Sanct Parvenus: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Wappen St. Parvenus.png|thumb|left|200px|Wappen St. Parvenus]]
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''"Man ist, wenn man die ganze Zeit auf [[Meer der Sieben Winde|See]] ist ja froh um jeden Berg, den man während seines Landgangs erklimmen kann. Und [[Efferdas]] hat davon einen ziemlich steilen. Kaum vorbei am [[Alter Markt (Efferdas)|alten Markt]] und dem [[Theater Efferdas|Theater]], welches hier ''Parvenoleum'' genannt wird, betrat ich schon bald einen wieder etwas flacheren Stadtteil, der mir vor allem durch sein emsiges Treiben auffiel und erst an der Stadtmauer und den beiden die Stadt umschließenden Seen sein Ende fand. Dabei musste ich feststellen, dass der [[Hafen (Efferdas)|hafenwärtige]] Bereich dieses Stadtteiles – von den einheimischen '''Schmiedewinkel''' genannt – nicht minder handelstüchtig als der [[Quarto Novo (Efferdas)|Neue Markt]] war, aber schon bedeutend unbehaglicher. Mag ich Seebär doch auch mal das Grobschlächtige, prägten hier grimmige Gesichter von fest in ihre Arbeit vertieften Muskelprotzen ähnlich das Stadtbild, wie lieblos und eng aneinander gereihte Häuser, meist nur durch Treppenaufsätze oder kleinen Gässchen getrennt, so eng, dass zwei Menschen kaum aneinander vorbei passen würden. Und auch der Begriff "Schmiedewinkel" als solcher stellte sich als gar nicht so unpassend heraus. Immer wieder hörte man das Hämmern eines Hammers auf einen Amboss, ohne diesen genau ausmachen zu können, denn mit den steiler und auch enger werdenden Gässchen stieg auch die Anzahl entsprechender Häuser.''
''"Man ist, wenn man die ganze Zeit auf [[Meer der Sieben Winde|See]] ist ja froh um jeden Berg, den man während seines Landgangs erklimmen kann. Und [[Efferdas]] hat davon einen ziemlich steilen. Kaum vorbei am [[Alter Markt (Efferdas)|alten Markt]] und dem [[Theater Efferdas|Theater]], welches hier ''Parveneum'' genannt wird, betrat ich schon bald einen wieder etwas flacheren Stadtteil, der mir vor allem durch sein emsiges Treiben auffiel und erst an der Stadtmauer und den beiden die Stadt umschließenden Seen sein Ende fand. Dabei musste ich feststellen, dass der [[Hafen (Efferdas)|hafenwärtige]] Bereich dieses Stadtteiles – von den einheimischen '''Schmiedewinkel''' genannt – nicht minder handelstüchtig als der [[Quarto Novo (Efferdas)|Neue Markt]] war, aber schon bedeutend unbehaglicher. Mag ich Seebär doch auch mal das Grobschlächtige, prägten hier grimmige Gesichter von fest in ihre Arbeit vertieften Muskelprotzen ähnlich das Stadtbild, wie lieblos und eng aneinander gereihte Häuser, meist nur durch Treppenaufsätze oder kleinen Gässchen getrennt, so eng, dass zwei Menschen kaum aneinander vorbei passen würden. Und auch der Begriff "Schmiedewinkel" als solcher stellte sich als gar nicht so unpassend heraus. Immer wieder hörte man das Hämmern eines Hammers auf einen Amboss, ohne diesen genau ausmachen zu können, denn mit den steiler und auch enger werdenden Gässchen stieg auch die Anzahl entsprechender Häuser.''
[[Bild:St._Parvenus_mit_Nummern.jpg|thumb|300px|Das Handwerkerviertel Sanct Parvenus]]
[[Bild:St._Parvenus_mit_Nummern.jpg|thumb|300px|Das Handwerkerviertel Sanct Parvenus]]
''Es schien, als ob Efferdas eben nicht nur diesen Hafen als Umschlagspunkt hatte, sondern auch den Händlern des Landes eine gute Basis bieten konnte. So kamen mir auf meinem Weg schnell diverse Händler mit ihren Gaben auf mich zu und baten sie entsprechend feil. Wer aber nun wie bei den Tulamiden Melonen und allerlei Obst als Gabe erwartete, sah sich getäuscht. Zwar zeigte sich eine deutliche Präsenz von Nüssen als Handelsgut, aber das Angebot war wahrlich breit gefächert. Sogar Spieluhren und andere Handwerksgüter fanden dort ihren Abnehmer, auch Kirschen, Oliven, Äpfel oder Gewürze aller Art suchten neben all den Brot-, Eisen- und Rüstungshändlern selbige. Das emsigste Treiben fand derweil im tiefer gelegenen Stadtteil Parvenusgrund statt, ein Platz nahe eines großen Turmes, welcher jedoch etliche Höhenmeter über dem von Geschäften umzingelten ''„Piazza Avellana“'' lag. Das Getümmel dieses ''„Haselnussmarkts“'' war mir aber zu hektisch, ich wollte eher meine Ruhe und beschloss, mir diesen Turm näher anzusehen. Angefangen an der ''Piazza Pistacia'' begann also der steile Aufstieg. Erstmals, aber immer wieder begrüßten mich hier einige steile Treppenpassagen. Unterwegs wurde mir bereits vom Besuch des nördlicheren Stadtteiles '''Parveneo''' abgeraten. Dort war es wohl noch enger und wohl auch noch etwas schmutziger. Wen wundert es, denn wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und gerade in Parveneo würde wohl sehr viel gehobelt, wie man mir berichtete. Doch mein Ziel war ja der Turm, welcher zugleich der höchste Punkt der Stadt war. Sicher würde man von der Spitze des Turmes eine gute Aussicht über die ganze Stadt haben..."''  
