Briefspiel:Der Kunst einen Hof/Von Pinsel und Meißel: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Archivgebäude war die Suche dann schneller und einfacher. Liaiell war schon im Eingangsbereich zu sehen, wie sie an einem Tisch saß und vor ihr eine ganze Reihe von Schriftstücken studierte. Sie zeigten anatomische Studien von Meerestieren, doch zwei größere Folianten schienen das Thema Drachenschildkröte auszuführen. Seit dem Erscheinen Bassgas hatte Liaiell sehr viel Zeit hier verbracht und versucht, alles aufzusaugen, was man über diese gar göttlichen Tiere in Erfahrung bringen konnte. Doch mit jedem Buch stieg nur die Anzahl der Fragen. Der Zustand ihrer etwas zerrauften Haare legte die Vermutung nahe, dass sie auch in diesen Folianten schon länger blätterte und nicht richtig vorankam. <br>
Im Archivgebäude war die Suche dann schneller und einfacher. Liaiell war schon im Eingangsbereich zu sehen, wie sie an einem Tisch saß und vor ihr eine ganze Reihe von Schriftstücken studierte. Sie zeigten anatomische Studien von Meerestieren, doch zwei größere Folianten schienen das Thema Drachenschildkröte auszuführen. Seit dem Erscheinen Bassgas hatte Liaiell sehr viel Zeit hier verbracht und versucht, alles aufzusaugen, was man über diese gar göttlichen Tiere in Erfahrung bringen konnte. Doch mit jedem Buch stieg nur die Anzahl der Fragen. Der Zustand ihrer etwas zerrauften Haare legte die Vermutung nahe, dass sie auch in diesen Folianten schon länger blätterte und nicht richtig vorankam. <br>
“Signora Liaiell?” unterbrach Niccolo die junge Frau aus ihren Gedanken. Als sie sich umblickte und ihn erkannte, wirkte sie für einen kurzen Moment erst erleichtert, dann wechselte das Gesicht auf genervt. “Senhor Niccolo! Wie geht es eurem Pinsel?” nickte sie ihm leise zum Gruße zu. <br>
''“Signora Liaiell?”'' unterbrach Niccolo die junge Frau aus ihren Gedanken. Als sie sich umblickte und ihn erkannte, wirkte sie für einen kurzen Moment erst erleichtert, dann wechselte das Gesicht auf genervt. ''“Senhor Niccolo! Wie geht es eurem Pinsel?”'' nickte sie ihm leise zum Gruße zu. <br>
Niccolo ignorierte die Frage, obwohl ihm eine passende Antwort auf der Zunge lag. Sie hätte die Laune Liaiells nur noch mehr verhagelt. Ihr Gesicht sprach Bände und Niccolo fühlte sich fehl am Platz. Aber er hatte einen guten Grund hier zu sein. “Den Zwölfen zum Gruße Signora Liaiell. Wir sind hier, um Euch die Fertigstellung des Bildes zu verkünden. Das Bild, was Euer Wesen darstellen soll.” Er deutete auf das Paket, welches er trug. “Sagt Signora, wo wollt ihr es in Augenschein nehmen?”<br>
Niccolo ignorierte die Frage, obwohl ihm eine passende Antwort auf der Zunge lag. Sie hätte die Laune Liaiells nur noch mehr verhagelt. Ihr Gesicht sprach Bände und Niccolo fühlte sich fehl am Platz. Aber er hatte einen guten Grund hier zu sein. ''“Den Zwölfen zum Gruße Signora Liaiell. Wir sind hier, um Euch die Fertigstellung des Bildes zu verkünden. Das Bild, was Euer Wesen darstellen soll.”'' Er deutete auf das Paket, welches er trug. ''“Sagt Signora, wo wollt ihr es in Augenschein nehmen?”''<br>
Kurz blickte sie auf die Folianten auf dem Tisch vor ihr. Das Bild würde eine gelungene Abwechslung zu dieser schweren Kost darstellen. Aber sie wusste auch, dass sie nun aufpassen musste. Wenn ein Fremder in einem Gemälde, so gut es auch sein mochte, es tatsächlich vollbringen würde, dass man von einem kurzen Treffen am Strand ihre Seele einfangen könnte, könnte das nur bedeuten, dass ihre Seele nicht viel Wert sei. Entsprechend musste sie nun so wenig Regung und Emotion wie möglich zeigen. Zudem hielt sie das Gefasel von Muse und Erleuchtung immer noch für fürchterlich dick aufgetragen. Wer war sie schon. Und noch etwas - wenn sie wirklich Niccolos Muse und Inspiration wäre, dann wäre sie bei einem Erfolg schneller verbrannt als eine Kerze aus Efferdossa. Nicht, dass ihr Niccolos persönliche Beweggründe gerade wichtig wären, aber sie wurde auch nicht zum schlechten Menschen erzogen. So richtete sie ihren Blick wieder auf den Künstler. “Na, dann zeigt mal her…” gab sie mit erschöpften Blick das Kommando. <br>
