Burgschänke
Die Burgschänke ist die traditionsreiche Gardistenkneipe vor der Burg Sewakstein in Sewamund. Sie liegt unmittelbar unterhalb des Sewaksteins in der Altstadt. Sie steht Offizieren, Sewakgardisten und ausgewählten Zivilisten offen.

Die Burgschänke gilt als das inoffizielle Wohnzimmer der auf der Burg stationierten Sewakgarde. Wer also wissen möchte, welche Gerüchte innerhalb dieser Kreise kursieren, muss nur einen Abend am Tresen zu verbringen.
Bereits kurz nach dem Bau der heutigen Burg entstand an dieser Stelle eine Kantine für die Wachmannschaften. Da ihre Versorgung wenig abwechslungsreich war, brachten die Knechte und Gardisten bald selbst Bier und einfache Speisen mit. Schließlich erlaubte die Stadt die Einrichtung einer Schänke. Mit der Zeit entwickelte sich die Burgschänke zu einem festen Bestandteil des Gardistenlebens. Hier wurden Beförderungen gefeiert, Abschiede begangen und Siege begossen. Während der Kämpfe gegen Gurondaii diente sie als Verbandsplatz und Feldküche.
Die Burgschänke ist ein gedrungener Fachwerkbau mit dicken Mauern und einem steilen Ziegeldach. Im Inneren dominiert ein großer Schankraum mit schweren Eichentischen, langen Bänken und einem offenen Kamin, dessen Feuer selbst im Sommer selten erlischt. Über den Balken hängen alte Hellebarden, Schilde, Armbrüste und verschiedene Banner, etwa der Seedrachen Sewamund und der aufgelösten Sewamunder Stadtgarde. An den Wänden befinden sich Erinnerungsstücke: beschädigte Schilde, zerbrochene Schwerter, Schiffsglocken und Glieder der gewaltigen eisernen Ankerkette, die einst den Kriegshafen sperrte. Unter den Balken hängt ein gewaltiger Hecht, der vor Jahren angeblich aus dem Sewak gezogen wurde. Der Fisch ist inzwischen vollständig ausgestopft und trägt einen alten Gardistenhelm. Ein Nebenraum ist Offizieren vorbehalten. Dort finden die Besprechungen statt, die offiziell niemals stattgefunden haben. Der Wirt kennt beinahe jeden Gast beim Namen und die Spitznamen aller anderen.
Volkes Stimme
„In der Burgschänke werden mehr Schlachten gewonnen als auf jedem Übungsplatz.“
— Gardistin
„Wenn es in der Burgschänke still wird, hat entweder die Capitana den Raum betreten oder das Bier ist ausgegangen.“
— Wirt
„Der Unterschied zwischen einem Gardisten und einem Kadetten? Der Gardist weiß schon, warum ihm alles weh tut.“
— Lehrmeister des Herzog-Cusimo-Collegs