Villa St. Maralita

Version vom 20. Juli 2026, 20:42 Uhr von Tribec (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Villa St. Maralita ist der Stadtpalazzo der Familie ter Beer in der Altstadt von Sewamund. Das Anwesen liegt gegenüber dem Mutter-Velaria-Haus und dem Palazzo Aurelio und zählt zu den ältesten Patrizierhäusern der Stadt. Es ist Sitz des Familienoberhauptes der ter Beer.

Die Villa St. Maralita in der Altstadt von Sewamund

Die Villa verbindet die repräsentative Baukunst früherer horasischer Zeiten mit einem zurückhaltenden Erscheinungsbild. Hinter der einfachen Straßenfassade verbergen sich einige der prächtigsten Räume Sewamunds. Die Familie ter Beer zählt zu den alteingesessenen Familien. Es heißt, bereits einige Generationen nach Stadtgründung profitierten die ter Beer vom Austausch zwischen dem Binnenland und den Fischerhäfen an der Bucht von Grangor. Die Villa entstand auf den Fundamenten mehrerer kleinerer Kaufmannshäuser, die zu einem einheitlichen Palazzo zusammengefügt wurden.

Zur Straße hin präsentiert sich die Villa mit einer zweigeschossigen Backsteinfassade, deren regelmäßige Fenster und heller Sandsteinschmuck Zurückhaltung ausstrahlen. Hinter dem schweren Eichentor öffnet sich ein großzügiger Empfangsraum. Dieser wird von zweigeschossigen Säulengängen umgeben. Im Mittelpunkt steht ein achteckiger Brunnen aus hellem Marmor. Über dem Brunnen erhebt sich eine Statue der Heiligen Maralita, die einen Korb mit Brot und einen Anker trägt. Der Legende nach versorgte die Heilige Schiffbrüchige und Arme gleichermaßen und gilt daher innerhalb der Familie als Sinnbild verantwortungsvollen Wohlstandes.

Zum Anwesen gehören der Arkadenraum, mehrere Geschäftszimmer, die Familienkapelle, eine Bibliothek, ein Keller, Lagergewölbe und Gästezimmer. Namensgeberin ist die kleine Kapelle der Heiligen Maralita. Sie wird täglich geöffnet und steht nicht nur der Familie, sondern auch Bediensteten offen. Vor jeder größeren Fangfahrt entzünden Kapitäne der familieneigenen Fischfangschiffe dort eine Kerze. Die Familienbibliothek umfasst hunderte Bände. Neben Fischfangrecht, Architektur, Navigation und Geschichte finden sich Reiseberichte und nautische Karten. Stolz ist die Familie auf eine Sammlung alter Hafenpläne Sewamunds, anhand derer sich die Entwicklung der Stadt nachvollziehen lässt.

Die ter Beer genießen den Ruf besonnener Fischer, ehrgeiziger Priester und zuverlässiger Vermittler. Eng sind ihre Beziehungen zu den seefahrenden Handelshäusern der Stadt, die Familie Degano beäugen sie hingegen misstrauisch.

Alljährlich am Gedenktag der Heiligen Maralita lädt die Familie Bedienstete, Nachbarn und Geschäftspartner zum Mahl im Empfangsraum ein. Dabei wird ein großes Brot angeschnitten. Der erste Laib geht an das Mutter-Velaria-Haus, der zweite an die Besatzung eines im Hafen liegenden Schiffes und der dritte an die Familie selbst.

Volkes Stimme

„Bei den ter Beer ist selbst Bescheidenheit aus Marmor gebaut.“
— Maurergeselle

„Die van Kacheleens geben Suppe. Die ter Beer geben Fisch. Zusammen ergibt das ein ordentliches Mittagessen.“
— Chiranor Auenberger

„Es gibt reichere Familien. Aber nur wenige, deren Wohlstand so leise auftritt.“
— Schreiberin des Magistrats