Sewamunder Zehnthaus: Unterschied zwischen den Versionen

Die Seite wurde neu angelegt: „{{Halboffiziell}} thumb|Das Sewamunder Zehnthaus am Marktplatz Das '''Zehnthaus''' ist eines der ältesten Verwaltungsgebäude Sewamunds und erhebt sich an der Südseite des Marktplatzes der Altstadt. Ursprünglich diente es der Erhebung des landesherrlichen Zehnten und der Lagerung von Naturalabgaben aus den umliegenden Dörfern. Mit dem Aufstieg der Stadt wandelte sich seine Funktion, heute beherbergt das Gebä…“
 
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 5: Zeile 5:
Das Zehnthaus entstand bereits vor einigen Jahrhunderten, als Sewamund noch eine kleine befestigte Siedlung an der Mündung des [[Sewak]]s war. Damals lieferten Bauern aus den umliegenden Ländereien ihren Zehnten in Form von Getreide, Käse, Honig, Wolle und Vieh hier ab. Mit dem Anwachsen des Handels verlor die Naturalbesteuerung an Bedeutung, immer mehr Abgaben wurden in Münzen entrichtet. Die Kornspeicher verschwanden, stattdessen entstanden Schreibstuben, ein Archiv und Waagräume. Heute verbindet das Gebäude Verwaltung, Marktaufsicht und Traditionspflege.
Das Zehnthaus entstand bereits vor einigen Jahrhunderten, als Sewamund noch eine kleine befestigte Siedlung an der Mündung des [[Sewak]]s war. Damals lieferten Bauern aus den umliegenden Ländereien ihren Zehnten in Form von Getreide, Käse, Honig, Wolle und Vieh hier ab. Mit dem Anwachsen des Handels verlor die Naturalbesteuerung an Bedeutung, immer mehr Abgaben wurden in Münzen entrichtet. Die Kornspeicher verschwanden, stattdessen entstanden Schreibstuben, ein Archiv und Waagräume. Heute verbindet das Gebäude Verwaltung, Marktaufsicht und Traditionspflege.


Das Zehnthaus ist ein massiver zweigeschossiger Backsteinbau mit steilem Walmdach. Seine Fassade wirkt älter als die der anderen Häuser am Markt. Auffällig ist das Rundbogentor, durch das einst beladene Ochsenkarren hinein fuhren. Darüber befindet sich ein Relief, das eine Ähre, eine Waage und einen Anker zeigt. Im Inneren befinden sich die Marktverwaltung, das Eichamt, Steuerstuben, das Archiv alter Zehntregister, der Sitzungsraum des Marktvogtes und im Keller ehemalige Korngewölbe, die nun als Lagerräume genutzt werden. Der Keller stammt aus bosparanischer Zeit und hat selbst im Hochsommer eine gleichbleibend kühle Temperatur.
Das Zehnthaus ist ein massiver zweigeschossiger Backsteinbau mit steilem Walmdach. Seine Fassade wirkt älter als die der anderen Häuser am Markt. Auffällig ist das Rundbogentor, durch das einst beladene Ochsenkarren hinein fuhren. Darüber befindet sich ein Relief, das eine Ähre, eine Waage und einen Anker zeigt. Im Inneren befinden sich die Marktverwaltung, das Eichamt, Steuerstuben, das Archiv alter Zehntregister, der Sitzungsraum des Marktherrn und im Keller ehemalige Korngewölbe, die nun als Lagerräume genutzt werden. Der Keller stammt aus bosparanischer Zeit und hat selbst im Hochsommer eine gleichbleibend kühle Temperatur.


Im Eichamt werden Waagen, Gewichte, Hohlmaße und Ellenstäbe geprüft und mit dem Sewamunder Eichzeichen versehen. Jeder Händler, der auf dem Marktplatz Waren verkauft, muss seine Maße regelmäßig kontrollieren lassen. Wer mit manipulierten Gewichten erwischt wird, darf sich auf Geldstrafen und den Spott der Konkurrenz einstellen.
Im Eichamt werden Waagen, Gewichte, Hohlmaße und Ellenstäbe geprüft und mit dem Sewamunder Eichzeichen versehen. Jeder Händler, der auf dem Marktplatz Waren verkauft, muss seine Maße regelmäßig kontrollieren lassen. Wer mit manipulierten Gewichten erwischt wird, darf sich auf Geldstrafen und den Spott der Konkurrenz einstellen.