Der Schacht: Unterschied zwischen den Versionen
K Textersetzung - „Ildeberta Vesselbek“ durch „Ildeberta Molthaus“ |
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:Das lange Hängen am Seil nicht gewohnt, läßt sich Erlan endgültig nach oben ziehen, als er genug gesehen hat. | :Das lange Hängen am Seil nicht gewohnt, läßt sich Erlan endgültig nach oben ziehen, als er genug gesehen hat. | ||
:"Poh, das war knapp. Aber ich hatte es kommen sehen. Nur gut, daß das Seil da war.", stöhnt er als er aus dem Schacht herausklettert. Während er sich | :"Poh, das war knapp. Aber ich hatte es kommen sehen. Nur gut, daß das Seil da war.", stöhnt er als er aus dem Schacht herausklettert. Während er sich zumindest des nassen und vollkommen verschlammten Hemdes und seiner Stiefel entledigt, erklärt er, was er unten gesehen hat. Erklärt nochmals das viereckige Loch an der Seite des Schachtes. Dabei schaut er nochmals prüfend nach unten, doch die Öffnung ist nicht mehr zu sehen. Doch geistesgegenwärtig hat sich Erlan gemerkt, an welcher Wand die Öffnung aufgetaucht ist. | ||
:"Die Höhle oder der Querschlag führt hier weg." Dabei zeigt er in Richtung Meer. | :"Die Höhle oder der Querschlag führt hier weg." Dabei zeigt er in Richtung Meer. | ||
:"Meister Arombolosch, jetzt ist vordringlich wieder Euer Rat gefragt!", fragt der Dammbaumeister den Bergmann. "Was meint Ihr, wie bekommt man das Wasser am Besten aus dieser Tiefe? Die [[wikipedia:de:Archimedische Schraube|Pumpen]] der [[Carlo Continio|Gebrüder]] [[Alfredo Continio|Continio]] werden uns hier nicht viel weiter helfen. Das ist auf jeden Fall zu hoch." | :"Meister Arombolosch, jetzt ist vordringlich wieder Euer Rat gefragt!", fragt der Dammbaumeister den Bergmann. "Was meint Ihr, wie bekommt man das Wasser am Besten aus dieser Tiefe? Die [[wikipedia:de:Archimedische Schraube|Pumpen]] der [[Carlo Continio|Gebrüder]] [[Alfredo Continio|Continio]] werden uns hier nicht viel weiter helfen. Das ist auf jeden Fall zu hoch." | ||
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Arombolosch kommt zurück, in der Linken seine dampfende Pfeife, in der Rechten einen Humpen. Er sieht in den Schacht hinein und meint: "Das kriegen wir schon wieder hin. Vielleicht sollten wir mal über den Bau einer behelfsmäßigen [[wikipedia:de:Wasserkunst|Wasserkunst]] nachdenken." Er klemmt die Pfeife zwischen die Zähne und streicht sinnierend durch den Bart. "Habt ihr Deichbauer eine Methode, um Lecks zu finden? Ich meine, wie macht ihr das, wenn ihr wissen wollt wo Wasser herkommt oder wo es hinläuft?" | Arombolosch kommt zurück, in der Linken seine dampfende Pfeife, in der Rechten einen Humpen. Er sieht in den Schacht hinein und meint: "Das kriegen wir schon wieder hin. Vielleicht sollten wir mal über den Bau einer behelfsmäßigen [[wikipedia:de:Wasserkunst|Wasserkunst]] nachdenken." Er klemmt die Pfeife zwischen die Zähne und streicht sinnierend durch den Bart. "Habt ihr Deichbauer eine Methode, um Lecks zu finden? Ich meine, wie macht ihr das, wenn ihr wissen wollt wo Wasser herkommt oder wo es hinläuft?" | ||
