und Asche legt... und sich mit dem Genuss von Alkoholika noch ein wenig Zeit lässt!&amp;quot;&#039;&#039;, lachte er.&lt;br /&gt;
Er schaute zu seiner jüngeren Schwester Horathia herüber, die extra für die Feierlichkeiten aus Neetha mit ihrem Vater angereist war. Angestrengt versuchte sie aber, Blickkontakt zu vermeiden. Giacobbo hob seine Hand und rief zu einer der Bedienungen herüber: &#039;&#039;&amp;quot;Gute Frau, leider ist unsere Karaffe leer... schon wieder!&amp;quot;&#039;&#039;, grinste er zu Nando herüber. &#039;&#039;&amp;quot;Wärt Ihr bitte so gut und würdet und eine neue bringen, oder zumindest diese hier wieder auffüllen?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Frau kam zu Nando und Giacobbo herüber und machte verlegen einen Knicks und sagte kickernd: &#039;&#039;&amp;quot;Aber natürlich doch, Ser Giacobbo. Ganz wie Ihr es wünscht, Ser Giacobbo. Ich bin sofort mit Eurem Wein zurück, Ser Giacobbo. Einen Moment, Ser...&amp;quot;&#039;&#039;, er nickte ihr freundlich zu, um den Redeschwall zu unterbrechen. &#039;&#039;&amp;quot;Habt Dank, meine Liebe!&amp;quot;&#039;&#039; Die Bedienung wurde, zur Überraschung beider Männer, noch röter und verschwand mit der Karaffe in Richtung Keller.&lt;br /&gt;
Der wohlbeleibte Patrizier lachte mit und zwinkerte Giacobbo verschwörerisch zu. Er beugte sich noch einmal vor und flüsterte. “Die Gütige oder die Holde?”, und nickte hinter der Schankmaid hinterher. &#039;&#039;“Wie haltet Ihr´s?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Mein guter Nando!&amp;quot;&#039;&#039;, lachte Giacobbo. &#039;&#039;&amp;quot;Ich weiß wirklich nicht, was ihr meint. Ich habe nur früh gelernt, dass man den meisten Menschen nur das sagen muss, was sie hören wollen, um zu bekommen, was man will.&amp;quot;&#039;&#039; Er leerte seinen Kelch und besah sich die kleine Pfütze Wein, die sich wieder am Boden des Kelches sammelte. &#039;&#039;&amp;quot;Manchmal fällt es leicht, manchmal umso schwerer.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nun war es an der Zeit, dass auch Giacobbos Erinnerungen an den Abend im Nebel des Vergessens verschwanden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Aber glücklisch, Jaco, glücklisch wird man damisch nich´, den Leut´ nur aus dem bocca zu saltieren.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schankmaid kehrte mit dem gefüllten Krug zurück, noch eine Nuance Weinrot auf den Wangen. &#039;&#039;“O Ser Giacobbo, darf ich Euch nachfüllen?”&#039;&#039; Sie senkte den Ausguss und der schwere Cassianti rann in den Becher.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Giacobbo dachte lange darüber nach, was er über den Mann ihm gegenüber denken sollte. Normalerweise waren ehrliche Aussagen wie die gerade getätigte nicht das, was man von Menschen hörte, die in ihren Kreisen verkehrten. Die Ehrlichkeit und Offenheit Nandos gefiel Giacobbo immer mehr.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Da hast Du recht, mein lieber Nando. Glücklich wird man damit nicht... jedenfalls nicht immer.&amp;quot;&#039;&#039;, entgegnete er dann grinsend.&lt;br /&gt;
Nach kurzer Zeit schlug Giacobbo dann sanft gegen die Schulter Nandos und sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Nando... Du gefällst mir! Nein, wirklich... wir sollten öfters mal zusammen in eine Schänke gehen. Nur so zum Spaß!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so nahm ein fröhlicher Abend für die beiden ein seliges Ende im Weindunst. Sie droschen sich die Karten in einem denkwürdigen Aufeinandertreffen mit ebensolcher Freude, wie sie die Krüge gegeneinander krachen ließen. Die übrigen Mitglieder der Familie feierten sittsamer und weniger lang und so nahm es nicht wunder, dass die Wirtin hinter den beiden Patriziern zur ersten &#039;&#039;Praiosstunde&#039;&#039; die Tür verrammelte. Es war eine ertragreiche Verlobungsfeier für sie gewesen - und sie hätte ihren Nachbarn und Freundinnen morgen einiges zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Die Verlobung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Der_Vertrag&amp;diff=1283346</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Der Vertrag</title>
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		<updated>2026-05-24T08:39:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Vertrag==&lt;br /&gt;
Auszug aus dem geheimen Vertragswerk, das in zwiefacher Ausfertigung in den Familienarchiven wenige Tage später verborgen ward.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Praios.png|19px]] I. Bei PRAios==&lt;br /&gt;
Erneuert sei der Bund der ehrenvollsten Familien Silbertaler und Deraccini. Es soll Recht herrschen und jedes Dunkel getilgt sein, das auf den Familien lastet, in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Rondra.png|19px]] II. Bei RONdra==&lt;br /&gt;
Beendet seien Zwist und Fehde und weichen dem Beistande bei allen äußeren Feinden - in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Efferd.png|19px]] III. Bei EFFerd==&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Deraccini an den Gewinnen der Familie Silbertaler zu Wasser i. H. v. einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Silbertaler an den Gewinnen der Familie Deraccini zu Luft i. H. v. einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Travia.png|19px]] IV. Bei TRAvia==&lt;br /&gt;
Geschlossen sei der Bund zwischen Talagena Silbertaler, Tochter von Directora Sofia Silbertaler, und Darian Deraccini, Sohn von Orelano Deraccini (Punin), am Tag der Treue 1047 BF. Munt: das Erbe seiner Linie in Punin zu begründen eigenen Hausstand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versprochen sei der Bund zwischen Gabrino Deraccini (Pertakis), Sohn von Ralhion Deraccini (Pertakis), und Hesindetta Silbertaler d. J., Tochter von Giulia Silbertaler, zu schließen am Tag der Treue 1055 BF in Pertakis. Munt: vierfach und die Immobilie aus dem Erbe Giulias in Urbasi zu begründen eigenen Hausstand.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Boron.png|19px]] V. Bei BORon==&lt;br /&gt;
Angedenkens Travertin Deraccinis, des Patrons dieses Vertrages, sollen am 15. FIRun jedes Götterlaufes der Nekropole Nerano 50 Silbertaler[a][b][c] seitens beider Familien gestiftet sein zur Pflege der ehrwürdigsten Familiengrabstätten - in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Hesinde.png|19px]] VI. Bei HESinde==&lt;br /&gt;
Ausgleich der Elemente in Politik und Gesellschaft solle sein - in eterniam. Es soll keine der Familien Übermaß im Amte haben. Beistand bei Beteiligungen im Consiglio sollen beglichen sein in den Uffizien und dem gegenüberstehenden Amte des Censore von Magistralia. Hierfür sorge die Mehrheit beider Klientel in der Oberstadt Urbasis.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Firun.png|19px]] VII. Bei FIRun==&lt;br /&gt;
Nie enden soll die gemeinsame Jagd auf das Dunkle und Feindliche - in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Tsa.png|19px]] VIII. Bei TSA==&lt;br /&gt;
Es solle Friede zwischen den Familien herrschen - in eterniam. Bei jedem Argwohn und Falsch´, das an die Ohren oder Augen dringt binnen 8-Praioslauf-Frist zusammenkommen ein Rat von je dreien, unter Führung der Oberhäupter, zu klären und beizulegen.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Phex.png|19px]] IX. Bei PHEx==&lt;br /&gt;
Es soll keine Blockaden des Handels der Häuser geben, vielmehr Unterstützung des Wohlstands der Stadt, des Umlands und der beiden Familien - in eterniam. Bei jedweder Unternehmung kann (nicht soll) Einkauf erfolgen zu einem Zwölftelzwölftel der Investitionen der beteiligten Familie.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Peraine.png|19px]] X. PERaine==&lt;br /&gt;
Angedenkens des Patrons Travertin Deraccini kann im Falle ernsthafter Gefahr des Aussterbens einer Familie das Oberhaupt der einen eingesetzt werden als Vormund zu sichern die Gesundheit und das Überleben der anderen Familie auf eine Dauer von bis zu 12 Götterläufen oder zur Volljährigkeit des nachfolgenden Oberhaupts.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Ingerimm.png|19px]] XI. Bei INGerimm==&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Silbertaler an den Gewinnen der Familie Deraccini aus dem Handel mit Glas- und Spiegelkunst zu einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Deraccini an den Gewinnen der Familie Silbertaler aus der Fertigung von Brokat zu einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Rahja.png|19px]] XII. Bei RAHja==&lt;br /&gt;
Jeden 12. Götterlauf vom Jahr 1046 BF an soll ein gemeinsames großes Fest beider Familien in Magistralia ausgerichtet sein zu feiern die Harmonie zwischen den Häusern - in eterniam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Urbasi, 20. RON 1046 BF==&lt;br /&gt;
gez.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Azzo Silbertaler d.J.]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gesiegelt mit den Wappen beider Familien&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Silbertaler.png|25px]][[Datei:Familie Deraccini.png|25px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Der Vertrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Der_Vertrag&amp;diff=1283345</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Der Vertrag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Der_Vertrag&amp;diff=1283345"/>
		<updated>2026-05-24T08:36:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Der Vertrag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Der Vertrag==&lt;br /&gt;
Auszug aus dem geheimen Vertragswerk, das in zwiefacher Ausfertigung in den Familienarchiven wenige Tage später verborgen ward.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Praios.png|19px]] I. Bei PRAios==&lt;br /&gt;
Erneuert sei der Bund der ehrenvollsten Familien Silbertaler und Deraccini. Es soll Recht herrschen und jedes Dunkel getilgt sein, das auf den Familien lastet, in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Rondra.png|19px]] II. Bei RONdra==&lt;br /&gt;
Beendet seien Zwist und Fehde und weichen dem Beistande bei allen äußeren Feinden - in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Efferd.png|19px]] III. Bei EFFerd==&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Deraccini an den Gewinnen der Familie Silbertaler zu Wasser i. H. v. einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Silbertaler an den Gewinnen der Familie Deraccini zu Luft i. H. v. einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Travia.png|19px]] IV. Bei TRAvia==&lt;br /&gt;
Geschlossen sei der Bund zwischen Talagena Silbertaler, Tochter von Directora Sofia Silbertaler, und Darian Deraccini, Sohn von Orelano Deraccini (Punin), am Tag der Treue 1047 BF. Munt: das Erbe seiner Linie in Punin zu begründen eigenen Hausstand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versprochen sei der Bund zwischen Gabrino Deraccini (Pertakis), Sohn von Ralhion Deraccini (Pertakis), und Hesindetta Silbertaler d. J., Tochter von Giulia Silbertaler, zu schließen am Tag der Treue 1055 BF in Pertakis. Munt: vierfach und die Immobilie aus dem Erbe Giulias in Urbasi zu begründen eigenen Hausstand.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Boron.png|19px]] V. Bei BORon==&lt;br /&gt;
Angedenkens Travertin Deraccinis, des Patrons dieses Vertrages, sollen am 15. FIRun jedes Götterlaufes der Nekropole Nerano 50 Silbertaler[a][b][c] seitens beider Familien gestiftet sein zur Pflege der ehrwürdigsten Familiengrabstätten - in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Hesinde.png|19px]] VI. Bei HESinde==&lt;br /&gt;
Ausgleich der Elemente in Politik und Gesellschaft solle sein - in eterniam. Es soll keine der Familien Übermaß im Amte haben. Beistand bei Beteiligungen im Consiglio sollen beglichen sein in den Uffizien und dem gegenüberstehenden Amte des Censore von Magistralia. Hierfür sorge die Mehrheit beider Klientel in der Oberstadt Urbasis.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Firun.png|19px]] VII. Bei FIRun==&lt;br /&gt;
Nie enden soll die gemeinsame Jagd auf das Dunkle und Feindliche - in eterniam.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Tsa.png|19px]] VIII. Bei TSA==&lt;br /&gt;
Es solle Friede zwischen den Familien herrschen - in eterniam. Bei jedem Argwohn und Falsch´, das an die Ohren oder Augen dringt binnen 8-Praioslauf-Frist zusammenkommen ein Rat von je dreien, unter Führung der Oberhäupter, zu klären und beizulegen.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Phex.png|19px]] IX. Bei PHEx==&lt;br /&gt;
Es soll keine Blockaden des Handels der Häuser geben, vielmehr Unterstützung des Wohlstands der Stadt, des Umlands und der beiden Familien - in eterniam. Bei jedweder Unternehmung kann (nicht soll) Einkauf erfolgen zu einem Zwölftelzwölftel der Investitionen der beteiligten Familie.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Peraine.png|19px]] X. PERaine==&lt;br /&gt;
Angedenkens des Patrons Travertin Deraccini kann im Falle ernsthafter Gefahr des Aussterbens einer Familie das Oberhaupt der einen eingesetzt werden als Vormund zu sichern die Gesundheit und das Überleben der anderen Familie auf eine Dauer von bis zu 12 Götterläufen oder zur Volljährigkeit des nachfolgenden Oberhaupts.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Ingerimm.png|19px]] XI. Bei INGerimm==&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Silbertaler an den Gewinnen der Familie Deraccini aus dem Handel mit Glas- und Spiegelkunst zu einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
Beteiligt sei die Familie Deraccini an den Gewinnen der Familie Silbertaler aus der Fertigung von Brokat zu einem Zwölftelzwölftel p. a.&lt;br /&gt;
==[[Datei:Rahja.png|19px]] XII. Bei RAHja==&lt;br /&gt;
Jeden 12. Götterlauf vom Jahr 1046 BF an soll ein gemeinsames großes Fest beider Familien in Magistralia ausgerichtet sein zu feiern die Harmonie zwischen den Häusern - in eterniam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Urbasi, 20. RON 1046 BF==&lt;br /&gt;
gez.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Azzo Silbertaler d.J.]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gesiegelt mit den Wappen beider Familien&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Silbertaler.png|25px]][[Datei:Familie Deraccini.png|25px]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1283342</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1283342"/>
		<updated>2026-05-24T07:52:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* 10. TRA 1046 BF - Ein erstes Treffen - unter Aufsicht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. TRA 1046 BF - Fest der eingebrachten Früchte, [[Palazzo Silbertaler]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”HABT IHR ZU LANGE IN PRAIOS´ SCHEIN GESESSEN? IST EUCH DER VINO IN DIE SÄFTE GESCHOSSEN? ICH SOLL WAS? TRAVIABUND? MEIN STUDIUM! MEINE KARRIERE! MEIN TSATAG! ALLES RUNIERT! ICH WOLLTE AN DEN HOF! NUN WOLLT IHR MICH VERSCHACHERN!!! AN EINEN TAUGENICHTS! AN EINEN SCHREIBERLING! AN EINEN DERACCIIIINI!!! WIE KÖNNT IHR MIR DAS ANTUN?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsetzen, Wuttränen, Fassungslosigkeit… Der Gefühlswallungen waren gar zu viele. [[Talagena Silbertaler|Talagena]] sank nach Atem ringend auf das Sitzmöbel. &#039;&#039;“Ich … ich … Luft.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sofia Silbertaler(1).jpg|thumb|150px|left|Mutter Sofia bleibt streng und gelassen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Mutter [[Sofia Silbertaler|Sofia]] betrachtete das Schauspiel, erhob sich von ihrem Stuhl, trat zu ihrer Tochter und löste zwei Schnüre an deren Rücken, ging zu ihrem Platz an dem kleinen, altmodischen Tischchen zurück, nahm den Glasbecher, der einen Sprung hatte und inspizierte die Reste der alten Vase aus der Schreibstube, die vorsorglich nur mit einem hübschen Trockengesteck aus Ähren geschmückt worden war und deren Scherben nun in einer Ecke lagen. Sie kannte ihre Tochter und hatte den erwartbaren Schaden kalkuliert und minimiert. Als nächstes würden wohl die fadenscheinigen Kissen, die sie sich aus den Abstellkammern des [[Spiel- und Badehaus Belhancaris|Spiel- und Badehauses]] hatte kommen lassen, den Weg alles Derischen gehen. Ebenso wie der vermeintliche Wandbehang waren sie oberflächlich aufgehübscht worden. Sie warf ihrem [[Nando Castiglione|Gemahl]] einen Blick zu. Dieser setzte sich sogleich in Bewegung und nahm neben dem Töchterlein Platz und tätschelte das Händchen. &#039;&#039;“Na, na, mein Kind. Es ist doch alles halb so wil …”&#039;&#039; Weiter kam er nicht, die am morgigen Tage ihre Volljährigkeit Erreichende ging in ein Jammern und Wehklagen über. &#039;&#039;“Ma papà, ich bin noch so jung, das ganze Leben … ich wollte an den Hof … mamà hat so viel investiert … das Studium … Hausfrau? … ich kann doch keine domna werden … Oh, Schreck, nein, und Mutter? Kinder? Jetzt schon? Papà, mein ganzes Leben ist ruiniert …”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nando Castiglione.jpg|thumb|150px|right|Vater Nando bemüht sich um Freundlichkeit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angesprochene litt zwar sichtlich mit seinem Lieblingskind, aber konnte nur weiter die Hand der derart vom Schicksal Gestraften tätscheln. Diese hatte wieder genug Atem geschöpft, um sich in die nächste Wutphase zu stürzen. Unter Verwünschungen wurde - ganz wie erwartet - der Tisch umgeworfen, mit dem Schuh einen Glasbecher zertreten, beide Schuhe - aus Mangel an einem Fenster - gegen die Wand geworfen und - Sofia nickte leicht - zwei Kissen zerfetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater dauerte noch ein wenig an. [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] streuten im Verlauf beruhigende Informationen ein. Keinesfalls sei das [[Universität Methumis|Studium in Methumis]] gefährdet, selbstverständlich könne sie für eine kleine Zeit an den  Hof von [[Herzog von Methumis|Herzog]] [[Eolan IV. Berlînghan|Eolan]], falls es ihr gelänge, oder nach [[Vinsalt]] in die Kanzlei des [[Alessandro Silbertaler|Delegierten]], nein, es würden nicht sofort Kinder erwartet, ja, sie würde superior vermählt … und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich stellte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] zwei Fragen: &#039;&#039;“Wer ist dieser Darian eigentlich?”&#039;&#039; und &#039;&#039;“Wie ist die Munt geregelt?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätestens, als sie Punin hörte, sah sich die junge [[Almada]]ner Königshof. Die Eltern verschwiegen, dass der [[Orelano Deraccini|Vater]] Darians noch sehr rüstig war und keinesfalls in den kommenden 10 Jahren abtreten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. TRA 1046 BF - Im Palazzo Colombana, Urbasi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini]] faltete die Hände und starrte an die mit vergoldetem Stuck verzierte Decke. &#039;&#039;&amp;quot;[[Darian Deraccini|Darian]], ich bin mit meiner Geduld wirklich bald am Ende. Es scheint mir, Du willst die Bemühungen der Familie vorsätzlich unterwandern. Ja, [[Talagena Silbertaler]] mag eine... recht... eigensinnige Figur besitzen. Aber sie ist immerhin die Tochter deiner [[Sofia Silbertaler|künftigen Vorgesetzten]]. Vergiss nicht, dass Du [[Alvaro Deraccini|Onkel Alvaros]] Werk in der [[Silbertaler Bank]] fortführen wirst. Die Familie hat so viel in Deine Ausbildung investiert. Und der, durch die Vermählung einsetzende Friede zwischen den beiden Familien wird auch Dir zugute kommen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie und schaute Darian streng an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gylduria Deraccini.jpg|thumb|150px|left|Mutter Gylduria teilt die Entscheidung mit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] wirkte wie ein Fisch auf dem Lande, wie er so stand, schweißgebadet und nach Luft ringend. &#039;&#039;&amp;quot;Die Verlobung wird in wenigen Tagen von der [[Horanthe Barbero|Barbero]] vollzogen, die Heirat ist für den Tag der Treue nach Vollendung eines Götterlaufs angesetzt.&amp;quot;&#039;&#039;, Gylduria sah auf einige Dokumente auf ihrem Schreibpult und fügte hinzu &#039;&#039;&amp;quot;Wunderbar, Du darfst jetzt gehen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer dunklen Ecke des Studiolos stand eine in schwarz gekleidete Gestalt. Als sie aus dem Schatten trat, sah man einen Mann mit einem amüsierten Gesichtsausdruck. &#039;&#039;&amp;quot;Tante Gylduria, davon wird sich der Arme nie erholen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]]. Gylduria schaute ihn streng an, musste dann aber schmunzeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Giacobbo Deraccini.jpg|thumb|150px|right|Vetter Giacobbo hat wenig Mitleid.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in der Residenz seines Onkels [[Alvaro Deraccini|Alvaro]] saß Darian in Gedanken versunken in seinem Lesezimmer. &#039;&#039;´Ausgerechnet an Talagena verschachert. Wenn ich sie nur sehe, wie sie durch die Bank marschiert, wenn sie Ihre Mutter besucht... wahrscheinlich weiß sie nicht einmal, wer ich bin, dieses verzogene Stück.´&#039;&#039; Er seufzte und zog ein Buch von einem Beistelltisch. &#039;&#039;´Und dann auch noch inferior, so bin ich ihr ja in fast jeder Beziehung unterlegen.´&#039;&#039; Er wirkte wie ein tragisches Gemälde eines armen Dichters, der sein Leid beklagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 10. TRA 1046 BF - Ein erstes Treffen - unter Aufsicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] gar hübsch zurechtgemacht, einen zierlichen Schleier auf das lang frisierte Haar gelegt und ihre Füße in flache Sandalen geschnürt. Sie saß auf einer Bank, einen kleinen Korb an ihrer Seite und saß im Licht des Praiosauges, das aus den Tropfen der [[Kaskadengarten|Fontana di Fontargenna]] winzige Regenbögen hervorkitzelte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der in ihren Augen wenig beeindruckende [[Darian Deraccini|Darian]] zwischen den Fontänen auftauchte, riss sich die Studentin zusammen und lächelte tapfer. Hatte sie ihn nicht schon mal gesehen? Sie wusste allerdings wenigstens von ihrem [[Nando Castiglione|Vater]], dass er sie aus dem [[Palazzo Sathÿara]] beobachtete, wahrscheinlich wären noch mehr versammelt. Daher erhob sie sich und streckte dem etwas kleineren Mann die Hand hin, die eine deutliche, frische Schramme aufwies. Brav knickste sie. &#039;&#039;”Signor Darian, es freut mich außerordentlich, Eure Bekanntschaft zu machen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vitius Deraccini.jpg|thumb|150px|left|Vetter Vitius plant Schabernack.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] war heute morgen von [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für dieses Treffen eingängig beraten und vorbereitet worden. Trotz ihrer Anstrengung hatte er nicht umhin gekonnt zu bemerken, dass auch ein wenig Spott in ihren Bemühungen gelegen hatte. Rein freundschaftlicher Natur, wie beide bemerkten, als er sie darauf ansprochen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Signora Talagena, die Freude ist ganz auf meiner Seite!&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und verbeugte sich tief vor ihr. Eine Hand hinter dem Rücken verriet, dass er ihr eine kleine Aufmerksamkeit mitgebracht hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini|Gylduria]] stand etwas abseits mit Giacobbo und Vitius. Sie kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können und fragte ihren Sohn: &#039;&#039;&amp;quot;Was hat er da hinter seinem Rücken?&amp;quot;&#039;&#039; [[Vitius Deraccini|Vitius]] schaute auch noch einmal genauer hin, bevor er seiner Mutter antwortete. &#039;&#039;&amp;quot;Es scheint mir, als sei es ein Blumengesteck für die Holde. Und das andere... ich denke, dass es eine [[Sikrami]] ist. Die weiblichen Silbertalers scheinen eine [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Schwäche zur Sikrami]] zu haben.