Kurz blickte sie auf die Folianten auf dem Tisch vor ihr. Das Bild würde eine gelungene Abwechslung zu dieser schweren Kost darstellen. Aber sie wusste auch, dass sie nun aufpassen musste. Wenn ein Fremder in einem Gemälde, so gut es auch sein mochte, es tatsächlich vollbringen würde, dass man von einem kurzen Treffen am Strand ihre Seele einfangen könnte, könnte das nur bedeuten, dass ihre Seele nicht viel Wert sei. Entsprechend musste sie nun so wenig Regung und Emotion wie möglich zeigen. Zudem hielt sie das Gefasel von Muse und Erleuchtung immer noch für fürchterlich dick aufgetragen. Wer war sie schon. Und noch etwas - wenn sie wirklich Niccolos Muse und Inspiration wäre, dann wäre sie bei einem Erfolg schneller verbrannt als eine Kerze aus Efferdossa. Nicht, dass ihr Niccolos persönliche Beweggründe gerade wichtig wären, aber sie wurde auch nicht zum schlechten Menschen erzogen. So richtete sie ihren Blick wieder auf den Künstler. ''“Na, dann zeigt mal her…”'' gab sie mit erschöpften Blick das Kommando. <br>
Vorsichtig legte Niccolo das Bild auf den Tisch. Bedächtig, fast schon feierlich, legte er die Lederbahnen, in die er das Kunstwerk eingepackt hatte, beiseite. Nach und nach kam es zum Vorschein und als es offen vor ihm lag, atmete er einmal tief durch und hob es an.<br>
Vorsichtig legte Niccolo das Bild auf den Tisch. Bedächtig, fast schon feierlich, legte er die Lederbahnen, in die er das Kunstwerk eingepackt hatte, beiseite. Nach und nach kam es zum Vorschein und als es offen vor ihm lag, atmete er einmal tief durch und hob es an.<br>


[[Bild:Das Wesen Liaiells.jpg|thumb|right|150px|Das Wesen Liaiells gemalt von Niccolo ya Pirras]]
[[Bild:Das Wesen Liaiells.jpg|thumb|right|150px|Das Wesen Liaiells gemalt von Niccolo ya Pirras]]


Lasst mich Euch erklären, was ich mit diesem Gemälde ausdrücken wollte. Ich wollte mit der Darstellung Eurer mintgrünen Haare und das in verschiedenen Blau-, Türkis- und Grüntönen gehaltene Gewand Eure Verbindung zu Efferd unmittelbar sichtbar machen. Dieses verstärkt durch die Fahne mit einem Delfin über stilisierten Wellen und des Ortes, einer altertümlichen Tempelarchitektur des Meeresgottes. zur Ehre. Ihr wirkt dadurch zwar eindeutig als Tochter des Tempelvorstehers und als Frau, die dem Efferdglauben sehr nahesteht, aber nicht wie eine Geweihte. Eure Kleidung und die Symbole sind Ausdruck Eures persönlichen Glaubens, nicht eines Amtes.<br>
''"Lasst mich Euch erklären, was ich mit diesem Gemälde ausdrücken wollte. Ich wollte mit der Darstellung Eurer mintgrünen Haare und das in verschiedenen Blau-, Türkis- und Grüntönen gehaltene Gewand Eure Verbindung zu Efferd unmittelbar sichtbar machen. Dieses verstärkt durch die Fahne mit einem Delfin über stilisierten Wellen und des Ortes, einer altertümlichen Tempelarchitektur des Meeresgottes. zur Ehre. Ihr wirkt dadurch zwar eindeutig als Tochter des Tempelvorstehers und als Frau, die dem Efferdglauben sehr nahesteht, aber nicht wie eine Geweihte. Eure Kleidung und die Symbole sind Ausdruck Eures persönlichen Glaubens, nicht eines Amtes.''<br>
