Alissa Vistelli

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Alissa Vistelli (SC)
Baronessa Alissa Gylduria Lamea Daria Vistelli

Familie: Haus Vistelli
Titel & Ämter: Baronessa, Trägerin des goldenen Rings von Vallarin, edle Frau von Montarena
Tsatag: 1009 BF
Größe: 1,60 Schritt
Statur: zierlich, anmutig
Haare: dunkelbraun
Augenfarbe: braun
Kurzcharakteristik: kunstverliebt, liberal, von unstetem Gemüt
Wichtige Talente: Etikette, Schneidern, Modekenntnis, Schauspielerei
Vor- und Nachteile: Tierlieb, unstet
Beziehungen: gut innerhalb des Hauses Vistelli, etabliert in Künstler- und Freidenkerkreisen Sewamunds
Finanzkraft: hinlänglich
Eltern: Lorion III. Vistelli, Seryka Dorén
Geschwister: Orban (Zwillingsbruder)
Travienstand: verheiratet mit Bernardo Tribêc (2. Rondra 1030 BF)
Nachkommen: keine
Freunde & Verbündete: Zofe Larissa Caliocca, einige Künstler Sewamunds
Seelentier: Paradiesvogel
Zitate: „Das Meer verlangt Geduld. Vielleicht meide ich es deshalb.“

Ihre Hochgeboren, Baronessa Alissa Vistelli, Trägerin des goldenen Rings von Vallarin und edle Frau von Montarena, ist eine schillernde Persönlichkeit des Hauses Vistelli, die seit ihrer Geburt sowohl Bewunderung als auch Rätselraten hervorgerufen hat. Alissa wurde 1009 BF als Tochter von Lorion III. Vistelli und Seryka Dorén geboren und ist die Zwillingsschwester von Orban Vistelli, dem derzeitigen Oberhaupt der Familie Vistelli, nachdem ihr Vater Lorion verstarb.

Alissa gilt als kunstverliebt, liberal und wechselhaft. Schon früh zeigte sich ihr Interesse an Malerei, Bildhauerei und der Schauspielkunst, wobei ihre Talente oft von einer fast exzentrischen Sprunghaftigkeit überschattet wurden. Sie findet selten die nötige Konzentration, eine Angelegenheit zu erledigen. Politik ist nicht ihre Sache. Man sagt ihr eine Affäre mit einem Gaukler nach. In jungen Jahren wollte sie sogar Tsa-Geweihte werden und dieser Wunsch nach spiritueller und persönlicher Freiheit prägt sie bis heute. Ihre liberalen Ansichten stoßen in adligen Kreisen oft auf Misstrauen, doch Alissa weiß sich mit ihrer charmanten und bisweilen mysteriösen Ausstrahlung durchzusetzen. Ihre Bewegungen sind fließend, ihre Gesten stets präzise, und sie scheint jedes Wort bewusst zu wählen – eine Eigenschaft, die sie zu einer herausragenden Gastgeberin machen würde, wenn sie an so etwas Interesse fände.

Alissa Vistelli
Alissa 1030 BF auf der Brautschau

Alissa heiratete am 2. Rondra 1030 BF den Tierforscher Bernardo Tribêc, eine Verbindung, die von vielen als unpassend angesehen wurde. Bernardo ist ein Mann, dessen Interessen oft weit von den politischen Intrigen der Adelsgesellschaft entfernt liegen, was für Alissa sowohl eine Flucht aus dem höfischen Druck als auch eine Quelle von Reibereien darstellt. Die Ehe ist geprägt von Gegensätzen: Während Bernardo die Welt bereist, um exotische Vögel zu studieren, zieht Alissa die stille Eleganz des Palazzo Vistelli in Sewamund vor, wo sie seit der Hochzeitsreise mit ihrem Gatten wohnt, und hegt eine gewisse Abneigung für die Seefahrt, wohingegen ihr Gatte sich gerne auf Forschungsreisen befindet. Ihre Abneigung gegen die Seefahrt bezeichnet sie oft als „Prüfung des Gedulds und der Götter“. Sie unterhält enge Verbindungen zu Künstlern und Freidenkern, die ab und zu in ihrem Salon verkehren.

