Archiv:Handel mit den Angroschim stockt (BB 49)
Unterfels. Seit einigen Wochen und Monaten deutete es sich schon an: der Handel mit den Waren der Angroschim ist spürbar ins Stocken geraten. Die Lieferungen aus den Bingen Angoramtoschs (dem Bergkönigreich Phecanowald) werden immer weniger. Entweder treffen die Waren nur noch vereinzelt oder teilweise - beispielsweise was zwergische Waffen angeht - gar nicht mehr ein.
Neben Waren sind auch Rohstoffe wie bestimmte Metalle betroffen.
Das in Unterfels ansässige Signori & Bürger Handelshaus (SBH), das auch den Unterfelser Yaquir-Kurier herausgibt, konnte nach Rücksprache mit den Kontoren in Gareth und Punin berichten, dass verzögerte und ausbleibende Lieferungen auch das Mittelreich betreffen.
Diantha Salva von Sertis, die Directrice des SBH, erklärte bereits jetzt von Konsequenzen: „Wir haben bereits vor geraumer Zeit für unseren Kontor in Vinsalt eine Zinsspindelmaschine bestellt, doch scheint sich die Lieferung immer mehr zu verzögern - und vielleicht kommt sie gar nicht mehr an.“
Auf unsere Frage was eine Zinsspindelmaschine denn überhaupt sei, erklärte die Directrice, dass es sich dabei um ein feinmechanisches Rechenwerkzeug handelt, mit dem sich größere Summen berechnen, aber auch Werte abziehen lassen. In Unterfels, so von Sertis, hätte sich die Nutzung bewährt, denn damit würden Fehler vermieden und der tägliche Abrechnungsaufwand deutlich verringert.
Inzwischen reagieren auch die ersten offiziellen Stellen. So ergingen bereits aus dem Palazzo Yaquirbruch für die gleichnamige Baronie Erlasse, die die bestehenden Berg- und Förderregalien betreffen. Außerdem sollen auch bestimmte relevante Erzeugnisse die Grenzen der Baronie bzw. der Grafschaft nicht mehr verlassen dürfen.
Eines bleibt klar: Wenn die Schmieden der Angroschim schweigen, dann bleibt das auch im gesamten Reich nicht ungehört.
JM