Cylos Bolburri
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Cylos Bolburri ist studierter Mechanicus und hat sich bis zum Capitan des Kaiserlichen Semaphorie-Regiments hochgedient. Der stämmige Soldat ist kein großer Redner, sondern ein Mann der Tat. Er ist pragmatisch und zuverlässig, jedoch bisweilen ungeduldig. Dabei tritt Cylos durchaus standesbewusst auf, lässt jedoch den ausgeprägten Standesdünkel eines Mitglieds des Patriziats vermissen. (Stand 1047 BF)
Erscheinungsbild und Auftreten
Cylos ist ein zugewandter und geselliger Mann, der allerdings nicht viele Worte macht. Er hört aufmerksam zu und beteiligt sich gerne an geselligen Runden, überlässt das große Reden jedoch meist anderen. Was er zu sagen hat, bringt er gewöhnlich direkt auf den Punkt. Unnötige Höflichkeiten und langwierige Ausführungen liegen ihm ebenso wenig wie Diskussionen über Probleme, die sich seiner Ansicht nach durch praktisches Handeln lösen lassen.
Als Angehöriger der Familie Bolburri ist sich Cylos seines Standes durchaus bewusst und so tritt er dementsprechend auf. Er macht sich allerdings wenig aus dem gesellschaftlichen Gehabe des Patriazats. Ausschweifendes, zielloses Geschwätz macht ihn schnell ungeduldig.
Besonders stolz ist Cylos auf seine kaiserliche Uniform. Sie steht für ihn nicht nur für seinen Rang, sondern auch für das, was er sich selbst erarbeitet hat. Seine fehlende militärische Ausbildung empfindet er durchaus als kleinen Makel, den er mit fachlicher Kompetenz, Entschlossenheit und einem sicheren Auftreten wettzumachen weiß. Seine Loyalität gilt dem Regiment, seinen Leuten und dem zuverlässigen Betrieb der Semaphorlinie.
Als Vorgesetzter ist Cylos anspruchsvoll und streng. Für ihn zählt vor allem die Leistung, nicht die Herkunft eines Menschen. Wer zuverlässig arbeitet und sein Handwerk beherrscht, kann sich seinen Respekt verdienen – unabhängig davon, ob er Adelsspross ist oder aus einfachem Haus. Umgekehrt hat Cylos wenig Geduld mit Menschen, die sich auf ihren Rang oder Namen verlassen, ohne etwas leisten zu können. Dabei ist er kein ungerechter Vorgesetzter: Von seinen Leuten verlangt er nicht mehr, als er auch von sich selbst erwartet. Seine eigentliche Leidenschaft gilt jedoch der Mechanik. Wann immer es seine Pflichten erlauben, arbeitet er selbst an den Semaphoren, untersucht technische Probleme oder tüftelt an Verbesserungen. Ein defektes Gerät weckt in ihm eher Neugier als Ärger. Cylos ist überzeugt davon, dass man die meisten Probleme am besten versteht, wenn man selbst Hand anlegt. Entsprechend kann es durchaus vorkommen, dass der Capitan sich selbst die Hände schmutzig macht, während seine Untergebenen daneben stehen.
Vita
Schon als Kind interessierte sich Cylos für praktische Dinge. Früh konnte er rechnen. Seine Familie erfüllte ihm den Wunsch, am Kaiserlichen Institut für Angewandte Mechanik zu Vinsalt zu studieren. Auch das Soldatentum faszinierte ihn, deswegen verpflichtete sich Cylos nach seinem Abschluss beim Kaiserlichen Semaphorie-Regiment der Horaslegion, wo er inzwischen zum Capitan ernannt wurde. Als Verantwortlicher für die Semaphorlinie zwischen Vinsalt und Bomed ist er gleichermaßen für deren Betrieb wie für die technische Instandhaltung zuständig. Seine Karriere bei der Horaslegion hat er ohne klassische militärische Ausbildung begonnen und sich seinen Rang vor allem durch Fachwissen, Tatkraft und Führungsgeschick erarbeitet. Er ist stolz auf das Erreichte und lässt bisweilen eine gewisse Arroganz erkennen, insbesondere gegenüber jenen, die sich allein auf Herkunft oder Rang berufen.