&amp;quot;&#039;&#039; Von Giacobbo war ein Prusten zu vernehmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Vitius, sollte die Verbindung wegen Deiner Unreife scheitern, wirst Du bis an Dein Lebensende die Taubenschläge reinigen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria und schlug Vitius auf den Hinterkopf, bevor sie sich an [[Giacobbo Deraccini|Deraccini]] wandte. &#039;&#039;&amp;quot;Und Du höre auf zu lachen und ermutige Deinen Vetter nicht auch noch zu solchen Dingen.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zwölfen zum Dank bekamen [[Talagena Silbertaler|Talagena]] und [[Darian Deraccini|Darian]] von dem Geschehen in ihrem Rücken nichts mit. &#039;&#039;&amp;quot;Ich habe hier eine kleine Aufmerksamkeit für Euch...&amp;quot;&#039;&#039;, Darian zog das Blumengesteck und die Sikrami hinter seinem Rücken hervor und reichte es seiner zukünftigen Ehefrau.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Talagena nahm das kleine Gesteck und die kurze, würzige Wurst an. &#039;&#039;Irgendeine hinreichend gute Wendung, irgendeine. Ah ja.&#039;&#039;, dachte die so Beschenkte und fand etwas Geeignetes. &#039;&#039;”Ich sehe eine Verbindung der Gaben der [[Tsa|Jungen]] und der [[Travia|Gütigen]]. Die Blumen, Eure Verehrung für Eure … Versprochene, und die Sikrami als Zeichen Eurer Verbundenheit für Tradition und Land. Habt Dank! Und lasst mich erwidern, sobald wir uns gesetzt haben.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie nahmen auf der Bank Platz und Talagena öffnete das Körbchen, in der sie die Sikrami verstaute und dem sie vorsichtig erst ein Messerchen, dann einen kleinen Silberbecher und danach eine Art Brottaler entnahm. Beides fand seinen Platz auf dem Deckelchen. Sie überreichte den Taler, auf dessen einer Seite der Kopf [[Agreppo von Urbasi|Agreppos]] und auf der anderen Seite eine Taube aus filigranem Teiggeflecht gelegt war. Selbst hob sie das Becherchen, zögerte aber. Dann brach es aus ihr heraus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Talagena Giuletta Silbertaler.jpg|thumb|150px|right|Die Versprochene Talagena hat ihre Gefühle nicht im Griff.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Bitte sagt, Signor, dass dies hier nur Pflicht ist und keine tieferen Gefühle Euer Herz bewegen.”&#039;&#039; Sie lief fast so rot an wie die zwei Schluck Wein in dem Becherchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian wurde zugleich heiß und kalt. Wie sollte er jetzt reagieren? Gab er zu, dass er nur wenig Interesse an der Vermählung hat, könnte dies alles für die Familien ruinieren. Stritt er es ab und tat so, als sei es sein tiefster Wunsch Talagena zu heiraten, wäre dies auch nicht sonderlich förderlich, sollte sie nicht mit der Heirat einverstanden sein. &#039;&#039;&amp;quot;Ich äh... Signora, versteht es nicht falsch. Es sind unsere Familien, die uns die Hochzeit vorbestimmt haben.&amp;quot;&#039;&#039; Krampfhaft versuchte er, in Talagenas Gesicht etwas abzulesen, dass ihm einen Hinweis auf ihre Einstellung zum Ganzen geben würde. &#039;&#039;&amp;quot;Ich glaube aber, dass ich ebenso... überrascht war, von der Vermählung zu hören, wie Ihr.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie drehte sich etwas weiter in Richtung Brunnen, den Rücken zum Palazzo. &#039;&#039;“Oh, Travia sei Dank. Ich bin froh dies zu vernehmen. Ihr müsst wissen, ich gedenke erst mein Studium zu beenden und nach der Herzogenschule vielleicht an einen Hof zu gehen. Dem Willen meiner Familie werde ich mich fügen, aber … Oh, Signor, lächelt weiter. Und brecht das alberne Brot. Dann trinken wir aus dem Becher. … aber ich mag mir erst das Reich ansehen und Karriere machen. Ihr seid doch schon so alt. Sicher werdet Ihr noch ein paar Götterläufe länger warten können, nicht wahr?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian schaute auf das Brot, brach es, nahm den Wein und sprach &#039;&#039;&amp;quot;Verzagt nicht, Talagena. Auch mich drängt es nicht zu sehr. Geht in die Welt und bestaunt die Wunder der Götter.&amp;quot;&#039;&#039; Darian hoffte, sich so eine kleine Galgenfrist zu erspielen. Von weitem sah er [[Gylduria Deraccini|seine Tante]], Vitius und Giacobbo auf der Rechten, die Delegation der [[Familie Silbertaler|Silbertalers]] zur Linken stehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm seiner Hand das Brotstück, biss hinein und hob es sogleich seinem Mund entgegen, damit er abbeiße. Nachdem er darauf einen Schluck Wein genommen hatte, trank sie vom dargereichten Becherchen ebenfalls. Ein uraltes Ritual, das doch beiden nun viel leichter fiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Dann vermählen wir uns auf den Wunsch unserer Familien hin in einem Götterlauf und gehen unserer Wege. Mutter sagte, Ihr wäret auch im Geldgeschäft? Was plant Ihr als freier Gatte?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm die Sikrami dem Körbchen, klappte den Deckel herunter und nahm das Messer in die verletzte Hand. Als sie ansetzte, für jeden ein Scheibchen abzuschneiden, verzog sie das Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Lasst mich das machen, Signora&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und nahm ihr das Messer aus der Hand, schnitt zwei Scheiben ab und reichte ihr eine. &#039;&#039;&amp;quot;Es stimmt, was Eure Mutter Euch berichtete, ich bin im Geldgeschäft. Ich werde die Aufgaben meines Onkels Alvaro in der Silbertaler Bank übernehmen. Ich war viele Jahre bei ihm in der Lehre. Wir trafen uns diverse Male in der Bank, als Ihr Eure Mutter besuchtet.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talagena zuckte bei der Berührung etwas zusammen, nahm aber die Scheibe entgegen. Um das Überlegen zu überspielen, aß sie die Sikrami. &#039;&#039;”Mit Fenchel. Eine gute Wahl.”&#039;&#039; Doch ihrem Gesicht war anzusehen, dass es ihr peinlich war, sich nicht an ihn erinnern zu können. &#039;&#039;”Das erklärt das Interesse an Euch. Und ich war wohl einfach die einzige junge Frau in heiratsfähigem Alter.”&#039;&#039; Sie seufzte. &#039;&#039;”Ich wünsche Euch wirklich viel Erfolg. War es schon stets Euer Wunsch, sich mit diesen Bankangelegenheiten zu beschäftigen?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Darian Deraccini.jpg|thumb|150px|left|Der Versprochene Darian trifft zum ersten Mal auf seine Zukünftige.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;In der Tat. Ich habe mich schon immer für Zahlen und Finanzen interessiert. Mein Onkel Alvaro bot mir an, mich in seinem Fach zu unterweisen. Daher kam ich aus Punin, um bei ihm eine Ausbildung zu beginnen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und bemerkte Talagenas Zögern. &#039;&#039;&amp;quot;Aber sagt, was wollt Ihr an der [[Universität Methumis|Herzog-Eolan-Universität]] studieren?&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Punin, die Metropole Almadas.”&#039;&#039; Sie verdrehte träumerisch die Augen. &#039;&#039;“Mein Studium habe ich schon begonnen und das Trivium abgeschlossen. Das war allerdings knapp. Vater bezahlt mir die [[Herzogenschule der Universität Methumis|Herzogenschule]]. Mutter wollte natürlich, dass ich Recht und Zinsrechnung studiere, aber papà hat mich errettet. Es ist so wunderbar mit all den anderen Kommilitonen. Wir lernen, wie das Herzogtum, ja das Imperium aufgebaut ist, wie Politik im Inneren funktioniert, man mit anderen Staaten verhandelt und wir haben Debattierclubs. Mit dem Fechten tue ich mich schwer, aber dafür gehen mir [[Balestra]] und [[Balestrina]] gut von der Hand. Das sind viel zu wenige Stunden. Wirklich empörend.&amp;quot;&#039;&#039; Sie wurde wieder rot - diesmal vor Empörung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian könnte den Eindruck gewinnen, dass Diplomatie für eine Frau mit so wenig Selbstbeherrschung möglicherweise nicht der richtige Weg sein könnte. Doch was sollˋs, vielleicht erkannte er sich selbst wieder, als er in ihrem Alter war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Treffen der Eheleute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1283341</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1283341"/>
		<updated>2026-05-24T07:48:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* 4. TRA 1046 BF - Im Palazzo Colombana, Urbasi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. TRA 1046 BF - Fest der eingebrachten Früchte, [[Palazzo Silbertaler]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”HABT IHR ZU LANGE IN PRAIOS´ SCHEIN GESESSEN? IST EUCH DER VINO IN DIE SÄFTE GESCHOSSEN? ICH SOLL WAS? TRAVIABUND? MEIN STUDIUM! MEINE KARRIERE! MEIN TSATAG! ALLES RUNIERT! ICH WOLLTE AN DEN HOF! NUN WOLLT IHR MICH VERSCHACHERN!!! AN EINEN TAUGENICHTS! AN EINEN SCHREIBERLING! AN EINEN DERACCIIIINI!!! WIE KÖNNT IHR MIR DAS ANTUN?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsetzen, Wuttränen, Fassungslosigkeit… Der Gefühlswallungen waren gar zu viele. [[Talagena Silbertaler|Talagena]] sank nach Atem ringend auf das Sitzmöbel. &#039;&#039;“Ich … ich … Luft.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sofia Silbertaler(1).jpg|thumb|150px|left|Mutter Sofia bleibt streng und gelassen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Mutter [[Sofia Silbertaler|Sofia]] betrachtete das Schauspiel, erhob sich von ihrem Stuhl, trat zu ihrer Tochter und löste zwei Schnüre an deren Rücken, ging zu ihrem Platz an dem kleinen, altmodischen Tischchen zurück, nahm den Glasbecher, der einen Sprung hatte und inspizierte die Reste der alten Vase aus der Schreibstube, die vorsorglich nur mit einem hübschen Trockengesteck aus Ähren geschmückt worden war und deren Scherben nun in einer Ecke lagen. Sie kannte ihre Tochter und hatte den erwartbaren Schaden kalkuliert und minimiert. Als nächstes würden wohl die fadenscheinigen Kissen, die sie sich aus den Abstellkammern des [[Spiel- und Badehaus Belhancaris|Spiel- und Badehauses]] hatte kommen lassen, den Weg alles Derischen gehen. Ebenso wie der vermeintliche Wandbehang waren sie oberflächlich aufgehübscht worden. Sie warf ihrem [[Nando Castiglione|Gemahl]] einen Blick zu. Dieser setzte sich sogleich in Bewegung und nahm neben dem Töchterlein Platz und tätschelte das Händchen. &#039;&#039;“Na, na, mein Kind. Es ist doch alles halb so wil …”&#039;&#039; Weiter kam er nicht, die am morgigen Tage ihre Volljährigkeit Erreichende ging in ein Jammern und Wehklagen über. &#039;&#039;“Ma papà, ich bin noch so jung, das ganze Leben … ich wollte an den Hof … mamà hat so viel investiert … das Studium … Hausfrau? … ich kann doch keine domna werden … Oh, Schreck, nein, und Mutter? Kinder? Jetzt schon? Papà, mein ganzes Leben ist ruiniert …”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nando Castiglione.jpg|thumb|150px|right|Vater Nando bemüht sich um Freundlichkeit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angesprochene litt zwar sichtlich mit seinem Lieblingskind, aber konnte nur weiter die Hand der derart vom Schicksal Gestraften tätscheln. Diese hatte wieder genug Atem geschöpft, um sich in die nächste Wutphase zu stürzen. Unter Verwünschungen wurde - ganz wie erwartet - der Tisch umgeworfen, mit dem Schuh einen Glasbecher zertreten, beide Schuhe - aus Mangel an einem Fenster - gegen die Wand geworfen und - Sofia nickte leicht - zwei Kissen zerfetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater dauerte noch ein wenig an. [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] streuten im Verlauf beruhigende Informationen ein. Keinesfalls sei das [[Universität Methumis|Studium in Methumis]] gefährdet, selbstverständlich könne sie für eine kleine Zeit an den  Hof von [[Herzog von Methumis|Herzog]] [[Eolan IV. Berlînghan|Eolan]], falls es ihr gelänge, oder nach [[Vinsalt]] in die Kanzlei des [[Alessandro Silbertaler|Delegierten]], nein, es würden nicht sofort Kinder erwartet, ja, sie würde superior vermählt … und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich stellte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] zwei Fragen: &#039;&#039;“Wer ist dieser Darian eigentlich?”&#039;&#039; und &#039;&#039;“Wie ist die Munt geregelt?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätestens, als sie Punin hörte, sah sich die junge [[Almada]]ner Königshof. Die Eltern verschwiegen, dass der [[Orelano Deraccini|Vater]] Darians noch sehr rüstig war und keinesfalls in den kommenden 10 Jahren abtreten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. TRA 1046 BF - Im Palazzo Colombana, Urbasi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini]] faltete die Hände und starrte an die mit vergoldetem Stuck verzierte Decke. &#039;&#039;&amp;quot;[[Darian Deraccini|Darian]], ich bin mit meiner Geduld wirklich bald am Ende. Es scheint mir, Du willst die Bemühungen der Familie vorsätzlich unterwandern. Ja, [[Talagena Silbertaler]] mag eine... recht... eigensinnige Figur besitzen. Aber sie ist immerhin die Tochter deiner [[Sofia Silbertaler|künftigen Vorgesetzten]]. Vergiss nicht, dass Du [[Alvaro Deraccini|Onkel Alvaros]] Werk in der [[Silbertaler Bank]] fortführen wirst. Die Familie hat so viel in Deine Ausbildung investiert. Und der, durch die Vermählung einsetzende Friede zwischen den beiden Familien wird auch Dir zugute kommen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie und schaute Darian streng an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gylduria Deraccini.jpg|thumb|150px|left|Mutter Gylduria teilt die Entscheidung mit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] wirkte wie ein Fisch auf dem Lande, wie er so stand, schweißgebadet und nach Luft ringend. &#039;&#039;&amp;quot;Die Verlobung wird in wenigen Tagen von der [[Horanthe Barbero|Barbero]] vollzogen, die Heirat ist für den Tag der Treue nach Vollendung eines Götterlaufs angesetzt.&amp;quot;&#039;&#039;, Gylduria sah auf einige Dokumente auf ihrem Schreibpult und fügte hinzu &#039;&#039;&amp;quot;Wunderbar, Du darfst jetzt gehen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer dunklen Ecke des Studiolos stand eine in schwarz gekleidete Gestalt. Als sie aus dem Schatten trat, sah man einen Mann mit einem amüsierten Gesichtsausdruck. &#039;&#039;&amp;quot;Tante Gylduria, davon wird sich der Arme nie erholen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]]. Gylduria schaute ihn streng an, musste dann aber schmunzeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Giacobbo Deraccini.jpg|thumb|150px|right|Vetter Giacobbo hat wenig Mitleid.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in der Residenz seines Onkels [[Alvaro Deraccini|Alvaro]] saß Darian in Gedanken versunken in seinem Lesezimmer. &#039;&#039;´Ausgerechnet an Talagena verschachert. Wenn ich sie nur sehe, wie sie durch die Bank marschiert, wenn sie Ihre Mutter besucht... wahrscheinlich weiß sie nicht einmal, wer ich bin, dieses verzogene Stück.´&#039;&#039; Er seufzte und zog ein Buch von einem Beistelltisch. &#039;&#039;´Und dann auch noch inferior, so bin ich ihr ja in fast jeder Beziehung unterlegen.´&#039;&#039; Er wirkte wie ein tragisches Gemälde eines armen Dichters, der sein Leid beklagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 10. TRA 1046 BF - Ein erstes Treffen - unter Aufsicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] gar hübsch zurechtgemacht, einen zierlichen Schleier auf das lang frisierte Haar gelegt und ihre Füße in flache Sandalen geschnürt. Sie saß auf einer Bank, einen kleinen Korb an ihrer Seite und saß im Licht des Praiosauges, das aus den Tropfen der [[Kaskadengarten|Fontana di Fontargenna]] winzige Regenbögen hervorkitzelte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der in ihren Augen wenig beeindruckende [[Darian Deraccini|Darian]] zwischen den Fontänen auftauchte, riss sich die Studentin zusammen und lächelte tapfer. Hatte sie ihn nicht schon mal gesehen? Sie wusste allerdings wenigstens von ihrem [[Nando Castiglione|Vater]], dass er sie aus dem [[Palazzo Sathÿara]] beobachtete, wahrscheinlich wären noch mehr versammelt. Daher erhob sie sich und streckte dem etwas kleineren Mann die Hand hin, die eine deutliche, frische Schramme aufwies. Brav knickste sie. &#039;&#039;”Signor Darian, es freut mich außerordentlich, Eure Bekanntschaft zu machen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] war heute morgen von [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für dieses Treffen eingängig beraten und vorbereitet worden. Trotz ihrer Anstrengung hatte er nicht umhin gekonnt zu bemerken, dass auch ein wenig Spott in ihren Bemühungen gelegen hatte. Rein freundschaftlicher Natur, wie beide bemerkten, als er sie darauf ansprochen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Signora Talagena, die Freude ist ganz auf meiner Seite!&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und verbeugte sich tief vor ihr. Eine Hand hinter dem Rücken verriet, dass er ihr eine kleine Aufmerksamkeit mitgebracht hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini|Gylduria]] stand etwas abseits mit Giacobbo und Vitius. Sie kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können und fragte ihren Sohn: &#039;&#039;&amp;quot;Was hat er da hinter seinem Rücken?&amp;quot;&#039;&#039; [[Vitius Deraccini|Vitius]] schaute auch noch einmal genauer hin, bevor er seiner Mutter antwortete. &#039;&#039;&amp;quot;Es scheint mir, als sei es ein Blumengesteck für die Holde. Und das andere... ich denke, dass es eine [[Sikrami]] ist. Die weiblichen Silbertalers scheinen eine [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Schwäche zur Sikrami]] zu haben.&amp;quot;&#039;&#039; Von Giacobbo war ein Prusten zu vernehmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Vitius, sollte die Verbindung wegen Deiner Unreife scheitern, wirst Du bis an Dein Lebensende die Taubenschläge reinigen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria und schlug Vitius auf den Hinterkopf, bevor sie sich an [[Giacobbo Deraccini|Deraccini]] wandte. &#039;&#039;&amp;quot;Und Du höre auf zu lachen und ermutige Deinen Vetter nicht auch noch zu solchen Dingen.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zwölfen zum Dank bekamen [[Talagena Silbertaler|Talagena]] und [[Darian Deraccini|Darian]] von dem Geschehen in ihrem Rücken nichts mit. &#039;&#039;&amp;quot;Ich habe hier eine kleine Aufmerksamkeit für Euch...&amp;quot;&#039;&#039;, Darian zog das Blumengesteck und die Sikrami hinter seinem Rücken hervor und reichte es seiner zukünftigen Ehefrau.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Talagena nahm das kleine Gesteck und die kurze, würzige Wurst an. &#039;&#039;Irgendeine hinreichend gute Wendung, irgendeine. Ah ja.&#039;&#039;, dachte die so Beschenkte und fand etwas Geeignetes. &#039;&#039;”Ich sehe eine Verbindung der Gaben der [[Tsa|Jungen]] und der [[Travia|Gütigen]]. Die Blumen, Eure Verehrung für Eure … Versprochene, und die Sikrami als Zeichen Eurer Verbundenheit für Tradition und Land. Habt Dank! Und lasst mich erwidern, sobald wir uns gesetzt haben.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie nahmen auf der Bank Platz und Talagena öffnete das Körbchen, in der sie die Sikrami verstaute und dem sie vorsichtig erst ein Messerchen, dann einen kleinen Silberbecher und danach eine Art Brottaler entnahm. Beides fand seinen Platz auf dem Deckelchen. Sie überreichte den Taler, auf dessen einer Seite der Kopf [[Agreppo von Urbasi|Agreppos]] und auf der anderen Seite eine Taube aus filigranem Teiggeflecht gelegt war. Selbst hob sie das Becherchen, zögerte aber. Dann brach es aus ihr heraus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Bitte sagt, Signor, dass dies hier nur Pflicht ist und keine tieferen Gefühle Euer Herz bewegen.”&#039;&#039; Sie lief fast so rot an wie die zwei Schluck Wein in dem Becherchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian wurde zugleich heiß und kalt. Wie sollte er jetzt reagieren? Gab er zu, dass er nur wenig Interesse an der Vermählung hat, könnte dies alles für die Familien ruinieren. Stritt er es ab und tat so, als sei es sein tiefster Wunsch Talagena zu heiraten, wäre dies auch nicht sonderlich förderlich, sollte sie nicht mit der Heirat einverstanden sein. &#039;&#039;&amp;quot;Ich äh... Signora, versteht es nicht falsch. Es sind unsere Familien, die uns die Hochzeit vorbestimmt haben.&amp;quot;&#039;&#039; Krampfhaft versuchte er, in Talagenas Gesicht etwas abzulesen, dass ihm einen Hinweis auf ihre Einstellung zum Ganzen geben würde. &#039;&#039;&amp;quot;Ich glaube aber, dass ich ebenso... überrascht war, von der Vermählung zu hören, wie Ihr.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie drehte sich etwas weiter in Richtung Brunnen, den Rücken zum Palazzo. &#039;&#039;“Oh, Travia sei Dank. Ich bin froh dies zu vernehmen. Ihr müsst wissen, ich gedenke erst mein Studium zu beenden und nach der Herzogenschule vielleicht an einen Hof zu gehen. Dem Willen meiner Familie werde ich mich fügen, aber … Oh, Signor, lächelt weiter. Und brecht das alberne Brot. Dann trinken wir aus dem Becher. … aber ich mag mir erst das Reich ansehen und Karriere machen. Ihr seid doch schon so alt. Sicher werdet Ihr noch ein paar Götterläufe länger warten können, nicht wahr?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian schaute auf das Brot, brach es, nahm den Wein und sprach &#039;&#039;&amp;quot;Verzagt nicht, Talagena. Auch mich drängt es nicht zu sehr. Geht in die Welt und bestaunt die Wunder der Götter.&amp;quot;&#039;&#039; Darian hoffte, sich so eine kleine Galgenfrist zu erspielen. Von weitem sah er [[Gylduria Deraccini|seine Tante]], Vitius und Giacobbo auf der Rechten, die Delegation der [[Familie Silbertaler|Silbertalers]] zur Linken stehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm seiner Hand das Brotstück, biss hinein und hob es sogleich seinem Mund entgegen, damit er abbeiße. Nachdem er darauf einen Schluck Wein genommen hatte, trank sie vom dargereichten Becherchen ebenfalls. Ein uraltes Ritual, das doch beiden nun viel leichter fiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Dann vermählen wir uns auf den Wunsch unserer Familien hin in einem Götterlauf und gehen unserer Wege. Mutter sagte, Ihr wäret auch im Geldgeschäft? Was plant Ihr als freier Gatte?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm die Sikrami dem Körbchen, klappte den Deckel herunter und nahm das Messer in die verletzte Hand. Als sie ansetzte, für jeden ein Scheibchen abzuschneiden, verzog sie das Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Lasst mich das machen, Signora&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und nahm ihr das Messer aus der Hand, schnitt zwei Scheiben ab und reichte ihr eine. &#039;&#039;&amp;quot;Es stimmt, was Eure Mutter Euch berichtete, ich bin im Geldgeschäft. Ich werde die Aufgaben meines Onkels Alvaro in der Silbertaler Bank übernehmen. Ich war viele Jahre bei ihm in der Lehre. Wir trafen uns diverse Male in der Bank, als Ihr Eure Mutter besuchtet.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talagena zuckte bei der Berührung etwas zusammen, nahm aber die Scheibe entgegen. Um das Überlegen zu überspielen, aß sie die Sikrami. &#039;&#039;”Mit Fenchel. Eine gute Wahl.”&#039;&#039; Doch ihrem Gesicht war anzusehen, dass es ihr peinlich war, sich nicht an ihn erinnern zu können. &#039;&#039;”Das erklärt das Interesse an Euch. Und ich war wohl einfach die einzige junge Frau in heiratsfähigem Alter.”&#039;&#039; Sie seufzte. &#039;&#039;”Ich wünsche Euch wirklich viel Erfolg. War es schon stets Euer Wunsch, sich mit diesen Bankangelegenheiten zu beschäftigen?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;In der Tat. Ich habe mich schon immer für Zahlen und Finanzen interessiert. Mein Onkel Alvaro bot mir an, mich in seinem Fach zu unterweisen. Daher kam ich aus Punin, um bei ihm eine Ausbildung zu beginnen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und bemerkte Talagenas Zögern. &#039;&#039;&amp;quot;Aber sagt, was wollt Ihr an der [[Universität Methumis|Herzog-Eolan-Universität]] studieren?&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Punin, die Metropole Almadas.”&#039;&#039; Sie verdrehte träumerisch die Augen. &#039;&#039;“Mein Studium habe ich schon begonnen und das Trivium abgeschlossen. Das war allerdings knapp. Vater bezahlt mir die [[Herzogenschule der Universität Methumis|Herzogenschule]]. Mutter wollte natürlich, dass ich Recht und Zinsrechnung studiere, aber papà hat mich errettet. Es ist so wunderbar mit all den anderen Kommilitonen. Wir lernen, wie das Herzogtum, ja das Imperium aufgebaut ist, wie Politik im Inneren funktioniert, man mit anderen Staaten verhandelt und wir haben Debattierclubs. Mit dem Fechten tue ich mich schwer, aber dafür gehen mir [[Balestra]] und [[Balestrina]] gut von der Hand. Das sind viel zu wenige Stunden. Wirklich empörend.&amp;quot;&#039;&#039; Sie wurde wieder rot - diesmal vor Empörung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian könnte den Eindruck gewinnen, dass Diplomatie für eine Frau mit so wenig Selbstbeherrschung möglicherweise nicht der richtige Weg sein könnte. Doch was sollˋs, vielleicht erkannte er sich selbst wieder, als er in ihrem Alter war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Treffen der Eheleute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute</title>
