Archiv:Eine Brücke über den Sewak (BB 49)
Veliris / Sewamund. Bekanntlich haben die Soldaten des Barons von Veliris nicht in den Konflikt um die Baronie Sewamund eingegriffen und damit faktisch die Niederlage des Schwiegervaters des Baronsbruders, Irion von Streitebeck besiegelt. Im Gegenzug dazu vertrieb Baronet Ariano Sal von Veliris Condottiere Cardolfo della Carenio aus dem Castell della Leonis, das nun unter Kontrolle des Hauses Veliris steht. Das Castell steht an strategisch wichtiger Stelle und wacht jenseits des Sewak über die Furt von Veliris.
Nun ist es so, dass die Furt insbesondere nach der Schneeschmelze im Phecanowald für mehrere Wochen unpassierbar ist und sich der ruhige Sewak in einen reißenden Strom verwandelt. Der Handel zwischen Veliris und Sewamund, mehr noch, zwischen Bomed und Grangor wird erschwert, da die Händler entweder den Umweg über Vinsalt, Shumir und Sewamund oder gar den Pass von Trestal über den Phecanowald nach Oberfurt und Venga nehmen müssen. Alles Reisewege die mehrere Tage Verlust bedeuten.
In Veliris kamen daher Kaufmannschaft, Stadtrat und Baron Alricilian II. von Veliris zusammen, um über die Möglichkeiten einer Brücke über den Sewak zu beraten. Ein solches Unterfangen kostet nicht nur Zeit, sondern auch mehrere kleine Vermögen, die man jedoch bereit ist, gemeinsam aufzubringen, wenn die Verteilung des Brückenzolls geklärt ist. Zudem benötigt man die Zustimmung der Krone und vermutlich auch des Herzogs von Grangor und des Grafen vom Bomed, die diese Genehmigung gerne gegen gutes Gold erteilen werden, was die Einnahmen und die Verteilung der Zolleinnahmen weiter schmälert.
Man ist sich allerdings sowohl in Bomed, wie auch Unterfels und Veliris einig, dass der Handelsweg nach Sewamund enorm an Bedeutung gewonnen hat, seitdem man im dortigen Hafen Privilegien für den Betrieb von Freihandelskontoren erwerben konnte. Insgesamt will man den Sewakstieg daher ausbauen und mit Hilfe von Geweihten und Magiern von seinem Ruf als Dämonenstieg befreien.
Wie es heißt, hat man für die Errichtung der Brücke bereits die bekannte Baumeisterfamilie Monte Fuori aus Unterfels gewinnen können, die nun ihrerseits Pläne für das Brückenwerk erstellen soll. Man darf gespannt sein, ob die fragile Verbindung zwischen dem Grafen, dem Baron und dem Stadtrat von Unterfels tragfähig genug ist, die Löwenbrücke von Veliris – so der Arbeitstitel – zu errichten.
AH