Phex-Tempel Halle des Handels

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Halle des Handels zu Sewakia
Wappen/Symbol
Phex-Tempel Halle des Handels
Horasreich
Wappen/Symbol
Standort im Lieblichen Feld

Kult: Phex
Standort: Sewamund, am Hafen
Entstehung:   891 BF
Architektur: repräsentativer Bau mit großer Börsenhalle und Arkadengang
Vorsteher: Vogtvikar, vertreten durch einen Delegierten
Priesterschaft: mittel
Talismane/Reliquien: Die Silberwaage von Sewakia, das Goldene Handelsbuch
Einfluss: sehr groß (Handel, Banken, Börse und Fernkaufmannschaft)
Domänen: Börsenhandel, Fernhandel, Kaufmannsschiedsgericht, Geldwechsel, Handelsverträge
Sonstiges: beherbergt Börse und Kaufmannshalle

Die Halle des Handels zu Sewakia ist der Phex-Tempel Sewamunds und zugleich das wirtschaftliche Herz der Stadt. Anders als viele Phextempel verbindet sie religiöse Aufgaben mit den Funktionen einer Kaufmannshalle, Börse und Schiedsgerichtsstätte. Hier werden Waren gehandelt, Preise festgelegt, Wechsel ausgestellt, Versicherungen abgeschlossen und Streitigkeiten zwischen Kaufleuten beigelegt.

Unter den Kaufleuten Phecadiens gilt das geflügelte Wort: „Wer in Sewamund keinen Handel schließt, hat die Halle des Handels nicht betreten.“

Die Halle entstand ursprünglich als gemeinsames Kontor der wichtigen Händlerfamilien Sewamunds. Mit dem rasanten Wachstum des Seehandels genügte das Gebäude bald nicht mehr den Anforderungen. Auf Initiative der Phexkirche wurde es 891 BF grundlegend erweitert und in einen Tempel umgewandelt, dessen Mittelpunkt nicht allein der Gottesdienst, sondern der ehrbare Handel sein sollte. Seitdem entwickelte sich die Halle des Handels zum wichtigsten Umschlagplatz für Informationen, Wechsel und Handelsverträge zwischen Grangor, Bethana und Vinsalt.

Nach Gründung der Nordmeer-Compagnie gewann die Börse der Halle an Bedeutung. Täglich wechseln hier Warenladungen den Besitzer, oftmals bevor die Schiffe den Hafen erreicht haben.

Der Tempel zählt zu den prächtigsten Bauten Sewamunds. Die Straßenfront wird von einem breiten Arkadengang geprägt, unter dem Händler seit Sonnenaufgang Geschäfte abschließen. Darüber erhebt sich eine helle Sandsteinfassade mit hohen Rundbogenfenstern, Reliefs und einer großen Statue des göttlichen Fuchses über dem Portal. Im Zentrum liegt die Große Börsenhalle, ein lichtdurchfluteter Saal mit Marmorboden, umlaufenden Galerien und offenem Dachstuhl. Während der Handelsstunden herrscht ein nie endendes Stimmengewirr. Kaufleute bieten Waren an, Makler handeln Preise aus und Schreiber halten jedes Geschäft fest. Über der Halle hängt die Große Börsenglocke. Ihr Schlag eröffnet und beendet den Handelstag. Gehandelt wird unter anderem Getreide, Wein, Salz, Gewürze, Holz, Erz, Wolle, Tuch, Schiffsladungen, Wechselbriefe und Beteiligungen an Expeditionen der Nordmeer-Compagnie. Größere Geschäfte werden durch Schreiber protokolliert. Bekannt ist die Mittagsauktion, bei der außergewöhnliche Waren öffentlich versteigert werden. Dabei wechseln manchmal binnen weniger Augenblicke Vermögen den Besitzer.

Der Tempel genießt Ansehen als neutrale Schlichtungsstelle. Kommt es zwischen Kaufleuten zu Streitigkeiten über Lieferungen, Versicherungen oder Wechsel, entscheidet ein aus Geweihten und Kaufleuten zusammengesetztes Gremium.

Als bedeutendste Reliquie gilt die Silberwaage von Sewakia. Der Überlieferung zufolge soll auf ihr bereits der Heilige Stordian Handelsgüter gewogen haben, um Streitigkeiten zwischen Fischern und Kaufleuten zu schlichten. Von symbolischer Bedeutung ist das Goldene Handelsbuch, in dem seit Jahrzehnten Handelsverträge, Stiftungen und Schenkungen an den Tempel verzeichnet werden.

Während der Börsenstunden ist das Tragen von Waffen untersagt. Niemand darf in der Börsenhalle flüstern, Geschäfte sollen offen verhandelt werden. Wer tuschelt, erregt Misstrauen und zieht die Aufmerksamkeit der Tempeldiener auf sich.

Volkes Stimme

„Hier wird nicht gebetet. Hier wird gerechnet.“
Grangorer Kaufmann

„Wenn die Börsenglocke läutet, schweigt selbst der reichste Patrizier.“
Pamina Phexcadia Piastinza, Vorsteherin der Börse

„Praios wacht über das Recht. Phex über den Vertrag.“
— Sprichwort der Fernhändler

 
Der Tempel am Hafen