:"Wasserkunst? Nein wollen wir erst ein Wasserrad bauen und von dem kleinen Bächlein dort drüben Wasser herleiten? Dann müßten wir auch dafür sorgen, daß es wieder abfließt. Oh nein, nein, das ist | :"Wasserkunst? Nein wollen wir erst ein Wasserrad bauen und von dem kleinen Bächlein dort drüben Wasser herleiten? Dann müßten wir auch dafür sorgen, daß es wieder abfließt. Oh nein, nein, das ist zu viel Aufwand. ... Aber ein einfacher Kran wie diesen, den könnte ein Arbeiter bedienen!" Flink verbessert Erlan jene Erdkritzelei mit dem großen Eimer, um folgende [[wikipedia:en:File:Trispastos_scheme.svg|Skizze]]. | ||
:"Mmmh! Was das Leck angeht, würde ich jetzt nicht sagen, daß von irgendwo eine größere Menge Wasser nachläuft. Dann würde der Wasserstand ja immer noch steigen." Erlan schaut ängstlich nochmal in den Schacht und prüft die Höhe des Wasserstands. | :"Mmmh! Was das Leck angeht, würde ich jetzt nicht sagen, daß von irgendwo eine größere Menge Wasser nachläuft. Dann würde der Wasserstand ja immer noch steigen." Erlan schaut ängstlich nochmal in den Schacht und prüft die Höhe des Wasserstands. | ||
:"Ich denke eher, daß es eine Verbindung zu der trockengelegten Bucht gibt. Und dieser Querschlag oder Stollen oder wie ihr Bergleute das nennt, damals abgesoffen ist. Als unser Schacht nun tief genug war, sind wir auf den Zugang zu diesem Seitengang gestoßen und das darin stehend Wasser hat sich schlagartig in den Schacht entleert. ... Ich hoffe mal, wenn wir das Wasser schnell wegbekommen, wissen wir bald mehr. Vielleicht sind wir unserem Ziel ja schon sehr nahe." | :"Ich denke eher, daß es eine Verbindung zu der trockengelegten Bucht gibt. Und dieser Querschlag oder Stollen oder wie ihr Bergleute das nennt, damals abgesoffen ist. Als unser Schacht nun tief genug war, sind wir auf den Zugang zu diesem Seitengang gestoßen und das darin stehend Wasser hat sich schlagartig in den Schacht entleert. ... Ich hoffe mal, wenn wir das Wasser schnell wegbekommen, wissen wir bald mehr. Vielleicht sind wir unserem Ziel ja schon sehr nahe." | ||
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:"Nun ich bin Dilettant in vielen Dingen und Spezialist nur in wenigen. Begrifflichkeiten sind mir manchmal nicht ganz geläufig. Es mag sein das Wasserkünste auch anders angetrieben werden. Egal! zusammen werden wir das schon meistern.", grinst der eher junge Baumeister den Zwergen an. | :"Nun ich bin Dilettant in vielen Dingen und Spezialist nur in wenigen. Begrifflichkeiten sind mir manchmal nicht ganz geläufig. Es mag sein das Wasserkünste auch anders angetrieben werden. Egal! zusammen werden wir das schon meistern.", grinst der eher junge Baumeister den Zwergen an. | ||
:"Was die Lecksuche anbelangt, ein guter Vorschlag! Wir füllen den Schacht wieder, färben das Wasser und hoffen, daß es in der Bucht irgendwo herausgedrückt wird. Damit wir endlich den Zugang dort verstopfen können. | :"Was die Lecksuche anbelangt, ein guter Vorschlag! Wir füllen den Schacht wieder, färben das Wasser und hoffen, daß es in der Bucht irgendwo herausgedrückt wird. Damit wir endlich den Zugang dort verstopfen können. Brillant!" Erlan freut sich sichtlich. "Ich lerne hier Tag für Tag etwas hinzu. Im Deichbau gibt es keine Schwierigkeiten herauszufinden wo der Deich undicht ist. Beide Seiten des Damms sind zu sehen und man sieht im Grunde stets, wo der Schaden ist. Der Tiefbau oder Bergbau ist mir neu." | ||
:Dann wird er etwas grüblerischer. "Womit wollen wir eine so riesige Menge Wasser färben?" | :Dann wird er etwas grüblerischer. "Womit wollen wir eine so riesige Menge Wasser färben?" | ||