''Es schien, als ob Efferdas eben nicht nur diesen Hafen als Umschlagspunkt hatte, sondern auch den Händlern des Landes eine gute Basis bieten konnte. So kamen mir auf meinem Weg schnell diverse Händler mit ihren Gaben auf mich zu und baten sie entsprechend feil. Wer aber nun wie bei den Tulamiden Melonen und allerlei Obst als Gabe erwartete, sah sich getäuscht. Zwar zeigte sich eine deutliche Präsenz von Nüssen als Handelsgut, aber das Angebot war wahrlich breit gefächert. Sogar Spieluhren und andere Handwerksgüter fanden dort ihren Abnehmer, auch Kirschen, Oliven, Äpfel oder Gewürze aller Art suchten neben all den Brot-, Eisen- und Rüstungshändlern selbige. Das emsigste Treiben fand derweil im tiefer gelegenen Stadtteil Parvenusgrund statt, ein Platz nahe eines großen Turmes, welcher jedoch etliche Höhenmeter über dem von Geschäften umzingelten ''„Piazza Avellana“'' lag. Das Getümmel dieses ''„Haselnussmarkts“'' war mir aber zu hektisch, ich wollte eher meine Ruhe und beschloss, mir diesen Turm näher anzusehen. Angefangen an der ''Piazza Pistacia'' begann also der steile Aufstieg. Erstmals, aber immer wieder begrüßten mich hier einige steile Treppenpassagen. Unterwegs wurde mir bereits vom Besuch des nördlicheren Stadtteiles '''Parveneo''' abgeraten. Dort war es wohl noch enger und wohl auch noch etwas schmutziger. Wen wundert es, denn wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und gerade in Parveneo würde wohl sehr viel gehobelt, wie man mir berichtete. Doch mein Ziel war ja der Turm, welcher zugleich der höchste Punkt der Stadt war. Sicher würde man von der Spitze des Turmes eine gute Aussicht über die ganze Stadt haben..."''  


[[Bild:St Parvenus (Quartiere).png|thumb|left|300px|Quartiere in Sanct Parvenus]]
[[Bild:St Parvenus (Quartiere).png|thumb|left|300px|Viertel in Sanct Parvenus]]
''„Ich muss nur zum Beten von Parvenus wech! All’s annere krich ich ooch uffm Haselnussmaagt. Ooch watt von [[Familie Changbari|Giorgio Changbari]], nur halt jebraucht...“''  
''„Ich muss nur zum Beten von Parvenus wech! All’s annere krich ich ooch uffm Haselnussmaagt. Ooch watt von [[Familie Changbari|Giorgio Changbari]], nur halt jebraucht...“''  
(Stolzer Bewohner von Sanct Parvenus, neuzeitlich)
(Stolzer Bewohner von Sanct Parvenus, 1033 BF)
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Sanct Parvenus stellt den größten Stadtteil von Efferdas da. Hier leben und arbeiten, neben den einfachen Leuten, die meisten Handwerker der Republik. Der ganze Stadtteil besteht aus einem Gewirr von Straßen, Gassen und Gängen. Mit Häusern im Stil von der [[Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes|Unabhängigkeit]] bis heute, denn viele Leiden musste [[Efferdas]] ertragen, von Erdbeben bis einem [[Briefspiel:Im Auge des Chaos|Umsturzversuch]]. Dennoch, haben sich die unter dem [[Parvenus von Efferdas|Stadtheiligen Parvenus]] stehenden Bürger nie unterkriegen lassen und ihre Häuser wieder aufgebaut. Dabei sei betont, dass es nicht den Sanct Parvener, wie es den Silberfisch aus der Residencia und den Söldner aus Novalia gibt. Denn durch die Größe von Sanct Parvenus unterteilen sich die Bewohner nämlich selbständig in die Viertel: Turmwinkel, Parvenusgrund, Parveneo und Schmiedewinkel.
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==Turmwinkel==
Zentral in Sanct Parvenus liegt der ''Turmwinkel''. Dieses primär durch den Berg, auf dem es platziert ist begrenzte Viertel stellt den Höchsten Punkt in ganz Efferdas da. Zentral liegt hier der '''Platz der Freiheit(1)''' auf dem der '''Freiheitsturm(2)''' steht, ein Turm, der früher zu einer [[Erzherzog von Kuslik|vorpriesterkaiserzeitlichen]] Fluchtburg gehörte, in welchem der [[Freiheitsgong]] schlägt. Sie ist der Puls der [[Republik Efferdas|Republik]]. Immer dann laut und hörbar, wenn die Gefühle in der Republik sprudeln. Sei es Patriotismus oder Angst. Zudem, besitzt der Turm ein Glockenspiel, welches durch die Spieluhrenwerkstatt Beltani geschaffen und so komplex gebaut wurde, dass nur die Familie Beltani es in stand halten kann. Der Aufbau des Turmwinkels orientiert sich stark an jener alten Fluchtburg, sind die Gebäude doch ringförmig um den zentralen Platz angeordnet.
