Details des Hauses di Onerdi: Unterschied zwischen den Versionen

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*'''823 BF:''' Alborn wird nach Kusmaras Tod wieder König von Yaquiria.
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*'''923 BF:''' Schwere Epidemie der [[Zorgan-Pocken]].
*'''923 BF:''' Schwere Epidemie der [[Zorgan-Pocken]].
*'''942-950 BF BF:''' Bau des [[König-Therengar-Kanal]]s.
*'''942-950 BF:''' Bau des [[König-Therengar-Kanal]]s.
*'''18. Ingerimm 959 BF:''' Sieg über die Novadis in der [[Schlacht von Olbris]].
*'''18. Ingerimm 959 BF:''' Sieg über die Novadis in der [[Schlacht von Olbris]].
*'''996 BF:''' Königskrönung [[Amene III. Firdayon|Amenes III.]]
*'''996 BF:''' Königskrönung [[Amene III. Firdayon|Amenes III.]]
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Der [[Kusliker Krise|Bürgerkrieg]] der Jahre 812-815 BF sollte dann den Niedergang des Hauses bringen. Immer wieder zogen Söldnerbanden durch die Lande, Kriegszüge zogen hin und her. Das Haus stand auf Seiten des Königs [[Alborn Firdayon|Alborn]], der jedoch schließlich von [[Kusmara Galahan|Kusmara]] besiegt wurde. Kurz zuvor belagerte ein Heer der Galahanisten Ankram, welches aufgegeben werden musste. Söldner brandschatzten Teile der Stadt, darunter das Stadthaus der Familie. Auch viele Familienmitglieder kamen dabei oder in anderen Kämpfen um, und obwohl einiger Besitz gerettet werden konnte, gingen große Reichtümer, diverse Bücher, Urkunden und sonstige Wertgegenstände verloren. <br>
Der [[Kusliker Krise|Bürgerkrieg]] der Jahre 812-815 BF sollte dann den Niedergang des Hauses bringen. Immer wieder zogen Söldnerbanden durch die Lande, Kriegszüge zogen hin und her. Das Haus stand auf Seiten des Königs [[Alborn Firdayon|Alborn]], der jedoch schließlich von [[Kusmara Galahan|Kusmara]] besiegt wurde. Kurz zuvor belagerte ein Heer der Galahanisten Ankram, welches aufgegeben werden musste. Söldner brandschatzten Teile der Stadt, darunter das Stadthaus der Familie. Auch viele Familienmitglieder kamen dabei oder in anderen Kämpfen um, und obwohl einiger Besitz gerettet werden konnte, gingen große Reichtümer, diverse Bücher, Urkunden und sonstige Wertgegenstände verloren. <br>
Nach Kusmaras Tod stimmten die wenigen überlebenden Familienmitglieder im Kronkonvent für eine Wiedereinsetzung des alten Königs. Aus diesem Krieg zog man die Lehre, dass einerseits unter Umständen die eigene politische Einstellung nicht gegen alle Widrigkeiten gehalten werden sollte, andererseits man niemals auf Seiten der Galahans stehen würde. <br>
Nach Kusmaras Tod stimmten die wenigen überlebenden Familienmitglieder im Kronkonvent für eine Wiedereinsetzung des alten Königs. Aus diesem Krieg zog man die Lehre, dass einerseits unter Umständen die eigene politische Einstellung nicht gegen alle Widrigkeiten gehalten werden sollte, andererseits man niemals auf Seiten der Galahans stehen würde.<br>
Nachdem einige Jahre darauf das einzige Kind des alten Oberhauptes der Familie 828 BF bei einem [[Codex Duello|illegalen Duell]] zu Tode kam, schien das Haus di Onerdi zu erlöschen. Der Herr von Yardêk sah sich als Letzten einer alten Linie und begann, vergrämt und in finsteren Gedanken gefangen, seine Ländereien auszupressen, er selbst verprasste dieses Geld für Frauen, Völlerei oder einen Rausch. Am Ende war ihm nur ein treuer Freund geblieben, und sogar der erkannte ihn kaum mehr. Keine drei Jahre später starb das Familienoberhaupt. Während Baron und Nachbarn sich die Finger nach dem Besitz des Hauses leckten, suchte der Freund nach Verwandten, die das Erbe erhalten könnten. Schließlich fand er nach langem Suchen eine entfernte Verwandte seines Freundes, [[Rinaya Ayala di Onerdi|Rinaya di Onerdi]]. Diese, eine Offizierin aus [[Arivor]], setzte sich gegen mehrere Erbschleicher durch und wurde neue Herrin in Yardêk. Sie begründete das heutige Haus di Onerdi.