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:"Ich denke, ihr habt recht. Wir verstopfen das Rohr oben in der Bucht! Wir bauen, wie Ihr vorhin angemerkt habt, einen hölzernen Propfen, der leicht konisch ist, aber paßgenau ins Rohr paßt. Das Wasser würde ihn dann oben ins Rohr hinein drücken, sodaß er sich nicht so einfach von allein löst." | :"Ich denke, ihr habt recht. Wir verstopfen das Rohr oben in der Bucht! Wir bauen, wie Ihr vorhin angemerkt habt, einen hölzernen Propfen, der leicht konisch ist, aber paßgenau ins Rohr paßt. Das Wasser würde ihn dann oben ins Rohr hinein drücken, sodaß er sich nicht so einfach von allein löst." | ||
:Nochmals überlegt Erlan kurz: "Damit wir ihn unter Umständen wieder herausziehen können, versehen wir ihn mit einer Kette oder einem Seil. Das müßte natürlich lang genug sein, daß es bis ans Ufer reicht und dort befestigt werden. Damit wir es gleich zur Hand haben." | :Nochmals überlegt Erlan kurz: "Damit wir ihn unter Umständen wieder herausziehen können, versehen wir ihn mit einer Kette oder einem Seil. Das müßte natürlich lang genug sein, daß es bis ans Ufer reicht und dort befestigt werden. Damit wir es gleich zur Hand haben." | ||
:Wieder grübelt Erlan unzufrieden: "Es gäbe durchaus elegantere Möglichkeiten, aber fehlen uns hier auf der Insel höchstwahrscheinlich die Zeit, das Material und und die geschickten Handwerksmeister dazu. ... Es mit unseren Möglichkeiten so einfach wie möglich zu machen, ist besser als | :Wieder grübelt Erlan unzufrieden: "Es gäbe durchaus elegantere Möglichkeiten, aber fehlen uns hier auf der Insel höchstwahrscheinlich die Zeit, das Material und und die geschickten Handwerksmeister dazu. ... Es mit unseren Möglichkeiten so einfach wie möglich zu machen, ist besser als zu viel zu wollen. Oder?" | ||
Arombolosch ist einverstanden, und so wird das meerseitige Ende der Röhre weit genug freigelegt, um es mit einem hölzernen Stopfen verschließen und mit [[wikipedia:de:Werg|Werg]] und Pech abdichten zu können. Das Ende des Stopfens wird quer durchbohrt und mit einem stabilen, auf beiden Seiten herausragenden Zapfen versehen, an dem nötigenfalls von einem Taucher ein Seil oder ein Tau zu befestigen ist. "Wir müssen die Sachen nicht im Dreck oder Meerwasser rumgammeln lassen, solange es nicht nötig ist. Kostet ja alles Geld," meint der Zwerg.<br> | Arombolosch ist einverstanden, und so wird das meerseitige Ende der Röhre weit genug freigelegt, um es mit einem hölzernen Stopfen verschließen und mit [[wikipedia:de:Werg|Werg]] und Pech abdichten zu können. Das Ende des Stopfens wird quer durchbohrt und mit einem stabilen, auf beiden Seiten herausragenden Zapfen versehen, an dem nötigenfalls von einem Taucher ein Seil oder ein Tau zu befestigen ist. "Wir müssen die Sachen nicht im Dreck oder Meerwasser rumgammeln lassen, solange es nicht nötig ist. Kostet ja alles Geld," meint der Zwerg.<br> | ||
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:Als auch Erlan sieht, daß von allein genug Wasser in die Bucht läuft, um sie in absehbarer Zeit zu füllen gibt er Svenske recht. Alles andere wäre vergebliche Mühe. | :Als auch Erlan sieht, daß von allein genug Wasser in die Bucht läuft, um sie in absehbarer Zeit zu füllen gibt er Svenske recht. Alles andere wäre vergebliche Mühe. | ||