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Um den Platz der Freiheit ordnet sich dabei der erste Ring mit seinen Gebäuden an. Oberhalb des Platzes, liegt die '''Gongwache(3)'''. Ihre Aufgabe ist die Observation des [[Coverna|efferdschen Hinterlands]] aufpassend der Feinde die Anrücken und dem Warnen, sollten sie erscheinen. Dabei wird dann der Gong geschlagen. Dann und wann jedoch wird der Gong aber auch nachts geschlagen. Von wem jedoch, bleibt rätselhaft, denn der diensthabende Turmwächter wurde stets am nächsten Morgen dem Wahnsinn anheimgefallen oder gar von der Zinne herabgestürzt aufgefunden. So hat sich über die Jahre die Legende vom [[Sagen und Legenden in Efferdas - Das Mysterium vom Freiheitsturm|Freiheitsturm]] aufgebaut. Trotzdem ist der Dienst im Turm beliebt, denn so mancher Besucher oder manches Liebespaar lässt für die Aussicht ein Paar Münzen springen. Zwar in der Aussicht etwas schlechter aber um vieles bequemer ist da nur die Dachterasse von '''Casa Toretta(5)'''. Die Besitzerin des Gasthauses Adelina Toretta, die Tochter der berühmten '''Mama Toretta''', ist ihrer Mutter treu geblieben und kocht mit der typisch efferdischen Küche. Die patriotisch republikanischen Namen der Speisen die sie Zubereitet locken dabei viele Künstler der '''Nexum Efferdica''' (einer patriotisch-ideologischen Bewegung von Künstlern, welche Efferdas zu dem Kulturzentrum im Horasreich machen will.) an. Aber nicht nur diese Leute findet man in der Stube und auf der Terrasse. Wer könnte auch der Efferdase (einer typisch efferdischen Fischsuppe) oder dem '''[[Efferdische Hechtsuppe|Senatorentopf]]''' widerstehen, für den ihre Mutter so berühmt geworden ist.
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Sanct Parvenus ist in Efferdas der Stadtteil der Handwerker und einfachen Leute. Viele der eng zusammenstehenden Häuser, die zum Teil noch aus der Zeit vor der [[Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes|Unabhängigkeit]] stammen, - zum Teil (besonders in Parveneo) jedoch auch erst nach 1028 BF erbaut wurden, bilden ein Gewirr von Straßen, Gassen und Gängen, in denen tagein tagaus geschäftiges Treiben herrscht und man besonders auf dem '''Piazza Avellana (1)''', den man auch gerne Haselnussmarkt nennt, alles kaufen kann, was man zum Leben braucht und häufig noch viel mehr. Neu am Markt ist das Teehaus '''[[Die Wüstenrose|Wüstenrose]]''', ein exotischer Ort inmitten des phexischen Treibens. In vielen Straßen steht jedoch der Dreck, da bis dato noch niemand auf die Idee gekommen ist, für einen Anschluss an die sonst gut ausgebaute Kanalisation zu sorgen und in den Hinterhöfen des Bereiches, den man ''„Parvenusgrund“'' nennt, lebt in Bretterverschlägen manch armer Schlucker: Tagelöhner, Wanderarbeiter auf der Durchreise und Bettler. Diejenigen jedoch die hier ein Haus, einen Laden oder ein Gewerbe und ihr sicheres Auskommen haben, sehen sich unter dem besonderen Schutz des [[Parvenus von Efferdas|Stadtheiligen Parvenus]] und sind stolz darauf hier zu leben, auch weil seit [[1031 BF]] im Herzen des Quartiers, am höchsten Punkt der Stadt im Turm am '''Platz der Freiheit (2)''' mit dem '''[[Freiheitsgong]] (3)''' das Herz der [[Republik Efferdas|Republik]] schlägt.


Oberhalb dessen liegen die beiden '''Spieluhrenwerkstätten(4)''' der rivalisierenden Familien '''Cremenzzi und Beltani'''. Deren Familienfehde nach dem Sieg der Beltani’s beim Glockenspielauftrag, nun in der Unterstützung von [[Alrik Binder]] ausgeufert ist. Denn die beiden Familienpatriarchen Alberto Cremenezzi und Alberto Beltani eifern darum, wer die höhere Spende geben, wer das beste Podium bieten und wer die meisten Unterstützer, für die Delphinocco Legende, überzeugen kann. Am unteren Ende des Platzes liegt derweil das '''Turmhotel(6)'''. Es mag zwar nicht das [[Zum goldenen Dreizack]] sein, es ist aber auch nicht die [[Hafen (Efferdas)|Herberge Londana]]. Dabei hat es sich aber als Hotel der Gesandten anderer etabliert und dient hauptsächlich deren Interessen. So besitzt es auch ein paar fensterlose Hinterzimmer. Am Fuße der Treppen, hinauf auf den Platz der Freiheit, vom Parvenusgrund hinauf liegt ein [[Travia]]schrein. Die Lage des Schreins, direkt an den Stufen hin zum Platz der Freiheit, brachte auch den Brauch mit sich, dass der Bräutigam die Braut die Stufen hoch tragen muss. Ein nicht immer einfaches Unterfangen.