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		<updated>2026-05-24T07:46:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* 4. TRA 1046 BF - Im Palazzo Colombana, Urbasi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. TRA 1046 BF - Fest der eingebrachten Früchte, [[Palazzo Silbertaler]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”HABT IHR ZU LANGE IN PRAIOS´ SCHEIN GESESSEN? IST EUCH DER VINO IN DIE SÄFTE GESCHOSSEN? ICH SOLL WAS? TRAVIABUND? MEIN STUDIUM! MEINE KARRIERE! MEIN TSATAG! ALLES RUNIERT! ICH WOLLTE AN DEN HOF! NUN WOLLT IHR MICH VERSCHACHERN!!! AN EINEN TAUGENICHTS! AN EINEN SCHREIBERLING! AN EINEN DERACCIIIINI!!! WIE KÖNNT IHR MIR DAS ANTUN?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsetzen, Wuttränen, Fassungslosigkeit… Der Gefühlswallungen waren gar zu viele. [[Talagena Silbertaler|Talagena]] sank nach Atem ringend auf das Sitzmöbel. &#039;&#039;“Ich … ich … Luft.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sofia Silbertaler(1).jpg|thumb|150px|left|Mutter Sofia bleibt streng und gelassen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Mutter [[Sofia Silbertaler|Sofia]] betrachtete das Schauspiel, erhob sich von ihrem Stuhl, trat zu ihrer Tochter und löste zwei Schnüre an deren Rücken, ging zu ihrem Platz an dem kleinen, altmodischen Tischchen zurück, nahm den Glasbecher, der einen Sprung hatte und inspizierte die Reste der alten Vase aus der Schreibstube, die vorsorglich nur mit einem hübschen Trockengesteck aus Ähren geschmückt worden war und deren Scherben nun in einer Ecke lagen. Sie kannte ihre Tochter und hatte den erwartbaren Schaden kalkuliert und minimiert. Als nächstes würden wohl die fadenscheinigen Kissen, die sie sich aus den Abstellkammern des [[Spiel- und Badehaus Belhancaris|Spiel- und Badehauses]] hatte kommen lassen, den Weg alles Derischen gehen. Ebenso wie der vermeintliche Wandbehang waren sie oberflächlich aufgehübscht worden. Sie warf ihrem [[Nando Castiglione|Gemahl]] einen Blick zu. Dieser setzte sich sogleich in Bewegung und nahm neben dem Töchterlein Platz und tätschelte das Händchen. &#039;&#039;“Na, na, mein Kind. Es ist doch alles halb so wil …”&#039;&#039; Weiter kam er nicht, die am morgigen Tage ihre Volljährigkeit Erreichende ging in ein Jammern und Wehklagen über. &#039;&#039;“Ma papà, ich bin noch so jung, das ganze Leben … ich wollte an den Hof … mamà hat so viel investiert … das Studium … Hausfrau? … ich kann doch keine domna werden … Oh, Schreck, nein, und Mutter? Kinder? Jetzt schon? Papà, mein ganzes Leben ist ruiniert …”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nando Castiglione.jpg|thumb|150px|right|Vater Nando bemüht sich um Freundlichkeit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angesprochene litt zwar sichtlich mit seinem Lieblingskind, aber konnte nur weiter die Hand der derart vom Schicksal Gestraften tätscheln. Diese hatte wieder genug Atem geschöpft, um sich in die nächste Wutphase zu stürzen. Unter Verwünschungen wurde - ganz wie erwartet - der Tisch umgeworfen, mit dem Schuh einen Glasbecher zertreten, beide Schuhe - aus Mangel an einem Fenster - gegen die Wand geworfen und - Sofia nickte leicht - zwei Kissen zerfetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater dauerte noch ein wenig an. [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] streuten im Verlauf beruhigende Informationen ein. Keinesfalls sei das [[Universität Methumis|Studium in Methumis]] gefährdet, selbstverständlich könne sie für eine kleine Zeit an den  Hof von [[Herzog von Methumis|Herzog]] [[Eolan IV. Berlînghan|Eolan]], falls es ihr gelänge, oder nach [[Vinsalt]] in die Kanzlei des [[Alessandro Silbertaler|Delegierten]], nein, es würden nicht sofort Kinder erwartet, ja, sie würde superior vermählt … und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich stellte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] zwei Fragen: &#039;&#039;“Wer ist dieser Darian eigentlich?”&#039;&#039; und &#039;&#039;“Wie ist die Munt geregelt?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätestens, als sie Punin hörte, sah sich die junge [[Almada]]ner Königshof. Die Eltern verschwiegen, dass der [[Orelano Deraccini|Vater]] Darians noch sehr rüstig war und keinesfalls in den kommenden 10 Jahren abtreten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. TRA 1046 BF - Im Palazzo Colombana, Urbasi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini]] faltete die Hände und starrte an die mit vergoldetem Stuck verzierte Decke. &#039;&#039;&amp;quot;[[Darian Deraccini|Darian]], ich bin mit meiner Geduld wirklich bald am Ende. Es scheint mir, Du willst die Bemühungen der Familie vorsätzlich unterwandern. Ja, [[Talagena Silbertaler]] mag eine... recht... eigensinnige Figur besitzen. Aber sie ist immerhin die Tochter deiner [[Sofia Silbertaler|künftigen Vorgesetzten]]. Vergiss nicht, dass Du [[Alvaro Deraccini|Onkel Alvaros]] Werk in der [[Silbertaler Bank]] fortführen wirst. Die Familie hat so viel in Deine Ausbildung investiert. Und der, durch die Vermählung einsetzende Friede zwischen den beiden Familien wird auch Dir zugute kommen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie und schaute Darian streng an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gylduria Deraccini.jpg|thumb|150px|left|Mutter Gylduria teilt die Entscheidung mit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] wirkte wie ein Fisch auf dem Lande, wie er so stand, schweißgebadet und nach Luft ringend. &#039;&#039;&amp;quot;Die Verlobung wird in wenigen Tagen von der [[Horanthe Barbero|Barbero]] vollzogen, die Heirat ist für den Tag der Treue nach Vollendung eines Götterlaufs angesetzt.&amp;quot;&#039;&#039;, Gylduria sah auf einige Dokumente auf ihrem Schreibpult und fügte hinzu &#039;&#039;&amp;quot;Wunderbar, Du darfst jetzt gehen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer dunklen Ecke des Studiolos stand eine in schwarz gekleidete Gestalt. Als sie aus dem Schatten trat, sah man einen Mann mit einem amüsierten Gesichtsausdruck. &#039;&#039;&amp;quot;Tante Gylduria, davon wird sich der Arme nie erholen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]]. Gylduria schaute ihn streng an, musste dann aber schmunzeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Giacobbo Deraccini.jpg|thumb|150px|right|Vetter Giacobbo hat ein wenig Mitleid.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in der Residenz seines Onkels [[Alvaro Deraccini|Alvaro]] saß Darian in Gedanken versunken in seinem Lesezimmer. &#039;&#039;´Ausgerechnet an Talagena verschachert. Wenn ich sie nur sehe, wie sie durch die Bank marschiert, wenn sie Ihre Mutter besucht... wahrscheinlich weiß sie nicht einmal, wer ich bin, dieses verzogene Stück.´&#039;&#039; Er seufzte und zog ein Buch von einem Beistelltisch. &#039;&#039;´Und dann auch noch inferior, so bin ich ihr ja in fast jeder Beziehung unterlegen.´&#039;&#039; Er wirkte wie ein tragisches Gemälde eines armen Dichters, der sein Leid beklagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 10. TRA 1046 BF - Ein erstes Treffen - unter Aufsicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] gar hübsch zurechtgemacht, einen zierlichen Schleier auf das lang frisierte Haar gelegt und ihre Füße in flache Sandalen geschnürt. Sie saß auf einer Bank, einen kleinen Korb an ihrer Seite und saß im Licht des Praiosauges, das aus den Tropfen der [[Kaskadengarten|Fontana di Fontargenna]] winzige Regenbögen hervorkitzelte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der in ihren Augen wenig beeindruckende [[Darian Deraccini|Darian]] zwischen den Fontänen auftauchte, riss sich die Studentin zusammen und lächelte tapfer. Hatte sie ihn nicht schon mal gesehen? Sie wusste allerdings wenigstens von ihrem [[Nando Castiglione|Vater]], dass er sie aus dem [[Palazzo Sathÿara]] beobachtete, wahrscheinlich wären noch mehr versammelt. Daher erhob sie sich und streckte dem etwas kleineren Mann die Hand hin, die eine deutliche, frische Schramme aufwies. Brav knickste sie. &#039;&#039;”Signor Darian, es freut mich außerordentlich, Eure Bekanntschaft zu machen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] war heute morgen von [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für dieses Treffen eingängig beraten und vorbereitet worden. Trotz ihrer Anstrengung hatte er nicht umhin gekonnt zu bemerken, dass auch ein wenig Spott in ihren Bemühungen gelegen hatte. Rein freundschaftlicher Natur, wie beide bemerkten, als er sie darauf ansprochen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Signora Talagena, die Freude ist ganz auf meiner Seite!&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und verbeugte sich tief vor ihr. Eine Hand hinter dem Rücken verriet, dass er ihr eine kleine Aufmerksamkeit mitgebracht hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini|Gylduria]] stand etwas abseits mit Giacobbo und Vitius. Sie kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können und fragte ihren Sohn: &#039;&#039;&amp;quot;Was hat er da hinter seinem Rücken?&amp;quot;&#039;&#039; [[Vitius Deraccini|Vitius]] schaute auch noch einmal genauer hin, bevor er seiner Mutter antwortete. &#039;&#039;&amp;quot;Es scheint mir, als sei es ein Blumengesteck für die Holde. Und das andere... ich denke, dass es eine [[Sikrami]] ist. Die weiblichen Silbertalers scheinen eine [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Schwäche zur Sikrami]] zu haben.&amp;quot;&#039;&#039; Von Giacobbo war ein Prusten zu vernehmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Vitius, sollte die Verbindung wegen Deiner Unreife scheitern, wirst Du bis an Dein Lebensende die Taubenschläge reinigen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria und schlug Vitius auf den Hinterkopf, bevor sie sich an [[Giacobbo Deraccini|Deraccini]] wandte. &#039;&#039;&amp;quot;Und Du höre auf zu lachen und ermutige Deinen Vetter nicht auch noch zu solchen Dingen.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zwölfen zum Dank bekamen [[Talagena Silbertaler|Talagena]] und [[Darian Deraccini|Darian]] von dem Geschehen in ihrem Rücken nichts mit. &#039;&#039;&amp;quot;Ich habe hier eine kleine Aufmerksamkeit für Euch...&amp;quot;&#039;&#039;, Darian zog das Blumengesteck und die Sikrami hinter seinem Rücken hervor und reichte es seiner zukünftigen Ehefrau.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Talagena nahm das kleine Gesteck und die kurze, würzige Wurst an. &#039;&#039;Irgendeine hinreichend gute Wendung, irgendeine. Ah ja.&#039;&#039;, dachte die so Beschenkte und fand etwas Geeignetes. &#039;&#039;”Ich sehe eine Verbindung der Gaben der [[Tsa|Jungen]] und der [[Travia|Gütigen]]. Die Blumen, Eure Verehrung für Eure … Versprochene, und die Sikrami als Zeichen Eurer Verbundenheit für Tradition und Land. Habt Dank! Und lasst mich erwidern, sobald wir uns gesetzt haben.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie nahmen auf der Bank Platz und Talagena öffnete das Körbchen, in der sie die Sikrami verstaute und dem sie vorsichtig erst ein Messerchen, dann einen kleinen Silberbecher und danach eine Art Brottaler entnahm. Beides fand seinen Platz auf dem Deckelchen. Sie überreichte den Taler, auf dessen einer Seite der Kopf [[Agreppo von Urbasi|Agreppos]] und auf der anderen Seite eine Taube aus filigranem Teiggeflecht gelegt war. Selbst hob sie das Becherchen, zögerte aber. Dann brach es aus ihr heraus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Bitte sagt, Signor, dass dies hier nur Pflicht ist und keine tieferen Gefühle Euer Herz bewegen.”&#039;&#039; Sie lief fast so rot an wie die zwei Schluck Wein in dem Becherchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian wurde zugleich heiß und kalt. Wie sollte er jetzt reagieren? Gab er zu, dass er nur wenig Interesse an der Vermählung hat, könnte dies alles für die Familien ruinieren. Stritt er es ab und tat so, als sei es sein tiefster Wunsch Talagena zu heiraten, wäre dies auch nicht sonderlich förderlich, sollte sie nicht mit der Heirat einverstanden sein. &#039;&#039;&amp;quot;Ich äh... Signora, versteht es nicht falsch. Es sind unsere Familien, die uns die Hochzeit vorbestimmt haben.&amp;quot;&#039;&#039; Krampfhaft versuchte er, in Talagenas Gesicht etwas abzulesen, dass ihm einen Hinweis auf ihre Einstellung zum Ganzen geben würde. &#039;&#039;&amp;quot;Ich glaube aber, dass ich ebenso... überrascht war, von der Vermählung zu hören, wie Ihr.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie drehte sich etwas weiter in Richtung Brunnen, den Rücken zum Palazzo. &#039;&#039;“Oh, Travia sei Dank. Ich bin froh dies zu vernehmen. Ihr müsst wissen, ich gedenke erst mein Studium zu beenden und nach der Herzogenschule vielleicht an einen Hof zu gehen. Dem Willen meiner Familie werde ich mich fügen, aber … Oh, Signor, lächelt weiter. Und brecht das alberne Brot. Dann trinken wir aus dem Becher. … aber ich mag mir erst das Reich ansehen und Karriere machen. Ihr seid doch schon so alt. Sicher werdet Ihr noch ein paar Götterläufe länger warten können, nicht wahr?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian schaute auf das Brot, brach es, nahm den Wein und sprach &#039;&#039;&amp;quot;Verzagt nicht, Talagena. Auch mich drängt es nicht zu sehr. Geht in die Welt und bestaunt die Wunder der Götter.&amp;quot;&#039;&#039; Darian hoffte, sich so eine kleine Galgenfrist zu erspielen. Von weitem sah er [[Gylduria Deraccini|seine Tante]], Vitius und Giacobbo auf der Rechten, die Delegation der [[Familie Silbertaler|Silbertalers]] zur Linken stehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm seiner Hand das Brotstück, biss hinein und hob es sogleich seinem Mund entgegen, damit er abbeiße. Nachdem er darauf einen Schluck Wein genommen hatte, trank sie vom dargereichten Becherchen ebenfalls. Ein uraltes Ritual, das doch beiden nun viel leichter fiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Dann vermählen wir uns auf den Wunsch unserer Familien hin in einem Götterlauf und gehen unserer Wege. Mutter sagte, Ihr wäret auch im Geldgeschäft? Was plant Ihr als freier Gatte?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm die Sikrami dem Körbchen, klappte den Deckel herunter und nahm das Messer in die verletzte Hand. Als sie ansetzte, für jeden ein Scheibchen abzuschneiden, verzog sie das Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Lasst mich das machen, Signora&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und nahm ihr das Messer aus der Hand, schnitt zwei Scheiben ab und reichte ihr eine. &#039;&#039;&amp;quot;Es stimmt, was Eure Mutter Euch berichtete, ich bin im Geldgeschäft. Ich werde die Aufgaben meines Onkels Alvaro in der Silbertaler Bank übernehmen. Ich war viele Jahre bei ihm in der Lehre. Wir trafen uns diverse Male in der Bank, als Ihr Eure Mutter besuchtet.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talagena zuckte bei der Berührung etwas zusammen, nahm aber die Scheibe entgegen. Um das Überlegen zu überspielen, aß sie die Sikrami. &#039;&#039;”Mit Fenchel. Eine gute Wahl.”&#039;&#039; Doch ihrem Gesicht war anzusehen, dass es ihr peinlich war, sich nicht an ihn erinnern zu können. &#039;&#039;”Das erklärt das Interesse an Euch. Und ich war wohl einfach die einzige junge Frau in heiratsfähigem Alter.”&#039;&#039; Sie seufzte. &#039;&#039;”Ich wünsche Euch wirklich viel Erfolg. War es schon stets Euer Wunsch, sich mit diesen Bankangelegenheiten zu beschäftigen?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;In der Tat. Ich habe mich schon immer für Zahlen und Finanzen interessiert. Mein Onkel Alvaro bot mir an, mich in seinem Fach zu unterweisen. Daher kam ich aus Punin, um bei ihm eine Ausbildung zu beginnen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und bemerkte Talagenas Zögern. &#039;&#039;&amp;quot;Aber sagt, was wollt Ihr an der [[Universität Methumis|Herzog-Eolan-Universität]] studieren?&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Punin, die Metropole Almadas.”&#039;&#039; Sie verdrehte träumerisch die Augen. &#039;&#039;“Mein Studium habe ich schon begonnen und das Trivium abgeschlossen. Das war allerdings knapp. Vater bezahlt mir die [[Herzogenschule der Universität Methumis|Herzogenschule]]. Mutter wollte natürlich, dass ich Recht und Zinsrechnung studiere, aber papà hat mich errettet. Es ist so wunderbar mit all den anderen Kommilitonen. Wir lernen, wie das Herzogtum, ja das Imperium aufgebaut ist, wie Politik im Inneren funktioniert, man mit anderen Staaten verhandelt und wir haben Debattierclubs. Mit dem Fechten tue ich mich schwer, aber dafür gehen mir [[Balestra]] und [[Balestrina]] gut von der Hand. Das sind viel zu wenige Stunden. Wirklich empörend.&amp;quot;&#039;&#039; Sie wurde wieder rot - diesmal vor Empörung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian könnte den Eindruck gewinnen, dass Diplomatie für eine Frau mit so wenig Selbstbeherrschung möglicherweise nicht der richtige Weg sein könnte. Doch was sollˋs, vielleicht erkannte er sich selbst wieder, als er in ihrem Alter war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Treffen der Eheleute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1283339</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1283339"/>
		<updated>2026-05-24T07:41:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* 1. TRA 1046 BF - Fest der eingebrachten Früchte, Palazzo Silbertaler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. TRA 1046 BF - Fest der eingebrachten Früchte, [[Palazzo Silbertaler]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”HABT IHR ZU LANGE IN PRAIOS´ SCHEIN GESESSEN? IST EUCH DER VINO IN DIE SÄFTE GESCHOSSEN? ICH SOLL WAS? TRAVIABUND? MEIN STUDIUM! MEINE KARRIERE! MEIN TSATAG! ALLES RUNIERT! ICH WOLLTE AN DEN HOF! NUN WOLLT IHR MICH VERSCHACHERN!!! AN EINEN TAUGENICHTS! AN EINEN SCHREIBERLING! AN EINEN DERACCIIIINI!!! WIE KÖNNT IHR MIR DAS ANTUN?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsetzen, Wuttränen, Fassungslosigkeit… Der Gefühlswallungen waren gar zu viele. [[Talagena Silbertaler|Talagena]] sank nach Atem ringend auf das Sitzmöbel. &#039;&#039;“Ich … ich … Luft.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sofia Silbertaler(1).jpg|thumb|150px|left|Mutter Sofia bleibt streng und gelassen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Mutter [[Sofia Silbertaler|Sofia]] betrachtete das Schauspiel, erhob sich von ihrem Stuhl, trat zu ihrer Tochter und löste zwei Schnüre an deren Rücken, ging zu ihrem Platz an dem kleinen, altmodischen Tischchen zurück, nahm den Glasbecher, der einen Sprung hatte und inspizierte die Reste der alten Vase aus der Schreibstube, die vorsorglich nur mit einem hübschen Trockengesteck aus Ähren geschmückt worden war und deren Scherben nun in einer Ecke lagen. Sie kannte ihre Tochter und hatte den erwartbaren Schaden kalkuliert und minimiert. Als nächstes würden wohl die fadenscheinigen Kissen, die sie sich aus den Abstellkammern des [[Spiel- und Badehaus Belhancaris|Spiel- und Badehauses]] hatte kommen lassen, den Weg alles Derischen gehen. Ebenso wie der vermeintliche Wandbehang waren sie oberflächlich aufgehübscht worden. Sie warf ihrem [[Nando Castiglione|Gemahl]] einen Blick zu. Dieser setzte sich sogleich in Bewegung und nahm neben dem Töchterlein Platz und tätschelte das Händchen. &#039;&#039;“Na, na, mein Kind. Es ist doch alles halb so wil …”&#039;&#039; Weiter kam er nicht, die am morgigen Tage ihre Volljährigkeit Erreichende ging in ein Jammern und Wehklagen über. &#039;&#039;“Ma papà, ich bin noch so jung, das ganze Leben … ich wollte an den Hof … mamà hat so viel investiert … das Studium … Hausfrau? … ich kann doch keine domna werden … Oh, Schreck, nein, und Mutter? Kinder? Jetzt schon? Papà, mein ganzes Leben ist ruiniert …”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nando Castiglione.jpg|thumb|150px|right|Vater Nando bemüht sich um Freundlichkeit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Angesprochene litt zwar sichtlich mit seinem Lieblingskind, aber konnte nur weiter die Hand der derart vom Schicksal Gestraften tätscheln. Diese hatte wieder genug Atem geschöpft, um sich in die nächste Wutphase zu stürzen. Unter Verwünschungen wurde - ganz wie erwartet - der Tisch umgeworfen, mit dem Schuh einen Glasbecher zertreten, beide Schuhe - aus Mangel an einem Fenster - gegen die Wand geworfen und - Sofia nickte leicht - zwei Kissen zerfetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater dauerte noch ein wenig an. [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] streuten im Verlauf beruhigende Informationen ein. Keinesfalls sei das [[Universität Methumis|Studium in Methumis]] gefährdet, selbstverständlich könne sie für eine kleine Zeit an den  Hof von [[Herzog von Methumis|Herzog]] [[Eolan IV. Berlînghan|Eolan]], falls es ihr gelänge, oder nach [[Vinsalt]] in die Kanzlei des [[Alessandro Silbertaler|Delegierten]], nein, es würden nicht sofort Kinder erwartet, ja, sie würde superior vermählt … und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich stellte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] zwei Fragen: &#039;&#039;“Wer ist dieser Darian eigentlich?”&#039;&#039; und &#039;&#039;“Wie ist die Munt geregelt?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätestens, als sie Punin hörte, sah sich die junge [[Almada]]ner Königshof. Die Eltern verschwiegen, dass der [[Orelano Deraccini|Vater]] Darians noch sehr rüstig war und keinesfalls in den kommenden 10 Jahren abtreten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. TRA 1046 BF - Im Palazzo Colombana, Urbasi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini]] faltete die Hände und starrte an die mit vergoldetem Stuck verzierte Decke. &#039;&#039;&amp;quot;[[Darian Deraccini|Darian]], ich bin mit meiner Geduld wirklich bald am Ende. Es scheint mir, Du willst die Bemühungen der Familie vorsätzlich unterwandern. Ja, [[Talagena Silbertaler]] mag eine... recht... eigensinnige Figur besitzen. Aber sie ist immerhin die Tochter deiner [[Sofia Silbertaler|künftigen Vorgesetzten]]. Vergiss nicht, dass Du [[Alvaro Deraccini|Onkel Alvaros]] Werk in der [[Silbertaler Bank]] fortführen wirst. Die Familie hat so viel in Deine Ausbildung investiert. Und der, durch die Vermählung einsetzende Friede zwischen den beiden Familien wird auch Dir zugute kommen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie und schaute Darian streng an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] wirkte wie ein Fisch auf dem Lande, wie er so stand, schweißgebadet und nach Luft ringend. &#039;&#039;&amp;quot;Die Verlobung wird in wenigen Tagen von der [[Horanthe Barbero|Barbero]] vollzogen, die Heirat ist für den Tag der Treue nach Vollendung eines Götterlaufs angesetzt.