Briefspiel:Spiel der Füchse/Fuchsband
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Anfang des ersten Spiels
Es war sicher eine Stunde vergangen, in der die Kapelle die anwesenden Gäste mit bester Tanzmusik bei Laune hielt. Ein Reihentanz folgte auf den nächsten, ob es nun das verrückte Rotkehlchen, die Motte und das Licht oder der beleidigte Ehemann war. Schon der Herrscher des Mondes sowie das rote Haus verrieten, dass sich vom Talent her hier schnell die Spreu vom Weizen trennen würde. Entsprechend zogen sich gerade unter den Herren so manche schnell zurück, um den Abend bei Hochprozentigem an der Bar zu genießen. Ihr Blick ging dennoch in Richtung Tanzfläche, denn was dort zu sehen war, schien der Rahja so gefällig wie eine Herde zehntausender freier und galoppierender Stuten.
Gerade bei den Damen wusste man gar nicht, wo man hinsehen sollte, und doch hatten einige Damen dann noch einmal eine ganz eigene Aura für sich, welche die gaffenden Herren am Rande dazu nötigte, jeden einzelnen Blick zu verfolgen. Natürlich, sie trugen Masken. Aber die Spekulationen, wer sich dahinter verstecken „musste“, waren in aller Munde. War dies Sanjana ya Malachis? Avedane saba Festina aus der Familie Gerber? Tsabella della Carenio oder doch Andara Ollantur? War es Calliopa Grisetti vom Theater Unterfels oder doch Tsalinde di Estrano? Konnte es Rondrajane von Veliris sein oder am Ende Alvinia Solivino?
Aber auch unter den Herren auf der Tanzbühne gab es ein paar Teilnehmer, die den Raum mit ihrer Aura in ein ganz anderes Licht hüllten. Gleich zwei davon waren Jucho von Dallenthin, ohne dass man sagen konnte, welcher nun der Doppelgänger und welcher der echte war, so schienen zumindest zwei der anwesenden sich den Tanz trotz des hohen Alters nicht nehmen lassen wollen. Aber auch der Ritter des Horas, Folnor Sirensteen wurde hinter einer bestimmten Maske vermutet. Und auch der Vorsitzende der Loge der gemeinsamen Freundschaft beider Yaquirien, Armato della Pena war irgendwie durch die Maske zu erkennen und wirkte wie ein Anführer auf dem Parkett. Wohl deswegen passte auch dieses Amt so gut zu ihm.
Ein kurzer Kreistanz ließ die Gäste auf der Tanzfläche dann noch einmal zusammenrücken, die blaue Flagge war an dieser Stelle klug eingefädelt, denn Signora Pamminka hatte sich so aus den Tänzen zurückziehen können und musste sich nicht zwischen den tanzenden durchzwingen, um nun wichtige organisatorische Dinge zu erledigen. So kam sie kurze Zeit danach mit einem Bündel mit, mit Klammern versehener, Bändern zurück. Mit freudigem Lächeln erklärte sie, dass nun endlich die Zeit für die erste Disziplin gekommen wäre. Es wäre an der Zeit, die Fuchsbänder an sich zu nehmen. Die Gäste hätten ja nun sehen können, wer unter den Anwesenden tanzen kann und wer nicht. So möge jeder, der ein Band wolle nun seine ersten einhundert Dukaten in die Esse werfen und dann sein Band entgegennehmen.
Tatsächlich bildete sich schnell eine Schlange von Zuversichtlichen. 17 Damen standen 11 Herren gegenüber, entsprechend schlug der Gong an der Esse 28 Mal und sorgte für die ersten 2800 Dukaten für die Statue. Auf der Seite der Damen fanden sich Alvinia Solivino, Andara Ollantur, Aurelia di Asuriol, Avedane saba Festina, Calliopa Grisetti, Daria Legari, Eronia Zorgazo, Larona Vinarii, Mythraela Varducchio, Phelippa di Camaro, Rondrajane von Veliris, Sanjana ya Malachis, Terantina ya Pirras, die kleine und etwas verloren wirkende Tineke ter Braken, Tsabella della Carenio, Tsalinde di Estrano und Zaghîr Tebay nun wieder auf der Tanzfläche ein, bei den Herren waren es neben Armato della Pena noch Carolus Gerber, Dartan di Camaro, Diego del Fuego, Ernesto Cusorra di Monte Fuori, Ippolito Aspoldo, Krespio Hoste, Niando Gezetti, Obsidian vom Stein, Phexter von Kacheleen und natürlich Folnor von Firdayon-Bethana.