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Dieser Turm ist gleichzeitig das Herz des, im Vergleich verschlafen wirkenden, Turmwinkels und wurde auf dem Fundament eines alten Turmes einer [[Priesterkaiser|vorpriesterkaiserzeitlichen]] Fluchtburg errichtet. Von seiner Spitze hat man einen exzellenten Blick bis weit in das [[Coverna|efferdische Hinterland]], so dass die '''Gongwache (4)''' auch die Aufgabe hat, nach heranrückenden Feinden Ausschau zu halten. Glückliches Efferdas, dass der Freiheitsgong noch nie außer an hohen Festtagen der Republik willentlich angeschlagen wurde. Dann und wann jedoch wird der Gong auch nachts angeschlagen. Von wem jedoch bleibt rätselhaft, denn der diensthabende Turmwächter wurde stets am nächsten Morgen dem Wahnsinn anheim gefallen oder gar von der Zinne herab gestürzt aufgefunden. Trotzdem ist der Dienst im Turm bei der Stadtwache beliebt, ist doch so manchem Besucher ein Blick von der Turmspitze die ein oder andere Münze wert.
Ungleich bequemer ist es jedoch die beinah ebenso grandiose Aussicht bei einem exzellenten Mahl auf der Dachterrasse des '''Casa Toretta (5)''' zu genießen. ''"Mama Toretta"'', wie die resolute Besitzerin des Gasthauses von jedermann genannt wird, serviert ihren Gästen typische efferdische Küche mit patriotischen oder republikanischen Namen. So wird bei Mama Toretta aus der klassischen efferdischen Fischsuppe (der ''"Efferdase"'') der ''"[[Efferdische Hechtsuppe|Senatorentopf]]"''.


==Parvenusgrund==
Der Turmwinkel wird unterhalb vom ''Parvenusgrund'' umschlossen. Technisch jünger als der Turmwinkel aber länger durchgängig besiedelt ist jenes Viertel das geschäftigste von Sanct Parvenus. Epizentrum des Geschehens ist die '''Piazza Avellana(7)''' (bosp. Haselnussmarkt). Dort gibt es alles, was der gemeine Popollo benötigt und noch mehr. Primär jedoch werden dort die täglichen Bedürfnisse der Leute bedient. Am Markt liegt seit einiger Zeit '''[[Die Wüstenrose|die Wüstenrose]](8)'''. Dieses Teehaus wurde seit der Eröffnung der [[Arnax-Silberfinger-Schule|Arnax Silberfinger Schule]] als Zentrum für Anhänger der '''Republikkunst''' (eine Bewegung von Künstlern, welche sich durch anti-patriotische und herrschaftskritische Sentimente auszeichnet.) erwählt und überzeugt mit seinem Fremdländischen Charm. In der Nähe des Teehauses auch am Haselnussmarkt, liegt  die [[Familie Trenti|Casa Trenti]]. Typisch für den ''„Grund“'' ist die Zusammenballung gleichartiger Handwerker und Leute in Straßen, Gassen und Häuserzeilen, wobei sich das seit den Krisen etwas gelockert hat. War es doch, für jene Zeiten, wichtiger, in einem intakten Haus zu leben, als in einer genormten Lage. Dieses teils gebrochene System der engen Nähe ist dabei auf das [[Logen, Zünfte und Bruderschaften in Efferdas|Zunftwesen]] zurückzuführen. Jene Vereinigungen, wie die Fischers- und Heiligenschnitzerzünfte stellten ihre Stellung durch die räumliche Abgrenzung zu den unterprivilegierten da. Dies resultierte aber in der Gründung von Logen und Bünden, allen voran die [[Logen, Zünfte und Bruderschaften in Efferdas#Weidenloge|Weidenloge]] welche die Zunft der Heiligenschnitzer in Bedeutung schon lange abgehängt hat und ihr prächtiges '''Weidelogenhaus(14)''' gegenüber der '''[[Winzerei Vinarii]](15)''' betreibt. Dennoch findet man im '''Heiligenschnitzerhof(9)''' immer noch für Pilger die Holzfiguren, welche einem seine Frömmigkeit schön attestiert oder als Souvenir dienen. Hier ist auch die [[Seesargzimmerei Montazzi]] verortet. Berühmt ist aber auch die '''Korkschneidergasse(10)''' für ihre Flaschenkorken und den Schiffsbedarf den es dort zu erwerben gibt. Jeder simple Schiffsbedarf bis auf die Seile und Taue, die in der '''Seilerei Funita(12)''' etwas entfernter hergestellt werden. Sehr nahe daneben, liegt der '''[[Fuhrhof der Raloffs|ehemalige Fuhrhof der Raloffs]](11)''', welcher seit dem Wegzug der Familie auf einen neuen Besitzer wartet. Handwerk anderer Art findet man in der '''Hüttnerstraße(13)'''. Hier leben die Bauhandwerker von Efferdas. Wartend auf ein neues Haus, welches es zu schaffen oder renovieren gilt.