Besonders wichtig war mir Eure Körperhaltung und Euer Gesichtsausdruck. Nicht stolz oder selbstbewusst in Richtung des Betrachters solltet ihr blicken, sondern leicht zur Seite und nach unten. Einen sanften Ausdruck im Gesicht, der nachdenklich und ein wenig melancholisch wirkt. Ihr scheint körperlich anwesend zu sein, aber mit Euren Gedanken jedoch irgendwo weit draußen auf dem Meer. Damit wollte ich Eure beinahe schwebenden Bewegungen und Eure stille Art bildlich vermitteln.<br>
''Besonders wichtig war mir Eure Körperhaltung und Euer Gesichtsausdruck. Nicht stolz oder selbstbewusst in Richtung des Betrachters solltet ihr blicken, sondern leicht zur Seite und nach unten. Einen sanften Ausdruck im Gesicht, der nachdenklich und ein wenig melancholisch wirkt. Ihr scheint körperlich anwesend zu sein, aber mit Euren Gedanken jedoch irgendwo weit draußen auf dem Meer. Damit wollte ich Eure beinahe schwebenden Bewegungen und Eure stille Art bildlich vermitteln.''<br>
Das Meer im Hintergrund steht für Eure innere Welt: weit, tief und ständig in Bewegung, obwohl die Oberfläche des Bildes ruhig wirkt. Die warme Abendbeleuchtung und die Kerzen des Tempels vermitteln Geborgenheit, während der offene Horizont gleichzeitig eine gewisse Einsamkeit erzeugt.<br>
''Das Meer im Hintergrund steht für Eure innere Welt: weit, tief und ständig in Bewegung, obwohl die Oberfläche des Bildes ruhig wirkt. Die warme Abendbeleuchtung und die Kerzen des Tempels vermitteln Geborgenheit, während der offene Horizont gleichzeitig eine gewisse Einsamkeit erzeugt.''<br>
Im Kern sollte das Bild daher eine stille, mitfühlende und tiefgründige Frau zeigen, die anderen Menschen Halt gibt. Wie jemand, zu dem man sich mit seinen Sorgen setzen und dem man seine Geheimnisse anvertrauen könnte. <br>
''Im Kern sollte das Bild daher eine stille, mitfühlende und tiefgründige Frau zeigen, die anderen Menschen Halt gibt. Wie jemand, zu dem man sich mit seinen Sorgen setzen und dem man seine Geheimnisse anvertrauen könnte.'' <br>
Die Wirkung ist deshalb bewusst nicht majestätisch oder kämpferisch, sondern sanft, melancholisch und beinahe entrückt. Ihr erscheint wie eine ruhige Gestalt zwischen Meer und Tempel. Fest mit Eurer Familie, Eurem Glauben und Eurer Heimat verbunden.<br>
''Die Wirkung ist deshalb bewusst nicht majestätisch oder kämpferisch, sondern sanft, melancholisch und beinahe entrückt. Ihr erscheint wie eine ruhige Gestalt zwischen Meer und Tempel. Fest mit Eurer Familie, Eurem Glauben und Eurer Heimat verbunden."''<br>


Khadana die etwas hinter dem Maler stand, meldete sich zu Wort. „Ich muss sagen, ich teile dieses Sentiment. Denn auch der Rahmen….“ Die Künstlerin zeigte auf den Rahmen des Bildes, bestehend aus Sandstein. „… zeigt, wie ihr sehen könnt, das Motiv der sanften steten Wellen, doch wenn ihr genau seht, dann immer mit kleinen Imperfektionen. Der Mensch, so auch ihr ist imperfekt. Reinzustände findet man bei so komplexen Wesen nicht. Ich verzichtete auf Ornamente eures Hauses, eures Vaters. Ihr seid nämlich allen voran ihr selbst. So früh im Leben kann sich noch viel ändern. Deshalb ist der Rahmen noch nicht fertig. Weil ihr noch nicht fertig seit und auch nie werdet, wie jeder. Ich habe vor, wenn ihr einwilligt, im Verlauf eures Lebens auf die Wellen, mit Stuck, euer Leben zu setzen. Form für Form ein Sinnbild für das Leben was das Wesen umrahmt und veredelt.“<br>