Dieses Ungleichgewicht schien Signora Pammina wenig zuzusagen, mit den Händen in den Hüften konnte man ihren strafenden Blick irgendwie durch ihre schwarze Maske sehen. Doch schnell war da wieder ein Lächeln und es wurde klar, dass der strafende Blick gespielt war, denn sie erklärte, dass mit diesem Ungleichgewicht natürlich zu rechnen gewesen wäre und lud nun einige Herren kostenfrei auf die Bühne, band ihnen eine Hand auf den Rücken und erklärte sie zu weiteren Teilnehmern, denn für den anstehenden Tanz namens „Wen die Geste sticht“ wäre eine gleiche Anzahl an Herren und Damen unerlässlich. Und so erhielten letztlich auch Horakles Kanbassa, Bogumil von Suderstein, Aldo Barbieri, Eboreus di Pervazzo und natürlich die beiden zuvor noch selbst tanzenden Jucho von Dallenthins ihre jeweils drei Bänder.
Trotz der vielen Masken verriet das unruhige Getuschel, dass in der Tanzgesellschaft durchaus etwas Grauen entstanden war, denn beim Gerstenstich handelte es sich um einen Tanz, welcher wirklich nur den versiertesten Tänzern bekannt war. Viele zückten aus ihren versteckten Taschen am Kleid kleine Spickzettel und wühlten kräftig herum, bis sie endlich die entsprechenden Tanzanweisungen fanden, studierten sie so schnell es ging und zogen dann schon in die Mitte, um sich ihren Tanzpartner zu suchen. Und zwischendurch musste man seine drei Bänder auch so am Kleid anbringen, dass sie nicht zu locker saßen und doch auch nicht zu fest, auf dass ein unbeholfener Dieb deswegen nicht nur das Band, sondern gleich auch das Kleid an dieser Stelle abreißen konnte. Das alles musste nun sehr schnell gehen und so fanden sich bald sehr wild gemischte Paare zusammen, die ohne Maske so wohl vermutlich nie zusammen gekommen wären.
So erklang alsbald auch die Musik. Beim Tanz „wen die Gerste sticht“ beginnen die Tänzer mit einem Dous-a-dous mit ihrem Gegenüber, nehmen dann beide Hände desselbigen und drehen eine Ronde. Danach kommt bereits die erste große Gelegenheit, ein Band zu stehlen, denn Herr eins und Herr zwei hüpfen nun zwischen Dame eins und Dame zwei hindurch, kreuzen hinter den beiden und gehen außen an den Damen vorbei zurück auf ihre Seite, sodass Herr eins nun gegenüber von Dame zwei steht und Herr zwei gegenüber von steht. Dann springen alle vier einmal in die Luft und klatschen dabei einmal in die Hände. Das Paar fasst sich nun zu einem vierer Kreis zusammen und dreht sich acht Schläge weiter, also einmal im Kreis herum. Als nächstes hüpfen dann Dame eins und Dame zwei zwischen ihren Herren hindurch, kreuzen und gehen auf ihre Position zurück, erneut viel Raum für Diebstahl am Nebenmann, welcher sich teilweise gar nicht wehren kann, weil es in seinem Rücken geschehen könnte. Wieder wird gesprungen und geklatscht – wohlmöglich aus Freude ob dem gelungenen Diebstahl und man verabschiedet sich wie zuvor mit einer vierer-Ronde. Paar eins und Paar zwei haben sich in die jeweilige Richtung weiterbewegt und haben nun neue Opfer für ihre Diebstähle neben sich.
Aber wer tanzte nun mit wem? Das erste Paar in der Reihe bestand aus Phelippa di Camaro und Carolus Gerber. Beide schienen die Grundzüge des Tanzes zu kennen und kamen mit ihm gut zurecht, auch wenn an manchen Stellen vielleicht etwas hölzern wirkte. Das fiel aber wenig auf, da an zweiter Stelle Larona Vinarii mit Bogumil von Suderstein tanzte. Der Sudersteiner war nie als großer Tänzer bekannt gewesen, ganz im Gegenteil zur Efferdasi, doch es wirkte, als müssten die beiden eher darauf achten, nicht völlig aus der Schrittreihenfolge zu fallen und sein Tanz zog ihren eindeutig mit runter. Sie kassierten strafende Blicke der Juroren, welche sich aber entschieden, sie noch weiter tanzen zu lassen. Nur an das Klauen von Bändern war so kaum zu denken.
