Leomar ya Satara
Leomar ya Satara, geboren 1032 BF, ist das jüngere Kind Nanduriels und Aurelias. Er verfolgt nicht unmittelbar den Weg des Weinbaus, sondern befindet sich in ritterlicher Ausbildung.
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Leomar wurde seiner Tante zweiten Grades Efferdina ya Satara anvertraut und erhält im Umfeld des Adlerordens seine Ausbildung zum Ritter. Dort lernt er neben dem Waffenhandwerk auch Disziplin, Verantwortungsbewusstsein, höfische Umgangsformen und die unbedingte Treue zum gegebenen Wort.
Efferdina schont ihn dabei nicht. Sie achtet besonders darauf, dass er sich weder auf seinem Familiennamen noch auf dem Ansehen seiner Verwandtschaft ausruht. Von ihm wird erwartet, dass er dieselben Mühen auf sich nimmt wie jeder andere Knappe und sich Anerkennung allein durch Leistung, Haltung und Verlässlichkeit verdient. Die Familie hofft, dass Leomar eines Tages selbst Aufnahme in den Adlerorden findet, doch muss er sich diese Ehre verdienen.
Nanduriel ist stolz auf seinen Sohn, fürchtet aber zugleich, dass Leomar sich durch seine ritterliche Ausbildung dauerhaft von Satara und dem Weingut entfernen könnte. Deshalb schreibt er ihm regelmäßig und erinnert ihn daran, dass auch ein Ritter des Adlerordens niemals vergessen sollte, woher er stammt.
Aurelia betrachtet Leomars Ausbildung etwas anders. Sie sorgt sich zwar stärker um die Gefahren des Waffenhandwerks, erkennt aber zugleich, welche gesellschaftlichen Möglichkeiten sich ihm eröffnen. Sie achtet in ihren Briefen darauf, dass er neben Haltung und Kampfkunst auch lernt, sich unter Adeligen, Ordensrittern und Amtsträgern sicher zu bewegen. Dabei erinnert sie ihn regelmäßig daran, dass Ritterlichkeit nicht nur in großen Taten, sondern ebenso in Aufmerksamkeit, Höflichkeit und dem richtigen Wort zur richtigen Zeit besteht.
Rahjane und Leomar stehen einander trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege nahe. Leomar bewundert die Entschlossenheit seiner Schwester, macht sich aber gelegentlich über ihre Tabellen, Berechnungen und Kellerpläne lustig. Rahjane antwortet gewöhnlich, dass der Adlerorden vermutlich ebenfalls jemanden brauche, der seine Vorräte, Pferde und Ausgaben im Blick behält. Hinter solchen Neckereien steht aufrichtige Verbundenheit. Rahjane hält ihren Bruder über Veränderungen auf dem Weingut auf dem Laufenden, während Leomar ihr aus der Ferne von seiner Ausbildung und dem Leben im Adlerorden berichtet.
Damit haben beide Kinder eine klare Prägung durch beide Elternteile: Rahjane verbindet Nanduriels Weinbau mit Aurelias Gespür für Absatz und Gesellschaft; Leomar erhält von seinem Vater Pflichtbewusstsein und von seiner Mutter Sicherheit im gesellschaftlichen Umgang.
