Sewamunder Magistrat

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Der Magistrat am Marktplatz von Sewamund

Der Sewamunder Magistrat ist das historische Verwaltungsgebäude der Stadt Sewamund und eines ihrer ältesten Bauwerke. Es beherrscht die Westseite des Marktplatzes und bildete über lange Jahre das Zentrum der städtischen Verwaltung.

Obwohl der Lilienrat seit der Bezug des Schlosses Corello im Jahr 1046 BF seine Sitzungen dort abhält, befinden sich im Magistratspalazzo weiterhin große Teile der Stadtverwaltung und wichtige Einrichtungen der Rechtsprechung.

Seine Ursprünge reichen bis in die Zeit der frühen Stadterhebung Sewamunds zurück. Die ersten Patrizierfamilien benötigten einen Ort, an dem Handel, Verwaltung und Gerichtsbarkeit zusammengeführt werden konnten. Der ursprüngliche Bau bestand nur aus einem steinernen Ratshaus mit angeschlossenem Archiv. Mit dem Wachstum der Stadt wurde das Gebäude mehrfach erweitert. Seine heutige Gestalt erhielt der Magistrat überwiegend im Laufe des letzten Jahrhunderts.

Besonders bedeutsam war die Erweiterung im Tsa 1046 BF. Nach den Ereignissen der Sturmflut, der Schlacht am Norderkoog und den politischen Neuordnungen innerhalb der Stadt wurde der benachbarte Palazzo Streitebeck in den Magistratskomplex eingegliedert. Dadurch entstanden zusätzliche Verwaltungsräume, Gästezimmer und ein neuer Gerichtssaal. Seitdem bildet der Magistrat gemeinsam mit Schloss Corello das organisatorische Rückgrat der städtischen Verwaltung.

Von außen präsentiert sich der Bau bewusst repräsentativ, aber weniger prunkvoll als mancher Palazzo der Patrizierfamilien. Die Fassaden sind mit hellem Putz versehen und tragen das Wappen Sewamunds an mehreren Stellen.

Viele ältere Sewamunder betrachten den Magistrat noch immer als das eigentliche Herz ihrer Stadt. Er ist berüchtigt für das umfangreiche Archiv; in den Kellern und Dachkammern lagern Steuerregister, Handelsakten, Schiffslisten, Prozessakten und Ratsprotokolle aus mehreren Jahrhunderten. Gerüchteweise sollen sich dort auch Unterlagen befinden, die bewusst nie veröffentlicht wurden. Besonders häufig werden Dokumente aus den Tagen des Baron Selchion, Akten zum Kampf gegen den Gurondaii und Karten der alten Flutkanäle genannt.