Ebenso schien dieser Tanz Sanjana ya Malachis auf dem falschen Fuß erwischt zu haben. Sie hatte sich als Tanzherrn immerhin einen der beiden Großherzöge ausgesucht und optisch gaben sie und Jucho von Dallenthin auch wirklich etwas her, aber ob es Nervosität war oder der Tanz, Sanjana verlor mit ihrem Versuch des Tanzes einiges vom Glanz des ersten Auftritts, während Jucho zumindest nicht sonderlich herausstach.
Allein, wenn eine Person in einem Reihentanz nicht so schrittsicher ist, dann hat das meistens auch Einfluss auf die Person daneben, da der Tanz ja teilweise Formationen mit vier Personen aufwies. So hatte auch Mythraela Varducchio nicht viel Vergnügen an diesem Tanz, auch ihr Gegenüber sah vorher noch glamourös aus, doch auch Armado della Pena konnte wenig retten, als es um die Perfektion eines solchen Tanzes ging.
Die wahre Katastrophe ereignete sich allerdings in Paar drei. Es wirkte eh schon ein wenig wie eine „Reste-Verbindung“, als der in Adelskreisen völlig unbekannte Almadaner Diego del Fuego ein Tanzduo mit der elfjährigen Tineke ter Braken eingehen musste. Diego mochte mit dem Tanz einigermaßen zurechtkommen, doch für die Sewamunderin war der Tanz viel zu komplex, an ihrer Stelle kam der Tanz tatsächlich rabiat zu einem Ende und musste neu gestartet werden. Entsprechend zogen die Juroren Tineke aus dem Feld heraus und nahmen ihr alle Bänder ab. Dummerweise hatte ihr Tanz dazu geführt, dass auch der Dame neben ihr zwangsweise schlimme Fehler passieren mussten. Der Griff „ins Leere“ ließ die eigentlich guten Tänzerin Avedane saba Festina in Kombination mit der Fremde des Tanzes so aus dem Tritt geraten, dass die Juroren sie gleich mit aus dem Verkehr zogen. Wütend stampfte die Efferdasi mit dem Fuß auf den Boden und manch einer behauptete, man hätte sie nach dem Tanz laut schreien hören, dass „Diese Rotzgöre ihr nun einhundert Dukaten schulden würde.“ Das eigentlich Schlimme daran war noch, dass ihr Gegenüber, Phexter van Kacheleen einen wahrlich gekonnten Schwung mit sich brachte und in Puncto Tanzverhalten eine echte Augenweide darstellte.
Etwas mehr Eleganz hätte man derweil auf der Tanzfläche von Folnor von Firdayon erwartet, als er zusammen mit der großartigen Tsabella della Carenio aufs Parkett stieg. Zumindest Tsabellas Tanz war auch wahrlich vorbildlich, sicher und wunderbar anzusehen. Folnor hingegen fiel mit dem, was er tat, nicht weiter auf. Es mochte aber auch am Paar neben ihnen gelegen heben. Denn hier traten zwei den Beweis an, dass nicht einmal der Zufall diese beiden trennen konnte. So fanden sich Terantina ya Pirras und Dartan di Camaro als Paar wieder. Aber ja, Terantina merkte man ihren Wegzug aus der Coverna an, sie wirkte ein wenig aus dem Rhythmus, während Dartan zeigte, warum er als einer der elegantesten Tänzer am Sikram gilt.
Der Herr neben ihm stand ihm allerdings da in wenig nach, Krespio Hoste machte durch sehr elegante Schnörkel von sich reden. Er tanzte mit Andara Ollantur, die ebenfalls von sich reden machte… leider aber im negativen. Denn sie geriet für kurze Zeit in die Schrittfolge eines anderen Tanzes und wurde dafür von den Juroren aus dem Wettbewerb genommen. Wahrlich bedauerlich.
Darunter litt dann auch der Tanz des zweiten Herrens in der Vierer-Runde, nicht, dass man von Ernesto Cusorra di Monte Fuori sonderliches Tanztalent erwartet hätte, doch seine Schritte wirkten immer, als wäre er knapp vor dem vorzeitigen Ausscheiden. Er hatte sich zu einem Unterfelser Paar mit Calliopa Grisetti zusammengetan, welche – nun auch nicht als große Tänzerin bekannt – jedoch ordentlich schlug. Offensichtlich hatte sie sich gut vorbereitet.