Nachdem einige Jahre darauf das einzige Kind des alten Oberhauptes der Familie [[828 BF]] bei einem [[Codex Duello|illegalen Duell]] zu Tode kam, schien das Haus di Onerdi zu erlöschen. Der Herr von Yardêk sah sich als Letzten einer alten Linie und begann, vergrämt und in finsteren Gedanken gefangen, seine Ländereien auszupressen, er selbst verprasste dieses Geld für Frauen, Völlerei oder einen Rausch. Am Ende war ihm nur ein treuer Freund geblieben, und sogar der erkannte ihn kaum mehr. Keine drei Jahre später starb das Familienoberhaupt. Während Baron und Nachbarn sich die Finger nach dem Besitz des Hauses leckten, suchte der Freund nach Verwandten, die das Erbe erhalten könnten. Schließlich fand er nach langem Suchen eine entfernte Verwandte seines Freundes, [[Rinaya Ayala di Onerdi|Rinaya di Onerdi]]. Diese, eine Offizierin aus [[Arivor]], setzte sich gegen mehrere Erbschleicher durch und wurde neue Herrin in Yardêk. Sie begründete das heutige Haus di Onerdi.


===Das neue Haus di Onerdi===
===Das neue Haus di Onerdi===
In der Folgezeit erstarkte das Haus insbesondere unter [[Rondraman d. Ä. di Onerdi|Rondraman d. Ä.]] wieder und bekam weitere Ämter verliehen. Im Jahre 900 BF (2392 Horas) entstand die Nebenlinie der di Onerdis, als Perno di Onerdi mit dem [[Rittergut Mardiero|Rittergut Mardiero]] belehnt wurde, die Mitgift seiner Braut Halca Thalionmel, der Schwester des [[Baron von Onjaro|Barons von Onjaro]]. Auf Rondraman folgte [[Kedia di Onerdi|Kedia]], die unter anderem mit ihren zwei Siegen beim [[Königsturnier]] zu [[Arivor]] Ruhm und Ansehen des Hauses mehrte.
In der Folgezeit erstarkte das Haus insbesondere unter [[Rondraman d. Ä. di Onerdi|Rondraman d. Ä.]] wieder und bekam weitere Ämter verliehen. Im Jahre [[900 BF]] (2392 Horas) entstand die Nebenlinie der di Onerdis, als Perno di Onerdi mit dem [[Rittergut Mardiero|Rittergut Mardiero]] belehnt wurde, die Mitgift seiner Braut Halca Thalionmel, der Schwester des [[Baron von Onjaro|Barons von Onjaro]]. Auf Rondraman folgte [[Kedia di Onerdi|Kedia]], die unter anderem mit ihren zwei Siegen beim [[Königsturnier]] zu [[Arivor]] Ruhm und Ansehen des Hauses mehrte.


Einen enormen Aufschwung sollte das Jahr 942 BF mit sich bringen: König [[Therengar Firdayon|Therengar]] begann mit dem Bau des heute nach ihm benannten [[König-Therengar-Kanal]]s, der seit 950 BF den [[Sikram]] bei Ankram und den [[Onjet]] bei Parsek miteinander verbindet. Bei der feierlichen Einweihung des Kanals fand sich eine beispiellose Anzahl Adliger und Patrizier ein und viele Handelsbündnisse wurden geschlossen, darunter mit der Kornhändlerfamilie [[Familie Zorgazo|Zorgazo]] aus [[Urbasi]]. In der Folge blühte die Region auf und der Reichtum des Hauses wuchs beträchtlich.<br>
Einen enormen Aufschwung sollte das Jahr [[942 BF]] mit sich bringen: König [[Therengar Firdayon|Therengar]] begann mit dem Bau des heute nach ihm benannten [[König-Therengar-Kanal]]s, der seit [[950 BF]] den [[Sikram]] bei Ankram und den [[Onjet]] bei Parsek miteinander verbindet. Bei der feierlichen Einweihung des Kanals fand sich eine beispiellose Anzahl Adliger und Patrizier ein und viele Handelsbündnisse wurden geschlossen, darunter mit der Kornhändlerfamilie [[Familie Zorgazo|Zorgazo]] aus [[Urbasi]]. In der Folge blühte die Region auf und der Reichtum des Hauses wuchs beträchtlich.<br>
