Loris Luntfeld
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Bereits als Halbstarke stromerte Loris Luntfeld an ihren freien Tagen mit anderen Taugenichtsen durch die Kneipen und Schenken Sewamunds auf der Suche nach Unterhaltung und gelegentlichem Glücksspiel. Kam es dabei zu Prügeleien mit den Streunern Trafiumes oder Matrosen und Seekriegern des Kriegshafens, war Loris Luntfeld fast immer mittendrin. Auf der anderen Seite war der junge Wildfang die brave, hart arbeitende Tochter ihres Vaters, die mit ihren Geschwistern wochenlang in den Wäldern zwischen Sewak und Phecanowald unterwegs sein konnte.
Eine besondere Vorliebe hegte Loris für das Volk der Thorwaler. Stundenlang konnte sie sich mit den hünenhaften Seefahrern unterhalten, sich mit ihnen im Armdrücken und Messerwerfen messen und ihren Geschichten aus fernen Ländern lauschen. Mehr als einmal konnten Beppo Luntfelds Aufpasser seine zweitälteste Tochter gerade noch davon abhalten, auf einem Thorwaler Drachenschiff gen Horizont aufzubrechen. Dass Tochter Eslamuela das Ergebnis einer solchen mit Thorwalern durchzechten Nacht ist, darf als sicher gelten. Unbestätigten Gerüchten zufolge ist der Vater Eslamuelas heute ein prominenter Thorwaler Hetmann, der nie etwas von seinem "Glück" erfahren hat.
Loris Luntfeld verstarb am 2. Efferd 1003 BF, dem "Schwarzen Rohalstag", als ein luntfeld'sches Holzfloss auf dem nach einem überraschenden Gewitter Hochwasser führenden Sewak zerschellte.