&amp;quot;&#039;&#039;, Gylduria sah auf einige Dokumente auf ihrem Schreibpult und fügte hinzu &#039;&#039;&amp;quot;Wunderbar, Du darfst jetzt gehen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer dunklen Ecke des Studiolos stand eine in schwarz gekleidete Gestalt. Als sie aus dem Schatten trat, sah man einen Mann mit einem amüsierten Gesichtsausdruck. &#039;&#039;&amp;quot;Tante Gylduria, davon wird sich der Arme nie erholen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]]. Gylduria schaute ihn streng an, musste dann aber schmunzeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in der Residenz seines Onkels [[Alvaro Deraccini|Alvaro]] saß Darian in Gedanken versunken in seinem Lesezimmer. &#039;&#039;´Ausgerechnet an Talagena verschachert. Wenn ich sie nur sehe, wie sie durch die Bank marschiert, wenn sie Ihre Mutter besucht... wahrscheinlich weiß sie nicht einmal, wer ich bin, dieses verzogene Stück.´&#039;&#039; Er seufzte und zog ein Buch von einem Beistelltisch. &#039;&#039;´Und dann auch noch inferior, so bin ich ihr ja in fast jeder Beziehung unterlegen.´&#039;&#039; Er wirkte wie ein tragisches Gemälde eines armen Dichters, der sein Leid beklagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 10. TRA 1046 BF - Ein erstes Treffen - unter Aufsicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] gar hübsch zurechtgemacht, einen zierlichen Schleier auf das lang frisierte Haar gelegt und ihre Füße in flache Sandalen geschnürt. Sie saß auf einer Bank, einen kleinen Korb an ihrer Seite und saß im Licht des Praiosauges, das aus den Tropfen der [[Kaskadengarten|Fontana di Fontargenna]] winzige Regenbögen hervorkitzelte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der in ihren Augen wenig beeindruckende [[Darian Deraccini|Darian]] zwischen den Fontänen auftauchte, riss sich die Studentin zusammen und lächelte tapfer. Hatte sie ihn nicht schon mal gesehen? Sie wusste allerdings wenigstens von ihrem [[Nando Castiglione|Vater]], dass er sie aus dem [[Palazzo Sathÿara]] beobachtete, wahrscheinlich wären noch mehr versammelt. Daher erhob sie sich und streckte dem etwas kleineren Mann die Hand hin, die eine deutliche, frische Schramme aufwies. Brav knickste sie. &#039;&#039;”Signor Darian, es freut mich außerordentlich, Eure Bekanntschaft zu machen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] war heute morgen von [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für dieses Treffen eingängig beraten und vorbereitet worden. Trotz ihrer Anstrengung hatte er nicht umhin gekonnt zu bemerken, dass auch ein wenig Spott in ihren Bemühungen gelegen hatte. Rein freundschaftlicher Natur, wie beide bemerkten, als er sie darauf ansprochen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Signora Talagena, die Freude ist ganz auf meiner Seite!&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und verbeugte sich tief vor ihr. Eine Hand hinter dem Rücken verriet, dass er ihr eine kleine Aufmerksamkeit mitgebracht hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini|Gylduria]] stand etwas abseits mit Giacobbo und Vitius. Sie kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können und fragte ihren Sohn: &#039;&#039;&amp;quot;Was hat er da hinter seinem Rücken?&amp;quot;&#039;&#039; [[Vitius Deraccini|Vitius]] schaute auch noch einmal genauer hin, bevor er seiner Mutter antwortete. &#039;&#039;&amp;quot;Es scheint mir, als sei es ein Blumengesteck für die Holde. Und das andere... ich denke, dass es eine [[Sikrami]] ist. Die weiblichen Silbertalers scheinen eine [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Schwäche zur Sikrami]] zu haben.&amp;quot;&#039;&#039; Von Giacobbo war ein Prusten zu vernehmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Vitius, sollte die Verbindung wegen Deiner Unreife scheitern, wirst Du bis an Dein Lebensende die Taubenschläge reinigen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria und schlug Vitius auf den Hinterkopf, bevor sie sich an [[Giacobbo Deraccini|Deraccini]] wandte. &#039;&#039;&amp;quot;Und Du höre auf zu lachen und ermutige Deinen Vetter nicht auch noch zu solchen Dingen.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zwölfen zum Dank bekamen [[Talagena Silbertaler|Talagena]] und [[Darian Deraccini|Darian]] von dem Geschehen in ihrem Rücken nichts mit. &#039;&#039;&amp;quot;Ich habe hier eine kleine Aufmerksamkeit für Euch...&amp;quot;&#039;&#039;, Darian zog das Blumengesteck und die Sikrami hinter seinem Rücken hervor und reichte es seiner zukünftigen Ehefrau.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Talagena nahm das kleine Gesteck und die kurze, würzige Wurst an. &#039;&#039;Irgendeine hinreichend gute Wendung, irgendeine. Ah ja.&#039;&#039;, dachte die so Beschenkte und fand etwas Geeignetes. &#039;&#039;”Ich sehe eine Verbindung der Gaben der [[Tsa|Jungen]] und der [[Travia|Gütigen]]. Die Blumen, Eure Verehrung für Eure … Versprochene, und die Sikrami als Zeichen Eurer Verbundenheit für Tradition und Land. Habt Dank! Und lasst mich erwidern, sobald wir uns gesetzt haben.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie nahmen auf der Bank Platz und Talagena öffnete das Körbchen, in der sie die Sikrami verstaute und dem sie vorsichtig erst ein Messerchen, dann einen kleinen Silberbecher und danach eine Art Brottaler entnahm. Beides fand seinen Platz auf dem Deckelchen. Sie überreichte den Taler, auf dessen einer Seite der Kopf [[Agreppo von Urbasi|Agreppos]] und auf der anderen Seite eine Taube aus filigranem Teiggeflecht gelegt war. Selbst hob sie das Becherchen, zögerte aber. Dann brach es aus ihr heraus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Bitte sagt, Signor, dass dies hier nur Pflicht ist und keine tieferen Gefühle Euer Herz bewegen.”&#039;&#039; Sie lief fast so rot an wie die zwei Schluck Wein in dem Becherchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian wurde zugleich heiß und kalt. Wie sollte er jetzt reagieren? Gab er zu, dass er nur wenig Interesse an der Vermählung hat, könnte dies alles für die Familien ruinieren. Stritt er es ab und tat so, als sei es sein tiefster Wunsch Talagena zu heiraten, wäre dies auch nicht sonderlich förderlich, sollte sie nicht mit der Heirat einverstanden sein. &#039;&#039;&amp;quot;Ich äh... Signora, versteht es nicht falsch. Es sind unsere Familien, die uns die Hochzeit vorbestimmt haben.&amp;quot;&#039;&#039; Krampfhaft versuchte er, in Talagenas Gesicht etwas abzulesen, dass ihm einen Hinweis auf ihre Einstellung zum Ganzen geben würde. &#039;&#039;&amp;quot;Ich glaube aber, dass ich ebenso... überrascht war, von der Vermählung zu hören, wie Ihr.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie drehte sich etwas weiter in Richtung Brunnen, den Rücken zum Palazzo. &#039;&#039;“Oh, Travia sei Dank. Ich bin froh dies zu vernehmen. Ihr müsst wissen, ich gedenke erst mein Studium zu beenden und nach der Herzogenschule vielleicht an einen Hof zu gehen. Dem Willen meiner Familie werde ich mich fügen, aber … Oh, Signor, lächelt weiter. Und brecht das alberne Brot. Dann trinken wir aus dem Becher. … aber ich mag mir erst das Reich ansehen und Karriere machen. Ihr seid doch schon so alt. Sicher werdet Ihr noch ein paar Götterläufe länger warten können, nicht wahr?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian schaute auf das Brot, brach es, nahm den Wein und sprach &#039;&#039;&amp;quot;Verzagt nicht, Talagena. Auch mich drängt es nicht zu sehr. Geht in die Welt und bestaunt die Wunder der Götter.&amp;quot;&#039;&#039; Darian hoffte, sich so eine kleine Galgenfrist zu erspielen. Von weitem sah er [[Gylduria Deraccini|seine Tante]], Vitius und Giacobbo auf der Rechten, die Delegation der [[Familie Silbertaler|Silbertalers]] zur Linken stehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm seiner Hand das Brotstück, biss hinein und hob es sogleich seinem Mund entgegen, damit er abbeiße. Nachdem er darauf einen Schluck Wein genommen hatte, trank sie vom dargereichten Becherchen ebenfalls. Ein uraltes Ritual, das doch beiden nun viel leichter fiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Dann vermählen wir uns auf den Wunsch unserer Familien hin in einem Götterlauf und gehen unserer Wege. Mutter sagte, Ihr wäret auch im Geldgeschäft? Was plant Ihr als freier Gatte?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm die Sikrami dem Körbchen, klappte den Deckel herunter und nahm das Messer in die verletzte Hand. Als sie ansetzte, für jeden ein Scheibchen abzuschneiden, verzog sie das Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Lasst mich das machen, Signora&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und nahm ihr das Messer aus der Hand, schnitt zwei Scheiben ab und reichte ihr eine. &#039;&#039;&amp;quot;Es stimmt, was Eure Mutter Euch berichtete, ich bin im Geldgeschäft. Ich werde die Aufgaben meines Onkels Alvaro in der Silbertaler Bank übernehmen. Ich war viele Jahre bei ihm in der Lehre. Wir trafen uns diverse Male in der Bank, als Ihr Eure Mutter besuchtet.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talagena zuckte bei der Berührung etwas zusammen, nahm aber die Scheibe entgegen. Um das Überlegen zu überspielen, aß sie die Sikrami. &#039;&#039;”Mit Fenchel. Eine gute Wahl.”&#039;&#039; Doch ihrem Gesicht war anzusehen, dass es ihr peinlich war, sich nicht an ihn erinnern zu können. &#039;&#039;”Das erklärt das Interesse an Euch. Und ich war wohl einfach die einzige junge Frau in heiratsfähigem Alter.”&#039;&#039; Sie seufzte. &#039;&#039;”Ich wünsche Euch wirklich viel Erfolg. War es schon stets Euer Wunsch, sich mit diesen Bankangelegenheiten zu beschäftigen?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;In der Tat. Ich habe mich schon immer für Zahlen und Finanzen interessiert. Mein Onkel Alvaro bot mir an, mich in seinem Fach zu unterweisen. Daher kam ich aus Punin, um bei ihm eine Ausbildung zu beginnen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und bemerkte Talagenas Zögern. &#039;&#039;&amp;quot;Aber sagt, was wollt Ihr an der [[Universität Methumis|Herzog-Eolan-Universität]] studieren?&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Punin, die Metropole Almadas.”&#039;&#039; Sie verdrehte träumerisch die Augen. &#039;&#039;“Mein Studium habe ich schon begonnen und das Trivium abgeschlossen. Das war allerdings knapp. Vater bezahlt mir die [[Herzogenschule der Universität Methumis|Herzogenschule]]. Mutter wollte natürlich, dass ich Recht und Zinsrechnung studiere, aber papà hat mich errettet. Es ist so wunderbar mit all den anderen Kommilitonen. Wir lernen, wie das Herzogtum, ja das Imperium aufgebaut ist, wie Politik im Inneren funktioniert, man mit anderen Staaten verhandelt und wir haben Debattierclubs. Mit dem Fechten tue ich mich schwer, aber dafür gehen mir [[Balestra]] und [[Balestrina]] gut von der Hand. Das sind viel zu wenige Stunden. Wirklich empörend.&amp;quot;&#039;&#039; Sie wurde wieder rot - diesmal vor Empörung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian könnte den Eindruck gewinnen, dass Diplomatie für eine Frau mit so wenig Selbstbeherrschung möglicherweise nicht der richtige Weg sein könnte. Doch was sollˋs, vielleicht erkannte er sich selbst wieder, als er in ihrem Alter war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Treffen der Eheleute]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;

Kategorie:BankhausKategorie:ArchitekturKategorie:Briefspiel in UrbasiKategorie:Urbasi&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankhaus]][[Kategorie:Architektur]][[Kategorie:Briefspiel in Urbasi]][[Kategorie:Urbasi]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträt (ChatGPT)]][[Kategorie:Familie d&#039;Antara]]´[[Kategorie:Familie Silbertaler]][[Kategorie:Briefspiel in Urbasi]][[Kategorie:Briefspiel]][[Kategorie:Briefspiel in Efferdas]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portrait]][[Kategorie:Familie d&#039;Antara]]´[[Kategorie:Familie Silbertaler]][[Kategorie:Briefspiel in Urbasi]][[Kategorie:Briefspiel]][[Kategorie:Briefspiel in Efferdas]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portrait]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträt (ChatGPT)]][[Kategorie:Porträt]][[Kategorie:Bankhaus]][[Kategorie:Architektur]][[Kategorie:Familie Silbertaler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;&amp;lt;ChatGPT&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wappen]][[Kategorie:Familie Silbertaler]][[Kategorie:Adel]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
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		<title>Datei:Empfangsraum der Directora Sofia Silbertaler.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: ChatGPT&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
ChatGPT&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Familie_Silbertaler&amp;diff=1283226</id>
		<title>Familie Silbertaler</title>
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		<updated>2026-05-14T07:32:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;text-align:center; margin-bottom:5px;&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{{Registerkarte|Link=Familie Silbertaler|Verweis=Familie Silbertaler|Initial=F|Rest=amilie Silbertaler}}&lt;br /&gt;
{{Registerkarte|Link=Stammbaum der Familie Silbertaler|Verweis=Stammbaum|Initial=S|Rest=tammbaum}}&lt;br /&gt;
{{Registerkarte|Link=Palazzo Silbertaler|Verweis=Palazzo|Initial=P|Rest=alazzo}}&lt;br /&gt;
{{Registerkarte|Link=Hotel Silbertaler|Verweis=Hotel Silbertaler|Initial=H|Rest=otel Silbertaler}}&lt;br /&gt;
{{Registerkarte|Link=Spiel- und Badehaus Belhancaris|Verweis=Spiel- und Badehaus|Initial=S|Rest=piel- und Badehaus}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border-bottom:1px solid #B0B0B0&amp;quot; width=&amp;quot;3000&amp;quot; | &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{FamilieBK&lt;br /&gt;
|Wappen=Sparren über Silbertaler &amp;lt;small&amp;gt;(mit dem Kopf des [[Agreppo von Urbasi|Hl. Agreppo]])&amp;lt;/small&amp;gt; in Silber auf Grün&lt;br /&gt;
|Emblem=&lt;br /&gt;
|Wahlspruch=Recte semper&lt;br /&gt;
|Herkunft=altes [[urbasi]]sches [[Patriziat]], gesichert seit der Rohalszeit, der Name verweist aufs umgebende [[Silbertal]]&lt;br /&gt;
|Stammsitz=Palazzo Silbertaler in [[Magistralia]]&lt;br /&gt;
|Schutzpatrone=verschiedene &amp;lt;small&amp;gt;(oft abhängig davon, in welchem Kult man gerade eigene Familienmitglieder untergebracht hat)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Oberhaupt=[[Azzo Silbertaler d.J.|Azzo der Jüngere]] ([[Baronet]], Hotelier)&lt;br /&gt;
|Mitglieder=[[Sofia Silbertaler|Sofia]] (Directorin der [[Silbertaler Bank]]), [[Irinja Silbertaler|Irinja]] (Leiterin des Spiel- und Badehauses), [[Alessandro Silbertaler|Alessandro]] (Delegierter Urbasis im [[Abgeordnete_im_Kronkonvent|Kronkonvent]]&lt;br /&gt;
|Ahnen=[[Azzo Silbertaler d.Ä.|Azzo der Ältere]], [[Curano Silbertaler|Curano]] und [[Prajane Silbertaler|Prajane]] (allesamt [[Gonfaloniere Urbasis|Gonfalonieri]]), [[Belhancaris Silbertaler|Belhancaris]] (Gründerin des Spielhauses)&lt;br /&gt;
|Größe=Mittel (aktuell: 20 Mitglieder)&lt;br /&gt;
|Einfluss=ansehnlich&lt;br /&gt;
|Parteiung=Loyalisten&lt;br /&gt;
|Domänen=[[Hotel Silbertaler]], [[Spiel- und Badehaus Belhancaris]], umfangreicher städtischer Grundbesitz, wenige Silberminen, Verschiffung von Silbererz, Stadtämter in Urbasi, Teilhaber der [[Silbertaler Bank]]&lt;br /&gt;
|AnsehenRuf=altehrwürdig, teils abgehoben&lt;br /&gt;
|CharakterAuftreten=stolz, traditionsbewusst, bisweilen opportunistisch&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=[[Familie Castiglione|Castiglione]], [[Familie Raloff|Raloff]]&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=[[Familie Deraccini|Deraccini]] (bis TRA 1047 BF, Rivalität um Ämter, zudem historisches Missverständnis), [[Familie de Pazzi|de Pazzi]]&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=&lt;br /&gt;
|Bespieltvon=[[Benutzer:Rhutkles|Rhutkles]]&lt;br /&gt;
|Wappenbild=Familie Silbertaler.png&lt;br /&gt;
|Ausschnitt=Mitte&lt;br /&gt;
|mksize1 = 10&lt;br /&gt;
|mktext1 = Palazzo Silbertaler in Urbasi&lt;br /&gt;
|x1      = 52&lt;br /&gt;
|y1      = 28&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Familie Silbertaler&#039;&#039;&#039; ist die mutmaßlich älteste und ehrwürdigste der [[urbasi]]schen [[Patriziat|Patrizierfamilien]]. Ihr Name ist in der Stadt seit Jahrhunderten nicht nur die Bezeichnung der hier geprägten Münzen, sondern auch ein Synonym für höchsten Patrizierstolz und Generationen überdauernden Wohlstand. In den Annalen der Stadt und den Amtslisten der Vergangenheit taucht kein Name häufiger auf als ihrer. Woher der ursprüngliche Reichtum des Hauses kam, lässt sich dabei gar nicht mehr sicher sagen &amp;amp;ndash; möglicherweise von der Verschiffung des Silbererzes aus den Minen des [[Silbertal]]s zu den [[Silberzunft Urbasis|Schmieden Urbasis]], an dem die Familie noch heute einen Anteil hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Pfründen der Familie gehört erklecklicher Grundbesitz innerhalb der Stadtmauern, darunter das [[Hotel Silbertaler]], das beste am Platz, sowie das von der langjährigen [[Rahja]]-Hochgeweihten [[Belhancaris Silbertaler|Belhancaris]] gegründete Spiel- und Badehaus Urbasis. Da sich die Silbertaler zeitweise auf ihrem Wohlstand ausruhten, konnten andere urbasische Familien ihnen ihre einst unangefochtene Stellung an der Spitze der Stadt zuletzt jedoch nehmen. Dass die Familie dem Fürsten [[Traviano von Urbet-Marvinko|Traviano von Urbet]] im [[Thronfolgekrieg]] einige der besten Grundstücke der Stadt veräußerte, auf denen er dann den [[Palazzo Casciano|protzigsten Palast Urbasis]] baute, brachte ihr etwa nicht nur Freunde ein. Die erst dadurch möglich gewordene erhebliche Investition in die [[Silbertaler Bank]] scheint das wirtschaftliche (noch nicht das politische) Glück der Silbertaler mittlerweile immerhin wieder gedreht zu haben &amp;amp;ndash; so dass die halbe Stadt endlich wieder zurecht zu ihrem auf der Klippe über dem [[Sikram]]tal thronenden Palazzo, dem größten der &amp;quot;Silberpaläste&amp;quot; an der Ostseite [[Magistralia]]s, aufblicken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedienstete ==&lt;br /&gt;
[kommt noch unter Reiter Palazzo Silbertaler, sobald erstellt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich als Muntschatz von [[Dasmalo Copharyon]]  eingebracht, dient die kleinwüchsige &#039;&#039;&#039;Familie Picconeve&#039;&#039;&#039; aus den [[Copharyon]] in den [[Goldfelsen]] und [[Commra]] und [[Weißbruch]] in den [[Hohe Eternen|Hohen Eternen]] treu im [[Palazzo Silbertaler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind dies die ältliche Secretaria Bianca (*985 BF), der kränkliche Zeremonienmeister Eolo (*990), seine Schwester, die gemütliche Köchin Pisolina (*991), die strenge Zofe Dotta (*1002), der hektische Hausdiener Cucciolo (*1010), die freundliche Magd Gongola (*1021) und der eigenbrötlerische Brontolo (*1023), Kutscher und Knecht für alle Lebenslagen, sowie die uralte ehem. Amme Daphne (*962).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen folgende Personen, die im weitläufigen und verwinkelten Palazzo leben (unter Vorbehalt):&lt;br /&gt;
= [[Pieno Halladan Raloff]], 1. Secretarius der [[Banca d&#039;Urbasi]] (*1015)&lt;br /&gt;
= Bellarita, Kinderfrau (*1012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übergreifende Quellen==&lt;br /&gt;
*1047:&lt;br /&gt;
**[[Briefspiel:Der Tugend eine Zukunft]]&lt;br /&gt;
**[[Briefspiel:Consigliowahl 1047 BF]]&lt;br /&gt;
*1046 f.:&lt;br /&gt;
**[[Briefspiel:Silberschiffe]]&lt;br /&gt;
*1045 ff.:&lt;br /&gt;
**[[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;]]&lt;br /&gt;
*1032:&lt;br /&gt;
**[[Briefspiel:Teilhaberversammlung_der_Silbertaler_Bank_1032_BF|Teilhaberversammlung der Silbertaler Bank]]&lt;br /&gt;
**[[Bosparanisches Blatt Nr. 33]], Seiten 12-13, 18-19&lt;br /&gt;
*[[Silbertaler_Bank|Banca d´Urbasi]]&lt;br /&gt;
*[[Z%C3%BCnfte_Urbasis#Silberzunft|Silberzunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavigationsleisteSpielerfamilien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familie Silbertaler| ]][[Kategorie:Urbasi]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Ludovigo_Silbertaler&amp;diff=1283225</id>
		<title>Ludovigo Silbertaler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Ludovigo_Silbertaler&amp;diff=1283225"/>
		<updated>2026-05-14T03:53:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&lt;br /&gt;
{{PersonWi&lt;br /&gt;
|SC?NSC?=[[Benutzer:Rhutkles|SC]]&lt;br /&gt;
|Bild=Ludovigo Silbertaler.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbreite=300&lt;br /&gt;
|Bildtext=Ludovigo Silbertaler bei einem Ausritt durch das obere Argennatal&lt;br /&gt;
|Familie=[[Bild:Familie Silbertaler.png|19px]] [[Familie Silbertaler]]&lt;br /&gt;
|TitelÄmter=[[Cavalliere]] der [[Fürstliche Gemeinde des Heiligen Agreppo]]&lt;br /&gt;
|Tsatag=25. Peraine 998 BF&lt;br /&gt;
|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Haare=blond, ergrauend&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=blau-grün&lt;br /&gt;
|Größe=1,87&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=aufrichtiger, bodenständiger Edelmann&lt;br /&gt;
|WichtigeEigenschaften=GE, KO, KK&lt;br /&gt;
|WichtigeTalente=Fechten, Reiten&lt;br /&gt;
|VorNachteile=Zäher Hund&lt;br /&gt;
|Beziehungen=&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=&lt;br /&gt;
|Eltern=[[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|Hesindetta Silbertaler]] (968-1043) und [[Federico Armando Mercator]] (964-1022)&lt;br /&gt;
|Travienstand=ledig&lt;br /&gt;
|Nachkommen=&lt;br /&gt;
|Geschwister=[[Giulia Silbertaler|Giulia]] (*995), [[Azzo Silbertaler d.J.|Azzo d.J.]] (*1001)&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
|Zitate=&#039;&#039;&amp;quot;Praestat accipere quam facere iniuria.&amp;quot;&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;(Wahlspruch: &amp;quot;Es ist besser, Unrecht zu empfangen als zu tun.&amp;quot;)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ludovigo Silbertaler&#039;&#039;&#039; ist ein an der [[Vinsalt]]er [[Akademie der Kriegs- und Lebenskunst]] ausgebildeter Krieger aus dem [[urbasi]]schen [[Patriziat]]. Als Zweitgeborener der [[Baronet|Baronessa]] [[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|Hesindetta]] wuchs er im Zentrum des politischen Geschehens der [[Silberstadt]] auf, ohne dabei je an erster Stelle zu stehen. Er hat sich damit früh arrangiert und fiel stets eher durch Pflichtbewusstsein als eigene Ambitionen auf. In den Jahren nach dem [[Thronfolgekrieg]] übte er so auf Wunsch seines Onkels [[Danilo Silbertaler|Danilo]] verschiedene Ämter in den Uffizien Urbasis aus. Seine Mutter setzte später die Vergabe des [[Cavalliere]]-Titels an ihren Sohn durch und machte ihn so zum militärischen Streiter der Familie für die Heimatstadt. Als sich abzeichnete, dass seine ältere Schwester dereinst nicht Nachfolgerin an der Familienspitze werden würde, war er insgeheim froh, dass sich sein jüngerer Bruder bereits deutlich hierfür empfahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszug aus der Chronica Argentalis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:tsa.png|15px]]: 27. PER 998 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:boron.png|15px]]: -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:travia.png|15px]]: - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Praios.png|15px]]: [[Cavalliere]] der [[Fürstliche Gemeinde des Heiligen Agreppo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:ingerimm.png|15px]]: Krieger der [[Akademie der Kriegs- und Lebenskunst zu Vinsalt]] (1011-1020 BF); Viatore sikramus (1030-1033 BF), Signifer (1033-1035 BF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In Artikel und Geschichten==&lt;br /&gt;