Schließlich versuchte das Haus, eine überaus günstige Gelegenheit zu nutzen, um in [[Urbasi]] eine weitere Machtbasis aufzubauen. [[Familie Zorgazo|Ursino Zorgazo]], erstgeborener Sohn von [[Savinya Zorgazo|Gonfaloniera Savinya]], war im Jahr 955 BF plötzlich verschwunden. Ihr zweiter Sohn [[Familie Zorgazo|Dertan]], der neue Erbfolger, hatte dagegen ein unstetes Leben geführt und war noch immer unverheiratet. Daher wurde auf Vorschlag der Onerdi eine Ehe mit Dalida di Onerdi, die Schwester Thions, des [[Rittergut Mardiero|Gutsherrn von Mardiero]] arrangiert. Die Hoffnung des Hauses di Onerdi und vor allem der Nebenlinie, mit dieser Ehe Zugang zur urbasischen Politik zu erhalten, zerschlugen sich jedoch so schnell wie gründlich. Die Gonfaloniera starb bereits drei Jahre später, Dertan wurde zwar Familienoberhaupt, ließ aber nicht von seinem rahjagefälligen Leben ab. Die Familiengeschäfte überließ er seiner damit überforderten und von ihm gehörnten Gemahlin. So verspielte er nicht nur unter Savinya gewonnene, herausgehobene Position seiner Familie, sondern schadete auch der Ehre der di Onerdi. Nachdem die Macht in der Silberstadt längst fest in den Händen [[Ferrante Deraccini]]s lag, verstarb Dalida schließlich auch noch im Kindbett, auch das Neugeborene erlebte nicht das folgende Jahr. Seit dieser Zeit scheint die Nebenlinie der di Onerdi vom Pech verfolgt zu sein, denn nach dieser Katastrophe hielt das Schicksal bald weitere Todesfälle und gescheiterte Pläne für sie bereit.
Schließlich versuchte das Haus, eine überaus günstige Gelegenheit zu nutzen, um in [[Urbasi]] eine weitere Machtbasis aufzubauen. [[Familie Zorgazo|Ursino Zorgazo]], erstgeborener Sohn von [[Savinya Zorgazo|Gonfaloniera Savinya]], war im Jahr [[955 BF]] plötzlich verschwunden. Ihr zweiter Sohn [[Familie Zorgazo|Dertan]], der neue Erbfolger, hatte dagegen ein unstetes Leben geführt und war noch immer unverheiratet. Daher wurde auf Vorschlag der Onerdi eine Ehe mit Dalida di Onerdi, die Schwester Thions, des [[Rittergut Mardiero|Gutsherrn von Mardiero]] arrangiert. Die Hoffnung des Hauses di Onerdi und vor allem der Nebenlinie, mit dieser Ehe Zugang zur urbasischen Politik zu erhalten, zerschlugen sich jedoch so schnell wie gründlich. Die Gonfaloniera starb bereits drei Jahre später, Dertan wurde zwar Familienoberhaupt, ließ aber nicht von seinem rahjagefälligen Leben ab. Die Familiengeschäfte überließ er seiner damit überforderten und von ihm gehörnten Gemahlin. So verspielte er nicht nur unter Savinya gewonnene, herausgehobene Position seiner Familie, sondern schadete auch der Ehre der di Onerdi. Nachdem die Macht in der Silberstadt längst fest in den Händen [[Ferrante Deraccini]]s lag, verstarb Dalida schließlich auch noch im Kindbett, auch das Neugeborene erlebte nicht das folgende Jahr. Seit dieser Zeit scheint die Nebenlinie der di Onerdi vom Pech verfolgt zu sein, denn nach dieser Katastrophe hielt das Schicksal bald weitere Todesfälle und gescheiterte Pläne für sie bereit.


Ihren Tod erlebte Ludolfo Uras di Onerdi bereits nicht mehr, denn das Oberhaupt der Familie war schon 958 BF im Alter von nur 51 Götteräufen vor Boron getreten. Damit stand das Haus erneut vor einer kritischen Situation: Piara di Onerdi übernahm mit nur 20 Jahren die Führung der Familie, ihre Geschwister waren noch jünger. Einzig ihr Vetter Thion hatte schon Erfahrung auf dem politischen Parkett. Zudem waren die Beziehungen nach Onjaro weiterhin gut, sodass sein Sohn Mondino wie einst Perno eine Schwester des Barons von Onjaro heiratete. Entscheidend zum erneuten Aufstieg des Hauses trug aber eine Verlobung bei, die Ludolfo noch auf dem Sterbebett ausgehandelt hatte. Sein Sohn [[Arono di Onerdi|Arono]] wurde [[Haus di Bergerio|Linara di Bergerio]] versprochen, Erbin des alten, aber verarmten Geschlechts der di Bergerio. Diese Heirat begründete die Nebenlinie der di Onerdi-Bergerio, welche sich in der Folge zu einem überaus mächtigen Zweig des Hauses entwickelte. Neben der [[Herrschaft Rugiero]] brachte die Heirat auch neue Ländereien bei [[Burg Ankhello]], in dessen Nähe die di Onerdi ohnehin Land besaßen. Durch diese Bündelung konnte auch das Amt des Kastellans der Baronsburg gehalten werden. Als schließlich Arono 988 BF zum Stadtvogt von [[Ankram]] ernannt wurde, war der Aufstieg des Hauses in die erste Reihe des [[Patriziat]]s [[Herzogtum Methumis|Methumia]]s perfekt.