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Auch die restliche Bebauung des ''Turmwinkels'' folgt noch der alten Burganlage, so dass die Häuser den alten Mauern folgend ringförmig um den Platz der Freiheit anordnen. Direkt am Platz befindet sich das '''Turmhotel (6)''', welches zwar nicht das nobelste der Stadt ist, sich aber insbesondere bei Gesandten aus aller Herren Länder einer gewissen Beliebtheit erfreut. Denn es verfügt nicht nur über einen Hinterausgang, sondern auch über ein paar fensterlose Hinterzimmer. Ganz in der Nähe befinden sich die beiden '''Spieluhrenwerkstätten''' '''(7)''' der verfeindeten Familien '''Cremenzzi und Beltani''', die sich seit neustem nicht mehr nur darum streiten, wer die besten Spieluhren baut und wer wem welche Geheimnisse gestohlen hat, sondern auch wem die Ehre zusteht das vom [[Senat (Efferdas)|Senat]] geplante Glockenspiel im Turm zu bauen.


In der nähe des Haselnussmarkts steht die '''Belhankaner Münze (16)'''. Die ehemalige Münzprägeanstalt der Republik behaust nun das '''[[Efferd Zeitung|Druckhaus Efferdas]]'''. Es existiert jedoch in einem Hinterzimmer eine einzige Münzpresse, welche natürlich ohne Prägeform ist. Mit ihr wird der '''efferdische Jahrestaler''' geschlagen. In vom Haselnussmarkt in entgegengesetzter Richtung liegt dann die '''Via Nautica(17)'''. Entlang ihr liegen die prächtigsten Häuser und Werkstätten von Sanct Parvenus. Denn dort leben und arbeiten die reichsten Handwerker der Stadt. Die nautischen Geräte, wie Südweiser und Efferdstäbe aus ihren Werkstätten, sind ob ihrer Qualität weit über die Grenzen von [[Efferdas]], [[Belhanka]], ja sogar [[Methumis]] hinaus bekannt.
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Vom ''Turmwinkel'' aus Richtung Süden schließt sich mit dem ''Parvenusgrund'' ein geschichtlich etwas jüngerer Teil von Sanct Parvenus an, der jedoch gegenüber dem Turmwinkel jedoch fast durchgehend besiedelt war. Geschäftiges Zentrum dieses Quartiers ist die '''Piazza Avellana (1)''' südwestlich des Turmwinkels, auf dem vor allem Dinge des täglichen Bedarfes und die Erzeugnisse der Bauern aus dem Umland feilgeboten werden. Typisch für den ''„Grund“'' ist die Zusammenballung gleichartiger Handwerker in bestimmten Straßen, Gassen oder Häuserzeilen. So findet der fromme Pilger ein Andenken im '''Heiligenschnitzerhof (8)''', werden Flaschenkorken und Schiffsbedarf in der '''Korkschneidergasse (9)''' gefertigt, während die Bauhandwerker ihre Quartiere in der '''Hüttnerstraße (10)''' im äußersten Westen des Stadtteils haben. Diese enge räumliche Nähe ist in dem in Efferdas kaum ausgeprägten [[Logen, Zünfte und Bruderschaften in Efferdas|Zunftwesen]] begründet: Die wenigen im Laufe der Jahrhunderte von den jeweiligen Herrschern privilegierten Zünfte (wie die Fischer- und die Heiligenschnitzerzunft) trugen ihre besondere Stellung zur Schau, indem sie sich auch räumlich von den Nichtprivilegierten abgrenzten. Zumindest hierin konnten ihnen es jene jedoch gleichtun und gründeten so statt Zünften allerlei Logen und Bünde. So findet sich heute in der Korbmachergasse, gleich gegenüber der [[Familie Vinarii|Winzerei Vinarii]] das prächtige '''Weidenlogenhaus (11)''', welches so gar nichts mit dem fernen Herzogtum zu schaffen hat.


==Parveneo==
Das Gegenstück zu dem Parvenusgrund ist ''Parveneo''.  Es umschließt oberhalb den Turmwinkel. Auch ist es der jüngste Teil von Sanct Parvenus. Im Gegensatz zu den anderen Vierteln rät der sittenstrenge Efferder hier unbedingt von einem Besuch ab. Die Schauergeschichten, die er einem aber erzählt, werden dabei wohl weniger auf Fakten basieren, jedenfalls für Durchreisende. Es stimmt zwar, dass hier die Beutelschneider etwas flinker, die Bettler etwas dreister, die Wundertinkturen nicht ganz frei von ''Nebenwirkungen'' und manche Angebote nicht die eigenen sind, aber dennoch findet man hier auch seine Freuden. Parveneo ist der Stadtteil der Exoten und Außenseiter. Es ist das bunteste Viertel, nicht nur bei den Menschen, die Häuser sind mit vielen Bildern bemalt, es sind bunte Sonnensegel gespannt, welche die Sonne beim durscheinen in ein Farbenspiel verwandeln und des Nachts erscheint Parveneo durch Papierlaternen in einem bunten Farbenmeer. Dabei ist Parveneo aber auch einer der Ärmsten Flecken in ganz Efferdas. Bei den Häusern, die nicht übermalt sind, kann man das am besten sehen. Anders als an anderer Stelle, wie im Parvenusgrund, sieht man hier nur dürftige Selbstreparaturen. Es ist zu bezweifeln, dass jemand aus der Hüttnerstraße jemals an diesen Häusern gearbeitet hat.