Khadana die etwas hinter dem Maler stand, meldete sich zu Wort. ''„Ich muss sagen, ich teile dieses Sentiment. Denn auch der Rahmen….“'' Die Künstlerin zeigte auf den Rahmen des Bildes, bestehend aus Sandstein. ''„… zeigt, wie ihr sehen könnt, das Motiv der sanften steten Wellen, doch wenn ihr genau seht, dann immer mit kleinen Imperfektionen. Der Mensch, so auch ihr ist imperfekt. Reinzustände findet man bei so komplexen Wesen nicht. Ich verzichtete auf Ornamente eures Hauses, eures Vaters. Ihr seid nämlich allen voran ihr selbst. So früh im Leben kann sich noch viel ändern. Deshalb ist der Rahmen noch nicht fertig. Weil ihr noch nicht fertig seit und auch nie werdet, wie jeder. Ich habe vor, wenn ihr einwilligt, im Verlauf eures Lebens auf die Wellen, mit Stuck, euer Leben zu setzen. Form für Form ein Sinnbild für das Leben was das Wesen umrahmt und veredelt.“''<br>


Liaiell blickte das Bild lange und wortlos an. Sie mochte nach außen hin in sich gekehrt und nahezu emotionslos wirken, doch tief in ihr versuchte sie eigentlich nur bestmöglich zu unterdrücken, dass sie vor Freude am liebsten aus der Haut fahren würde. Jemand hatte sie tatsächlich gezeichnet! Und auch wenn es von den beiden schon wieder etwas dick aufgetragen war, sie liebte das Bild. Auf die erwartungsvollen Blicke der anderen beiden hin räusperte sie sich kurz. <br>
Liaiell blickte das Bild lange und wortlos an. Sie mochte nach außen hin in sich gekehrt und nahezu emotionslos wirken, doch tief in ihr versuchte sie eigentlich nur bestmöglich zu unterdrücken, dass sie vor Freude am liebsten aus der Haut fahren würde. Jemand hatte sie tatsächlich gezeichnet! Und auch wenn es von den beiden schon wieder etwas dick aufgetragen war, sie liebte das Bild. Auf die erwartungsvollen Blicke der anderen beiden hin räusperte sie sich kurz. <br>
“Ich…”. Sie schluckte noch einmal, um ihre Stimme zu regulieren, sie hätte sich sonst wohl verraten. Nun klang sie sonorer. “Ich fasse zusammen. Ihr sagt, mein Wesen wäre das einer sanften, liebenden, gläubigen aber einsamen Person? Die Tochter eines Vaters, welche nicht majestätisch oder kämpferisch wirkt, aber dafür traurig? Hm…”, gab sie einen grübelnden Laut von sich. Aber sie merkte auch, wie ihre Fassade jeden Moment zu bröckeln drohte.<br>
''“Ich…”''. Sie schluckte noch einmal, um ihre Stimme zu regulieren, sie hätte sich sonst wohl verraten. Nun klang sie sonorer. ''“Ich fasse zusammen. Ihr sagt, mein Wesen wäre das einer sanften, liebenden, gläubigen aber einsamen Person? Die Tochter eines Vaters, welche nicht majestätisch oder kämpferisch wirkt, aber dafür traurig? Hm…”'', gab sie einen grübelnden Laut von sich. Aber sie merkte auch, wie ihre Fassade jeden Moment zu bröckeln drohte.<br>
Sie erinnerte sich, was sie sich vorgenommen hatte. Was für ein wundervolles Bild. Wenn sie ihnen nun sagen würde, es wäre gelungen… dann wäre ihr Ziel erfüllt. Und das, was sie von ihr so sehr erhofften - Inspiration und Erleuchtung - nicht mehr vonnöten. Nein. Sie musste sie irgendwie noch leiden lassen. Aber wie konnte sie das in ihrem jetzigen Status tun? Glaubwürdig?<br>
Sie erinnerte sich, was sie sich vorgenommen hatte. Was für ein wundervolles Bild. Wenn sie ihnen nun sagen würde, es wäre gelungen… dann wäre ihr Ziel erfüllt. Und das, was sie von ihr so sehr erhofften - Inspiration und Erleuchtung - nicht mehr vonnöten. Nein. Sie musste sie irgendwie noch leiden lassen. Aber wie konnte sie das in ihrem jetzigen Status tun? Glaubwürdig?<br>
Sie blickte noch einmal zum Bild und wieder zu den beiden. “Entschuldigt mich kurz…” Mit diesen Worten schritt sie - in ihrer scheinbar ach so schwebenden Art - ins Nachbarzimmer und schloss eine große, dicke Holztür hinter sich. Sie lehnte sich zunächst gegen die Tür und atmete aus. Dann übermannte sie das große Grinsen, dass sie so lange in sich tragen musste und sie beinahe platzen ließ. Sie ging drei Schritte in den Raum und fing an, wie ein kleines Kind zu kichern und hüpfte dabei vor Freude ein paar mal auf der Stelle, während sie merkwürdige Quiekgeräusche von sich gab. Immer noch nicht zu laut, sie wollte ja nicht durch die Tür zu hören sein. Dann atmete sie merklich aus.<br>  