Ihren Tod erlebte Ludolfo Uras di Onerdi bereits nicht mehr, denn das Oberhaupt der Familie war schon 958 BF im Alter von nur 51 Götteräufen vor Boron getreten. Damit stand das Haus erneut vor einer kritischen Situation: Piara di Onerdi übernahm mit nur 20 Jahren die Führung der Familie, ihre Geschwister waren noch jünger. Einzig ihr Vetter Thion hatte schon Erfahrung auf dem politischen Parkett. Zudem waren die Beziehungen nach Onjaro weiterhin gut, sodass sein Sohn Mondino wie einst Perno eine Schwester des Barons von Onjaro heiratete. Entscheidend zum erneuten Aufstieg des Hauses trug aber eine Verlobung bei, die Ludolfo noch auf dem Sterbebett ausgehandelt hatte. Sein Sohn [[Arono di Onerdi|Arono]] wurde [[Haus di Bergerio|Linara di Bergerio]] versprochen, Erbin des alten, aber verarmten Geschlechts der di Bergerio. Diese Heirat begründete die Nebenlinie der di Onerdi-Bergerio, welche sich in der Folge zu einem überaus mächtigen Zweig des Hauses entwickelte. Neben der [[Herrschaft Rugiero]] brachte die Heirat auch neue Ländereien bei [[Burg Ankhello]], in dessen Nähe die di Onerdi ohnehin Land besaßen. Durch diese Bündelung konnte auch das Amt des Kastellans der Baronsburg gehalten werden. Als schließlich Arono 988 BF zum Stadtvogt von [[Ankram]] ernannt wurde, war der Aufstieg des Hauses in die erste Reihe des [[Patriziat]]s [[Herzogtum Methumis|Methumia]]s perfekt.
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;Das Erbe von Onjaro
;Das Erbe von Onjaro
Dieses überaus gute Verhältnis - von den di Onerdi mit bedingungsloser Treue gelebt - bekam jedoch erste Risse, als ein weiterer herber Schlag die Nebenlinie des Hauses traf. Umso heftiger empfand man dies, als doch grade die Visterdi dafür verantwortlich waren. Schon lange war man dem Baronshaus [[Haus Onjaro|von Onjaro]] verbunden gewesen, was sich auch in mehreren Eheverbindungen niedergeschlagen hatte. Zuletzt heiratete Mondino di Onerdi, Gutsherr von Mardiero und Sohn Thions, die Dame Desdimiona von Onjaro, Schwester [[Malbeth von Onjaro|Baron Malbeths]]. Nach dessen Tod im Jahre 1014 BF wäre daher nach liebfeldischem Erbrecht [[Amaziella di Onerdi]], die Tochter des mittlerweile verstorbenen Mondino, rechtmäßige Baronin von Onjaro gewesen. Delhena überging jedoch das ihr treue Haus und übernahm selbst die Macht. Die Nebenlinie des Hauses unter der verbitterten Amaziella steht den Visterdi seither ablehnend gegenüber. So feindselig sogar, dass Amaziella bereits im Jahr darauf eine Verbindung ihrer Tochter [[Camillia di Onerdi|Camillia]] mit dem jungen [[Haus di Tamarasco|Enzio di Tamarasco]] arrangierte &ndash; und die Tamarasco waren seit jeher Gefolgsleute der [[Haus Marvinko|Marvinko]]. Wiederum spiegelbildlich dazu steht der Erfolg der anderen Nebenlinie: Nach dem [[Blutkonvent]] im Jahre 1019 BF wurde Oswinia di Onerdi-Bergerio, die Herrin [[Herrschaft Rugiero|Rugieros]], mit der Verwaltung der örtlichen [[Horasdomäne]] betraut.