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Südlich des Haselnussmarktes steht die trutzige '''Belhankaner Münze (12)'''. Im Zuge der Auflösung der [[Grafschaft Belhanka]] wurde dem [[Haus Efferdas|Hause Efferdas]] das Münzregal übertragen und zur Ausübung desselben dieses trutzige Gebäude gebaut. Heute besteht die [[Republik Belhanka]] darauf seine Münzen selber zu prägen, weshalb hier nur einmal im Jahr in geringer Auflage der "efferdische Jahrestaler" geschlagen wird. Daher ist in der Münze heute auch das ''Druckhaus Efferdas'' untergebracht.
Verlässt man die Piazza Avellana gen Nordwesten befindet man sich auf der '''Via Nautica (13)''', entlang derer die prachtvollen Häuser und Werkstätten der wahrscheinlich reichsten Handwerker der Stadt stehen. Die nautischen Geräte, wie Südweiser und Efferdstäbe aus ihren Werkstätten, sind ob ihrer Qualität weit über die Grenzen von [[Efferdas]], [[Belhanka]], ja sogar [[Methumis]] hinaus bekannt.


Nichtsdestotrotz hauen hier die Menschen einen zwar einen übers Ohr, aber in ganz Efferdas findet man, für andere Ideen und Kulturen, keine offeneren Menschen. Ein sehr prominentes Beispiel ist die '''Schenke zum frohen Ingalf(18)''', sie ist im thorwaler Stil mit angegliedertem Schwitzhaus gebaut. In ihr treffen sich tulamidische, tobrische und horasische Flüchtlinge und lachen, singen und trinken zusammen. Ein Brauchtum, welches unter Haubert Ingalfsons Vater '''Ingalf Franjason''' begann und froh weitergeführt wird. So wundert es auch nicht, dass das Parveneo zwei Teppichknüpfer nach tulamidischer Art besitzt. Auch sind hier Handwerker zu finden, die sich nicht an ihre Standeskollegen anderswo halten. Sei es der Preis, die Qualität oder gleich beides. Hier liegen auch zwei der drei Metzgereien der Stadt und auch die einzige, nicht von der [[Familie Ventargento]] abhängige Weberei wurde hier von tobrischen Flüchtlingen erbaut. Doch obwohl oder gerade weil die '''''Parvenüs''''', wie die Bewohner des farbenfrohen Quartiers sich auch gerne selbst nennen, so wenig mit den anderen Efferdern gemein zu haben scheinen, sind die frenetischsten Anhänger des urefferdischen [[Delphinocco]]-Spiels (''"Delphinisti"'' genannt) gerade hier zu finden. Problematisch in Parveneo ist neben der Armut nur der Einfluss des [[Logen, Zünfte und Bruderschaften in Efferdas#Parveneobund|Parveneobunds]] und den [[Logen, Zünfte und Bruderschaften in Efferdas#Parvinikäe|Parvinikäe]].
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Direkt an der '''Silem-Horas-Straße (14)''' im Süwesten von St. Parvenus befindet sich ein Quartier, das nach dem großen Brand der [[Kusimari die Geisterschifferin|Dämonenflut]] 997 BF allem Gewerbe, bei welchem offenes Feuer nötig ist, wie Schmieden aber auch Bäckereien, eine Heimstatt bieten sollte. Doch insbesondere die Bewohner von Sanct Parvenus unterliefen die hehren Plänen des [[Stadtrat Efferdas|Stadtrates]], indem sie weiterhin ihr Brot im eigenen Ofen buken, wie es ihnen gefiel. Darum wird dieser Winkel heutigentags auch ''„Schmiedewinkel“'' und nicht ''„Bäckerwinkel“'' genannt. Und auch kein Geruch von frisch Gebackenem mischt sich unter den Qualm des Essen. Der Backherr der Stadt, der auch als Brandherr fungiert, ist dagegen heute hauptsächlich damit beschäftigt, die Größe dieser privaten Öfen zu überwachen, dass kein nichtzünftiger Bäcker „mehr denn 6 Rechtsschritt befeuere“ und nicht mehr denn „zwiefach die Woche backe“. Als Domizil dient dem Brandherrn das '''Brandwehrhaus (15)''' an der '''Piazza Pistacia (19)''' am Rande des Schmiedewinkels, das, wie die anderen Häuser des Winkel, aus gebranntem Stein besteht. In den anderen Häusern haben sich Grob- und Feinschmiede, aber auch Fassmacher, niedergelassen. Es werden Anker, Harnische und Schwerter geschmiedet, während die Gold- und Edelschmiede am [[Alter Markt (Efferdas)|Alten Markt]] wohl besser aufgehoben sind.  