Beide gehen zum Zulauf. Arombolosch sieht sich die Anlage gerade noch einmal genau an und meint: "Ich finde, es reicht, wenn wir dieses Faserzeug und die Steine einfach wieder drüberpacken. Die Bucht ist ja auch so geschützt, und das Ding hat bisher tadellos gehalten. Und der Stopfen ist sowieso nicht in Gefahr." | Beide gehen zum Zulauf. Arombolosch sieht sich die Anlage gerade noch einmal genau an und meint: "Ich finde, es reicht, wenn wir dieses Faserzeug und die Steine einfach wieder drüberpacken. Die Bucht ist ja auch so geschützt, und das Ding hat bisher tadellos gehalten. Und der Stopfen ist sowieso nicht in Gefahr." | ||
:Erlan gesteht sich ein, daß er sich bei neuen Aufgaben zumeist in Sachen hineinsteigert. Aber dabei meist | :Erlan gesteht sich ein, daß er sich bei neuen Aufgaben zumeist in Sachen hineinsteigert. Aber dabei meist zu viel und manchmal auch das Falsche antreibt. Auch hier gibt er dem Pragmatismus des Zwergen recht. | ||
Kurze Zeit darauf finden sich alle wieder am Schacht ein und Erlan wird wieder in den Schacht hinabgelassen, um die Lage an Steineichenhölzern zu beseitigen. | Kurze Zeit darauf finden sich alle wieder am Schacht ein und Erlan wird wieder in den Schacht hinabgelassen, um die Lage an Steineichenhölzern zu beseitigen. | ||
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<!--Nö, paßt schon!--> | <!--Nö, paßt schon!--> | ||
:"Keine Sorge, Signora Raka! Ich habe kein Anliegen, welches | :"Keine Sorge, Signora Raka! Ich habe kein Anliegen, welches zu viel verlangt ist. Es ist folgendermaßen: Ich bin gerade dabei ein wenig Ordnung in die Finanzen dieser Unternehmung zu bringen. Mein Vetter ist ein guter Baumeister, doch läßt er die Gelder schnell aus den Augen, wenn es viel anderweitige Arbeit gibt. Ich habe jetzt alle Unterlagen studiert, die er zusammengetragen hat. Doch ... " | ||
:Ildeberta legt ihr Besteck auf den Teller und schaut Raka nun unverwandt aber dennoch freundlich in die Augen. "... mir fehlen allerdings hier und da einige Angaben zu manchen Posten. Ich dachte, es könnte sein, daß ihr vielleicht noch über einige Unterlagen verfügt." | :Ildeberta legt ihr Besteck auf den Teller und schaut Raka nun unverwandt aber dennoch freundlich in die Augen. "... mir fehlen allerdings hier und da einige Angaben zu manchen Posten. Ich dachte, es könnte sein, daß ihr vielleicht noch über einige Unterlagen verfügt." | ||
<!--Tut mir leid für Raka, die Vesselbeks insbesondere Ildeberta sind so staubtrocken. :) --> | <!--Tut mir leid für Raka, die Vesselbeks insbesondere Ildeberta sind so staubtrocken. :) --> | ||
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:Dem Zwerg zunickend, geht er zu dem Baumeisterunterstand, wo wind- und regengeschützt nunmehr einige Zeichnungen auf einem Tisch liegen, wo auch die wertvolleren Werkzeuge und Meßgeräte lagern. Der Zwerg folgt ihm und fragt: "Was ist Meister Vesselbek? Gibt es ein Problem?" | :Dem Zwerg zunickend, geht er zu dem Baumeisterunterstand, wo wind- und regengeschützt nunmehr einige Zeichnungen auf einem Tisch liegen, wo auch die wertvolleren Werkzeuge und Meßgeräte lagern. Der Zwerg folgt ihm und fragt: "Was ist Meister Vesselbek? Gibt es ein Problem?" | ||