Paar Zwölf bestand aus Tsalinde di Estrano und dem zweiten Jucho von Dallenthin. Und beide zeigten ein wenig, was man wohl als „Graue Maus des gesellschaftlichen Tanzes” hinstellen konnte. Sie… tanzten halt mit, aber davon reden würde wohl genau so wenig jemand wie vom Tanz der Eronia Zorgazo. An der Stelle hatte man sich wahrlich mehr erhofft und ihrem Gegenüber, Obsidian vom Stein. Dieser hingegen zeigte großes Tanztalent und brach ein wenig aus diesem grauen Mittelfeld heraus.
Auch nicht sonderlich auffällig war der Tanz von Rondrajane von Veliris. Dies hingegen war eindeutig die Schuld ihres Gegenüber Eboreus di Pervazzo, welcher es in eiliger Geschwindigkeit vermochte, der Gegenüber gleich zweimal auf den Fuß zu treten und dabei sogar selbst zu stolpern. Als der Tanz deswegen sogar anhielt, wurde der alte Mann aus Nervorten sofort aus der Reihe gezogen und seiner Bänder entledigt, sein Abenteuer endete hier. Nun gut, er war auch nur einer der Füller gewesen und hatte eine Hand am Rücken gebunden, vielleicht deswegen. So hingegen war er auch ind er Lage, dadurch die Person neben ihm, Niando Gezetti sehr gut aussehen zu lassen, auch beim Efferdasi war die nähe zu Belhanka anzusehen, ein Tanzverhalten war bemerkenswert. So stellte er auch seine Tanzbegleiterin Aurelia di Asuriol ein wenig in den Schatten.
Alle Augen außerhalb des Tanzes blickten jedoch auf das Ende des Tanzwurms. Ja, wer auch immer Zaghîr Tebay war, sie konnte großartig tanzen. Aber ihr Gegenüber schien von Rahja geküsst worden zu sein. So viel Eleganz sah man zuletzt bei der Erfindung des Tharfs und Aldo Barbieri dürfte sich nach dieser Interpretation des Gerstenstichs an der Vinsalter Oper vorstellen können. Dabei fiel völlig unter den Tisch, dass die Person neben ihm, Horakles Kanbassa, ebenso besser tanzte als alle anderen Teilnehmer in der ganzen Schlange. Doch Aldo…. Sein Tanz war so einschüchternd gut, dass die vierte Person in der Ronde, Alvinia Solivino sich kaum noch auf ihren eigenen Tanz konzentrieren konnte. Fast stolperte sie sogar, doch die Juroren drückten noch einmal ein Auge zu.
Sich das Ganze in der Position des Bäumchen eine Weile lang aus der Nähe ansehen durfte sich auch Daria Legari und Ippolito Aspoldo. Doch nach einer Partitur des Tanzes ging es auch für sie dann los und die alte Covernerin zeigte, dass sie sich durchaus noch hervorragend zur Musik bewegen konnte. Das galt allerdings nicht für Ippolito Aspoldo, dem der Tanz eindeutig nicht zusagte. Die Juroren zogen ihn nicht heraus, aber es war ihm anzumerken, dass er sich nicht wohl fühlte.
Bald hatten sich dann alle an die Tanzschritte gewohnt und es begann das muntere Bänderklauen.
Partitur 1
In Partitur 1 konnten Phelippa und Carolus kein Band ergaunern, während Larona zumindest Bogumul von Suderstein ein Band abnehmen konnte. Ebenso verlor Sanjana ya Malachis ein Band an Armato della Pena. Dieser hätte es um ein Haar an Mythraela Varduccio verloren, konnte sich ihr aber genauso im letzten Moment erwehren wie seinem Nebenmann Jucho von Dallenthin. Im Trubel rund um das Ausfallen von Tineke ter Braken und Avedane saba Festina gelang es zudem fast auch Diego del Fuego, ein Band zu stehlen, hätte Phexter van Kacheleen nur nicht so gut sich auf den Tanz einlassen können, er hätte seinen ersten Punkt sicher verloren gewusst.