*1046: [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Ende einer Fehde|Briefspiel: Vom Ende einer Fehde]]&lt;br /&gt;
*1045: [[Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Vom_Rat_der_Einheit|Briefspiel: Vom Rat der Einheit]]&lt;br /&gt;
*[[Milit%C3%A4r_Urbasis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT: Silbertaler, Ludovigo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]][[Kategorie:Krieger Vinsalt]][[Kategorie:Familie Silbertaler|Ludovigo]][[Kategorie:Personen Urbasis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Azzo_Silbertaler_d.J.&amp;diff=1282972</id>
		<title>Azzo Silbertaler d.J.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Azzo_Silbertaler_d.J.&amp;diff=1282972"/>
		<updated>2026-04-26T05:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&lt;br /&gt;
{{PersonWi&lt;br /&gt;
|SC?NSC?=[[Benutzer:Rhutkles|SC]]&lt;br /&gt;
|Bild=Azzo Silbertaler d.J..jpg&lt;br /&gt;
|Bildbreite=300&lt;br /&gt;
|Bildtext=Azzo Silbertaler d.J. im Hotel Silbertaler&lt;br /&gt;
|Familie=[[Bild:Familie Silbertaler.png|19px]] [[Familie Silbertaler]]&lt;br /&gt;
|TitelÄmter=[[Baronet]], [[Consiglio della Priori#Priore structuris|Priore structuris]] der [[Fürstliche Gemeinde des Heiligen Agreppo|Fürstlichen Gemeinde des Heiligen Agreppo]], Leiter des Hotels Silbertaler&lt;br /&gt;
|Tsatag=9. Rahja 1001 BF&lt;br /&gt;
|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Haare=dunkelblond&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=grün&lt;br /&gt;
|Größe=1,89&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=charmanter, zuvorkommend freundlicher Gastgeber&lt;br /&gt;
|WichtigeEigenschaften=IN, CH&lt;br /&gt;
|WichtigeTalente=Hauswirtschaft, Etikette, Menschenkenntnis&lt;br /&gt;
|VorNachteile=Guter Ruf, Schlechtes Gehör&lt;br /&gt;
|Beziehungen=ansehnlich&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=ansehnlich&lt;br /&gt;
|Eltern=[[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|Hesindetta Silbertaler]] (968-1043) und [[Federico Armando Mercator]] (964-1022)&lt;br /&gt;
|Travienstand=vermählt mit [[Efferdita Pechstein]] (*1013)&lt;br /&gt;
|Nachkommen=[[Agreppina V. Silbertaler|Agreppina]] (*1039), [[Daniello Silbertaler|Daniello]] (*1042) &lt;br /&gt;
|Geschwister=[[Giulia Silbertaler|Giulia]] (*995), [[Ludovigo Silbertaler|Ludovigo]] (*998)&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=[[Efferdan Pechstein]] (Mentor)&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
|Zitate=&#039;&#039;&amp;quot;Pax intrantibus, salus exeuntibus!&amp;quot;&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;(Wahlspruch: &amp;quot;Friede den Eintretenden, Heil den Hinausgehenden!&amp;quot;)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Azzo Silbertaler&#039;&#039;&#039;, in Abgrenzung von seinem [[Azzo Silbertaler d.Ä.|berühmten Urahn]] auch &#039;&#039;&#039;der Jüngere&#039;&#039;&#039; genannt, ist in Nachfolge [[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|seiner Mutter]] seit [[1043 BF]] Familienoberhaupt des wohl ältesten und ehrwürdigsten [[Patriziat|Patriziergeschlechts]] [[Urbasi]]s. Als jüngstes von drei Kindern war ihm dies nicht vorherbestimmt, &amp;quot;hat sich aber ergeben&amp;quot;, wie er selbst sagt. Dass er das familieneigene Hotel am Theaterplatz der [[Silberstadt]] führen sollte, stand schon viel früher fest &amp;amp;ndash; und brachte ihm über Empfehlungen eine Ausbildung vom besten Lehrmeister ein, den er sich wünschen konnte. Seine Lehrjahre verbrachte Azzo nämlich in [[Kuslik]] im Hotel &amp;quot;Zum Springenden Delphin&amp;quot; unter dem [[Gerontokrat]]en [[Efferdan Pechstein]]. Die &amp;quot;Kunst der gehobenen Beherbergung&amp;quot; erwarb er ebenso wie eine herausragende Menschenkenntnis und Verbindungen zu hochgestellten Persönlichkeiten des Reiches (selbst [[Amene III. Firdayon|Kaiserin Amene]] begegnete er hier). Auch lernte er seine spätere Gemahlin, die Großnichte Efferdans, in dieser Kusliker Zeit kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückkehr ins beschaulichere Urbasi fiel ihm nach aufregenden Jahren in der [[Metropole]] nicht immer leicht, sollte sich &amp;amp;ndash; da seine beiden älteren Geschwister die Ambitionen und teils auch notwendigen Charakterzüge zur Übernahme der Familienführung vermissen ließen &amp;amp;ndash; jedoch schließlich auszahlen. Obschon er seine Affinität zur Hotelerie weder verleugnen kann noch will, hat er längst begonnen auch den anderen Geschäftsfeldern seiner Familie den eigenen Stempel aufzudrücken. Hierbei ist es ihm gelungen, die Familien nach dem Ableben der vormaligen Matriarchin zu einen und zu konsolidieren. Dass er nun dem Vorbild seines Lehrmeisters folgend dazu noch eine politische Karriere anstreben wird, wird allgemein angenommen. Bei der [[Briefspiel:Consigliowahl 1047 BF|Consigliowahl]] [[1047 BF]] wurde er erstmals Teil des Prioriums &amp;amp;ndash; als [[Consiglio della Priori#Priore structuris|Priore structuris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszug aus der Chronica Argentalis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:tsa.png|15px]]: 9. RAH 1001 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:boron.png|15px]]: -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:travia.png|15px]]: 12. TRA 1036 (Munt) ∞ [[Bild:Familie Pechstein.png|15px]] [[Efferdita Pechstein]], Eltern von [[Agreppina V. Silbertaler|Agreppina V.]] (*1039), [[Daniello Silbertaler|Daniello]] (*1042)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Praios.png|15px]]: Baronet und Oberhaupt der Familie (seit Ende 1043 BF), [[Consiglio_della_Priori#Priore_structuris|Priore structuris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:ingerimm.png|15px]]: Ausbildung in [[Kuslik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stimmen aus Adel und Popolo==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Im Vertrauen, wisst ihr, dass Azzos Lehrmeister als Mittvierziger Stadtoberhaupt Kusliks wurde? Der herrscht seit vier Jahrzehnten über eine der am schwierigsten zu beherrschenden Städte unseres Reiches. Azzo ist jetzt Mitte 40 ...&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;amp;ndash; [[Auricanius von Urbet]], Praios-Geweihter und Baron, [[1046 BF]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In Artikeln und Geschichten==&lt;br /&gt;
*1047: [[Briefspiel:Consigliowahl_1047_BF]] (Praios); [[Briefspiel:Der_Tugend_eine_Zukunft]] (Rondra), [[Briefspiel:Albornsburg/Ein Treffen im Palazzo Modesto|Briefspiel:Albornsburg]] (Rahja, Inhaber eines Großen Gefallens der Urbets)&lt;br /&gt;
*1045-47: [[Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27]] (Ingerimm 1045, Rondra 1046, Travia 1046, Travia 1047)&lt;br /&gt;
*1029: [[Briefspiel:Das_Fest_der_vielen_B%C3%B6sartigkeiten/Empfang]], [[Briefspiel:Das_Fest_der_vielen_B%C3%B6sartigkeiten/Ball_und_Epilog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[J%C3%BCngste_Geschichte_Urbasis_und_Agrepparas]]&lt;br /&gt;
*[[Urbasi im Kronkonvent]]&lt;br /&gt;
*[[Signoria Urbasis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT: Silbertaler, Azzo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]][[Kategorie:Familie Silbertaler|Azzo]][[Kategorie:Personen Urbasis]][[Kategorie:Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Azzo_Silbertaler_d.J.&amp;diff=1282971</id>
		<title>Azzo Silbertaler d.J.</title>
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		<updated>2026-04-26T05:47:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&lt;br /&gt;
{{PersonWi&lt;br /&gt;
|SC?NSC?=[[Benutzer:Rhutkles|SC]]&lt;br /&gt;
|Bild=Azzo Silbertaler d.J..jpg&lt;br /&gt;
|Bildbreite=300&lt;br /&gt;
|Bildtext=Azzo Silbertaler d.J. im Hotel Silbertaler&lt;br /&gt;
|Familie=[[Bild:Familie Silbertaler.png|19px]] [[Familie Silbertaler]]&lt;br /&gt;
|TitelÄmter=[[Baronet]], [[Consiglio della Priori#Priore structuris|Priore structuris]] der [[Fürstliche Gemeinde des Heiligen Agreppo|Fürstlichen Gemeinde des Heiligen Agreppo]], Leiter des Hotels Silbertaler&lt;br /&gt;
|Tsatag=9. Rahja 1001 BF&lt;br /&gt;
|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Haare=dunkelblond&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=grün&lt;br /&gt;
|Größe=1,89&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=charmanter, zuvorkommend freundlicher Gastgeber&lt;br /&gt;
|WichtigeEigenschaften=IN, CH&lt;br /&gt;
|WichtigeTalente=Hauswirtschaft, Etikette, Menschenkenntnis&lt;br /&gt;
|VorNachteile=Guter Ruf, Schlechtes Gehör&lt;br /&gt;
|Beziehungen=ansehnlich&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=ansehnlich&lt;br /&gt;
|Eltern=[[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|Hesindetta Silbertaler]] (968-1043) und [[Federico Armando Mercator]] (964-1022)&lt;br /&gt;
|Travienstand=vermählt mit [[Efferdita Pechstein]] (*1013)&lt;br /&gt;
|Nachkommen=[[Agreppina V. Silbertaler|Agreppina]] (*1039), [[Daniello Silbertaler|Daniello]] (*1042) &lt;br /&gt;
|Geschwister=[[Giulia Silbertaler|Giulia]] (*995), [[Ludovigo Silbertaler|Ludovigo]] (*998)&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=[[Efferdan Pechstein]] (Mentor)&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
|Zitate=&#039;&#039;&amp;quot;Pax intrantibus, salus exeuntibus!&amp;quot;&#039;&#039; &amp;lt;small&amp;gt;(Wahlspruch: &amp;quot;Friede den Eintretenden, Heil den Hinausgehenden!&amp;quot;)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Azzo Silbertaler&#039;&#039;&#039;, in Abgrenzung von seinem [[Azzo Silbertaler d.Ä.|berühmten Urahn]] auch &#039;&#039;&#039;der Jüngere&#039;&#039;&#039; genannt, ist in Nachfolge [[Hesindetta Silbertaler d.Ä.|seiner Mutter]] seit [[1043 BF]] Familienoberhaupt des wohl ältesten und ehrwürdigsten [[Patriziat|Patriziergeschlechts]] [[Urbasi]]s. Als jüngstes von drei Kindern war ihm dies nicht vorherbestimmt, &amp;quot;hat sich aber ergeben&amp;quot;, wie er selbst sagt. Dass er das familieneigene Hotel am Theaterplatz der [[Silberstadt]] führen sollte, stand schon viel früher fest &amp;amp;ndash; und brachte ihm über Empfehlungen eine Ausbildung vom besten Lehrmeister ein, den er sich wünschen konnte. Seine Lehrjahre verbrachte Azzo nämlich in [[Kuslik]] im Hotel &amp;quot;Zum Springenden Delphin&amp;quot; unter dem [[Gerontokrat]]en [[Efferdan Pechstein]]. Die &amp;quot;Kunst der gehobenen Beherbergung&amp;quot; erwarb er ebenso wie eine herausragende Menschenkenntnis und Verbindungen zu hochgestellten Persönlichkeiten des Reiches (selbst [[Amene III. Firdayon|Kaiserin Amene]] begegnete er hier). Auch lernte er seine spätere Gemahlin, die Großnichte Efferdans, in dieser Kusliker Zeit kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückkehr ins beschaulichere Urbasi fiel ihm nach aufregenden Jahren in der [[Metropole]] nicht immer leicht, sollte sich &amp;amp;ndash; da seine beiden älteren Geschwister die Ambitionen und teils auch notwendigen Charakterzüge zur Übernahme der Familienführung vermissen ließen &amp;amp;ndash; jedoch schließlich auszahlen. Obschon er seine Affinität zur Hotelerie weder verleugnen kann noch will, hat er längst begonnen auch den anderen Geschäftsfeldern seiner Familie den eigenen Stempel aufzudrücken. Hierbei ist es ihm gelungen, die Familien nach dem Ableben der vormaligen Matriarchin zu einen und zu konsolidieren. Dass er nun dem Vorbild seines Lehrmeisters folgend dazu noch eine politische Karriere anstreben wird, wird allgemein angenommen. Bei der [[Briefspiel:Consigliowahl 1047 BF|Consigliowahl]] [[1047 BF]] wurde er erstmals Teil des Prioriums &amp;amp;ndash; als [[Consiglio della Priori#Priore structuris|Priore structuris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszug aus der Chronica Argentalis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:tsa.png|15px]]: 9. RAH 1001 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:boron.png|15px]]: -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:travia.png|15px]]: 12. TRA 1036 (Munt) ∞ [[Bild:Familie Pechstein.png|15px]] [[Efferdita Pechstein]], Eltern von [[Agreppina V. Silbertaler|Agreppina V.]] (*1039), [[Daniello Silbertaler|Daniello]] (*1042)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Praios.png|15px]]: Baronet und Oberhaupt der Familie (seit Ende 1043 BF), [[Consiglio_della_Priori#Priore_structuris|Priore structuris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:ingerimm.png|15px]]: Ausbildung in [[Kuslik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stimmen aus Adel und Popolo==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Im Vertrauen, wisst ihr, dass Azzos Lehrmeister als Mittvierziger Stadtoberhaupt Kusliks wurde? Der herrscht seit vier Jahrzehnten über eine der am schwierigsten zu beherrschenden Städte unseres Reiches. Azzo ist jetzt Mitte 40 ...&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;amp;ndash; [[Auricanius von Urbet]], Praios-Geweihter und Baron, [[1046 BF]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In Artikeln und Geschichten==&lt;br /&gt;
*1047: [[Briefspiel:Consigliowahl_1047_BF]] (Praios); [[Briefspiel:Der_Tugend_eine_Zukunft]] (Rondra), [[Briefspiel:Albornsburg/Ein Treffen im Palazzo Modesto|Briefspiel:Albornsburg]] (Rahja, Inhaber eines Großen Gefallens der Urbets)&lt;br /&gt;
*1045-47: [[Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27]]&lt;br /&gt;
*1029: [[Briefspiel:Das_Fest_der_vielen_B%C3%B6sartigkeiten/Empfang]], [[Briefspiel:Das_Fest_der_vielen_B%C3%B6sartigkeiten/Ball_und_Epilog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[J%C3%BCngste_Geschichte_Urbasis_und_Agrepparas]]&lt;br /&gt;
*[[Urbasi im Kronkonvent]]&lt;br /&gt;
*[[Signoria Urbasis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT: Silbertaler, Azzo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]][[Kategorie:Familie Silbertaler|Azzo]][[Kategorie:Personen Urbasis]][[Kategorie:Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27&amp;diff=1282970</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;</title>
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		<updated>2026-04-25T18:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{Briefspielheader&lt;br /&gt;
|Oberseite={{KW|Urbasi}} [[Briefspiel in Urbasi]] {{KW|Urbasi}}&lt;br /&gt;
|Av. Datum=Ingerimm [[1045 BF]] bis Travia [[1047 BF]]&lt;br /&gt;
|Schauplatz=[[Urbasi]]&lt;br /&gt;
|Ird. Datum=ab März 2026&lt;br /&gt;
|Protagonisten=[[Azzo Silbertaler d.J.]], [[Gylduria Deraccini]] u.v.w.&lt;br /&gt;
|Autoren={{Bn|Rhutkles}}, {{Bn|Giacobbo}}, {{Bn|Bella}}&lt;br /&gt;
|Zyklus=[[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Übersicht]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Rat der Einheit|Vom Rat der Einheit]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Renovatio|Renovatio]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Von zarten Banden I: Im Palio und Carroccio]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden II|II: In den Fluren des Magistrats]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden III|III: In den Gassen und Stuben]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Das Gesuch|Das Gesuch]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Ende einer Fehde|Vom Ende einer Fehde]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Der Vertrag|Der Vertrag]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien I|Vom Werben der Familien I: Solivino]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien II|II: di Salsavûr]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien III|III: Dalidion]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien IV|IV: ya Malachis]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute|Treffen der Eheleute]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Verlobung|Die Verlobung]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Palio und Censore-Wahl|Palio und Censore-Wahl]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Vermählung|Die Vermählung]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Sikramer Schildwacht berichtet|Die Sikramer Schildwacht berichtet]]}}&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Briefspiel]]geschichte &#039;&#039;&#039;Von altem Bund und neuem Fried&#039;&#039;&#039;&#039; handelt von dem lange für unmöglich gehaltenen Ende der [[Fehde]] zwischen der [[Familie Deraccini]] und der [[Familie Silbertaler]] &amp;amp;ndash; und den gewichtigen Gründen dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die wichtigsten Beteiligten==&lt;br /&gt;
*[[Azzo Silbertaler d.J.]], Oberhaupt der [[Familie Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Simiarea Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Alessandro Silbertaler]], Delegierter [[Urbasi]]s im [[Haus der Edlen]]&lt;br /&gt;
*[[Danilo Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Gylduria Deraccini]], Oberhaupt der [[Familie Deraccini]]&lt;br /&gt;
*[[Selina Deraccini]]&lt;br /&gt;
*[[Vitius Deraccini]]&lt;br /&gt;
*fast alle in Urbasi anwesenden Mitglieder beider Familien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;wird noch ergänzt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27&amp;diff=1282969</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27&amp;diff=1282969"/>
		<updated>2026-04-25T18:51:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{Briefspielheader&lt;br /&gt;
|Oberseite={{KW|Urbasi}} [[Briefspiel in Urbasi]] {{KW|Urbasi}}&lt;br /&gt;
|Av. Datum=Ingerimm [[1045 BF]] bis Travia [[1047 BF]]&lt;br /&gt;
|Schauplatz=[[Urbasi]]&lt;br /&gt;
|Ird. Datum=ab März 2026&lt;br /&gt;
|Protagonisten=[[Azzo Silbertaler d.J.]], [[Gylduria Deraccini]] u.v.w.&lt;br /&gt;
|Autoren={{Bn|Rhutkles}}, {{Bn|Giacobbo}}, {{Bn|Bella}}&lt;br /&gt;
|Zyklus=[[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Übersicht]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Rat der Einheit|Vom Rat der Einheit]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Renovatio|Renovatio]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Von zarten Banden I: Im Palio und Carroccio]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden II|II: In den Fluren des Magistrats]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden III|III: In den Gassen und Stuben]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Das Gesuch|Das Gesuch]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Ende einer Fehde|Vom Ende einer Fehde]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Der Vertrag|Der Vertrag]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien I|Vom Werben der Familien I: Solivino]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien II|II: di Salsavûr]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien III|III: Dalidion]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien IV|IV: ya Malachis]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute|Treffen der Eheleute]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Verlobung|Die Verlobung]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Palio und Censore-Wahl|Palio und Censore-Wahl]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Vermählung]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Sikramer Schildwacht berichtet|Die Sikramer Schildwacht berichtet]]}}&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Briefspiel]]geschichte &#039;&#039;&#039;Von altem Bund und neuem Fried&#039;&#039;&#039;&#039; handelt von dem lange für unmöglich gehaltenen Ende der [[Fehde]] zwischen der [[Familie Deraccini]] und der [[Familie Silbertaler]] &amp;amp;ndash; und den gewichtigen Gründen dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die wichtigsten Beteiligten==&lt;br /&gt;
*[[Azzo Silbertaler d.J.]], Oberhaupt der [[Familie Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Simiarea Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Alessandro Silbertaler]], Delegierter [[Urbasi]]s im [[Haus der Edlen]]&lt;br /&gt;
*[[Danilo Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Gylduria Deraccini]], Oberhaupt der [[Familie Deraccini]]&lt;br /&gt;
*[[Selina Deraccini]]&lt;br /&gt;
*[[Vitius Deraccini]]&lt;br /&gt;
*fast alle in Urbasi anwesenden Mitglieder beider Familien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;wird noch ergänzt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27&amp;diff=1282968</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;</title>
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		<updated>2026-04-25T18:44:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{Briefspielheader&lt;br /&gt;
|Oberseite={{KW|Urbasi}} [[Briefspiel in Urbasi]] {{KW|Urbasi}}&lt;br /&gt;
|Av. Datum=Ingerimm [[1045 BF]] bis Travia [[1047 BF]]&lt;br /&gt;
|Schauplatz=[[Urbasi]]&lt;br /&gt;
|Ird. Datum=ab März 2026&lt;br /&gt;
|Protagonisten=[[Azzo Silbertaler d.J.]], [[Gylduria Deraccini]] u.v.w.&lt;br /&gt;
|Autoren={{Bn|Rhutkles}}, {{Bn|Giacobbo}}, {{Bn|Bella}}&lt;br /&gt;
|Zyklus=[[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Übersicht]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Rat der Einheit|Vom Rat der Einheit]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Renovatio|Renovatio]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Von zarten Banden I: Im Palio und Carroccio]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden II|II: In den Fluren des Magistrats]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden III|III: In den Gassen und Stuben]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Das Gesuch|Das Gesuch]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Ende einer Fehde|Vom Ende einer Fehde]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Der Vertrag|Der Vertrag]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien I|Vom Werben der Familien I: Solivino]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien II|II: di Salsavûr]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien III|III: Dalidion]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Vom Werben der Familien IV|IV: ya Malachis]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute|Treffen der Eheleute]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Verlobung|Die Verlobung]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Palio und Censore-Wahl|Palio und Censore-Wahl]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden IV|Von zarten Banden IV: In Tempel und Hotel]] · [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Die Sikramer Schildwacht berichtet|Die Sikramer Schildwacht berichtet]]}}&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Briefspiel]]geschichte &#039;&#039;&#039;Von altem Bund und neuem Fried&#039;&#039;&#039;&#039; handelt von dem lange für unmöglich gehaltenen Ende der [[Fehde]] zwischen der [[Familie Deraccini]] und der [[Familie Silbertaler]] &amp;amp;ndash; und den gewichtigen Gründen dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die wichtigsten Beteiligten==&lt;br /&gt;
*[[Azzo Silbertaler d.J.]], Oberhaupt der [[Familie Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Simiarea Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Alessandro Silbertaler]], Delegierter [[Urbasi]]s im [[Haus der Edlen]]&lt;br /&gt;
*[[Danilo Silbertaler]]&lt;br /&gt;
*[[Gylduria Deraccini]], Oberhaupt der [[Familie Deraccini]]&lt;br /&gt;
*[[Selina Deraccini]]&lt;br /&gt;
*[[Vitius Deraccini]]&lt;br /&gt;
*fast alle in Urbasi anwesenden Mitglieder beider Familien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;wird noch ergänzt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1282967</id>
