Myriana Pfauenstein
Beschreibung
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Myriana Pfauenstein ist auf den ersten Blick, als in Würde gealterte Dame aus gutem Haus zu erkennen. Elegante Kleidung aus feinsten Stoffen, kombiniert mit geschmackvoller Schmuck und dezenter Schminke, verleihen ihr ein würdevolles Aussehen ohne protzig zu wirken .
Im Umgang mit Anderen ist sie sich Ihres Standes sehr wohl bewusst und auch wenn Sie den Adelstitel noch nicht lange trägt, so war Sie als Patrizierin aus Grangor doch bereits den Umgang mit der Oberschicht gewöhnt. Das bedeutet nun nicht, das Myriana „einfaches“ Volk mit offener Verachtung behandelt, doch ist sie gegenüber solchen Leuten deutlich kürzer angebunden, als mit Personen von Stand oder den Vertretern wohlhabender Patrizier-Familien.
Sollte Jemand ihren Unbill auf sich gezogen haben, so ist in der Öffentlichkeit meist eine hochgezogene Augenbraue, eine bissige Bemerkung, oder eine Geste mit dem Fächer, das einzige Anzeichen Ihrer Verärgerung. Hinter verschlossenen Türen, vor allem gegenüber Ihrer Familie, macht Sie ihrem Unmut durchaus auch deutlicher Luft. Nicht mit erhobener Stimme, aber mit schneidenden Worten.
Gegenüber Ihrer Familie gibt sie stets die strenge Matriarchin, die idealerweise alle wichtigen Entscheidungen selber trifft. Seien es nun Heiratspläne, oder große Vertragsabschlüsse. Dabei ist Sie meist nur schwer umzustimmen, wenn Sie einen Entschluss gefasst hat. Einzige ihre jüngste Tochter Nandora Pfauenstein vermag des Öfteren ihr Herz zu erweichen, oder ihre Meinung zu ändern.
Vita
Als Erstgeborene ihrer Eltern, wenn auch nur eine halbe Stunde vor Ihrem Zwillingsbruder Luciano ya Coronella, war stets klar, dass Myriana einens Tages die Familie anführen würde. Von klein auf wurde Sie daher von Privatlehrern in allen Aspekten der Etikette, Hauswirtschaft und des Handels unterrichtet.
Ihre Eltern beobachteten die Entwicklung Ihrer Tochter mit distanziertem Wohlwollen, wie es sich für Grangorer Patrizier geziemte. Als Kinder waren Myriana und ihr Brude, vielleicht auch wegen der Distanz ihrer Eltern, unzertrennlich. Dabei ergänzten sich ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten sehr gut. Wo Luciano der wilde Draufgänger war, der seine Schwester zu „heldenhaften“ Expeditionen auf den Dachboden oder in die Küche anstiftete, war Myriana es, die ihn immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte und ihm dabei half sich auf seine Studien zu konzentrieren.
Eine Dynamik die sich auch in der Jugend der Beiden fortsetzte und selbst dann noch, als sie von Ihren Eltern mit den ersten Geschäftsaufgaben betraut wurden. Während Myriana die Geschäfte in Grangor führte und Verhandlungen mit Kunden durchführte, reiste Luciano als Fernhändler durch die Lande. Sei es um die Rohstoffe zu besorgen, oder die fertigen Glaswaren auszuliefern für die die Pfauensteins bekannt waren. Manchmal auch um mit Spekulationswaren profitable Reisen bis in weit entfernte Länder durchzuführen. Und auch wenn Sie es heute vermutlich nicht mehr zugeben würde, so freute sich Myriana doch stets, wenn Luciano ihr von diesen Reisen ein Souvenir mitbrachte.
Myriana vertraute Ihrem Bruder bei diesen Reisen völlig und so konnte sein Wagemut kombiniert mit Myrianas Geschäftssinn der Familie zu großem Wohlstand verhelfen. Selbst die Wirren des horasischen Thronfolgekriegs, schienen den Erfolg der Beiden nicht schmälern zu können. Prosperus Pfauenstein war seiner Mutter zu dieser Zeit eine große Hilfe und Myriana plante bereits ihm die Geschäfte zu übertragen. Was nur Wenige wissen ist, dass Sie plante danach ihren Bruder auf einer seiner Reisen zu begleiten.
Doch dann geschah etwas, das alles veränderte. Ihrem Bruder Luciano war am Ende des Kriegs ein niederer Adelstitel, sowie ein Weingut nahe Belhanka angeboten worden. Für Myriana war klar, dass Luciano dies als aufrechter Grangorer Kaufmann natürlich ausschlagen würde. Allein die Vorstellung, dass er einen Adelstitel führen würde, war für Sie absurd.
Doch stattdessen bestand Lucianao darauf, den Titel anzunehmen und zu führen. Was genau ihn dazu bewegte und welche Worte fielen, weiß niemand in der Familie so genau. Sicher ist nur, dass zwischen den Beiden einst so engen Geschwistern ein erbitterter Streit entbrannte, der schließlich im Jahr 1030 BF die Familie Pfauenstein zerriss. Luciano und seine Kinder, nahmen den Familiennamen ya Coronella an und gründeten damit eine neue Familie.
Nach diesem „Verrat“ arbeitete Myriana umso intensiver, vergessen waren die Pläne vom Ruhestand, denn der Weggang der ya Coronellas hatte die Pfauensteins große Mengen an Vermögen und Einfluss gekostet. Zunächst stützte sich dabei auf Ihren Sohn Prosperus Pfauenstein. Als dieser jedoch im Jahr 1045 BF große Teile des Restvermögens der Pfauensteins bei einem riskanten Spekulationsgeschäft mit Anteilscheinen einer Uthuria-Expedition verlor, überprüfte sie alle seine Handelsgeschäfte. Im Zuge der damit einhergehenden Buchprüfung stellte Myriana entsetzt fest, dass die eigentliche Glasproduktion und der Verkauf von Glasereiprodukten faktisch keinen Gewinn mehr machten. Ein umstand den Prosperus vor seiner Mutter verheimlicht hatte.
Myriana übernahm daraufhin wieder die vollständige Kontrolle über alle relevanten Geschäftsentscheidungen. Als Sie das Angebot von Cusimo Garlischgrötz erhielt, den Stammsitz der Familie von Grangor nach Sewamund zu verlegen, zögerte sie lange. Wäre das doch mit einem Adelstitel verbunden und würde die Familie effektiv aus Grangor verbannen. Schlussendlich entschied sie sich jedoch schweren Herzens dazu das Angebot anzunehmen. In Sewamund lebte sie sich überraschend schnell ein und konnte im Tsa 1046 BF, bei der Wahl des Lilienrates, das Amt der Hofmeisterin erlangen. Dennoch ist die finanzielle Lage der Familie noch angespannt und Myriana ist davon überzeugt, dass es umsichtiges Handeln und eine harte Hand erfordern wird, um die Pfauensteins zu alter Größe zurückzuführen.