Sie blickte noch einmal zum Bild und wieder zu den beiden. ''“Entschuldigt mich kurz…”'' Mit diesen Worten schritt sie - in ihrer scheinbar ach so schwebenden Art - ins Nachbarzimmer und schloss eine große, dicke Holztür hinter sich. Sie lehnte sich zunächst gegen die Tür und atmete aus. Dann übermannte sie das große Grinsen, dass sie so lange in sich tragen musste und sie beinahe platzen ließ. Sie ging drei Schritte in den Raum und fing an, wie ein kleines Kind zu kichern und hüpfte dabei vor Freude ein paar mal auf der Stelle, während sie merkwürdige Quiekgeräusche von sich gab. Immer noch nicht zu laut, sie wollte ja nicht durch die Tür zu hören sein. Dann atmete sie merklich aus.<br>  
“Gut, Liaiell, Haltung wahren…” verzweifelt versuchte sie, das Grinsen aus dem Gesicht zu bekommen. Sie drehte sich wieder zur Tür um. Nein… keine Chance. Diese Freude hatte sich eingraviert wie in eine Statue. So konnte sie da nicht wieder raus. Kurz blickte sie sich links und rechts um, dann trieb sie die Panik zum Fenster des Raumes. Sie öffnete es, kletterte nach draußen und rannte davon. <br>
''“Gut, Liaiell, Haltung wahren…”'' verzweifelt versuchte sie, das Grinsen aus dem Gesicht zu bekommen. Sie drehte sich wieder zur Tür um. Nein… keine Chance. Diese Freude hatte sich eingraviert wie in eine Statue. So konnte sie da nicht wieder raus. Kurz blickte sie sich links und rechts um, dann trieb sie die Panik zum Fenster des Raumes. Sie öffnete es, kletterte nach draußen und rannte davon. <br>


Einige Zeit später - die beiden warteten wirklich geduldig, aber vergebens auf ihre Wiederkehr,  betrat ein den beiden Künstlern bereits bekannter 10-Jähriger Tempeldiener das Archiv. “Sind sie die Künstler Khaccolo und Nidana?” “Um… nein… nicht ganz.” grummelte der sichtlich irritierte Niccolo. Der Tempeldiener seuftze und drehte sich schon um, um wieder zu gehen, da hielt Khadana ihn auf. “Aber wir kennen sie, können wir etwas ausrichten?” “Ja, ich habe eine Nachricht von Li. Also Lialalalili… Li eben.” Mit diesen Worten legte der Tempeldiener den beiden eine weiße Rosenknospe und etwas Safran auf den Tisch, direkt neben das Bild und ging einfach wieder. <br>
Einige Zeit später - die beiden warteten wirklich geduldig, aber vergebens auf ihre Wiederkehr,  betrat ein den beiden Künstlern bereits bekannter 10-Jähriger Tempeldiener das Archiv. ''“Sind sie die Künstler Khaccolo und Nidana?” “Um… nein… nicht ganz.”'' grummelte der sichtlich irritierte Niccolo. Der Tempeldiener seuftze und drehte sich schon um, um wieder zu gehen, da hielt Khadana ihn auf. ''“Aber wir kennen sie, können wir etwas ausrichten?” “Ja, ich habe eine Nachricht von Li. Also Lialalalili… Li eben.”'' Mit diesen Worten legte der Tempeldiener den beiden eine weiße Rosenknospe und etwas Safran auf den Tisch, direkt neben das Bild und ging einfach wieder. <br>
Niccolo schaute auf die beiden Dinge, die der Junge dort platziert hatte. [[Flor Falar]]. Eine Sprache für sich, die ihm, auch wenn er schon einige Götterläufe wieder in [[Efferdas]] weilte, immer noch nicht ganz geläufig war. Er dachte über die Bedeutung beider Pflanzen nach. Dann atmete er tief durch. “Ich glaube, wir haben es übertrieben und sie zu sehr bedrängt.”, murmelte er.<br>