		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1282967"/>
		<updated>2026-04-25T18:39:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. TRA 1046 BF - Fest der eingebrachten Früchte, [[Palazzo Silbertaler]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”HABT IHR ZU LANGE IN PRAIOS´ SCHEIN GESESSEN? IST EUCH DER VINO IN DIE SÄFTE GESCHOSSEN? ICH SOLL WAS? TRAVIABUND? MEIN STUDIUM! MEINE KARRIERE! MEIN TSATAG! ALLES RUNIERT! ICH WOLLTE AN DEN HOF! NUN WOLLT IHR MICH VERSCHACHERN!!! AN EINEN TAUGENICHTS! AN EINEN SCHREIBERLING! AN EINEN DERACCIIIINI!!! WIE KÖNNT IHR MIR DAS ANTUN?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsetzen, Wuttränen, Fassungslosigkeit… Der Gefühlswallungen waren gar zu viele. [[Talagena Silbertaler|Talagena]] sank nach Atem ringend auf das Sitzmöbel. &#039;&#039;“Ich … ich … Luft.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Mutter [[Sofia Silbertaler|Sofia]] betrachtete das Schauspiel, erhob sich von ihrem Stuhl, trat zu ihrer Tochter und löste zwei Schnüre an deren Rücken, ging zu ihrem Platz an dem kleinen, altmodischen Tischchen zurück, nahm den Glasbecher, der einen Sprung hatte und inspizierte die Reste der alten Vase aus der Schreibstube, die vorsorglich nur mit einem hübschen Trockengesteck aus Ähren geschmückt worden war und deren Scherben nun in einer Ecke lagen. Sie kannte ihre Tochter und hatte den erwartbaren Schaden kalkuliert und minimiert. Als nächstes würden wohl die fadenscheinigen Kissen, die sie sich aus den Abstellkammern des [[Spiel- und Badehaus Belhancaris|Spiel- und Badehauses]] hatte kommen lassen, den Weg alles Derischen gehen. Ebenso wie der vermeintliche Wandbehang waren sie oberflächlich aufgehübscht worden. Sie warf ihrem [[Nando Castiglione|Gemahl]] einen Blick zu. Dieser setzte sich sogleich in Bewegung und nahm neben dem Töchterlein Platz und tätschelte das Händchen. &#039;&#039;“Na, na, mein Kind. Es ist doch alles halb so wil …”&#039;&#039; Weiter kam er nicht, die am morgigen Tage ihre Volljährigkeit Erreichende ging in ein Jammern und Wehklagen über. &#039;&#039;“Ma papà, ich bin noch so jung, das ganze Leben … ich wollte an den Hof … mamà hat so viel investiert … das Studium … Hausfrau? … ich kann doch keine domna werden … Oh, Schreck, nein, und Mutter? Kinder? Jetzt schon? Papà, mein ganzes Leben ist ruiniert …”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Angesprochene litt zwar sichtlich mit seinem Lieblingskind, aber konnte nur weiter die Hand der derart vom Schicksal Gestraften tätscheln. Diese hatte wieder genug Atem geschöpft, um sich in die nächste Wutphase zu stürzen. Unter Verwünschungen wurde - ganz wie erwartet - der Tisch umgeworfen, mit dem Schuh einen Glasbecher zertreten, beide Schuhe - aus Mangel an einem Fenster - gegen die Wand geworfen und - Sofia nickte leicht - zwei Kissen zerfetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theater dauerte noch ein wenig an. [[Sofia Silbertaler|Sofia]] und [[Nando Castiglione|Nando]] streuten im Verlauf beruhigende Informationen ein. Keinesfalls sei das [[Universität Methumis|Studium in Methumis]] gefährdet, selbstverständlich könne sie für eine kleine Zeit an den  Hof von [[Herzog von Methumis|Herzog]] [[Eolan IV. Berlînghan|Eolan]], falls es ihr gelänge, oder nach [[Vinsalt]] in die Kanzlei des [[Alessandro Silbertaler|Delegierten]], nein, es würden nicht sofort Kinder erwartet, ja, sie würde superior vermählt … und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich stellte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] zwei Fragen: &#039;&#039;“Wer ist dieser Darian eigentlich?”&#039;&#039; und &#039;&#039;“Wie ist die Munt geregelt?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätestens, als sie Punin hörte, sah sich die junge [[Almada]]ner Königshof. Die Eltern verschwiegen, dass der [[Orelano Deraccini|Vater]] Darians noch sehr rüstig war und keinesfalls in den kommenden 10 Jahren abtreten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. TRA 1046 BF - Im Palazzo Colombana, Urbasi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini]] faltete die Hände und starrte an die mit vergoldetem Stuck verzierte Decke. &#039;&#039;&amp;quot;[[Darian Deraccini|Darian]], ich bin mit meiner Geduld wirklich bald am Ende. Es scheint mir, Du willst die Bemühungen der Familie vorsätzlich unterwandern. Ja, [[Talagena Silbertaler]] mag eine... recht... eigensinnige Figur besitzen. Aber sie ist immerhin die Tochter deiner [[Sofia Silbertaler|künftigen Vorgesetzten]]. Vergiss nicht, dass Du [[Alvaro Deraccini|Onkel Alvaros]] Werk in der [[Silbertaler Bank]] fortführen wirst. Die Familie hat so viel in Deine Ausbildung investiert. Und der, durch die Vermählung einsetzende Friede zwischen den beiden Familien wird auch Dir zugute kommen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie und schaute Darian streng an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] wirkte wie ein Fisch auf dem Lande, wie er so stand, schweißgebadet und nach Luft ringend. &#039;&#039;&amp;quot;Die Verlobung wird in wenigen Tagen von der [[Horanthe Barbero|Barbero]] vollzogen, die Heirat ist für den Tag der Treue nach Vollendung eines Götterlaufs angesetzt.&amp;quot;&#039;&#039;, Gylduria sah auf einige Dokumente auf ihrem Schreibpult und fügte hinzu &#039;&#039;&amp;quot;Wunderbar, Du darfst jetzt gehen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer dunklen Ecke des Studiolos stand eine in schwarz gekleidete Gestalt. Als sie aus dem Schatten trat, sah man einen Mann mit einem amüsierten Gesichtsausdruck. &#039;&#039;&amp;quot;Tante Gylduria, davon wird sich der Arme nie erholen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]]. Gylduria schaute ihn streng an, musste dann aber schmunzeln.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in der Residenz seines Onkels [[Alvaro Deraccini|Alvaro]] saß Darian in Gedanken versunken in seinem Lesezimmer. &#039;&#039;´Ausgerechnet an Talagena verschachert. Wenn ich sie nur sehe, wie sie durch die Bank marschiert, wenn sie Ihre Mutter besucht... wahrscheinlich weiß sie nicht einmal, wer ich bin, dieses verzogene Stück.´&#039;&#039; Er seufzte und zog ein Buch von einem Beistelltisch. &#039;&#039;´Und dann auch noch inferior, so bin ich ihr ja in fast jeder Beziehung unterlegen.´&#039;&#039; Er wirkte wie ein tragisches Gemälde eines armen Dichters, der sein Leid beklagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 10. TRA 1046 BF - Ein erstes Treffen - unter Aufsicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte [[Talagena Silbertaler|Talagena]] gar hübsch zurechtgemacht, einen zierlichen Schleier auf das lang frisierte Haar gelegt und ihre Füße in flache Sandalen geschnürt. Sie saß auf einer Bank, einen kleinen Korb an ihrer Seite und saß im Licht des Praiosauges, das aus den Tropfen der [[Kaskadengarten|Fontana di Fontargenna]] winzige Regenbögen hervorkitzelte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der in ihren Augen wenig beeindruckende [[Darian Deraccini|Darian]] zwischen den Fontänen auftauchte, riss sich die Studentin zusammen und lächelte tapfer. Hatte sie ihn nicht schon mal gesehen? Sie wusste allerdings wenigstens von ihrem [[Nando Castiglione|Vater]], dass er sie aus dem [[Palazzo Sathÿara]] beobachtete, wahrscheinlich wären noch mehr versammelt. Daher erhob sie sich und streckte dem etwas kleineren Mann die Hand hin, die eine deutliche, frische Schramme aufwies. Brav knickste sie. &#039;&#039;”Signor Darian, es freut mich außerordentlich, Eure Bekanntschaft zu machen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Darian Deraccini|Darian]] war heute morgen von [[Vitius Deraccini|Vitius]] und [[Giacobbo Deraccini|Giacobbo]] für dieses Treffen eingängig beraten und vorbereitet worden. Trotz ihrer Anstrengung hatte er nicht umhin gekonnt zu bemerken, dass auch ein wenig Spott in ihren Bemühungen gelegen hatte. Rein freundschaftlicher Natur, wie beide bemerkten, als er sie darauf ansprochen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Signora Talagena, die Freude ist ganz auf meiner Seite!&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und verbeugte sich tief vor ihr. Eine Hand hinter dem Rücken verriet, dass er ihr eine kleine Aufmerksamkeit mitgebracht hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gylduria Deraccini|Gylduria]] stand etwas abseits mit Giacobbo und Vitius. Sie kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können und fragte ihren Sohn: &#039;&#039;&amp;quot;Was hat er da hinter seinem Rücken?&amp;quot;&#039;&#039; [[Vitius Deraccini|Vitius]] schaute auch noch einmal genauer hin, bevor er seiner Mutter antwortete. &#039;&#039;&amp;quot;Es scheint mir, als sei es ein Blumengesteck für die Holde. Und das andere... ich denke, dass es eine [[Sikrami]] ist. Die weiblichen Silbertalers scheinen eine [[Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Von zarten Banden I|Schwäche zur Sikrami]] zu haben.&amp;quot;&#039;&#039; Von Giacobbo war ein Prusten zu vernehmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Vitius, sollte die Verbindung wegen Deiner Unreife scheitern, wirst Du bis an Dein Lebensende die Taubenschläge reinigen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Gylduria und schlug Vitius auf den Hinterkopf, bevor sie sich an [[Giacobbo Deraccini|Deraccini]] wandte. &#039;&#039;&amp;quot;Und Du höre auf zu lachen und ermutige Deinen Vetter nicht auch noch zu solchen Dingen.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zwölfen zum Dank bekamen [[Talagena Silbertaler|Talagena]] und [[Darian Deraccini|Darian]] von dem Geschehen in ihrem Rücken nichts mit. &#039;&#039;&amp;quot;Ich habe hier eine kleine Aufmerksamkeit für Euch...&amp;quot;&#039;&#039;, Darian zog das Blumengesteck und die Sikrami hinter seinem Rücken hervor und reichte es seiner zukünftigen Ehefrau.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Talagena nahm das kleine Gesteck und die kurze, würzige Wurst an. &#039;&#039;Irgendeine hinreichend gute Wendung, irgendeine. Ah ja.&#039;&#039;, dachte die so Beschenkte und fand etwas Geeignetes. &#039;&#039;”Ich sehe eine Verbindung der Gaben der [[Tsa|Jungen]] und der [[Travia|Gütigen]]. Die Blumen, Eure Verehrung für Eure … Versprochene, und die Sikrami als Zeichen Eurer Verbundenheit für Tradition und Land. Habt Dank! Und lasst mich erwidern, sobald wir uns gesetzt haben.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie nahmen auf der Bank Platz und Talagena öffnete das Körbchen, in der sie die Sikrami verstaute und dem sie vorsichtig erst ein Messerchen, dann einen kleinen Silberbecher und danach eine Art Brottaler entnahm. Beides fand seinen Platz auf dem Deckelchen. Sie überreichte den Taler, auf dessen einer Seite der Kopf [[Agreppo von Urbasi|Agreppos]] und auf der anderen Seite eine Taube aus filigranem Teiggeflecht gelegt war. Selbst hob sie das Becherchen, zögerte aber. Dann brach es aus ihr heraus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Bitte sagt, Signor, dass dies hier nur Pflicht ist und keine tieferen Gefühle Euer Herz bewegen.”&#039;&#039; Sie lief fast so rot an wie die zwei Schluck Wein in dem Becherchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian wurde zugleich heiß und kalt. Wie sollte er jetzt reagieren? Gab er zu, dass er nur wenig Interesse an der Vermählung hat, könnte dies alles für die Familien ruinieren. Stritt er es ab und tat so, als sei es sein tiefster Wunsch Talagena zu heiraten, wäre dies auch nicht sonderlich förderlich, sollte sie nicht mit der Heirat einverstanden sein. &#039;&#039;&amp;quot;Ich äh... Signora, versteht es nicht falsch. Es sind unsere Familien, die uns die Hochzeit vorbestimmt haben.&amp;quot;&#039;&#039; Krampfhaft versuchte er, in Talagenas Gesicht etwas abzulesen, dass ihm einen Hinweis auf ihre Einstellung zum Ganzen geben würde. &#039;&#039;&amp;quot;Ich glaube aber, dass ich ebenso... überrascht war, von der Vermählung zu hören, wie Ihr.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie drehte sich etwas weiter in Richtung Brunnen, den Rücken zum Palazzo. &#039;&#039;“Oh, Travia sei Dank. Ich bin froh dies zu vernehmen. Ihr müsst wissen, ich gedenke erst mein Studium zu beenden und nach der Herzogenschule vielleicht an einen Hof zu gehen. Dem Willen meiner Familie werde ich mich fügen, aber … Oh, Signor, lächelt weiter. Und brecht das alberne Brot. Dann trinken wir aus dem Becher. … aber ich mag mir erst das Reich ansehen und Karriere machen. Ihr seid doch schon so alt. Sicher werdet Ihr noch ein paar Götterläufe länger warten können, nicht wahr?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian schaute auf das Brot, brach es, nahm den Wein und sprach &#039;&#039;&amp;quot;Verzagt nicht, Talagena. Auch mich drängt es nicht zu sehr. Geht in die Welt und bestaunt die Wunder der Götter.&amp;quot;&#039;&#039; Darian hoffte, sich so eine kleine Galgenfrist zu erspielen. Von weitem sah er [[Gylduria Deraccini|seine Tante]], Vitius und Giacobbo auf der Rechten, die Delegation der [[Familie Silbertaler|Silbertalers]] zur Linken stehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm seiner Hand das Brotstück, biss hinein und hob es sogleich seinem Mund entgegen, damit er abbeiße. Nachdem er darauf einen Schluck Wein genommen hatte, trank sie vom dargereichten Becherchen ebenfalls. Ein uraltes Ritual, das doch beiden nun viel leichter fiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Dann vermählen wir uns auf den Wunsch unserer Familien hin in einem Götterlauf und gehen unserer Wege. Mutter sagte, Ihr wäret auch im Geldgeschäft? Was plant Ihr als freier Gatte?”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entnahm die Sikrami dem Körbchen, klappte den Deckel herunter und nahm das Messer in die verletzte Hand. Als sie ansetzte, für jeden ein Scheibchen abzuschneiden, verzog sie das Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Lasst mich das machen, Signora&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und nahm ihr das Messer aus der Hand, schnitt zwei Scheiben ab und reichte ihr eine. &#039;&#039;&amp;quot;Es stimmt, was Eure Mutter Euch berichtete, ich bin im Geldgeschäft. Ich werde die Aufgaben meines Onkels Alvaro in der Silbertaler Bank übernehmen. Ich war viele Jahre bei ihm in der Lehre. Wir trafen uns diverse Male in der Bank, als Ihr Eure Mutter besuchtet.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talagena zuckte bei der Berührung etwas zusammen, nahm aber die Scheibe entgegen. Um das Überlegen zu überspielen, aß sie die Sikrami. &#039;&#039;”Mit Fenchel. Eine gute Wahl.”&#039;&#039; Doch ihrem Gesicht war anzusehen, dass es ihr peinlich war, sich nicht an ihn erinnern zu können. &#039;&#039;”Das erklärt das Interesse an Euch. Und ich war wohl einfach die einzige junge Frau in heiratsfähigem Alter.”&#039;&#039; Sie seufzte. &#039;&#039;”Ich wünsche Euch wirklich viel Erfolg. War es schon stets Euer Wunsch, sich mit diesen Bankangelegenheiten zu beschäftigen?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;In der Tat. Ich habe mich schon immer für Zahlen und Finanzen interessiert. Mein Onkel Alvaro bot mir an, mich in seinem Fach zu unterweisen. Daher kam ich aus Punin, um bei ihm eine Ausbildung zu beginnen.&amp;quot;&#039;&#039;, sagte Darian und bemerkte Talagenas Zögern. &#039;&#039;&amp;quot;Aber sagt, was wollt Ihr an der [[Universität Methumis|Herzog-Eolan-Universität]] studieren?&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;”Punin, die Metropole Almadas.”&#039;&#039; Sie verdrehte träumerisch die Augen. &#039;&#039;“Mein Studium habe ich schon begonnen und das Trivium abgeschlossen. Das war allerdings knapp. Vater bezahlt mir die [[Herzogenschule der Universität Methumis|Herzogenschule]]. Mutter wollte natürlich, dass ich Recht und Zinsrechnung studiere, aber papà hat mich errettet. Es ist so wunderbar mit all den anderen Kommilitonen. Wir lernen, wie das Herzogtum, ja das Imperium aufgebaut ist, wie Politik im Inneren funktioniert, man mit anderen Staaten verhandelt und wir haben Debattierclubs. Mit dem Fechten tue ich mich schwer, aber dafür gehen mir [[Balestra]] und [[Balestrina]] gut von der Hand. Das sind viel zu wenige Stunden. Wirklich empörend.&amp;quot;&#039;&#039; Sie wurde wieder rot - diesmal vor Empörung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darian könnte den Eindruck gewinnen, dass Diplomatie für eine Frau mit so wenig Selbstbeherrschung möglicherweise nicht der richtige Weg sein könnte. Doch was sollˋs, vielleicht erkannte er sich selbst wieder, als er in ihrem Alter war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von altem Bund und neuem Fried&#039;|Treffen der Eheleute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;/Treffen der Eheleute</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Von_altem_Bund_und_neuem_Fried%27/Treffen_der_Eheleute&amp;diff=1282966"/>
		<updated>2026-04-25T17:13:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&amp;#039;}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Von altem Bund und neuem Fried&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Ida_Silbertaler&amp;diff=1282961</id>
		<title>Ida Silbertaler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Ida_Silbertaler&amp;diff=1282961"/>
		<updated>2026-04-25T13:37:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&lt;br /&gt;
{{PersonWi&lt;br /&gt;
|SC?NSC?=[[Benutzer:Rhutkles|SC]]&lt;br /&gt;
|Bild=Ida Silbertaler.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbreite=300&lt;br /&gt;
|Bildtext=Ida Silbertaler beim Sticken des Totentuchs ihrer ältesten [[Cinzia Amene di Salsavûr|Tochter]] 1046 BF&lt;br /&gt;
|Familie=[[Bild:Familie Silbertaler.png|19px]] [[Familie Silbertaler]] / [[Datei:Haus di Salsavur.png|19px]] [[Haus di Salsavûr]]&lt;br /&gt;
|TitelÄmter=[[Esquiria]], Präfektin von [[Torrini]]&lt;br /&gt;
|Tsatag=8. Rahja 1006 BF&lt;br /&gt;
|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Größe=1,78 Schritt&lt;br /&gt;
|Statur=schlank&lt;br /&gt;
|Haare=braun&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=braun&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=leidenschaftliche Musikerin und Malerin, gute Verwalterin, durchschnittliche Advocatin&lt;br /&gt;
|WichtigeEigenschaften=IN, CH, FF&lt;br /&gt;
|WichtigeTalente=Musizieren, Malen/Zeichnen, Schneidern, Rechtskunde&lt;br /&gt;
|VorNachteile=&lt;br /&gt;
|Beziehungen=ansehnlich&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=gering&lt;br /&gt;
|Eltern=[[Danilo Silbertaler]] (*973 BF), [[Giulietta ya Carven]] (*979 BF)&lt;br /&gt;
|Travienstand=vermählt mit [[Datei:Haus di Salsavur.png|15px]] [[Gareno di Salsavûr]] (*996 BF)&lt;br /&gt;
|Nachkommen=[[Cinzia Amene di Salsavûr|Cinzia Amene]] (1035-1046 BF), [[Migaele Curano di Salsavûr|Migaele Curano]] (*1038 BF), [[Ardare Prajane di Salsavûr|Ardare Prajane]] (*1040 BF)&lt;br /&gt;
|Geschwister=[[Sofia Silbertaler|Sofia]] (*1002 BF), [[Alessandro Silbertaler|Alessandro]] (*1005 BF), [[Irida Silbertaler|Irida]] (*1008 BF)&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=zur Wölfin gewordene Mutter&lt;br /&gt;
|Zitate=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ida Silbertaler&#039;&#039;&#039; (*1006 BF) entstammt der [[Familie Silbertaler]], fungiert als Präfektin von [[Torrini]] und ist seit 1032 BF die Ehefrau von [[Gareno di Salsavûr]]. &lt;br /&gt;
Sie genoss eine Ausbildung an der [[Universität Methumis]] im Sinne ihrer Familie. Ohne große Leidenschaft absolvierte sie die [[Praios-Schule der Universität Methumis|Praios-Schule]], widmete sich umso intensiver dem Studium der [[Rahja-Schule der Universität Methumis|Musik]] und [[Tsa-Schule der Universität Methumis|Malerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ihrem Mann und den Kindern verweilt sie, in der Regel, in [[Urbasi]], in der Präfektur, dem Sitz des [[Blutgerichtsbarkeit|Hochgerichtshofs]] von [[Aldyra]] oder der [[Burg Wulfenblut|Stammburg]] des [[Haus di Salsavûr|Hauses di Salsavûr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszug aus der Chronica Argentalis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:tsa.png|15px]]: 8. RAH 1006 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:boron.png|15px]]: -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:travia.png|15px]]: 12. TRA 1032 ∞ Gareno aus dem Haus di Salsavûr, dem Familienbunde vermittelt von [[Larissa di Salsavûr]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Praios.png|15px]]: Esquiria, [[Recalculator|Recalculatorin]] der [[Banca d&#039;Urbasi]] für Efferdas (1032-1033), Präfektin Urbasis in Torrini (1032-[lfd.])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:ingerimm.png|15px]]: Advocatin (Methumis)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In Artikeln und Geschichten==&lt;br /&gt;
*1041: [[Briefspiel:Der Krieg der Farben/Ancuiras&#039; Schwertzug|Der Krieg der Farben/Ancuiras&#039; Schwertzug]] (Rondra)&lt;br /&gt;
*1032: [[Briefspiel:Teilhaberversammlung_der_Silbertaler_Bank_1032_BF#Einladung|Teilhaberversammlung der Silbertaler Bank]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Silbertaler, Ida }}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]][[Kategorie:Absolventen Methumis]][[Kategorie:Jurist Methumis]][[Kategorie:Haus di Salsavûr|Ida]][[Kategorie:Familie Silbertaler|Ida]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Zeverin_della_Turani&amp;diff=1282958</id>
		<title>Zeverin della Turani</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Zeverin_della_Turani&amp;diff=1282958"/>
		<updated>2026-04-25T12:22:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&lt;br /&gt;
{{PersonWi&lt;br /&gt;
|SC?NSC?=&lt;br /&gt;
|Familie=[[Bild:Haus della Turani.png|19px]] [[Haus della Turani]]&lt;br /&gt;
|Wahlspruch=Omnia aequo animo ferre sapientis est. (Es ist ein Zeichen von Weisheit, alles gelassen zu ertragen.)&lt;br /&gt;
|TitelÄmter=&amp;lt;small&amp;gt; ehedem Iudex maior von [[Urbasi]] &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Tsatag=30. Tsa 1007 BF&lt;br /&gt;
|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Größe=1,85 Schritt&lt;br /&gt;
|Statur=hager&lt;br /&gt;
|Haare=kastanienbraun&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=grün&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=&lt;br /&gt;
|WichtigeEigenschaften=&lt;br /&gt;
|WichtigeTalente=&lt;br /&gt;
|VorNachteile=&lt;br /&gt;
|Beziehungen=&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=&lt;br /&gt;
|Eltern=[[Malvolio della Turani]], [[Elvene d&#039;Auspizzi]]&lt;br /&gt;
|Geschwister=[[Carolan della Turani|Carolan]], [[Thiridan della Turani|Thiridan]], [[Barian della Turani|Barian]], [[Fernan della Turani|Fernan]], [[Viviona della Turani|Viviona]] (Halbschwester)&lt;br /&gt;
|Travienstand=&lt;br /&gt;
|Nachkommen=&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
|Zitate=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeverin Rimaldo Ildebran della Turani&#039;&#039;&#039;, der dritte Sohn von [[Malvolio della Turani]], kann ohne Scheu als das strategische Genie des Hauses bezeichnet werden und hatte seit 1033 - 1035 BF das Amt des [[Calendarium Urbasis|Hochrichters]] von [[Urbasi]] inne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Auftreten===&lt;br /&gt;
Seinem Vater, dem imposanten Berg von Mann, ist Zeverin sehr unähnlich, ist er doch selbst eher schlaksig, bleich und mit einer sehr scharfgeschnittenen Nase gestraft. Über diese vermeintlichen Schönheitsfehler macht er sich jedoch nie Gedanken, denn Äußerlichkeiten bedeuten ihm wenig. Auf seine Kleidung legt er nur des schönen Scheins willen Wert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremde werden an ihm zuerst die unglaubliche Beherrschtheit bemerken, die er sich stets an den Tag zu legen bemüht. Seine Worte sind stets wohl gewählt, höflich, diplomatisch, und klingen doch oft wie Gift. Ihn zu mögen fällt nicht leicht, doch ist er ein ausgezeichneter Geschäftsmann und sicherlich ein zugänglicherer Gesprächspartner als sein Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wesen===&lt;br /&gt;