:"Ich hoffe es nicht." antwortet Erlan. "Ich hoffe mal, daß da unten nur eine Wasserblase ist. Die wir hoffentlich in kurzer Zeit abschöpfen können. ... Wenn nicht, dann gibt es einen weiteren Zugang zum Meer! Dann haben wir echte Schwierigkeiten." | :"Ich hoffe es nicht." antwortet Erlan. "Ich hoffe mal, daß da unten nur eine Wasserblase ist. Die wir hoffentlich in kurzer Zeit abschöpfen können. ... Wenn nicht, dann gibt es einen weiteren Zugang zum Meer! Dann haben wir echte Schwierigkeiten." | ||
:Erlan spült seinen trockenen Mund erstmal mit einem Schluck verdünnten Weins aus, bevor er weiterspricht. "Ich hab, das Loch erstmal notdürftig verschlossen. Vielleicht hält mein Stöpsel es ja aus, wenn wir ihn mehrmals einschlagen. Ich schlage vor, daß wir vorsichtig immer wieder ein wenig Wasser in den Schacht lassen, gerade genug daß die Erde nicht zu sehr aufweicht. Dann schöpfen wir es jedesmal ab, und wiederholen das Spiel. Hauptsache es ist nicht | :Erlan spült seinen trockenen Mund erstmal mit einem Schluck verdünnten Weins aus, bevor er weiterspricht. "Ich hab, das Loch erstmal notdürftig verschlossen. Vielleicht hält mein Stöpsel es ja aus, wenn wir ihn mehrmals einschlagen. Ich schlage vor, daß wir vorsichtig immer wieder ein wenig Wasser in den Schacht lassen, gerade genug daß die Erde nicht zu sehr aufweicht. Dann schöpfen wir es jedesmal ab, und wiederholen das Spiel. Hauptsache es ist nicht zu viel Wasser." | ||
:"Oder habt ihr nicht einen anderen Vor..." Erlan schaut zu Meister Arombolosch, sich gerade einen Humpen Bier eingelassen und dabei den Ausführungen Erlans gelauscht hat. Beim Anblick des Bier zapfenden Zwergen mit der Hand am Zapfhahn, kommt ihm der helfende Gedanke. "...schlag! Natürlich das ist es. Danke Meister Arombolosch, ein sehr guter Vorschlag." | :"Oder habt ihr nicht einen anderen Vor..." Erlan schaut zu Meister Arombolosch, sich gerade einen Humpen Bier eingelassen und dabei den Ausführungen Erlans gelauscht hat. Beim Anblick des Bier zapfenden Zwergen mit der Hand am Zapfhahn, kommt ihm der helfende Gedanke. "...schlag! Natürlich das ist es. Danke Meister Arombolosch, ein sehr guter Vorschlag." | ||
:Verdutzt schaut ihn der Zwerg an. "Ich hab doch noch gar nichts gesagt." | :Verdutzt schaut ihn der Zwerg an. "Ich hab doch noch gar nichts gesagt." | ||
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:Erlan ist in seine Grübeleien versunken und erinnert sich schließlich an den Bach, an dem er vor kurzem mit [[Landrenka Trullinger]] entlang gegangen ist. Offensichtlich ist es so, daß immer noch Wasser aus dem Moor ins Meer abfließt. Es zeugt von der Unmenge an Wasser in diesem Boden. Oder ist es doch nicht so eindeutig? Das Bächlein liegt verdammt nah an der Ausgrabungstelle. Mit Absicht der Erbauer dieses Schachtes? Floß es früher anderswo lang, und diese Stelle war früher trockener? Gibt es eine Verbindung von dem Bächlein zu dem Schacht? | :Erlan ist in seine Grübeleien versunken und erinnert sich schließlich an den Bach, an dem er vor kurzem mit [[Landrenka Trullinger]] entlang gegangen ist. Offensichtlich ist es so, daß immer noch Wasser aus dem Moor ins Meer abfließt. Es zeugt von der Unmenge an Wasser in diesem Boden. Oder ist es doch nicht so eindeutig? Das Bächlein liegt verdammt nah an der Ausgrabungstelle. Mit Absicht der Erbauer dieses Schachtes? Floß es früher anderswo lang, und diese Stelle war früher trockener? Gibt es eine Verbindung von dem Bächlein zu dem Schacht? | ||