Niccolo schaute auf die beiden Dinge, die der Junge dort platziert hatte. [[Flor Falar]]. Eine Sprache für sich, die ihm, auch wenn er schon einige Götterläufe wieder in [[Efferdas]] weilte, immer noch nicht ganz geläufig war. Er dachte über die Bedeutung beider Pflanzen nach. Dann atmete er tief durch. ''“Ich glaube, wir haben es übertrieben und sie zu sehr bedrängt.”'', murmelte er.<br>


Khadana atmete hörbar aus. „Ehrlich, atstatt uns eine direkte Auskunft zu geben, lässt sie Blumen bringen. Diese verdammte Flor Falar. Was bedeuten die denn jetzt wieder. Eine Rosenknospe und Safran? Niccolo, weißt du was das bedeutet. Pflanzenkunde ist eher die Expertise anderer Teile meiner Familie.“<br>
Khadana atmete hörbar aus. ''„Ehrlich, atstatt uns eine direkte Auskunft zu geben, lässt sie Blumen bringen. Diese verdammte Flor Falar. Was bedeuten die denn jetzt wieder. Eine Rosenknospe und Safran? Niccolo, weißt du was das bedeutet. Pflanzenkunde ist eher die Expertise anderer Teile meiner Familie.“''<br>


Mit einem Lächeln wandte sich Niccolo zu der Magierin. Das ist das Besondere an Flor Falar. Es lässt jede Menge Raum für Interpretationen. Meine Cousine [[Terantina ya Pirras|Terantina]] ist elne wahre Meisterin darin. Nun,.die Rose steht eigentlich für ‘ich kenne die Liebe noch nicht’, also für Unerfahrenheit. Ich denke aber dies bezieht sich in unserem Fall nicht auf Liebesdinge, sondern eher darauf, dass bisher noch niemand mit so einem Wunsch, wie wir ihn geäußert haben, auf sie zugekommen ist. Und der Safran steht für ‘Hüte dich vor Ausschweifungen’. Vielleicht haben wir sie durch unsere Interpretation des Kunstwerkes überfordert.”<br>
Mit einem Lächeln wandte sich Niccolo zu der Magierin. ''"Das ist das Besondere an Flor Falar. Es lässt jede Menge Raum für Interpretationen. Meine Cousine [[Terantina ya Pirras|Terantina]] ist elne wahre Meisterin darin. Nun,.die Rose steht eigentlich für ‘ich kenne die Liebe noch nicht’, also für Unerfahrenheit. Ich denke aber dies bezieht sich in unserem Fall nicht auf Liebesdinge, sondern eher darauf, dass bisher noch niemand mit so einem Wunsch, wie wir ihn geäußert haben, auf sie zugekommen ist. Und der Safran steht für ‘Hüte dich vor Ausschweifungen’. Vielleicht haben wir sie durch unsere Interpretation des Kunstwerkes überfordert.”''<br>
Niccolo begann das Bild wieder vorsichtig in das Leder einzuwickeln. “Natürlich finde ich es schade, dass sie dies uns nicht direkt so ausdrücken kann, aber auf eine gewisse Art und Weise hat sie mir uns kommuniziert, aber leider damit noch mehr Fragen aufgeworfen.”
Niccolo begann das Bild wieder vorsichtig in das Leder einzuwickeln. ''“Natürlich finde ich es schade, dass sie dies uns nicht direkt so ausdrücken kann, aber auf eine gewisse Art und Weise hat sie mir uns kommuniziert, aber leider damit noch mehr Fragen aufgeworfen.”''
Vorsichtig hob er das Bild an und klemmt es sich unter den Arm. “Wenn nichts dagegen spricht, würde ich es gerne in meinem Atellier aufbewahren, bis wir eine befriedigende Antwort haben und Signora Liaiell die Zeit geben, die sie benötigt.” Eine gewisse Enttäuschung war Niccolo schon anzusehen. “Ich werde ihr aber eine entsprechende Antwort durch die Blume zukommen lassen.”<br>
Vorsichtig hob er das Bild an und klemmt es sich unter den Arm. ''“Wenn nichts dagegen spricht, würde ich es gerne in meinem Atellier aufbewahren, bis wir eine befriedigende Antwort haben und Signora Liaiell die Zeit geben, die sie benötigt.”'' Eine gewisse Enttäuschung war Niccolo schon anzusehen. ''“Ich werde ihr aber eine entsprechende Antwort durch die Blume zukommen lassen.”''<br>


[[Kategorie:Briefspiel in Efferdas|Der Kunst einen Hof]]
[[Kategorie:Briefspiel in Efferdas|Der Kunst einen Hof]]