Zeverin sieht die Uneinigkeit seines Hauses mit großer Sorge und beschloss schon in jungen Jahren, dem mit List und Geschick entgegenzuwirken. Durch sein rhetorisches Talent und jahrelangen fleißigen Studiums der Politik, Diplomatie und des Rechts hat er sich für seinen Vater unentbehrlich gemacht. In dessen Namen verwaltet er große Teile des Familienvermögens und zieht die Strippen im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfehlungen von Familienmitgliedern werden von ihm mit bissigen Kommentaren und Geldentzug geahndet. Das gilt ganz besonders für seine Halbschwester [[Viviona della Turani|Viviona]], mit der ihn eine Intimfeindschaft verbindet. Ginge es nach ihm, hätte er die &amp;quot;Hexe&amp;quot; längst aus dem Haus geworfen. So sind die beiden gezwungen, sich gegenseitig Steine in den Weg zu legen und sich mit süffisanten Boshaftigkeiten zu überziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Beherrschtheit ist Teil seines Planes für das Familienwohl, fällt ihm jedoch nicht immer so leicht, wie es den Anschein hat. Im Grunde ist er seinem Vater ähnlicher, als er es will, und manchmal bahnt sich der Jähzorn seinen Weg durch die aalglatte Fassade. Dass diese Wutausbrüche nicht selten von seiner Halbschwester iniitiert werden, verwundert wohl kaum. Andere Momente der Menschlichkeit wird ein Außenstehender jedoch wohl nie von Zeverin zu Gesicht bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Turani, Zeverin della}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haus della Turani|Zeverin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen Urbasis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Azzo_Silbertaler_d.%C3%84.&amp;diff=1282957</id>
		<title>Azzo Silbertaler d.Ä.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Azzo_Silbertaler_d.%C3%84.&amp;diff=1282957"/>
		<updated>2026-04-25T12:03:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&lt;br /&gt;
{{PersonWi&lt;br /&gt;
|Familie=[[Bild:Familie Silbertaler.png|19px]] [[Familie Silbertaler]]&lt;br /&gt;
|TitelÄmter=[[Gonfaloniere Urbasis]]&lt;br /&gt;
|Tsatag=30. Praios [[715 BF]]&lt;br /&gt;
|Boronstag=25. Firun [[800 BF]]&lt;br /&gt;
|Größe=&lt;br /&gt;
|Statur=&lt;br /&gt;
|Haare=&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik=&lt;br /&gt;
|Eltern=&lt;br /&gt;
|Geschwister=[[Caroban Silbertaler|Caroban]] &amp;lt;small&amp;gt;(696-743)&amp;lt;/small&amp;gt;, [[Phexalia Silbertaler|Phexalia]] &amp;lt;small&amp;gt;(708-743)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Travienstand=vermählt mit [[Lonele ya Pradomini]] &amp;lt;small&amp;gt;(720-767) am 12. Travia 742&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nachkommen=[[Dagian Silbertaler|Dagian/Boronian]] &amp;lt;small&amp;gt;(745-816)&amp;lt;/small&amp;gt;, [[Ignara Silbertaler|Ignara]] &amp;lt;small&amp;gt;(747-839)&amp;lt;/small&amp;gt;; &#039;&#039;zudem durch Adoption:&#039;&#039; [[Tinciore Silbertaler|Tinciore]] &amp;lt;small&amp;gt;(740-811, gebürtige Nichte)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=&lt;br /&gt;
|Zitate=&lt;br /&gt;
|Chronik=&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;737:&#039;&#039;&#039; Abschluss an der [[Rechtsschule zu Vinsalt]]&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;743:&#039;&#039;&#039; Azzo folgt [[Caroban Silbertaler|Caroban]] als Hausoberhaupt nach.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;751:&#039;&#039;&#039; Ernennung zum ersten [[Gonfaloniere Urbasis]] &amp;amp;ndash; nach einem Aufstand im letzten Jahr des [[Unabhängigkeitskrieg]]s&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;752:&#039;&#039;&#039; Rücktritt vom Amt, nachdem [[Khadan Firdayon|König Khadan]] ihm die Anerkennung versagt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Azzo Praiotio Silbertaler&#039;&#039;&#039;, in Abgrenzung zu seinem [[Azzo Silbertaler d.J.|späteren Nachfahren gleichen Namens]] auch &#039;&#039;&#039;der Ältere&#039;&#039;&#039; genannt, war während des [[Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes|Unabhängigkeitskriegs des Lieblichen Feldes]] 751-752 BF erster [[Gonfaloniere Urbasis]]. Er führte die Bürger [[Urbasi]]s beim Aufstand gegen die kaiserlichen Besatzer an, woraufhin ihm das Amt des &#039;Bannerträgers&#039; und Stadtherrn auf Lebenszeit angetragen wurde. Da der neue [[Khadan Firdayon|König Khadan]] dies nach dem Sieg der Rebellen nicht anerkennen wollte, Azzo eine neuerliche bewaffnete Auseinandersetzung aber um jeden Preis zu vermeiden suchte, trat er von dem Amt wenig später wieder zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gehen wichtige Errungenschaften [[Urbasi|Urbasis]] auf ihn zurück, u. a. die Befestigung der [[Nekropole Nerano]]. Die [[Familie Silbertaler]] zählt ihn zu ihren wichtigsten Ahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Rahja [[1031 BF]] ziert eine [[Geschichte_Urbasis:_Gonfaloniere_Miguel_Flaviora|Statue von ihm]] den Brunnen in den Ascanischen Gärten. Bisher sind an den sechs Brunnenplatten mit Wappen und Inschrift verzeichnet:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Flaviora.png|19px]] [[Miguel Flaviora]] (1030-33), [[Datei:Haus di Salsavur.png|19px]] [[Romualdo di Salsavûr]] (1033-37), [[Datei:Familie Zorgazo.png|19px]] [[Duridanya Zorgazo]] (1037-39, 41-47), [[Datei:Familie ya Malachis.png|19px]] [[Carolan Flaviora|Carolan ya Malachis]] (1039-41), [[Datei:Familie ya Malachis.png|19px]] [[Sanjana ya Malachis]] (1047- ). Die letzte Kartusche ist noch frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auszug aus der Chronica Argentalis==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Azzo Praiotio Silbertaler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:tsa.png|15px]]: 30. PRA 715 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:boron.png|15px]]: 25. FIR 800 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:travia.png|15px]]: 12. TRA 742 BF (Munt) ⚭ Ihro Gnaden [[Bild:Familie ya Pradomini.png|15px]] [[Lonele ya Pradomini|Lonele]] aus dem ehrwürdigen [[Familie ya Pradomini|Hause ya Pradomini]], Adoption von [[Tinciore Silbertaler|Tinciore]] (743), Eltern von [[Dagian Silbertaler|Dagian]] (745) und [[Ignara Silbertaler|Ignara]] (747)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Praios.png|15px]]: Esquirio, Oberhaupt unserer Familie 743-800 BF. [[Gonfaloniere Urbasis|Gonfaloniere]] unserer Stadt, 1. seines Amtes, 751-753 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ingerimm.png|15px]]: Rechtsgelehrter [[Rechtsschule zu Vinsalt|zu Vinsalt]], Abschluss 737 BF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Geschichte Urbasis seit dem Unabhängigkeitskrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NavGonfaloniereUrbasi}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Silbertaler, Azzo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person]][[Kategorie:Jurist Vinsalt]][[Kategorie:Familie Silbertaler|Azzo]][[Kategorie:Personen Urbasis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Nando_Castiglione&amp;diff=1282673</id>
		<title>Nando Castiglione</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Nando_Castiglione&amp;diff=1282673"/>
		<updated>2026-04-20T18:57:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}&lt;br /&gt;
{{PersonWi&lt;br /&gt;
|SC?NSC?=[[Benutzer:Rhutkles|SC]]&lt;br /&gt;
|Bild=Nando Castiglione.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbreite=300&lt;br /&gt;
|Bildtext=Nando Castiglione im Jahre 1048 BF&lt;br /&gt;
|Familie=[[Bild:Familie Castiglione.png|19px]] [[Familie Castiglione|Castiglione]] / [[Bild:Familie Silbertaler.png|19px]] [[Familie Silbertaler|Silbertaler]]&lt;br /&gt;
|TitelÄmter=&lt;br /&gt;
|Tsatag=14. Rahja [[1001 BF]]&lt;br /&gt;
|Boronstag=&lt;br /&gt;
|Größe=1,78 Schritt&lt;br /&gt;
|Statur=beleibt&lt;br /&gt;
|Haare=schwarz&lt;br /&gt;
|Augenfarbe=dunkelbraun&lt;br /&gt;
|Kurzcharakteristik= freundlich, jovial&lt;br /&gt;
|WichtigeEigenschaften=CH, KO&lt;br /&gt;
|WichtigeTalente=Brett- und Kartenspiel, Magiekunde, Zechen&lt;br /&gt;
|VorNachteile=&lt;br /&gt;
|Beziehungen=gering&lt;br /&gt;
|Finanzkraft=ansehnlich&lt;br /&gt;
|Eltern=&lt;br /&gt;
|Geschwister=[[Avessandra Castiglione]] (*998)&lt;br /&gt;
|Travienstand= vermählt mit [[Sofia Silbertaler]] (*1002)&lt;br /&gt;
|Nachkommen=[[Horatio Silbertaler|Horatio]] (*1024), [[Alrigo Silbertaler|Alrigo]] (*1025), [[Talagena Silbertaler|Talagena]] (*1028)&lt;br /&gt;
|FreundeVerbündete=[[Avessandra Castiglione]] (Schwester)&lt;br /&gt;
|FeindeKonkurrenten=&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=&lt;br /&gt;
|Verwendung im Spiel=&lt;br /&gt;
|Zitate=&amp;quot;Der Rakorium genehmigt sich hin und wieder Arinker Steilhang.&amp;quot;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nando Silbertaler&#039;&#039;&#039;, geborener &#039;&#039;&#039;Castiglione&#039;&#039;&#039;, ist seinen Kindern zugetan und soll sogar &amp;amp;ndash; so tuschelt man hinter vorgehaltener Hand &amp;amp;ndash; [[Sofia Silbertaler|seiner Gemahlin]] vor einigen Jahren ein Kichern abgerungen haben, was alles über seinen Charme und unerschütterlichen Frohgemut sagt. Der Tod des Großteils seiner Familie hat daran auch wenig geändert &amp;amp;ndash; von einer Phase von einigen Monden abgesehen, in der er etwas tiefer als üblich in die Weinkelche schaute. Seiner innig geliebten, aber ledigen [[Avessandra Castiglione|Schwester]] hält er mit Genuss vor, ihr einen Magier als Sohn voraus zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==In Artikeln und Geschichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT: Castiglione, Nando}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]][[Kategorie:Familie Silbertaler|Nando]][[Kategorie:Personen Urbasis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Wie_man_Silbertaler_gewinnt/Ein_Grundstein_wird_gelegt&amp;diff=1282200</id>
		<title>Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt/Ein Grundstein wird gelegt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Wie_man_Silbertaler_gewinnt/Ein_Grundstein_wird_gelegt&amp;diff=1282200"/>
		<updated>2026-04-11T14:25:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: /* Ein Grundstein wird gelegt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Grundstein wird gelegt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich Geschäftliches und Angenehmes verbinden ließ, war das ganz in Sanjanas Sinne. Viel zu selten hatte sie in den letzten Monden Zeit gefunden das [[Spiel- und Badehaus Belhancaris]] aufzusuchen. So genoss sie ihren heutigen Besuch in vollen Zügen. Erst gönnte sie sich tatsächlich ein Bad und einen Aufenthalt im Tepidarium mit anschließender Massage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach erst ging sie körperlich erfrischt und gut gelaunt in den Spielsalon. Sie ließ ihren Blick über die Boltan- und Würfeltische schweifen und suchte nach einem ganz bestimmten Gesicht.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor den Augen fanden die Ohren ihr Ziel: glockenhelles Lachen, gepaart mit einem harten Klapsen und einem gespielt empörten &#039;&#039;“Alricio. Beinah’. Ah, da habt Ihr zwei hübsche Weissagerinnen. Drei Knappinnen. Das Duell der Damen geht wohl an mich. Grämt Euch nicht. Es hätte schlimmer können, wenn wir um Gold statt Silber gespielt hätten. Die Damen, die Herren, Ihr entschuldigt. Ich wünsche ein angenehmes Spiel. Tantan.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein naher Vorhang wurde zur Seite geschlagen und die noch immer jugendlich wirkende Mittdreißigerin flatterte mit einem weiteren geflöteten &#039;&#039;“Tantan.”&#039;&#039; aus dem dahinter liegenden Separee, sicherte kurz und verdrehte dann kopfschüttelnd die Augen. Als sie Sanjana sah, winkte sie über ein paar Köpfe hinweg und trippelte um einen Bediensteten herum, dem sie zwei Silberkelche vom Tablett mopste. &#039;&#039;“Du siehst fantastisch aus, wie frisch dem Bade entstiegen und vom Haarkünstler malträtiert”&#039;&#039;, flüsterte sie. Dann ein Seufzen. &#039;&#039;“Priora ya Malachis.”&#039;&#039; Ein leicht übertriebener Knicks und ein dargebotener Rotwein. &#039;&#039;“Willkommen im Spielhaus.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simiarea Silbertaler.jpg|thumb|150px|left|[[Simiarea Silbertaler|Simiarea]] entscheidet sich, ihrer Freundin zu helfen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanjanas Lachen war herzlich und echt. &#039;&#039;“Danke, Simiarea für das herzliche Willkommen. Aber bitte stell die Förmlichkeiten ein, ich bin sicher nicht in meiner Amtsfunktion hier. Eher damit der notorisch leere Säckel des armen Spielhauses an mir ein paar Silber verdienen kann.”&#039;&#039; Mit einem Zwinkern nahm Sanjana einen der Kelche entgegen und prostete ihrer alten Bekannten zu. &#039;&#039;“Aber bevor ich mich dem Glücksspiel ergebe, wäre es wunderbar, wenn du einige Augenblicke Zeit für ein Vieraugengespräch hättest.”&#039;&#039;, fügte sie mit leicht gedämpfter Stimme hinzu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon eine freche Erwiderung für das &#039;&#039;´klamme Spielhaus, das sich nur mit den Almosen der glücklosen Neureichen auf der Klippe halten kannˋ&#039;&#039; auf den Lippen, nahm sie den Unterton der letzten Worte wahr. Ein fragender Blick der meergrünblauen Augen versicherte sich kurz, dass es nichts akut Dramatisches war. &#039;&#039;“Die Separees sind belegt. Komm.”&#039;&#039; Sie bot Sanjana ihren Arm an und geleitete sie, flott durch die Wandvertäfelung in einen Lakaiengang abbiegend, hinauf in das Zwischengeschoss der Verwaltungsräume. Angesichts der verspielt eleganten Räumlichkeiten unten, erschien hier alles funktional, eng und niedrig - und ehrlicherweise etwas muffig. An einer steilen Stiege vorbei, die offenbar hinauf ins Dach führte, betraten die beiden einen kleinen, noch völlig düsteren Raum.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simiarea klapperte, begleitet von einem &#039;&#039;“Ahi!”&#039;&#039;, etwas herum und zog endlich die großen Fensterläden nach innen auf. Das Licht der untergehenden Wintersonne beleuchtete das Aquädukt und die Landschaft, durch das es lief, in Veilchentönen und Gold.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie nahm den abgestellten Kelch wieder auf, zog einen ausrangierten, stoffbezogenen Klappstuhl heran und setzte sich, nachdem Sanjana darauf Platz genommen hatte, auf ein fadenscheiniges Kissen, das, kurz ausgeklopft, seinen Platz auf einer klapprigen Weinstiege fand. Ein alter Vorhang wurde gegen die kühle Bergluft über die Knie der beiden geworfen. &#039;&#039;“Vier Augen, vier Ohren und nur die Katzen auf den Dächern. Was treibt Dich her?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Augenblicke lang schwelgte Sanjana im Farbenspiel des Sonnenuntergangs. Sie begann zu sprechen, während sie dem Praiosmal weiter zugewandt blieb. &#039;&#039;“Weißt du noch, wie ich nach der [[Briefspiel:Das Schicksal eines Schinkens|Verkündung meiner Verlobung]] ins Spielhaus gekommen bin? Unglaublich wütend und fest entschlossen, meinen ganzen Frust in Unmengen von Alkohol zu ertränken. Du hast mir damals den Kopf gewaschen und mir etwas sehr Wichtiges beigebracht. Wir spielen alle ein Spiel um Macht, Einfluss und das Wohlergehen unserer Familien. In diesem  Garadanspiel sind wir entweder Spieler oder Figur.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sanjana nahm nachdenklich einen Schluck Wein aus ihrem Pokal und wandte dann ihr Gesicht Simiarea zu. &#039;&#039;“Du hast damals eine Münze geworfen und mich gefragt: Kopf oder Zahl, Sanjana, Spieler oder Figur? Es ist deine Entscheidung. Das war der Moment, in dem ich beschlossen habe, kein Bauer sein zu wollen in diesem Garadan. Ich habe mich dafür nie bedankt bei dir.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sanjana schenkte der Silbertalerin ein betörend schönes und vor allem ehrliches Lächeln. &#039;&#039;&amp;quot;Danke&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie schlicht.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Augenblicke herrschte Schweigen. Dann seufzte die Priora structuris tief und ihr Tonfall wechselte von sanft zu ernst:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Wohl habe ich es geschafft vom Bauern zur Dame zu werden aber noch habe ich mein Spiel nicht gewonnen und nun bin ich wieder an einem Punkt, wo ich Rat und Hilfe brauche. Die [[Familie ya Malachis|ya Malachis]] sind ins Patriziat aufgestiegen, wir gewinnen an Einfluss und ich möchte dies nutzen, um den Handel und das Handwerk anzukurbeln. Ich möchte eine Brokatweberei eröffnen und einen Familienpalazzo bauen, beides wird Arbeit und Geld für den Mittelstand bringen und somit dem Wohlergehen der ganzen Stadt zu gute kommen, aber für diese Projekte benötige ich die Unterstützung der [[Silbertaler Bank]], oder besser gesagt deiner Familie. Ich fürchte nur, dass [[Sofia Silbertaler|Sofia]] meine Visionen nicht teilt.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simiarea konnte eine gute Zuhörerin sein. Sie verstand, sie nickte an den richtigen Stellen und stupste zwischendurch ihre Fingerspitzen aufmunternd an die Handknöchel der Freundin. Während der Passagen um das Spiel des Lebens fegte sie ihre eigene, aktuelle Situation mit einem inneren Handwedler zur Seite, denn alle Aufmerksamkeit gehörte Sanjana.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Mit Sofia mag man nicht unbedingt einen ausgelassenen Abend verbringen können, und - Ach! - dieser Dünkel manchmal. Aber sie ist in Finanzdingen eigentlich sehr genau - auf diese anstrengende, penible, merkantile Art. Was ist denn geschehen?”&#039;&#039;, hakte die Schwarzhaarige nach.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanjana gab ihr eine kurze Zusammenfassung des Gesprächs zwischen ihrem Sekretär und der Directora. &#039;&#039;“Um den Kredit zu bekommen, benötige ich wenigstens zwei aus dem Direktorium, die mir gewogen sind. Auf die [[Lucretia Flaviora|Flaviora]] kann ich mich sicher verlassen. Weder mit den [[Familie Silbertaler|Silbertalern]] noch mit den [[Haus di Salsavûr|Salsavûr]] habe ich eine sichere Allianz.”&#039;&#039;, fasste die ya Malachis ihre aktuelle Situation zusammen. &#039;&#039;&amp;quot;Vielleicht hast du eine Idee für mich, wie ich das ändern kann.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Das waren ihre Worte?”&#039;&#039;, Simiarea hatte für einige Herzschläge ein sprechendes Nachdenkgesicht und kam offenbar zu einem Schluss. Nach einem ergebenen Aufseufzen setzte sie an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ich will Dir gerne raten, liebe Freundin. Lass mich Dir von unserer Familie berichten: Azzo hat mich vor kurzem überzeugt, in den Schoß der Familie zurückzukehren. Ach, manchmal kann ich es selbst kaum glauben. Aber er ist ein freundlicher Mensch, ein Hotelier durch und durch und vor allem am Wohl der Stadt als Maßstab allen Tuns interessiert. Allein aber wäre es ihm nicht gelungen, die Familie nach all den Jahrzehnten des Streits Schritt für Schritt zusammenzuführen. Wenn Du das Einverständnis Sofias benötigst, musst Du jemand anderen auf Deine Seite bringen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Simiarea ergriff die Hand Sanjanas und senkte instinktiv die Stimme. &#039;&#039;“Wende Dich an [[Efferdita Pechstein|Efferdita]]. Ja, schau nicht so. Sie ist keinesfalls nur die fromme Domna, die nichts als Travias Güte im Kopf hätte. Nur weil sie zwei Mal in der Woche nach [[Agreppara]] wie auf einen Bußgang wandert: unterschätze ihren Einfluss nicht, aber lass Dir nicht anmerken, wie sie Dein Ziel geworden ist. Sie spielt das Spinett der Bedürfnisse und Interessen nach Kusliker Art. Und noch eines: ich kann mir denken, worin das Interesse besteht: die Brokatmanufaktur.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wie man Silbertaler gewinnt|Ein Grundstein wird gelegt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Wie_man_Silbertaler_gewinnt/Ein_Grundstein_wird_gelegt&amp;diff=1282076</id>
		<title>Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt/Ein Grundstein wird gelegt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.horaswiki.de/w/index.php?title=Briefspiel:Wie_man_Silbertaler_gewinnt/Ein_Grundstein_wird_gelegt&amp;diff=1282076"/>