:Auch wenn es Erlan nicht recht einleuchtet, warum man zwei verschiedene Verbindungen braucht, um einen einzigen Schacht zu fluten. Die Verbindung vom Meer ist schon eine sehr aufwendige Meisterleistung. Warum hätte man noch eine zweite von diesem Bächlein aus bauen sollen? Eigentlich wäre das | :Auch wenn es Erlan nicht recht einleuchtet, warum man zwei verschiedene Verbindungen braucht, um einen einzigen Schacht zu fluten. Die Verbindung vom Meer ist schon eine sehr aufwendige Meisterleistung. Warum hätte man noch eine zweite von diesem Bächlein aus bauen sollen? Eigentlich wäre das zu viel des Guten. Doch wie sagt man so schön, doppelt hält besser. | ||
:Erlan läßt seinen Plan, ein Ventil zu bauen, erstmal ruhen. Er ruft seinen Meisterknecht Svenske Roongstrog heran. Gemeinsam mit dem intuitiver aber manchmal effektiver denkenden Nostrier will er den Bachlauf in Augenschein nehmen. Er will einen Hinweis auf Veränderungen von Menschenhand suchen. Ob es einen ähnlichen Zulauf wie unten in der Bucht gibt? Oder gar den Hinweis darauf, daß der Bach ursprünglich woanders lang lief und umgeleitet wurde? Zwar glaubt er nicht etwas zu finden, doch sicher ist sicher, so scheint es ihm. | :Erlan läßt seinen Plan, ein Ventil zu bauen, erstmal ruhen. Er ruft seinen Meisterknecht Svenske Roongstrog heran. Gemeinsam mit dem intuitiver aber manchmal effektiver denkenden Nostrier will er den Bachlauf in Augenschein nehmen. Er will einen Hinweis auf Veränderungen von Menschenhand suchen. Ob es einen ähnlichen Zulauf wie unten in der Bucht gibt? Oder gar den Hinweis darauf, daß der Bach ursprünglich woanders lang lief und umgeleitet wurde? Zwar glaubt er nicht etwas zu finden, doch sicher ist sicher, so scheint es ihm. | ||
:Als Erlan überlegt, ob er noch ein paar seiner Meßgeräte mitnimmt, hört er immer noch den Zwerg fluchen. Er beschließt ihm von seinem Verdacht um den Bach zu erzählen, bevor er wieder unbedacht losstürzt. | :Als Erlan überlegt, ob er noch ein paar seiner Meßgeräte mitnimmt, hört er immer noch den Zwerg fluchen. Er beschließt ihm von seinem Verdacht um den Bach zu erzählen, bevor er wieder unbedacht losstürzt. | ||
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Der Zwerg holt einige neue Werkzeuge von der Ausgabe, vor allem mehrere Meißel und einen kurzstieligen schweren Hammer, setzt sich in den Korb und läßt sich in den Schacht abseilen. Das dauert mehrere Minuten. Sicherheit geht vor. Von unten ist sein Ruf zu hören, durch die Entfernung gedämpft, aber immer noch verständlich: "''Batangr'', wie ich sagte!" Dann folgt ausdauerndes kraftvolles Hämmern. Die Ausbeute an zertrümmertem Zwergenguss ist nicht mit dem bisher üblichen Ladungen an schwerem Erdreich zu vergleichen, aber Arombolosch ist anscheinend in seinem Element. Er stimmt mit lautem Dröhnen ein zwergisches Lied an, schnell und treibend beim Hämmern, der Refrain deutlich langsamer in den Pausen, in denen er wohl Trümmer in den Korb schaufelt. | Der Zwerg holt einige neue Werkzeuge von der Ausgabe, vor allem mehrere Meißel und einen kurzstieligen schweren Hammer, setzt sich in den Korb und läßt sich in den Schacht abseilen. Das dauert mehrere Minuten. Sicherheit geht vor. Von unten ist sein Ruf zu hören, durch die Entfernung gedämpft, aber immer noch verständlich: "''Batangr'', wie ich sagte!" Dann folgt ausdauerndes kraftvolles Hämmern. Die Ausbeute an zertrümmertem Zwergenguss ist nicht mit dem bisher üblichen Ladungen an schwerem Erdreich zu vergleichen, aber Arombolosch ist anscheinend in seinem Element. Er stimmt mit lautem Dröhnen ein zwergisches Lied an, schnell und treibend beim Hämmern, der Refrain deutlich langsamer in den Pausen, in denen er wohl Trümmer in den Korb schaufelt. | ||