Auch nah am Bandverlust war Tsabella della Carenio, fast hätte ihr Gegenüber Folnor ihr ein Band abnehmen können. Dafür aber gelang es doch tatsächlich Terantina ya Pirras, ausgerechnet Dartan di Camaro ein Band abzunehmen. Fast hätte sie auch dem Paladin einen entführen können, es blieb aber bei der ersten Beute. Dieser Schlug allerdings ebenso beim Efferdier zu und so hatte Dartan di Camaro trotz vollendetem Tanz bereits zwei seiner drei Bänder verloren.
Im nächsten Paar passierte eine kleine Sensation, denn eigentlich ist Calliopa Grisetti beim Bandstahl mit allen Wassern gewaschen, doch durch einen dummen Zufall fand sich eins ihrer Bänder auf einmal in den Händen von Ernesto Cusorra wieder, obwohl dieser bisher so schlecht getanzt hatte. Krespio Hoste überstand die Partitur unbeschadet.
Was hingegen ein Paar dahinter geschah, war kaum zu glauben. Tsalinde di Estrano wirkte anfangs ja noch bieder im Tanz, doch dies schien Taktik zu sein, um sich besser auf das Mopsen der Bänder zu konzentrieren. In einer atemberaubenden Bewegung gelang es ihr, der Dame neben ihr, Eronia Zorgazo mit einer Bewegung ALLE DREI BÄNDER zu stehlen. Damit war die Urbasierin aus. Währenddessen schienen sich der zweite Jucho und Obsidian vom Stein eher nur zu belauern.
Wenig Erbarmen zeigte auch Rondrajane von Veliris mit ihrem Gegenüber, in wenigen Handbewegungen hatte sie Aurelia di Asuriol sowie Niando Gezetti jeweils ein Band gestohlen.
Und dann war da noch der Sonnenschein-Vierling. Während Aldo sich scheinbar völlig auf den Tanz fokussiert hatte, zeigte Alvina Solivino, dass man hier auch in Schönheit sterben konnte. Elegant nahm sie Zaghîr Tebay gleich zu Beginn ein Band ab, hätte dieses dann aber um ein Haar wieder an Horakles Kanbassa verloren.
Auch bemerkenswert war, dass es Daria Legari gelang, Ippolito Aspoldo zwei Bänder abzunehmen, während sie als Bäumchen am Rand des Tanzes eigentlich noch tatenlos zusahen. Nun aber war ihre Zeit gekommen, die zweite Partitur begann.
Partitur 2
Nun war das Bäumchen der Tanzgesellschaft also am anderen Ende zu finden und bestand aus Larona Vinarii und Bogumil von Suderstein. Die Efferdasi bewies, dass dies kein Grund zum Ausruhen war und hatte sich in Windeseile ein zweites Band von ihrem gegenüber gesichert.
Eine kleine Überraschung zeigte sich im ersten Paar, in dem Phelippa di Camaro Armato della Pena sein eben noch gewonnenes Band wieder abnehmen konnte. Dies schien den Urbasier aber eher anzustacheln und nur wenige Sekunden später war Mythraela Varduccio ihr Band los. Carolus Gerber blieb weiterhin mit weißer Weste unterwegs.
Paar zwei schien sich nur zu belauern, sie alle wussten auch von den Talenten ihrer Gegenüber, so blieb Sanjana ya Malachis bei ihren zwei Bändern und auch Phexter van Kacheleen und einer der Juchos blieb bei 3 Bändern stehen.
Paar drei war eine Art Episode zwei, denn natürlich waren Terantina ya Pirras und Dartan di Camaro ja ein ständig zusammen bleibendes Tanzpaar. Und Dartan schien vor allem eine Absicht zu haben – sich von Terantina sein Band zurück zu holen. Das gelang ihm auch, sogar gleich Doppelt, er hielt nun ZWEI Bänder seiner Gegenüber in den Händen. Diego del Fuego schien also einfaches Spiel mit den beiden abgelenkten Turteltäubchen zu haben, doch irgendwie konnten die beiden die Angriffe des Almadaners abwehren.
Bei Paar Vier hatte Tsabella della Carenio immer noch ein wenig mühe, die Bänder der anderen zu stibitzen, weder bei Folnor noch bei Calliopa Grisetti hatten ihre Attacken Erfolg, jedoch Ernesto Cusorra di Monte Fuori musste eins seiner Bänder an die Sewamunderin abgeben. Und auch Calliopa gelang ihre Revanche an ihrem Gegenüber und sich vom Unterfelser konnte ein Band sichern. Folnor von Firdayon hingegen schien Ernesto noch am Leben lassen zu wollen und verzichtete auf eine Band-Attacke.
