Haus an der Oststraße

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Das Haus an der Oststraße östlich von Sewamund

Das Haus an der Oststraße ist ein Hof an der Oststraße östlich von Sewamund, unmittelbar vor den fruchtbaren Äckern der Vereinigte Sewaklande. Es entstand erst nach den Verwüstungen des Jahres 1019 BF, als die Ländereien entlang des nördlichen Sewakufers nach und nach teilweise wieder urbar gemacht wurden. Heute dient das Anwesen als Wirtschaftshof und Rastplatz für Reisende, Fuhrleute und Bauern, die zwischen Sewamund und dem Hinterland verkehren.

Bis zum Angriff des Dämons Gurondaii befanden sich an dieser Stelle lediglich einige Felder, Obstgärten und eine kleine Feldscheune. Nach der Schlacht vor Sewamund und der Verseuchung des Sewaks wurden sämtliche Gebäude aufgegeben, die umliegenden Flächen verwilderten oder galten über Jahre hinweg als unbewirtschaftbar.

Erst nachdem große Teile des Landes gereinigt worden waren, begann der Wiederaufbau. Familien schlossen sich zusammen und errichteten ein neues Haus aus Stein und Backstein, das zugleich Wohnhaus, Vorratslager und Zuflucht für Reisende sein sollte.

Mit dem Ausbau der Oststraße zum Sewakstieg machten Händler aus dem Landesinneren hier vor dem Erreichen der Stadt noch einmal Halt, spannten ihre Zugtiere aus oder warteten auf das Öffnen der Stadttore. Heute gilt das Haus als Tor zwischen der ländlichen Welt der Sewaklande und der geschäftigen Hafenstadt.

Das Anwesen besteht aus einem U-förmigen Gebäude mit ziegelgedecktem Dach und einem Innenhof. Es bietet das Wohnhaus, Stallungen mit Wagenremise, eine Scheune, ein Backhaus, einen Ziehbrunnen und dahinter Obst- und Kräutergärten. Die Mauern wurden bewusst massiv errichtet. Ältere Bewohner erinnern sich noch an die Jahre nach 1019 BF und wollten ein Gebäude schaffen, das Schutz ebenso bietet wie Unterkunft.

Das Haus erfüllt somit mehrere Aufgaben zugleich. Hier können Reisende Pferde tränken, Wagen reparieren, Vorräte ergänzen, Nachrichten austauschen oder auf Mitreisende warten.

Zum Anwesen gehören mehrere Äcker im Umland, die nach den Verseuchungen als Versuchsfelder genutzt wurden. Unter Anleitung der Geweihten des Peraine-Tempels erprobte man Getreide-, Gemüse- und Obstsorten, um die Böden dauerhaft fruchtbar zu machen. Ein kleiner Gedenkstein am Feldrand besagt: „Wo Verderben wuchs, soll wieder Brot gedeihen.“

Das Haus wird von einer Pächterfamilie bewirtschaftet, die zugleich Landwirtschaft betreibt und Reisende versorgt. Unterstützt wird sie während der Ernte von Nachbarn der umliegenden Höfe. Die Gastfreundschaft gilt sprichwörtlich, man sagt, niemand werde fortgeschickt, solange noch Brot im Backofen liege.

Volkes Stimme

„Die Stadt beginnt nicht am Tor, sondern dort, wo der erste Reisende freundlich gegrüßt wird.“
— Fuhrmann

„Nach Gurondaii pflanzte man zuerst Hoffnung. Das Getreide kam später.“
— alter Bauer

„Die Oststraße nach Veliris ist lang. Mit einem guten Wirt erscheint sie kürzer.“
— Pilgerin