:Zwergenguss! Das hat Erlan schonmal gesehen und auch wie es hergestellt wurde - | :Zwergenguss! Das hat Erlan schonmal gesehen und auch wie es hergestellt wurde - zumindest von Weitem. Als vor Jahren auf seiner "Wanderschaft" auch einen Auftrag am Horaswall hatte, jener Grenzlinie zum Mittelreich. Die dortigen zwergischen Meister hatten ein großes Geheimnis um die Herstellung ihres angeblich unzerstörbaren Materials gemacht. Von Soldaten abgeschirmt hatte nicht viel erkennen können, außer daß in eine hölzerne Verschalung Unmengen kleiner Steine und eines ominösen Mörtels gekippt wurden. Das Ergebnis waren dann Wandsegmente aus einem Gestein, daß fast wie Granit aussah, aber das es eben kein Granit war. | ||
:Auch Erlan schnappt sich einige Meißel und einen Klöpfel. Den Umgang damit kennt er. Sein Vater ist Steinmetz. Er versucht sich oben an einigen der Brocken, die er unten abgeschlagen hat. Er probiert an einem größeren Brocken, welche Art Meißel am Besten geht und wie er sie am effektivsten einsetzen soll. So schlägt er eine Weile an dem Brocken herum. Irgendwann bemerkt Erlan auf seiner schwitzenden Haut ein Brenn, das von dem feinen staub herrührt, den er beim Arbeiten aufwirbelt. | :Auch Erlan schnappt sich einige Meißel und einen Klöpfel. Den Umgang damit kennt er. Sein Vater ist Steinmetz. Er versucht sich oben an einigen der Brocken, die er unten abgeschlagen hat. Er probiert an einem größeren Brocken, welche Art Meißel am Besten geht und wie er sie am effektivsten einsetzen soll. So schlägt er eine Weile an dem Brocken herum. Irgendwann bemerkt Erlan auf seiner schwitzenden Haut ein Brenn, das von dem feinen staub herrührt, den er beim Arbeiten aufwirbelt. | ||
:Stirnrunzelnd bricht er die Arbeit ab, und geht sich erstmal am Bach waschen. | :Stirnrunzelnd bricht er die Arbeit ab, und geht sich erstmal am Bach waschen. | ||
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:"Seid gegrüßt, Dschinn des Wassers, ich wünsche von Euch Hilfe bei der Lösung eines komplizierten Rätsels. Ich möchte nämlich das Geheimnis dieser drei Lampen, dieses Fäßchens und dieses Bäumchens ergründen." Dabei zeigt er die Anordnung an der einen Seite des Raums. "Wozu dienen sie? Wie benutzt man sie? Wer hat diese Zauberdinge erschaffen und warum wurden sie in einem Erdloch versteckt? ... Es sind viele Fragen, ich weiß das. Doch führen diese Fragen letztlich alle zum gleichen Geheimnis. Darum bitte ich Euch mir bei der Lösung dieses Geheimnisses zu helfen. Da Ihr ja Teil von diesem seid." | :"Seid gegrüßt, Dschinn des Wassers, ich wünsche von Euch Hilfe bei der Lösung eines komplizierten Rätsels. Ich möchte nämlich das Geheimnis dieser drei Lampen, dieses Fäßchens und dieses Bäumchens ergründen." Dabei zeigt er die Anordnung an der einen Seite des Raums. "Wozu dienen sie? Wie benutzt man sie? Wer hat diese Zauberdinge erschaffen und warum wurden sie in einem Erdloch versteckt? ... Es sind viele Fragen, ich weiß das. Doch führen diese Fragen letztlich alle zum gleichen Geheimnis. Darum bitte ich Euch mir bei der Lösung dieses Geheimnisses zu helfen. Da Ihr ja Teil von diesem seid." | ||