 
Am besten sieht man deren Einfluss nachts. Denn das Einflussgebiet wird jede Nacht durch das Gischtblau der Parvinikäe und dem Karmesin des Parveneobundes im Farbenmeer der Papierlaternen angezeigt. Nahe der Stadtmauer, am weitesten entfernt von den eigentlichen Patrollier-Routen der [[Efferdische Stadtgarde]], die sich eh nicht nach Parveneo wagt, es sei für Razzien, findet man das Zentrum der Macht für die Parvinikäe. Die von den Parvenüs '''Freudenallee(19)''' genannte Gasse, sind eine Anreihung von billigen Bordellen und Schenken. Sie wurde im Chaos nach dem Umsturzversuch gegründet und wird von den Parvinikäe betrieben. Ihnen entgegensteht der Parveneobund, welcher kein erkennbares Machtzentrum besitzt. Deren Schutzgeld-Erpressungen krachen aber immer wieder gegen die Parvinikäe, welche sich als Beschützer der Parvenüs sehen. Beide Gruppen nutzen hauptsächlich die Efferdische Stadtgarde, um jene jeweils auf die anderen zu hetzen. Trotz dessen herrscht meist Ordnung in Parveneo, denn es ist den konkurrierenden Fraktionen gut daran gelegen, jene Ordnung aufrechtzuerhalten. Immerhin wäre ein Bandenkrieg schlecht fürs Geschäft. Wer weiß aber, wie lange sich dieser Status Quo aufrechterhalten lässt.
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Die Preise für solche Schmiedewaren fallen in Efferdas etwas höher aus, da z.B. der Rohstahl über weite Strecken herbeigeschafft werden muss. Die Handwerker haben jedoch ein gutes Auskommen, so dass sich ihre [[Logen, Zünfte und Bruderschaften in Efferdas#Ankerzunft|Ankerzunft]] auch das '''"Eiserne Haus" (16)''' mit angegliedertem Gesellenhaus leisten kann. Im Zunfthaus ist auch ein kleiner Schrein des [[Ingerimm|Schmiedegottes]], die sogenannte [[Zimmerei und Ingerimm-Schrein (Efferdas)|Gantur-Kapelle]] unter dankbarer Führung der [[Familie Slin]] untergebracht, während die dazu passende Statue des lokalen Heiligen [[Isenbert Gantur Slin]] den Brunnen im Süden des Viertels ziert. Übrigens ist dies nicht der einzige Schrein in St. Parvenus. So findet sich im südlichsten Zipfel Turmwinkels auch noch ein [[Travia]]schrein, gestiftet von [[Massimiliano Changbari]]. Die Lage des Schreins, direkt an den Stufen hin zum Platz der Freiheit, brachte dort auch den Brauch mit sich, dass der Bräutigam die Braut die Stufen hoch tragen muss. Ein nicht immer einfaches Unterfangen.


Ein bei weitem vornehmeres Etablissement als die in der Freudenallee ist das '''Bockshorn(20)'''. Als Anziehungspunkt für lebenslustige Efferder ist dies wohl der einzige Ort, welcher regelmäßigen Besuch von nicht Parvenüs erhält. Jedoch werden die, schon erwähnten, Sittenstrengen der restlichen Stadt vor den "oronischen Auswüchsen" in diesem Etablissement zu warnen nicht müde. Tatsächlich bietet das Freudenhaus seinen Besuchern allerlei rein [[rahja]]nische Genüsse. Zu Lautenspiel wird edler ''Bosparanjer'' oder ''Yaquiertaler'' kredenzt. Das edle Interieur ist dem Unterholz eines dichten Laubwaldes nachempfunden, in dem die Freudenmädchen und Lustknaben erst aufgespürt werden müssen. Danach folgt zumeist ein fröhliches Versteck- und Fangspiel, bevor der solvente Gast schließlich den Lohn für seine Bemühungen erhält, - und anschließend auch bezahlt. Bei den rahjanisch gesinnten Efferdern ist es in jüngerer Zeit sehr beliebt „ins Bockshorn jagen“ zu gehen und sogar mancher Patrizier mag hier manchmal ein und aus zu gehen.
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''„Die olle Madaleni soll ick eheliche? Wie sollt ick die denn die Parvenusstufen hoch bekomme? Nee nee, such ma' wen anderes aus, Mudder...“''


==Schmiedewinkel==
Direkt an der '''Silem-Horas-Straße(21)''' im Süwesten von St. Parvenus befindet sich ein Quartier, das nach dem großen Brand der [[Kusimari die Geisterschifferin|Dämonenflut]] 997 BF allem Gewerbe, bei welchem offenes Feuer nötig ist, wie Schmieden aber auch Bäckereien, eine Heimstatt bieten sollte. Doch besonders die Bewohner von Sanct Parvenus unterliefen die hehren Plänen des [[Stadtrat Efferdas|Stadtrates]], indem sie weiterhin ihr Brot im eigenen Ofen backten, wie es ihnen gefiel. Darum wird dieser Winkel heutigentags auch ''„Schmiedewinkel“'' und nicht ''„Bäckerwinkel“'' genannt. So riecht man hier kein leckres Brot, sondern den rußigen Rauch der Schmieden. Der Backherr der Stadt, der auch als Brandherr fungiert, ist dagegen heute hauptsächlich damit beschäftigt, die Größe dieser privaten Öfen zu überwachen, dass kein nicht zünftiger Bäcker „mehr denn 6 Rechtsschritt befeuere“ und nicht mehr denn „zweifach die Woche backe“. Als Domizil dient dem Brandherrn das '''Brandwehrhaus(22)''' an der '''Piazza Pistacia (23)''' am Rande des Schmiedewinkels, das, wie die anderen Häuser des Winkel, aus gebranntem Stein besteht. In den anderen Häusern haben sich Grob- und Feinschmiede, aber auch Fassmacher, niedergelassen. Eines dieser Häuser beheimatet dabei das Juweliergeschäft und Werkstatt der [[Nesradin ibn Kardash|Familie Kardesca]] welche sich dieses nach dem verlassen ihrer [[Familie Kanbassa|Arbeitgeber]] zulegte.
