Archiv:Diplomatischer Erfolg der Septimana (BB 43)

Diplomatischer Erfolg der Septimana!
Sicherung der uthurischen Investitionen - Eröffnung neuer Möglichkeiten.

Der Justiziar unserer Stadt, Signor Amaldo di Piastinza, ist unlängst von Teremon auf den Hylailischen Inseln zurückgekehrt, wo er als Mitglied der horasischen Delegation und als Vertreter der Septimana mit großem Erfolg mit den Granden Al'Anfas über das Schicksal des Südmeers und Uthuriens verhandelte und mit dem Comto Protector und dem Marschall-Gubernator an demselben Tisch saß. Ebenso mit am Tisch saß Hardo Berlînghan als Vertreter seines Onkels Eolan IV. Berlînghan, womit er das Südmeer-Konsortium der Berlînghan und ya Strozza vertrat.

Dies ist von höchster Bedeutung, da die Prämissen des septimanischen Engagements, welche in dem Postulat einer mit jener des Südaventurienrats gleichrangigen Betätigung im Südmeer, inklusive der Gründung einer Pflanzstadt, bestehen, durch faktische Duldung in den zum Vertrag von Teremon genannten Rahmenbedingungen zur Rechtskraft im Rahmen des horasischen Rechts gelangt sind. Denn durch die Legitimierung des septimanischen Justiziars als Delegationsmitglied kommt auch den von ihm vertretenen Standpunkten als Teil der im Vertragsabschluss beglaubigten und gebilligten Verhandlungsmasse Anerkennung zu. Zudem gebieten angesichts der Schwierigkeiten, denen die Siedlung von Nova Methumisa aufgrund ihrer ungünstigen Lage auf uthurischem Boden ausgesetzt ist, auch die praktische Vernunft und der sensus communis, dass die Kräfte aller auf dem Südkontinent vertretenen horasischen Parteien inklusive ihrer in der Goldenen Allianz Verbündeten, worunter derzeit die Siedlung Porto Sancta Elida fällt, zusammengefasst und zu gegenseitiger Unterstützung ausgerichtet werden, anstatt sich in inneren Kämpfen aufzureiben.

Somit ist der Vertrag von Teremon für die Interessen der Septimana ein zweifacher Gewinn: Nicht nur entfällt die Bedrohung durch Kaperfahrer des Imperiums von Al'Anfa oder dessen Verbündeter, namentlich Chorhops, welche durch gegenseitige Übereinkunft ausgeschlossen wurden, sondern zudem ist die Seestrecke von Brabak über Porto Korisande nach Neu-Sewamund von möglichen innerhorasischen Übergriffen frei. Die See allein ist also die letzte verbleibende Herausforderung unserer kühnen Seefahrer, welchselbiger durch efferdgefällige Opfer und Dienste sowie durch die Errichtung zwölfgöttergefälliger Schreine auf uthurischem Boden Genüge getan wird.

Da sich das Sewamunder Uthuria-Konsortium somit als Garant möglicher Investitionen in die uthurische Unternehmung gefestigt hat, eröffnet es nunmehr auch Investoren außerhalb unserer Stadt die Gelegenheit, sich mit eigenen Schiffen an den Südmeerfahrten zu beteiligen. Das Konsortium freut sich daher, bekannt geben zu können, dass bereits mit der kommenden, im Travia 1039 aufbrechenden dritten Uthuria-Flotte (die vierte, wenn man die ursprüngliche Expedition hinzuzählt), die Karavelle "Willem Kuyfhoff" des bekannten Grangorer Handelshauses Kuyfhoff an der Unternehmung teilnehmen wird. Das Konsortium erlangte das Vertrauen jenes Handelshauses bereits vor dem Abschluss des Vertrags von Teremon, sobald die Bereitschaft des Comto Protector ersichtlich wurde, die Anliegen des horasischen Nordens in Person eines eigenen Delegationsmitglieds zu berücksichtigen.

Die Festigung unseres Standorts auf dem uthurischen Festlande wird uns weiterhin große Mühen abverlangen, aber auch ungeahnte Perspektiven eröffnen. Da unsere Kolonie Neu-Sewamund im Westen der uthurischen Küste liegt und uns westlich davon bislang kein weiterer Konkurrent entgegensteht, bietet sich uns eine weitere Möglichkeit, wenn wir die Erkundungen in westliche Richtungen unbeirrt fortsetzen: sobald wir weit genug in den Westen gelangen, um das westliche Ende des uthurischen Kontinents zu erreichen, welcher seine Küste schließlich in den Süden hinunter wenden muss, können wir daselbst einen weiteren Hafen errichten, um nicht so sehr in den tieferen Süden der uthurischen Landmasse unseren Blick zu richten, sondern statt dessen über das westliche Meer zu blicken: Erschließen wir uns durch die Tatkraft und Kühnheit unserer Seeleute die Südwestpassage ins Güldenland, erschließen wir uns Küsten, die bei nördlicher Querung des Thalassions nur über die Gestade einer Vielzahl feindlicher Völker zu erreichen wären! Sind nicht diese Aussichten es wert, verfolgt zu werden? Erkühnen wir uns zu großen Plänen, unternehmen wir, was nötig ist, um sie zu verwirklichen!

IJ