:Freundlich lächelnd und mit erwartungsvollem Blick sieht Erlan auf die menschenähnliche Wassergestalt. | :Freundlich lächelnd und mit erwartungsvollem Blick sieht Erlan auf die menschenähnliche Wassergestalt. | ||
<!--Laut Magieregeln sollte der Kontrollwert eher mittelmäßig ausfallen, da | <!--Laut Magieregeln sollte der Kontrollwert eher mittelmäßig ausfallen, da zumindest der Charismawert Erlans nur durchschnittlich sein wird. (CH 11 oder 12) MUt und INtuition sind vielleicht etwas über Durchschnitt. Nur als Hinweis. Es spricht nichts dagegen zu sagen, daß die obige Ansprache den Dschinn nicht oder nur teilweise überzeugt. ves | ||
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"Wahrlich groß ist euer Durst, und eine Freude ist es, ihn zu stillen, soweit es mir möglich ist. Doch verstehe ich nichts von der Erschaffung des Werkes. Ich war und bin nur ein Diener. Der Pakt ist gebrochen, doch wenn man mich erneut ruft, so mag es einen neuen geben und ich werde erneut dienen. ''Bruder Bonsaij'' scheint mir tot zu sein, doch ist die Welt voller Wunder, und was weiß ich schon über die Wunder des Humus? Was ''geschehen wird'', ist mir fremd, bin ich doch ein Wesen der Gegenwart. Kein Wesen der Vorsehung und vor allem keine Wunschsau. So empfehle ich mich und wünsche Euch, allzeit erfrischt zu sein!" | "Wahrlich groß ist euer Durst, und eine Freude ist es, ihn zu stillen, soweit es mir möglich ist. Doch verstehe ich nichts von der Erschaffung des Werkes. Ich war und bin nur ein Diener. Der Pakt ist gebrochen, doch wenn man mich erneut ruft, so mag es einen neuen geben und ich werde erneut dienen. ''Bruder Bonsaij'' scheint mir tot zu sein, doch ist die Welt voller Wunder, und was weiß ich schon über die Wunder des Humus? Was ''geschehen wird'', ist mir fremd, bin ich doch ein Wesen der Gegenwart. Kein Wesen der Vorsehung und vor allem keine Wunschsau. So empfehle ich mich und wünsche Euch, allzeit erfrischt zu sein!" | ||
:Erlan verbeugt sich zum Abschied: "Ich bitte noch einmal um Verzeihung, ehrenwerter Dschinn des Wassers, wenn Euch meine Fragen nun | :Erlan verbeugt sich zum Abschied: "Ich bitte noch einmal um Verzeihung, ehrenwerter Dschinn des Wassers, wenn Euch meine Fragen nun zu viel werden. Doch bin ich zutiefst dankbar über eure Geduld und die Worte der Erhellung, die Ihr mir geschenkt habt. Gehabt Euch wohl!" | ||
Mit einer letzten Verbeugung beginnt die Gestalt in den Farben des Regenbogens zu schillern, verliert ihre Konturen, löst sich in Blasen unterschiedlichster Größe auf, die schließlich wie Seifenblasen nach und nach mit jeweils einem nahezu unhörbarem "Platsch" zerplatzen und eine erfrischende Kühle und leicht klamme Kleidung sowie einen Duft nach Wein zurücklassend. | Mit einer letzten Verbeugung beginnt die Gestalt in den Farben des Regenbogens zu schillern, verliert ihre Konturen, löst sich in Blasen unterschiedlichster Größe auf, die schließlich wie Seifenblasen nach und nach mit jeweils einem nahezu unhörbarem "Platsch" zerplatzen und eine erfrischende Kühle und leicht klamme Kleidung sowie einen Duft nach Wein zurücklassend. | ||