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Steigt man die Treppen vom Turmwinkel hinauf gen Norden gelangt man nach ''Parveneo'', - dem jüngsten Teil von St. Parvenus. Fragt man einen sittenstrengen Efferder nach Parveneo, wird er dringend von einem Besuch abraten und allerlei Schauriges über seine Bewohner zu berichten haben. Zwar sind die Beutelschneider hier wohl etwas flinker, die Bettler etwas dreister, nicht jede angepriesene Wundertinktur gänzlich frei von "Nebenwirkungen" und nicht jede güldenländische Statuette stammt wirklich dorther, aber es mag auch daran liegen, dass Parveneo der Stadtteil der Exoten und Außenseiter ist. Man findet hier zum Beispiel die '''Schenke des Ingalf Frenjasson (17)''' im thorwaler Stil mit angegliedertem Schwitzhaus, zwei tulamidische Teppichknüpfer sowie einige Handwerker, die sich, - insbesondere was die Preise angeht -, nicht an die Absprachen ihrer Standeskollegen halten oder sich auch von diesen absetzen wollen. So sind die zwei Bildhauerwerkstätten der Stadt auch in Parveneo und nicht an der Hüttnerstraße zu finden. Auch die einzige, nicht von der [[Familie Changbari]] abhängige Weberei wurde von tobrischen Flüchtlingen in Parveneo erbaut. Doch obwohl oder gerade weil die '''''Parvenüs''''', wie die Bewohner des farbenfrohen Quartiers auch genannt werden, so wenig mit den anderen Efferdern gemein zu haben scheinen, sind die frenetischsten Anhänger des urefferdischen [[Delphinocco]]-Spiels (''"Delphinisti"'' genannt) gerade hier zu finden.
 
Die Preise für die Schmiedewaren, der Fassmacher und Fein- und Grobschmiede, fallen in Efferdas etwas höher aus, da z.B. der Rohstahl über weite Strecken herbeigeschafft werden muss. Die Handwerker haben jedoch ein gutes Auskommen, so dass sich ihre [[Logen, Zünfte und Bruderschaften in Efferdas#Ankerzunft|Ankerzunft]] auch das '''"Eiserne Haus"(24)''' mit angegliedertem Gesellenhaus leisten kann. Im Zunfthaus ist auch ein kleiner Schrein des [[Ingerimm|Schmiedegottes]], die sogenannte [[Zimmerei und Ingerimm-Schrein (Efferdas)|Gantur-Kapelle]] untergebracht, während die dazu passende Statue des lokalen Heiligen [[Isenbert Gantur Slin]] den Brunnen im Süden des Viertels ziert.  
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Nachts ist, neben den Tavernen des Quartiers, vor allem das '''Bockshorn (18)''' ein Anziehungspunkt für lebenslustige Efferder. Jedoch werden die, schon erwähnten, Sittenstrengen vor den "oronischen Auswüchsen" in diesem Etablissement zu warnen nicht müde. Tatsächlich bietet das Freudenhaus seinen Besuchern allerlei rein [[rahja]]nische Genüsse. Zu Lautenspiel wird edler ''Bosparanjer'' oder ''Yaquiertaler'' kredenzt. Das edle Interieur ist dem Unterholz eines dichten Laubwaldes nachempfunden, in dem die Freudenmädchen und Lustknaben erst aufgespürt werden müssen. Danach folgt zumeist ein fröhliches Versteck- und Fangspiel, bevor der solvente Gast schließlich den Lohn für seine Bemühungen erhält, - und anschließend auch bezahlt. Bei den rahjanisch gesinnten Efferdern ist es in jüngerer Zeit sehr beliebt „ins Bockshorn jagen“ zu gehen.


''„Im Freiheitsturm spukt es, wenn du mich fragst. Da kann einem eine Nacht im Bockshorn noch so sehr in den Ruin getrieben haben, niemand wirft sich diesen Turm hinab, der noch bei klarem Verstand ist. Ich hab ja schon gehört, dass da ein alter Geist wache halten soll, welcher früher mal seine Wache vernachlässigt haben soll und daher nun ewig Wache halten muss. Wie dem auch sei, eins muss man denen lassen, die Opfer des Turmgeistes wurden. Wenn wirklich das letzte, was sie hörten, bevor sie sprangen der Glockenschlag der Freiheitsglocke war, dann hatten sie wenigstens im Tod ihr Herz an der rechten Stelle und starben mit wenigstens etwas Ehre im Leib. Was schöneres kann es für einen aufrechten Efferdasser doch gar nicht geben. Abgesehen von der Delphinocco-Stadtmeisterschaft versteht sich...“''
''Autoren [[Benutzer: Elanor|Elanor]] und [[Benutzer: Dajin|Dajin]]''<br>
 
''Überarbeitet von [[Benutzer:Vritra|Vritra]]''
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''Autoren [[Benutzer: Elanor|Elanor]] und [[Benutzer: Dajin|Dajin]]''


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