Das Hotel Admiral von Tern ist ein vornehmes Hotel und Kontorhaus. Es liegt im Fremdenquartier des neuen Hafens unmittelbar am Kai und dient vor allem Kaufleuten, Diplomaten, Reedern und Gesandten aus dem Yaquirbruch und aus Vinsalt als Unterkunft und Geschäftssitz.

Das Hotel Admiral von Tern im Fremdenquartier

Das Gebäude war ursprünglich die Admiralität des kaiserlichen Kriegshafens. Nach der Auflösung der kaiserlichen Marinepräsenz in Sewamund und der Gründung der Phecadischen Flotte wurde das Haus zu einem Hotel- und Kontorgebäude umgebaut.

Mit dem Bau des Kriegshafens entstand seinerzeit unter Broden von Tern ein repräsentativer Verwaltungssitz für den kaiserlichen Vizeadmiral, zuletzt Marik di Bellafoldi. Der langgestreckte Bau folgt unmittelbar der Hafenkante und besitzt drei Geschosse und einen Turm im Süden. Von diesem aus führt eine hohe, schmale Brücke zum Alten Turm. Die zum Wasser gerichtete Hauptfassade wird von regelmäßigen Fensterachsen geprägt. Von den oberen Stockwerken aus eröffnet sich ein weiter Blick über den Hafen und die Grangorer Bucht. Von hier wurden über Jahrzehnte die Einheiten der horaskaiserlichen Marine verwaltet, die in Sewamund stationiert waren, und zuletzt auch die Flotte der Stadt durch den Commodore, zuletzt Karianna Degano. Kartenräume, Schreibstuben, Signalzimmer und Offiziersquartiere befanden sich unter einem Dach.

Nach den politischen Veränderungen und der Neuordnung des Hafens wurde der militärische Verwaltungsapparat in die neue Admiralität verlegt. Das Gebäude war aufgrund seiner hervorragenden Lage zu wertvoll, um leerzustehen. Mehrere Patrizierfamilien investierten in einen Umbau, die nüchternen Amtsräume wurden zu Gästezimmern und Empfangssälen umgestaltet, nur einzelne Elemente der früheren Admiralität blieben erhalten. Über dem ehemaligen Haupteingang befindet sich noch das steinerne Relief eines stilisierten Kriegsschiffs. Die kaiserlichen Wappen wurden entfernt und durch maritime Schmuckelemente und das Wappen Sewamunds ersetzt.

Das Gebäude fungiert als offizielles Kontor für Händler aus dem Yaquirbruch und aus Vinsalt. Wer von dort erstmals geschäftlich nach Sewamund kommt, findet hier seine erste Anlaufstelle.

Das Erdgeschoss beherbergt den Speisesaal – den Saal der Wogen und Sieben Winde – und die Kontorräume. Im ersten Obergeschoss befinden sich Gästezimmer, die häufig von Gesandtschaften, Reedern und reichen Handelsherren aus dem Yaquirbruch genutzt werden. Das oberste Stockwerk wird langfristig vermietet. Kaufleute unterhalten hier kleine Niederlassungen oder saisonale Geschäftszimmer. Mehrere Besprechungszimmer tragen noch Namen ehemaliger Admiräle und Helden der Seefahrt. Im Keller befindet sich noch ein altes Kartenarchiv, dessen Bestand noch immer ausgewertet wird. Im Dachgeschoss hat sich ein ehemaliger Signalraum erhalten, dessen Fenster einst einen direkten Blick auf alle Hafeneinfahrten bot.

Durch seine Geschichte besitzt das Hotel einen militärischen Ruf, das Personal gilt als diszipliniert. Manch ein Gast scherzt, das Zimmerpersonal würde im Gleichschritt arbeiten.

Volkes Stimme

„Wer im Admiral schläft, wacht entweder reich oder verschuldet wieder auf.“
— Sewamunder Kauffrau

„Früher wurden dort Flotten befehligt. Heute kommandieren Kaufleute dieselbe Welt.“
— ehemaliger Marineoffizier