Dieses überaus gute Verhältnis - von den di Onerdi mit bedingungsloser Treue gelebt - bekam jedoch erste Risse, als ein weiterer herber Schlag die Nebenlinie des Hauses traf. Umso heftiger empfand man dies, als doch grade die Visterdi dafür verantwortlich waren. Schon lange war man dem Baronshaus [[Haus Onjaro|von Onjaro]] verbunden gewesen, was sich auch in mehreren Eheverbindungen niedergeschlagen hatte. Zuletzt heiratete Mondino di Onerdi, Gutsherr von Mardiero und Sohn Thions, die Dame Desdimiona von Onjaro, Schwester [[Malbeth von Onjaro|Baron Malbeths]]. Nach dessen Tod im Jahre [[1014 BF]] wäre daher nach liebfeldischem Erbrecht [[Amaziella di Onerdi]], die Tochter des mittlerweile verstorbenen Mondino, rechtmäßige Baronin von Onjaro gewesen. Delhena überging jedoch das ihr treue Haus und übernahm selbst die Macht. Die Nebenlinie des Hauses unter der verbitterten Amaziella steht den Visterdi seither ablehnend gegenüber. So feindselig sogar, dass Amaziella bereits im Jahr darauf eine Verbindung ihrer Tochter [[Camillia di Onerdi|Camillia]] mit dem jungen [[Haus di Tamarasco|Enzio di Tamarasco]] arrangierte &ndash; und die Tamarasco waren seit jeher Gefolgsleute der [[Haus Marvinko|Marvinko]]. Wiederum spiegelbildlich dazu steht der Erfolg der anderen Nebenlinie: Nach dem [[Blutkonvent]] im Jahre 1019 BF wurde Oswinia di Onerdi-Bergerio, die Herrin [[Herrschaft Rugiero|Rugieros]], mit der Verwaltung der örtlichen [[Horasdomäne]] betraut.


;Tödlicher Edlenzug
;Tödlicher Edlenzug
Nur wenige Jahre später schlug das unbarmherzige Schicksal erneut zu, und wieder war es Amaziella, die es traf. Als im Osten Aventuriens die Horden des Dämonenmeisters den Angriff auf das Mittelreich begannen, sah die Kaiserin zunächst keinen Grund, dem Raulschen Reich selbst Hilfe anzubieten. Grade aber unter den jungen Adligen Yaquirias entbrannte der Wunsch, dem bedrohten Nachbarreich entgegen aller Konflikte der Vergangenheit beizustehen. So sammelte sich Im Jahr 1020 BF der [[Zug der Edlen]] mit insgeamt weit über 500 Streitern, und zog gen Osten. Auch zwei der Kinder Amaziellas, [[Danilo di Onerdi|Danilo]] und [[Khadan di Onerdi|Khadan]], übermütige, hitzköpfige Jungspunde, hatten sich zur Teilnahme entschlossen. Bald aber hörte man eine Schreckensnachricht nach der anderen, soweit überhaupt Meldungen aus dem verheerten Osten ins Horasreich drangen. Schließlich, Ende 1021 BF, erreichte die Nachricht vom Sieg an der Trollpforte das Liebliche Feld. Doch zu welchem Preis! Während das kaiserliche [[Bethanisches Korps|Bethanische Korps]] den Ruhm einheimste, kehrten keine 200 der Teilnehmer des Edlenzuges ins Reich zurück. Neben Erbprinz [[Thiolan Berlînghan]] und vielen weiteren war auch Danilo auf dem Feld geblieben. Sein Bruder Khadan hatte nach dem Tode des Erbprinzen das Kommando über das [[Banner der Heiligen Lutisana]] übernommen. Gerüchte besagen, er hätte seine Streiter an der Seite der mysteriösen ''Gezeichneten'' gegen den Feldherrnhügel des Dämonenmeisters geführt, doch Khadan, an Körper und Geist gezeichnet, hat niemals Außenstehenden von seinen Erlebnissen berichtet.