		<updated>2026-04-11T09:39:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Grundstein wird gelegt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich Geschäftliches und Angenehmes verbinden ließ, war das ganz in Sanjanas Sinne. Viel zu selten hatte sie in den letzten Monden Zeit gefunden das [[Spiel- und Badehaus Belhancaris]] aufzusuchen. So genoss sie ihren heutigen Besuch in vollen Zügen. Erst gönnte sie sich tatsächlich ein Bad und einen Aufenthalt im Tepidarium mit anschließender Massage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach erst ging sie körperlich erfrischt und gut gelaunt in den Spielsalon. Sie ließ ihren Blick über die Boltan- und Würfeltische schweifen und suchte nach einem ganz bestimmten Gesicht.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor den Augen fanden die Ohren ihr Ziel: glockenhelles Lachen, gepaart mit einem harten Klapsen und einem gespielt empörten &#039;&#039;“Alricio. Beinah’. Ah, da habt Ihr zwei hübsche Weissagerinnen. Drei Knappinnen. Das Duell der Damen geht wohl an mich. Grämt Euch nicht. Es hätte schlimmer können, wenn wir um Gold statt Silber gespielt hätten. Die Damen, die Herren, Ihr entschuldigt. Ich wünsche ein angenehmes Spiel. Tantan.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein naher Vorhang wurde zur Seite geschlagen und die noch immer jugendlich wirkende Mittdreißigerin flatterte mit einem weiteren geflöteten &#039;&#039;“Tantan.”&#039;&#039; aus dem dahinter liegenden Separee, sichert kurz und verdrehte dann kopfschüttelnd die Augen. Als sie Sanjana sah, winkte sie über ein paar Köpfe hinweg und trippelte um einen Bediensteten herum, dem sie zwei Silberkelche vom Tablett mopste. &#039;&#039;“Du siehst fantastisch aus, wie frisch dem Bade entstiegen und vom Haarkünstler malträtiert”&#039;&#039;, flüsterte sie. Dann ein Seufzen. &#039;&#039;“Priora ya Malachis.”&#039;&#039; Ein leicht übertriebener Knicks und ein dargebotener Rotwein. &#039;&#039;“Willkommen im Spielhaus.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanjanas Lachen war herzlich und echt. &#039;&#039;“Danke, Simiarea für das herzliche Willkommen. Aber bitte stell die Förmlichkeiten ein, ich bin sicher nicht in meiner Amtsfunktion hier. Eher damit der notorisch leere Säckel des armen Spielhauses an mir ein paar Silber verdienen kann.”&#039;&#039; Mit einem Zwinkern nahm Sanjana einen der Kelche entgegen und prostete ihrer alten Bekannten zu. &#039;&#039;“Aber bevor ich mich dem Glücksspiel ergebe, wäre es wunderbar, wenn du einige Augenblicke Zeit für ein Vieraugengespräch hättest.”&#039;&#039;, fügte sie mit leicht gedämpfter Stimme hinzu.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon eine freche Erwiderung für das &#039;&#039;´klamme Spielhaus, das sich nur mit den Almosen der glücklosen Neureichen auf der Klippe halten kannˋ&#039;&#039; auf den Lippen, nahm sie den Unterton der letzten Worte wahr. Ein fragender Blick der meergrünblauen Augen versicherte sich kurz, dass es nichts akut Dramatisches war. &#039;&#039;“Die Separees sind belegt. Komm.”&#039;&#039; Sie bot Sanjana ihren Arm an und geleitete sie, flott durch die Wandvertäfelung in einen Lakaiengang abbiegend, hinauf in das Zwischengeschoss der Verwaltungsräume. Angesichts der verspielt eleganten Räumlichkeiten unten, erschien hier alles funktional, eng und niedrig - und ehrlicherweise etwas muffig. An einer steilen Stiege vorbei, die offenbar hinauf ins Dach führte, betraten die beiden einen kleinen, noch völlig düsteren Raum.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Simiarea klappert, begleitet von einem &#039;&#039;“Ahi!”&#039;&#039;, etwas herum und zieht endlich die großen Fensterläden nach innen auf. Das Licht der untergehenden Wintersonne beleuchtete das Aquädukt und die Landschaft, durch das es läuft, in Veilchentönen und Gold.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie nahm den abgestellten Kelch wieder auf, zog einen ausrangierten, stoffbezogenen Klappstuhl heran und setzte sich, nachdem Sanjana darauf Platz genommen hatte, auf ein fadenscheiniges Kissen, das, kurz ausgeklopft, seinen Platz auf einer klapprigen Weinstiege fand. Ein alter Vorhang wurde gegen die kühle Bergluft über die Knie der beiden geworfen. &#039;&#039;“Vier Augen, vier Ohren und nur die Katzen auf den Dächern. Was treibt Dich her?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Augenblicke lang schwelgte Sanjana im Farbenspiel des Sonnenuntergangs. Sie begann zu sprechen, während sie dem Praiosmal weiter zugewandt blieb. &#039;&#039;“Weißt du noch, wie ich nach der Verkündung meiner Verlobung ins Spielhaus gekommen bin? Unglaublich wütend und fest entschlossen, meinen ganzen Frust in Unmengen von Alkohol zu ertränken. Du hast mir damals den Kopf gewaschen und mir etwas sehr Wichtiges beigebracht. Wir spielen alle ein Spiel um Macht, Einfluss und das Wohlergehen unserer Familien. In diesem Garadanspiel sind wir entweder Spieler oder Figur.”&#039;&#039; Sanjana nahm nachdenklich einen Schluck Wein aus ihrem Pokal und wandte dann ihr Gesicht Simiarea zu. &#039;&#039;“Du hast damals eine Münze geworfen und mich gefragt: Kopf oder Zahl, Sanjana Spieler oder Figur? Es ist deine Entscheidung. Das war der Moment, in dem ich beschlossen habe, kein Bauer sein zu wollen in diesem Garadan. Ich habe mich dafür nie bedankt bei dir.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sanjana schenkte der Silbertalerin ein betörend schönes und vor allem ehrliches Lächeln. &#039;&#039;&amp;quot;Danke&amp;quot;&#039;&#039;, sagte sie schlicht.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Augenblicke herrschte Schweigen. Dann seufzte die Priora structuris tief und ihr Tonfall wechselte von sanft zu ernst:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Wohl habe ich es geschafft vom Bauern zur Dame zu werden aber noch habe ich mein Spiel nicht gewonnen und nun bin ich wieder an einem Punkt, wo ich Rat und Hilfe brauche. Die ya Malachis sind ins Patriziat aufgestiegen, wir gewinnen an Einfluss und ich möchte dies nutzen, um den Handel und das Handwerk anzukurbeln. Ich möchte eine Brokatweberei eröffnen und einen Familienpalazzo bauen, beides wird Arbeit und Geld für den Mittelstand bringen und somit dem Wohlergehen der ganzen Stadt zu gute kommen, aber für diese Projekte benötige ich die Unterstützung der Silbertaler Bank, oder besser gesagt deiner Familie. Ich fürchte nur, dass Sofia meine Visionen nicht teilt.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simiarea konnte eine gute Zuhörerin sein. Sie verstand, sie nickte an den richtigen Stellen und stupste zwischendurch ihre Fingerspitzen aufmunternd an die Handknöchel der Freundin. Während der Passagen um das Spiel des Lebens fegte sie ihre eigene, aktuelle Situation mit einem inneren Handwedler zur Seite, denn alle Aufmerksamkeit gehörte Sanjana.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Mit Sofia mag man nicht unbedingt einen ausgelassenen Abend verbringen können, und - Ach! - dieser Dünkel manchmal. Aber sie ist in Finanzdingen eigentlich sehr genau - auf diese anstrengende, penible, merkantile Art. Was ist denn geschehen?”&#039;&#039;, hakte die Schwarzhaarige nach.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanjana gab ihr eine kurze Zusammenfassung des Gesprächs zwischen ihrem Sekretär und der Directora. &#039;&#039;“Um den Kredit zu bekommen, benötige ich wenigstens zwei aus dem Direktorium, die mir gewogen sind. Auf die [[Lucretia Flaviora|Flaviora]] ann ich mich sicher verlassen. Weder mit den [[Familie Silbertaler|Silbertalern]] noch mit den [[Haus di Salsavûr|Salsavûr]] habe ich eine sichere Allianz.”&#039;&#039;, fasste die ya Malachis ihre aktuelle Situation zusammen. &#039;&#039;&amp;quot;Vielleicht hast du eine Idee für mich, wie ich das ändern kann.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Das waren ihre Worte?”&#039;&#039;, Simiarea hatte für einige Herzschläge ein sprechendes Nachdenkgesicht und kam offenbar zu einem Schluss. Nach einem ergebenen Aufseufzen setzte sie an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ich will Dir gerne raten, liebe Freundin. Lass mich Dir von unserer Familie berichten: Azzo hat mich vor kurzem überzeugt, in den Schoß der Familie zurückzukehren. Ach, manchmal kann ich es selbst kaum glauben. Aber er ist ein freundlicher Mensch, ein Hotelier durch und durch und vor allem am Wohl der Stadt als Maßstab allen Tuns interessiert. Allein aber wäre es ihm nicht gelungen, die Familie nach all den Jahrzehnten des Streits Schritt für Schritt zusammenzuführen. Wenn Du das Einverständnis Sofias benötigst, musst Du jemand anderen auf Deine Seite bringen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Simiarea ergriff die Hand Sanjanas und senkte instinktiv die Stimme. &#039;&#039;“Wende Dich an Efferdita. Ja, schau nicht so. Sie ist keinesfalls nur die fromme Domna, die nichts als Travias Güte im Kopf hätte. Nur weil sie zwei Mal in der Woche nach Agreppara wie auf einen Bußgang wandert: unterschätze ihren Einfluss nicht, aber lass Dir nicht anmerken, wie sie Dein Ziel geworden ist. Sie spielt das Spinett der Bedürfnisse und Interessen nach Kusliker Art. Und noch eines: ich kann mir denken, worin das Interesse besteht: die Brokatmanufaktur.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wie man Silbertaler gewinnt|Ein Grundstein wird gelegt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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		<title>Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt/Im Arbeitszimmer Sanjanas</title>
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		<updated>2026-04-11T09:20:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Arbeitszimmer Sanjanas ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumm hörte sich das junge Oberhaupt ihres städtischen Familienzweigs den Bericht von [[Rondrigo Pelargon|Rondrigo]] an. Sie verzog keine Miene, aber ihre Augen blitzten. &#039;&#039;“Das mein lieber Rondrigo war eine Lektion in der Hohe Schule der geschäftlichen Verachtung. Das war die Reinform von Arroganz des altem Patriziat gegenüber den jungen Emporkömmlingen, aber verpackt in geschäftsmäßige Neutralität. Ich vermute, sie mag uns nicht, das hat sie uns spüren lassen, ohne dabei beleidigend zu werden. Ich ziehe meinen Hut vor der Direktora, sauber gemacht.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Sanjana, das hört sich ja an, als würdet ihr die Dame bewundern? Aber sie verhindert doch unseren Kredit?”&#039;&#039; &#039;&#039;“Natürlich bewundere ich sie. Sie ist eine grande Dame der Finanzen. Leider steht sie gerade nicht auf meiner Seite, das ist bedauerlich. Aber ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch und wie du weißt, habe ich Ziele, keine Wünsche.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Was werdet ihr jetzt tun?”&#039;&#039; &#039;&#039;“Baden gehen, Rondrigo. Baden gehen.”&#039;&#039; [[Sanjana ya Malachis|Sanjana]] schmunzelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wie man Silbertaler gewinnt|Im Arbeitszimmer Sanjanas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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		<title>Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt/Im Arbeitszimmer Sanjanas</title>
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		<updated>2026-04-11T09:18:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Arbeitszimmer Sanjanas ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stumm hörte sich das junge Oberhaupt ihres städtischen Familienzweigs den Bericht von [[Rondrigo Pelargon|Rondrigo]] an. Sie verzog keine Miene, aber ihre Augen blitzten. &#039;&#039;“Das mein lieber Rondrigo war eine Lektion in der Hohe Schule der geschäftlichen Verachtung. Das war die Reinform von Arroganz des altem Patriziat gegenüber den jungen Emporkömmlingen, aber verpackt in geschäftsmäßige Neutralität. Ich vermute, sie mag uns nicht, das hat sie uns spüren lassen, ohne dabei beleidigend zu werden. Ich ziehe meinen Hut vor der Direktora, sauber gemacht.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Sanjana, das hört sich ja an, als würdet ihr die Dame bewundern? Aber sie verhindert doch unseren Kredit?”&#039;&#039; &#039;&#039;“Natürlich bewundere ich sie. Sie ist eine grande Dame der Finanzen. Leider steht sie gerade nicht auf meiner Seite, das ist bedauerlich. Aber ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch und wie du weißt, habe ich Ziele, keine Wünsche.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Was werdet ihr jetzt tun?”&#039;&#039; &#039;&#039;“Baden gehen, Rondrigo. Baden gehen.”&#039;&#039; Sanjana schmunzelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wie man Silbertaler gewinnt|Im Arbeitszimmer Sanjanas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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	<entry>
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		<title>Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt/Ein Palazzo braucht ein Fundament</title>
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		<updated>2026-04-11T09:15:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rhutkles: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Palazzo braucht ein Fundament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rondrigo Pelargon]] klopfte am Arbeitszimmer seiner Herrin. &#039;&#039;“Was gibt es denn?”&#039;&#039; erscholl es eher unwillig von innen. Der junge Secretarius nahm dies als Aufforderung einzutreten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Sanjana ya Malachis|Sanjana]] stand an ihrer Staffelei und war dabei, das Motiv für einen Wandbehang zu entwerfen, eine Jagdszene mit Falken, den die Familie de Falcona in Auftrag gegeben hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Seniora, ein Bote aus dem [[Familie Scalior|Hause ya Scalior]]  hat diese Dokumentenmappe soeben gebracht.”&#039;&#039; Unverzüglich hatte Rondrigo Sanjanas volle Aufmerksamkeit.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Ah! Ich nehme an, das sind die Entwürfe von [[Adamante ya Scalior|Adamante]] und die Kalkulation von [[Cesara ya Malachis|Cesara]]”&#039;&#039; Mit diesen Worten wandte sich Sajana dem Schreibtisch zu und breitete zunächst die Pläne aus, die sie einige Minuten lang studierte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sanjana ya Malachis.jpg|thumb|150px|right|[[Sanjana ya Malachis]] studiert die Baupläne und die Kosten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ja, das gefällt mir, die Arkaden im Innenhof haben jetzt den Schwung, den ich mir wünsche.”&#039;&#039; murmelte sie dabei vor sich hin. &#039;&#039;“Aber der Turm… nein. Viel zu kantig und trutzig, das soll doch keine Festung werden.”&#039;&#039; Sie seufzte. &#039;&#039;“Ich muss noch mal mit Adamante sprechen. Vielleicht stimmt er ja doch zu Meister [[Bernadeo Buontalenti]] noch hinzuzuziehen.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wandte sie ihren Blick einer Tabelle zu, in der fein säuberlich Zahlenkollonen aufaddiert wurden. Als Sanjana die geschätzte Endsumme sah, entwich ihr ein Laut des Unmuts und kurzfristig sah sie aus, als hätte sie Zahnschmerzen. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Meine Treu! Das nenne ich mal einen stolzen Preis!”&#039;&#039; &#039;&#039;“Darf ich?”&#039;&#039; fragte Rodrigo höflich zurückhaltend. Sanjana reichte ihrem Secretarius wortlos die Kalkulation.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieser ließ sich Zeit und schien im Geiste die Zahlen zu prüfen. &#039;&#039;“Eure Verwandte macht euch trotz allem einen guten Preis. Ihre Kalkulation ist nicht überzogen, eher im Gegenteil, die Preise für die Steinquader sind sogar günstig.”&#039;&#039; kommentierte der junge Mann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerlich gratulierte sich Sanjana wieder einmal, dass sie den Burschen damals aufgelesen hatte und für seine Ausbildung aufgekommen war, es zahlte sich aus. &#039;&#039;&amp;quot;Ja, aber nichts desto trotz übersteigt das unsere Möglichkeiten bei weitem. Ich wusste ja, dass wir uns Geld werden leihen müssen, aber so viel?!”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Die Alternative wäre ein kleinerer Palazzo…”&#039;&#039; &#039;&#039;“Auf gar keinen Fall! Wir können nur einmal bauen und ich möchte nicht schlechter dastehen als die anderen Patrizier.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Secretarius mit Auftrag ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanjana winkte ab, das Thema hatte sie schon zur Genüge erörtert. &#039;&#039;“Rondrigo, du begibst dich jetzt zur [[Silbertaler Bank]] und bringst in Erfahrung, wie die Konditionen für einen Kredit sind und ich werde zu [[Adamante ya Scalior]] gehen und die Pläne erörtern.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Banca.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So betrat Rondrigo wenig später die Halle der [[Silbertaler Bank|Banca Argentale di Sant&#039;Agreppo]], und blickte sich suchend um.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Portico musterte die ältere Gardistin den Secretarius kurz, erkannte ihn und schlug den Ring des eisenbeschlagenen Holztors, die dann von innen geöffnet wurde. Die schmale Halle empfängt jeden Besuch mit einer Reihe umlaufender Türen, über denen die Wappen der Anteilseigner prangen, dem Eingang gegenüber das Prunkwappen der [[Urbasi|Bergstadt]] selbst.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Gardist, dem man die Kriege der letzten Jahre ansah, brummte ein &#039;&#039;“Momento!”&#039;&#039; und wies mit seiner Pranke auf eine der beiden Holzbänke neben dem Eingang.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Tor wieder geschlossen war, vernahm man das ruhige Geräusch von entspannenden Armbrustsicherungen; nichts, was dem Secretarius unbekannt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Tür öffnete sich linkerhand, eine unauffällige [[Innocentia Malía|Amtsschreiberin]] führte einen sehr [[Alrigo Silbertaler|jung wirkenden Mann]] in bestickter grauer Reiserobe ins Vestibül. Dieser schlug seinen altertümlich wirkenden Stab auf den Marmorboden und nickte Rodrigo kurz zu, bevor er sich mit einer ruhigen, aber etwas krächzenden Stimme an die Frau wandte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Richtet meinem Bruder die besten Wünsche von mir aus. PRAios mit Euch.”&#039;&#039; &#039;&#039;“Sehr wohl, Signore.”&#039;&#039;, antwortete die weiche Stimme der Frau, die dazu kurz den Kopf neigte, und sich sodann dem Neuankömmling zuwandte, während der augenscheinliche Adept sich anschickte, die Banca zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der [[Banca d&#039;Urbasi]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rondrigo erwiderte den Gruß des Magiers und wandte sich dann an die Schreiberin: &#039;&#039;”Den Zwölfen zum Gruße, mein Name ist Rodrigo Pelargon, ich bin der persönliche Secretarius von Signora Sanjana ya Malachis, ich würde gerne mit jemandem sprechen, der mir Auskunft erteilen kann zu den Konditionen über einen Kredit.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rondrigo Pelargon.jpeg|thumb|150px|right|Der junge Secretarius [[Rondrigo Pelargon|Rondrigo]] auf der Spur der Zahlen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Willkommen, Herr Secretarius, die Zwölfe mit Euch. Ich bin die Zweite Scriptora Malía. Sehr wohl. Ich gebe voraus zu bedenken, dass der Geldverleih nur ausgewählten Unternehmungen gewährt wird, die im Gesamtinteresse der Banca und der Stadt stehen. Sie bedürfen der Zustimmung des Directoriums.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wies derweil mit der Hand zur Einladung, ihr zu folgen, und ging voraus durch die Tür linker Hand, durch die sie den Adepten herausgeführt hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Secretarius ihr folgte, verschloss sie die schwere Tür mit einem großen Eisenschlüssel von innen und führte ihn durch einen engen Gang in ein winziges Amtszimmer mit einem Schemel, einem Tritt und einem Schreib- und Lesepult unter einem schmalen vergitterten Fenster, einem deckenhohen Regal, in dem Dutzende Schriftrollen liegen. In die Nase steigt trockener Duft von Metall, Tinte, jungem Papier und altem Pergament. Dem Eingang gegenüber liegt, verschlossen, eine weitere schwere Tür.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“Stellt gerne - sub rosa - Eure Unternehmung, die Gesamtsumme und bestehende Verbindlichkeiten vor.”&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solcherart aufgefordert begann Rondrigo das Unternehmen grob zu umreißen. Er beschrieb, dass in [[Agreppara]] für die Familie ya Malachis ein Palazzo entstehen sollte, der natürlich repräsentative Zwecke erfüllen würde, aber auch mercantile und ein Kontor für den Handel mit Tuchen und Wolle enthalten sollte. Neben diesem Bauvorhaben kam noch der Umbau der alten Druckerei in eine Brokat- und Gobelinweberei dazu. Der größte Posten hier waren die modernen und komplexen Webstühle. Er hielt sich nicht damit auf einzelne Posten zu benennen, sondern umriss nur die geschätzten Gesamtkosten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sprach für die Selbstbeherrschung der Schreiberin, dass sie bei der Höhe der Summe keine Miene verzog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Rondrigos Tonfall blieb sachlich neutral, er hätte auch übers Wetter plaudern können. Nach der Nennung der Summe machte er eine kurze Pause, damit die schwere Zahl sich setzen konnte. Abschließend erläuterte er den Nutzen für die Stadt: &#039;&#039;“Primär handelt es sich selbstredend um einen Privatauftrag des Hauses ya Malachis, aber eine solche Großbaustelle kommt natürlich sämtlichen Gewerken der Stadt zugute, es wird die Auftragsbücher der [[Steinzunft]] genauso füllen wie die der [[Gefäß-]] und [[Holzzunft]]. Und es muss auch bedacht werden, welchen Prestigeverlust es für die Stadt bedeutet, wenn eins ihrer jungen, aufstrebenden Patriziergeschlechter nicht über einen adäquaten Wohnsitz verfügt.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schreiberin folgte aufmerksam dieser Ausführung, ihre Feder kratzte gelegentlich über ein altes Pergament. &#039;&#039;“Ich verstehe.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie trat vom Schreibpult zurück und ließ ihre graugrünen Augen über die Regalfächer gleiten. Sie traf eine Entscheidung, zog den Tritt an die rechte Stelle und stieg bis auf die oberste Stufe und musste sich strecken, um eine Lederhülse aus einem der obersten Fächer zu holen. Zurück am Pult öffneten schmale Finger routiniert die Lederbänder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Macht der Zahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch bevor die Kappe fallen konnte, donnerte San Palladios Glocke; als würde ihr eine versäumte Pflicht einfallen, zuckte die Schreiberin zusammen und begann, sich entschuldigend, am Schlüsselring zu nesteln. Doch noch bevor der letzte Ton verklungen war, öffnete sich die gegenüberliegende Tür und eine schmale Frau trat ein. Der Blick ihrer Augen, die je nach Situation zwischen verschiedenen Blautönen changiert, taxierte die beiden Anwesenden. Ihre langen Finger streckten der Schreiberin ein Blatt hin, die dieses annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Esquiria, wie häufig in eine schwarz-silberne, enge Robe gekleidet, die die Blässe ihrer Haut nur noch mehr betonte, richtete das schnelle Wort an den Mann: &#039;&#039;“Pelargon, Rondrigo.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;“[[Sofia Silbertaler|Maestra Directora Signora Silbertaler.]]”&#039;&#039;, stellte die Schreiberin überflüssigerweise vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unaufgefordert wanderte das Pergament vom Pult in die Hand der Patrizierin, die einen kurzen, präzisen Blick darauf warf. Die Malía machte einen Schritt zurück. &#039;&#039;“Eine Kreditinformation.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sofia Silbertaler(1).jpg|thumb|150px|left|Die Herrin der Zahlen: Directora [[Sofia Silbertaler]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Kalkulation, schnell, exakt und ohne Rücksicht vorgetragen, traf schmerzhafte Punkte und beschrieb eine realistische Risikoabwägung von Gewinn zu Ausfall. Endlich fiel das entscheidende Fazit, laut dem eine sehr kurze Kreditlaufzeit auf hohe Zinsen traf. &#039;&#039;“Diese Konditionen übersteigen die aktuellen Finanzmittel der Familie ya Malachis, soweit sie mir bekannt sind. Mercatorische Erschließung unter Cooperatio mit Investitionen ist mein Rat an Eure Herrin. Die Zwölfe mit Euch und meine Ehrerbietung an Signora Sanjana.”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Blick wanderte leicht ungeduldig zur Schreiberin, die aufmerksam dem Kurzvortrag mit der halb geöffneten Lederhülse in den Händen gefolgt war und jetzt erst ins Hier und Jetzt fand. &#039;&#039;“Diktat. In einem Zwölftel.”&#039;&#039;, und verließ den Raum, wie sie gekommen war, so dass sie das bestätigende Verneigen gar nicht mehr wahrnahm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Blick, halb entschuldigend, halb noch in Bewunderung begriffen, traf Rondrigo.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Secretario stand leicht unter Schock, noch bevor er seine Contenance vollends wiedererlangte, entfuhr ihm ein halb entsetztes, halb bewunderndes &#039;&#039;“Ist sie immer so?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann räusperte er sich. &#039;&#039;“Hat sie gerade vorgeschlagen, dass wir unser Warensortiment ausbauen und neue Absatzmöglichkeiten erschließen sollen?”&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eine Mirhamionette nickte die Scriptora und flüsterte, mit der Schriftrollenhülle wedelnd. &#039;&#039;“Ja, ich hätte sicherlich ein Stundenglas für die Berechnungen benötigt.”&#039;&#039; Sogleich schüttelte sie sich vollends wach. &#039;&#039;“Sie hat dargelegt, dass sich mit Kooperationen die beiden Unternehmungen finanzierbarer gestalten könnten, glaube ich. Das habe ich in all den Jahren selten erlebt.”&#039;&#039; Sie legte die Hülse auf das Pult und ihre Körpersprache sprach, das Gespräch wäre zu einem Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scriptora geleitete den Secretarius noch hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wie man Silbertaler gewinnt|Ein Palazzo braucht ein Fundament]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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		<title>Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt/Eine glänzende Ausstattung</title>
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		<updated>2026-04-11T09:14:09Z</updated>

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&lt;div&gt;{{Halboffiziell}}{{:Briefspiel:Wie man Silbertaler gewinnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wie man Silbertaler gewinnt|Eine glänzende Ausstattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rhutkles</name></author>
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[[Kategorie:Wie man Silbertaler gewinnt|Ein Richtfest zu feiern]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<author><name>Rhutkles</name></author>
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