Paar fünf sah eine interessante Attacke von Krespio Hoste beim Kreuzen von Obsidian vom Stein. Ein leichter Sprung, ein Klatschen und auf einmal hatte er dem Almdaner zwei Bänder abgenommen. Das Manöver verdiente in der Tat Applaus.
Die Augen waren aber auf Paar 6 gerichtet, denn die bisher führende Tsalinde di Estrano versuchte ihre nächsten Attacken. Und erneut zeigte sie, wie geschickt sie bei diesem Spiel war. Ihr nächstes Opfer – Aurelia di Asuriol, gleich zwei Bänder konnte sie sich sichern und erhöhte ihr Bandkonto auf 8 Bänder. Für Aurelia bedeutete dies hingegen das Aus. Da gab es auch von Niando Gezetti und dem Großherzog Applaus… an der richtigen Stelle im Tanz natürlich.
In Gruppe 7 versuchte sich Rondrajane von Veliris derweil an Alvinia Solivino, beide hatten bereits ihre Bänder gewinnen können. Doch die Oberfelserin ließ keinen Zweifel daran, dass sie sich hier große vorgenommen hatte und nahm mit einem geschickten Griff der Urbasierin gleich zwei Bänder ab! Dies feierte sie aber wohl etwas zu überschwänglich, denn Horakles Kanbassa nahm ihr im Gegenzug gleich wieder ein Band ab. Und wie hätte es anders sein können, Alvinia Solivino schnappte sich danach ein Band von Horakles Kanbassa. Wie gewonnen, so zerronnen. Für alle.
Und dann war da noch das letzte Grüpplein. Zaghir Tebay erlöste da Ippolito Aspoldo von etwas, was eindeutig nicht sein Wettbewerb war und sicherte sich sein letztes Band. Aber auch Daria Legari zeigte, dass sie sich nicht einfach mit einem Band zufrieden geben würde. Und was bei Ippolito Aspoldo funktionierte, funktionierte beim so göttlich tanzenden Aldo Barbieri tatsächlich genau so. Zwei Bänder nahm sie dem Traumtänzer ab und führte ihn so zurück in die Realität.
Partitur 3
Und wieder wechselten die Paare. Und Armato della Pena erlöste die von ihrer Position als Bäumchen neu herein kommenden Larona Vinarii erst einmal von einem ihrer Bänder und Bogumil von Suderstein gleich von der ganzen Teilnahme, in dem er diesem sein letztes Band abnahm. Mythraela Varducchio hingegen durfte noch eine Weile lang zusehen und mit Band mittanzen.
Zu einer kleinen Überraschung kam es im zweiten Paar, als Carolus Gerber eine Unachtsamkeit von Phexter van Kacheleen bestrafte und ihm ein Band abnahm. Er hatte sich wohl zu viel auf Phelippa di Camaro konzentriert. Bei Paar drei war es weiterhin nicht der Wettbewerb der Sanjana ya Malachis. Um ein Haar hätte Jucho von Dallenthin ihr ein Band abgenommen, auch bei Terantina blitzte sie ab. Aber es gab eben noch jemanden, der bisher nicht vom Glück verfolgt war und so wechselte ein Band den Besitzer, weg von Dartan di Camaro hin zu Sanjana ya Malachis. Fast wäre ein zweites hinzugekommen, aber den Griffen von Terantina und Jucho konnte er sich dann doch mit Können entziehen.
Gruppe 3: Calliopa Grisetti war nach einer kurzen Drehung um Diego del Fuego in der Lage, ihr Bandkonto wieder auf 3 hoch zu schrauben, fand aber in Ernesto Cusorra weiter seine Nemesis und war einfach nicht in der Lage, den weiter sehr hölzern tanzenden Edelmann um ein Band ärmer zu machen. Dafür fiel ein Manöver von Tsabella della Carenio besonders ins Auge, diese hatte sich diesmal ihren Gegenüber Flonor von Firdayon als Opfer auserkoren und landete entsprechend eine perfekte Attacke, so aufwendig und perfekt ausgeführt, dass niemand wiedergeben konnte, was da überhaupt gerade passiert war. Am Ende hatte sie gleich zwei Bänder des Paladins stibitzt und kassierte von den Zuschauern hohen Applaus. Dies wollte Folnor von Firdayon dann doch nicht auf sich sitzen lassen und entfernte ein letztes Bändchen vom Revers des Obsidian vom Stein. Sein Spiel war damit beendet.