Nur wenige Jahre später schlug das unbarmherzige Schicksal erneut zu, und wieder war es Amaziella, die es traf. Als im Osten Aventuriens die Horden des Dämonenmeisters den Angriff auf das Mittelreich begannen, sah die Kaiserin zunächst keinen Grund, dem Raulschen Reich selbst Hilfe anzubieten. Grade aber unter den jungen Adligen Yaquirias entbrannte der Wunsch, dem bedrohten Nachbarreich entgegen aller Konflikte der Vergangenheit beizustehen. So sammelte sich Im Jahr [[1020 BF]] der [[Zug der Edlen]] mit insgeamt weit über 500 Streitern, und zog gen Osten. Auch zwei der Kinder Amaziellas, [[Danilo di Onerdi|Danilo]] und [[Khadan di Onerdi|Khadan]], übermütige, hitzköpfige Jungspunde, hatten sich zur Teilnahme entschlossen. Bald aber hörte man eine Schreckensnachricht nach der anderen, soweit überhaupt Meldungen aus dem verheerten Osten ins Horasreich drangen. Schließlich, Ende [[1021 BF]], erreichte die Nachricht vom Sieg an der Trollpforte das Liebliche Feld. Doch zu welchem Preis! Während das kaiserliche [[Bethanisches Korps|Bethanische Korps]] den Ruhm einheimste, kehrten keine 200 der Teilnehmer des Edlenzuges ins Reich zurück. Neben Erbprinz [[Thiolan Berlînghan]] und vielen weiteren war auch Danilo auf dem Feld geblieben. Sein Bruder Khadan hatte nach dem Tode des Erbprinzen das Kommando über das [[Banner der Heiligen Lutisana]] übernommen. Gerüchte besagen, er hätte seine Streiter an der Seite der mysteriösen ''Gezeichneten'' gegen den Feldherrnhügel des Dämonenmeisters geführt, doch Khadan, an Körper und Geist gezeichnet, hat niemals Außenstehenden von seinen Erlebnissen berichtet.
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==Jüngere Geschichte==
==Jüngere Geschichte==
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;In Efferdas
;In Efferdas
Nach dem erfolglosen Kampf der Baronin [[Elanor von Efferdas]] gegen [[Belhanka]] kam es zu Aufständen in Efferdas. Die di Onerdi schickten nach Unterredungen mit dem [[Haus di Punta]] Truppen unter [[Luca di Onerdi]], um bei der Niederschlagung des Aufstandes behilflich zu sein. Schließlich wurden die Unruhen durch die Ausrufung der [[Republik Efferdas]] beendet. Die darauf folgenden Senatswahlen Anfang 1029 BF verschafften dem Haus einen Sitz im neu geschaffenen [[Senat (Efferdas)|Senat der Republik]], sodass der Einfluss in der Stadt schlagartig stieg.
Nach dem erfolglosen Kampf der Baronin [[Elanor von Efferdas]] gegen [[Belhanka]] kam es zu Aufständen in Efferdas. Die di Onerdi schickten nach Unterredungen mit dem [[Haus di Punta]] Truppen unter [[Luca di Onerdi]], um bei der Niederschlagung des Aufstandes behilflich zu sein. Schließlich wurden die Unruhen durch die Ausrufung der [[Republik Efferdas]] beendet. Die darauf folgenden Senatswahlen Anfang [[1029 BF]] verschafften dem Haus einen Sitz im neu geschaffenen [[Senat (Efferdas)|Senat der Republik]], sodass der Einfluss in der Stadt schlagartig stieg.


Gleichzeitig geriet das Haus früh auch zwischen die Fronten. Dies zeigte sich zuerst im [[Toricumer Weinkonflikt]] ab Mitte Travia 1029 BF. Hier entbrantte ein vornehmlich ideologischer Konflikt zwischen der jungen Republik Belhanka und den traditionalistischen Torrems, die schließlich in [[Toricum]] belagert wurden. Die di Onerdi hätten klar auf Seiten der Torrems gestanden, dies hätte sie jedoch in Konflikt mit Efferdas gebracht. Militärisch entscheiden die Torrems und die Urbasier den Konflikt in der [[Schlacht von Tolkram]] am 30. Travia für sich, dabei wurden sie von [[Khadans Kompanie]] unterstützt. Ab Anfang Boron jedoch ziehen die Efferdier gegen Toricum, um Landherr Traviano aus den efferdischen Ländereien zu vertreiben. Letztlich konnte ein offener Waffengang vermieden werden, da Traviano den Feldzug abbrach, als Nachricht vom [[Urbasi im Krieg der Drachen: Der urbasische Aufstand|Aufstand in Urbasi]] das Feldlager erreichte.
