Sewamunder C:A:C-Creditanstalt
Die Sewamunder Niederlassung der C:A:C-Creditanstalt ist der regionale Sitz der berühmten C:A:C-Creditanstalt. Sie befindet sich in der Neustadt und betreut Patrizierfamilien, Adlige, Reeder, Handelshäuser und vermögende Privatkunden. Daneben finanziert sie Schiffsneubauten, Handelsreisen und größere Bauvorhaben im gesamten Sewakien.

Die C:A:C eröffnete ihre Niederlassung wenige Jahre nach der wirtschaftlichen Erholung der Stadt infolge der Kämpfe gegen Gurondaii. Während zunächst lediglich Wechsel eingelöst und Handelskredite vergeben wurden, mauserte sie sich klammheimlich mit dem Wachstum Sewamunds zu einer bedeutenden Filiale. Insbesondere die Expansion und Umgestaltung des Hafens und andere Projekte wie das Herzog-Cusimo-Colleg machten erhebliche Kapitalmittel erforderlich. Die C:A:C beteiligte sich an vielen dieser Vorhaben, häufig gemeinsam mit der Grangorer Darlehensbank oder privaten Konsortien der Patrizier.
Das Bankhaus erhebt sich als zweigeschossiger Bau in einem großzügigen Innenhof nordöstlich des Palazzo Mornicala. Glatte Sandsteinquader, Rundbogenfenster und ein bescheiden verzierter Eingang verleihen dem Gebäude Würde, ohne zu protzen. Im Erdgeschoss befinden sich ein Schalter, Beratungszimmer und die Wechselstube. Dahinter liegen mehrere gepanzerte Tresorräume mit schweren Türen. Das Obergeschoss beherbergt die Direktionsräume, Archive und Sitzungssäle. Unter dem Gebäude erstreckt sich ein Gewölbekeller, dessen massive Mauern als uneinnehmbar gelten, die Goldkammer. Hier lagern Barren, Münzen, Wertpapiere und Siegelkassetten reicher Kunden. Die Kammer ist durch massive Türen, Schließmechanismen und Wachen gesichert. Unter Kaufleuten heißt es, selbst ein Phexgeweihter müsse einen Termin vereinbaren, bevor er einbrechen könne.
Die Angestellten der C:A:C genießen den Ruf außergewöhnlicher Höflichkeit und Diskretion. Man erzählt sich, ihre Mienen änderten sich selbst dann nicht, wenn ein Kunde mit nassen Stiefeln, blutiger Nase oder einer Kiste voller Gold erscheine. Viele entstammen alten Kaufmannsfamilien und verfügen über hervorragende Kenntnisse in Buchführung, Handelsrecht und Fremdsprachen.
Volkes Stimme
„Bei der C:A:C bekommt man Geld. Bei der Grangorer Darlehensbank bekommt man dazu noch einen Rat.“
— Sewamunder Kaufmann
„Der Unterschied zwischen einem Bankier und einem Magier? Der Magier erklärt wenigstens, warum es teuer wird.“
— Hafenarbeiterin
„Gold schläft nie. Die Bankiers anscheinend auch nicht.“
— Nachtwächter
„Manche sagen, die Mauern der Bank seien dicker als die Stadtmauer.“
— Mitglied der Laternenbande