Alissas Erscheinung ist unverkennbar: Ihre dunkelbraunen Haare, die sie oft kunstvoll hochgesteckt trägt, rahmen ein Gesicht ein, das sowohl Anmut als auch Tiefe ausstrahlt. Ihre Augen sind von einem warmen Braunton, doch ihre Blicke können durchdringend wirken, als ob sie die Seele ihres Gegenübers zu ergründen suchen. Ihre Stimme ist weich, aber bestimmt, mit einer Spur von Geheimnis, die Zuhörer in ihren Bann zieht. In der Gesellschaft wirkt Alissa oft unnahbar, fast majestätisch, doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine Frau, die sich ihrer eigenen Schwächen und Unsicherheiten bewusst ist. Sie ist stolz, aber nicht überheblich, und ihre Fähigkeit, sich den Menschen um sie herum anzupassen, hat ihr viele Verbündete eingebracht. Alissa ist bekannt für ihren außergewöhnlichen Modegeschmack, der traditionelle adlige Kleidung mit exotischen Elementen ihrer Kunstreisen kombiniert. Diese Stilrichtung hat sie schon einige Male auf die wirtschaftlichen Beziehungen ihrer Familie zum Haus Changbari übertragen. Sie trägt oft Schmuck, der von den Paradiesvögeln ihres Gatten inspiriert ist, und ein leichtes Parfum mit einer Mischung aus Sandelholz und Jasmin, das ihre Präsenz in jedem Raum unverkennbar macht.

Die Ereignisse des beginnenden Sewamunder Resolutionsaufstands erschütterten auch den Palazzo Vistelli in Sewamund. Während ihr Bruder Orban Vistelli zunehmend in die Politik zwischen die verschiedenen Fraktionen der Stadt hineingezogen wurde, zog sich Alissa nun völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Dennoch trafen sich in ihrem Salon noch einige Male wenige recht unpolitische Künstler, Philosophen und übrige Freidenker, meist maskiert, die des Nächtens über die Zukunft des Lieblichen Feldes disputierten.

Während der langen Abwesenheiten ihres Gatten Bernardo Tribêc entwickelte Alissa eine eigentümliche Angewohnheit: Sie begann, die exotischen Vögel ihres Mannes zu pflegen und ihnen Namen berühmter horasischer Personen zu geben. Besucher berichten verwundert, dass Alissa sogar mit den Tieren spricht, als handele es sich um vollwertige Gesprächspartner. Besonders ein Papagei namens "Horasio" soll ihr außergewöhnlich zugetan sein. Die Dienerschaft des Palazzo behauptet hinter vorgehaltener Hand, die Baronessa könne an der Art des Vogelgesangs die Stimmung ihres Gatten auf See erahnen.

In den vielen Mußestunden, die ihr Bernardo beschert, schreibt Alissa an einem Theaterstück namens „Die Ketten des Goldenen Vogels“, das man als Zuschauer womöglich als versteckte Kritik an horasischer Standespolitik deuten könnte. Alissa selbst würde jede politische Aussage bestreiten und erklären, Kunst müsse wie ein Spiegel sein, jeder erkenne darin nur sich selbst.

Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Lebensweisen gilt die Verbindung zwischen Alissa und Bernardo Tribêc weiterhin als überraschend stabil. Während Bernardo in den Jahren nach 1040 BF wiederholt Expeditionen entlang der Südmeere und in Richtung Uthuria unterstützte, kümmerte sich Alissa um die wirtschaftliche Situation des Hauses in Sewamund, allem voran den Luxuskleiderhandel. Mehrfach wurde über eine zunehmende Entfremdung des Paares spekuliert, insbesondere, nachdem Bernardo wie so oft über viele Monde hinweg ausblieb. Alissa begegnet solchen Gerüchten stets mit höflicher Kühle. Als sie einmal jemand fragte, ob sie ihren Gemahl nicht vermisse, antwortete sie: „Man vermisst den Wind ebenfalls nicht, solange man weiß, dass er zurückkehren wird.“

Zu Gerodan Vistelli verbindet Alissa seit Kindheitstagen ein ungewöhnlich enges, wenn auch nicht immer einfaches Verhältnis. Während Gerodan als ehrgeizig, kontrolliert und politisch scharfsinnig gilt, verkörperte Alissa für ihn stets das Gegenteil: Unberechenbarkeit, Emotionalität und zu große künstlerische Freiheit. Diese Gegensätze führten dazu, dass beide einander irritierten.

In ihrer Jugend verbrachten Alissa viele Stunden in den Gärten des Vistelli-Anwesens in Montarena, wo Gerodan ihr aus historischen Chroniken vorlas, während Alissa ihn mit Geschichten und improvisierten Theaterstücken unterhielt. Man sagt, Gerodan habe früh erkannt, dass hinter Alissas sprunghafter Art ein ungewöhnlich feiner Verstand verborgen lag, auch wenn sie selbst selten Interesse daran zeigte, diesen gezielt einzusetzen. Jedenfalls ging sie nicht von ihm unvorbereitet in die Sewamunder Brautschau 1030 BF.

Während der schwierigen Jahre nach dem Tod Lorions entwickelte sich Gerodan zu einem der wenigen Angehörigen, denen Alissa großes Vertrauen schenkte. Mehrfach soll er drohende politische Fehltritte oder unbedachte Äußerungen Alissas diskret bereinigt haben, ohne dies offen anzusprechen. Im Gegenzug gelang es häufig allein Alissa, Gerodans oft kalte und berechnende Fassade zu durchbrechen. Zumal unterstützte sie ihn finanziell bei einigen seiner Unternehmungen, ohne groß nachzufragen, wozu er das Geld brauchte.

Dennoch blieb ihre Beziehung nicht frei von Spannungen. Gerodan missbilligte mehrfach die liberalen Kreise, mit denen Alissa sich umgab, insbesondere einige Freidenkerpersonen stachen ihm störend ins Auge. Er betrachtete deren Einfluss als Gefahr für das Ansehen und die Stabilität des Hauses Vistelli. Alissa wiederum warf ihm vor, sich zu sehr den Zwängen politischer und höfischer Machtspiele unterworfen zu haben. Dazu bezog Gerodan allerdings keine Position ihr gegenüber.

Trotz dieser Differenzen verbindet beide eine stille Loyalität gegenüber der alten Familie Vistelli – in Abgrenzung zu all den Tribêcs, die seither im Palazzo ein und ausgehen, als gehöre er ihnen. Während der politischen Spannungen in Sewamund 1045 BF und 1046 BF trafen sich Alissa und Gerodan wiederholt zu langen Gesprächen – häufig spät in der Nacht und unter Ausschluss anderer enger Vertrauter. Worum es dabei ging, ist unbekannt.

Gerüchte

  • Alissa sammelt seltene Parfums aus dem gesamten Horasreich. Vor einigen Jahre traf sie sich derenthalben mit dem örtlichen Vertreter des Hauses di Punta.
  • Sie besitzt eine ausgesprochene Abneigung gegen laute Tischgesellschaften.
  • Sie soll ausgezeichnet Bosparano rezitieren können, insbesondere Tragödien aus der frühen Priesterkaiserzeit.
  • Es heißt, ein titelloses Porträt im Palazzo Vistelli zeige Alissa so, wie sie wirklich sei und es sei deshalb stets verhüllt.
  • Einige behaupten, Alissa habe zeitweise ernsthaft erwogen, ihre Ehe zu beenden und sich einer freien Künstlergemeinschaft in Belhanka anzuschließen.

Quellen