Gleichzeitig geriet das Haus früh auch zwischen die Fronten. Dies zeigte sich zuerst im [[Toricumer Weinkonflikt]] ab Mitte Travia [[1029 BF]]. Hier entbrantte ein vornehmlich ideologischer Konflikt zwischen der jungen Republik Belhanka und den traditionalistischen Torrems, die schließlich in [[Toricum]] belagert wurden. Die di Onerdi hätten klar auf Seiten der Torrems gestanden, dies hätte sie jedoch in Konflikt mit Efferdas gebracht. Militärisch entscheiden die Torrems und die Urbasier den Konflikt in der [[Schlacht von Tolkram]] am 30. Travia für sich, dabei wurden sie von [[Khadans Kompanie]] unterstützt. Ab Anfang Boron jedoch ziehen die Efferdier gegen Toricum, um Landherr Traviano aus den efferdischen Ländereien zu vertreiben. Letztlich konnte ein offener Waffengang vermieden werden, da Traviano den Feldzug abbrach, als Nachricht vom [[Urbasi im Krieg der Drachen: Der urbasische Aufstand|Aufstand in Urbasi]] das Feldlager erreichte.


In der Folge wurde im Hesinde 1029 BF der [[Sikramtaler Ritterbund]] als Schutzbündnis der Häuser di Onerdi und [[Haus Torrem|Torrem]] gegründet. Die Agressionen der Belhankaner gegen das Gebiet der Torrems würde auf lange Sicht auch den di Onerdi gefährlich werden. Zudem wird der Bund des Adels untereinander  als zuverlässiger angesehen, als der Schutz durch König und Horas, deren Einfluss im Krieg weit zurückgedrängt worden war.
In der Folge wurde im Hesinde [[1029 BF]] der [[Sikramtaler Ritterbund]] als Schutzbündnis der Häuser di Onerdi und [[Haus Torrem|Torrem]] gegründet. Die Agressionen der Belhankaner gegen das Gebiet der Torrems würde auf lange Sicht auch den di Onerdi gefährlich werden. Zudem wird der Bund des Adels untereinander  als zuverlässiger angesehen, als der Schutz durch König und Horas, deren Einfluss im Krieg weit zurückgedrängt worden war.


;Das Massaker von Parsek
;Das Massaker von Parsek
Der Bund war kaum beschlossen, als sich im Firun 1029 BF das hässliche Gesicht des Krieges von seiner übelsten Seite zeigte. [[Coramar ya Strozza]] verheerte die Sikramlande, niemand konnte seine Marodeure aufhalten auf dem Weg nach [[Methumis]]. Einzig die Statthalter der stolzen Stadt [[Parsek]], deren Stadtvogt der gefallene Nepolemo gewesen war, stellten sich ihm in den Weg. Doch der Hetzhund kannte keine Gnade, erstürmte die Stadt und richtete daraufhin ein heute sprichwörtliches Massaker an, bei dem die Stadt buchstäblich vom Antlitz Deres getilgt wurde. Übrig blieben nur rauchende Trümmer, kaum jeder vierte Einwohner der Stadt hatte überlebt. Auch ein halbes Jahrzehnt nach der Vernichtung ist der Wiederaufbau noch in den Anfängen. Das Haus di Onerdi wurde durch die Zerstörung der Stadt einer wichtigen Machtbasis beraubt und hatte die Katastrophe auch nicht verhindern können.
Der Bund war kaum beschlossen, als sich im Firun [[1029 BF]] das hässliche Gesicht des Krieges von seiner übelsten Seite zeigte. [[Coramar ya Strozza]] verheerte die Sikramlande, niemand konnte seine Marodeure aufhalten auf dem Weg nach [[Methumis]]. Einzig die Statthalter der stolzen Stadt [[Parsek]], deren Stadtvogt der gefallene Nepolemo gewesen war, stellten sich ihm in den Weg. Doch der Hetzhund kannte keine Gnade, erstürmte die Stadt und richtete daraufhin ein heute sprichwörtliches Massaker an, bei dem die Stadt buchstäblich vom Antlitz Deres getilgt wurde. Übrig blieben nur rauchende Trümmer, kaum jeder vierte Einwohner der Stadt hatte überlebt. Auch ein halbes Jahrzehnt nach der Vernichtung ist der Wiederaufbau noch in den Anfängen. Das Haus di Onerdi wurde durch die Zerstörung der Stadt einer wichtigen Machtbasis beraubt und hatte die Katastrophe auch nicht verhindern können.


;Erwerb der Baronswürde und Ende des Krieges
;Erwerb der Baronswürde und Ende des Krieges
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*'''Tsa 1040 BF:''' Der [[Kaiser|Horas]] erwacht nicht aus seinem Schlaf, die Thronbesteigung wird verschoben.
*'''Tsa 1040 BF:''' Der [[Kaiser|Horas]] erwacht nicht aus seinem Schlaf, die Thronbesteigung wird verschoben.
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Zwei Jahre später fand am 1. Praios 1032 BF die Übergabe der neu hergestellten Baronskrone von Parsek statt, die man bei [[Silas]]er Goldschmieden in Auftrag gegeben hatte. Gerüchte besagen, dass mit der Bezahlung des Werkes auf Jahr und Tag danach der letzte Golddukat aus der Schatzkammer des Hauses verschwand – Krieg, der Wiederaufbau von Parsek, die Errichtung der Residenz in Yardêk und schließlich die Krone waren mehr, als das lange Ersparte hergab. Von nun an war man für alle größeren Projekte auf Geldgeber angewiesen, die man in [[Handelsbank ya Strozza|Methumis]] einerseits, andererseits wiederum in [[Familie Kanbassa|Efferdas]] fand.<br>
Zwei Jahre später fand am 1. Praios [[1032 BF]] die Übergabe der neu hergestellten Baronskrone von Parsek statt, die man bei [[Silas]]er Goldschmieden in Auftrag gegeben hatte. Gerüchte besagen, dass mit der Bezahlung des Werkes auf Jahr und Tag danach der letzte Golddukat aus der Schatzkammer des Hauses verschwand – Krieg, der Wiederaufbau von Parsek, die Errichtung der Residenz in Yardêk und schließlich die Krone waren mehr, als das lange Ersparte hergab. Von nun an war man für alle größeren Projekte auf Geldgeber angewiesen, die man in [[Handelsbank ya Strozza|Methumis]] einerseits, andererseits wiederum in [[Familie Kanbassa|Efferdas]] fand.<br>
Schon bald nach dem Tod des Fürsten wuchsen Bedenken gegen eine Bindung an die allgemein als vereinnahmend bekannten [[Haus Urbet-Marvinko|Urbet-Marvinko]]. Zur Begründung des Anspruches auf die Baronie beruft man sich seitdem daher auf das Konzept der [[Erbteilung von Onjaro]] und ließ Kontakte nach Urbasi einschlafen. Stattdessen schwor Baron Nicolo dem verehrten [[Eolan IV. Berlînghan|Herzog Eolan]] bereits Anfang 1033 BF den Lehnseid - ob allein aus persönlicher Verbundenheit oder gar aufgrund wohlgemeinte Ratschläge der Geldgeber, bleibt ein Geheimnis.<br>
Schon bald nach dem Tod des Fürsten wuchsen Bedenken gegen eine Bindung an die allgemein als vereinnahmend bekannten [[Haus Urbet-Marvinko|Urbet-Marvinko]]. Zur Begründung des Anspruches auf die Baronie beruft man sich seitdem daher auf das Konzept der [[Erbteilung von Onjaro]] und ließ Kontakte nach Urbasi einschlafen. Stattdessen schwor Baron Nicolo dem verehrten [[Eolan IV. Berlînghan|Herzog Eolan]] bereits Anfang 1033 BF den Lehnseid - ob allein aus persönlicher Verbundenheit oder gar aufgrund wohlgemeinte Ratschläge der Geldgeber, bleibt ein Geheimnis.<br>
Dass den Urbet-Marvinko und ihren Getreuen nicht zu trauen ist, bestätigte sich in den Augen der Familie auch dadurch, dass die Verlobung zwischen [[Alara Firya di Onerdi]] und [[Marino von Calven-Imirandi]] auf Geheiß seines [[Ludovigo von Calven-Imirandi|Bruders]] wieder aufgehoben wurde, womöglich, weil die di Onerdi nicht loyal genug den Urbetern gegenüber waren. Dies hat das Ansehen der Calven-Imirandi im Haus schwer beschädigt und ihnen den Ruf machtgieriger Bücklinge eingebracht, gilt aber auch als erneuter Rückschlag für die Nebenlinie der di Onerdi.
Dass den Urbet-Marvinko und ihren Getreuen nicht zu trauen ist, bestätigte sich in den Augen der Familie auch dadurch, dass die Verlobung zwischen [[Alara Firya di Onerdi]] und [[Marino von Calven-Imirandi]] auf Geheiß seines [[Ludovigo von Calven-Imirandi|Bruders]] wieder aufgehoben wurde, womöglich, weil die di Onerdi nicht loyal genug den Urbetern gegenüber waren. Dies hat das Ansehen der Calven-Imirandi im Haus schwer beschädigt und ihnen den Ruf machtgieriger Bücklinge eingebracht, gilt aber auch als erneuter Rückschlag für die Nebenlinie der di Onerdi.