Für Krespio Hoste und Niando Gezetti fand sich in dieser Partitur keine große Gelegenheit, sich gegenseitig ein Band abzunehmen.
Und wieder ein Blick auf die Spitzenreiterin. Die… verlor dieses Mal eins ihrer Bänder an Jucho von Dallenthin und gleich noch eins an Alvinia Solivino. Und auch Horakles Kanbassa konnte sich ihrer Attacken erwehren. Da war sie also schon hin, die Führung im Wettbewerb. Allerdings konnte sich auch Alvinia Solivino nicht lange ihres Bandes erfreuen, denn Jucho von Dallenthin kannte auch mit ihr keine Gnade und stibitzte ihr ein Band.
Das letzte Paar sah nun Rondrajane mit sechs Bändern auf Daria Legari treffen, die ihrerseits schon sieben Bänder ihr eigen nannte. Allerdings schienen sie zu wissen, dass der Gegenüber mit allen Wassern gewaschen war und hielten sich mit schwierigen Attacken zurück. Das Bäumchen der Partitur waren derweil Zaghîr Tebay und Aldo Barbieri, der so eben nicht göttlich tanzte, sondern nur stand. Die Tulamidin ließ ihn da jedoch ohne Attacke gewähren.
Partitur 4
Das Startbäumchen waren nun Mytraela Varducchio und Armato della Pena. Der Urbasier hatte nun also viel Zeit, sich um das klauen weiterer Bänder der Gegenüber zu kümmern. Aber auch hier zeigte er Gnade, er schien Gefallen an seiner Gegenüber gefunden zu haben. Ein Band wechselte so den Besitzer, aber für Mythraela ging es immer noch weiter. Auch Larona Vinarii und Phexter van Kacheleen sollten sich nur beschnuppern und ließen nicht viel geschehen.
Richtig spannend war derweil Gruppe drei, denn zur Gruppe von Terantina und Dartan hatte sich nun auch noch Dartans Schwester Phelippa gesellt. Und sie schenkten sich nichts. Dartan kannte seine jüngere Schwester offensichtlich in und auswendig, kannte ihre Schwächen und nahm ihr gleich zwei Bänder ab. Die wirkte eher wütend, ließ ihren Frust an Carolus Gerber aus und entfernte wiederum ein Band von dessen Gewandung. Terantina hingegen beobachtete die Szenerie lieber, ohne diesesmal ein Band zu gewinnen. Dartan war nun hochmotiviert und widmete sich auch Phelippas Tanzherr. Und bevor Carolus Gerber wusste, wie ihm geschah, hatte auch der zweite Camaro ihm zwei Bänder abgenommen. Das hatte wirklich hohen Unterhaltungswert, was hier geschah.
In der dritten Gruppe hatte Sanjana ya Malachis weiter keinen einfachen Stand. Jucho von Dallenthin hatte eine weitere Schwachstelle gefunden und entsprechend im Besitz eines weiteren ihrer Bänder. Calliopa Grisetti konnte sich ihrer Versuche ebenso erwehren, also sollte Ernesto Cusorra nun herhalten. Aber der alte Herr wurschtelte sich weiterhin irgendwie durch und ließ die Urbasierin ins Leere laufen. Juchos gewonnenes Band jedoch landete wie durch Zauberhand dann doch im Besitz von Calliopa Grisetti. Die Unterfelserin schien danach auch endlich das Bollwerk di Monte Fuori geknackt zu haben und entfernte gleich zwei Bänder von dessen Hemd. Damit war das eigenartige Märchen des Mäzens vom Yaquir endgültig beendet. Er hatte lange durchgehalten.
Diego del Fuego derweil hatte gerade nichts zum Stehlen um sich herum. Dafür aber hatte Tsabella della Carenio neue Versuche bei der Bandjagd. Und fand mit Niando Gezetti ein chancenloses Opfer. Gleich zweimal griff sie zu und entfernte so den Efferdasi aus dem Wettbewerb. Auch Folnor von Firdayon konnte nur anerkennend seinem Gegenüber zunicken.
Keine Bänder wechselten bei Alvinia Solivino, Krespio Hoste und Horakles Kanbassa. Immer mehr wurde klar, dass dies nicht der Wettbewerb der durchaus favorisierten Urbasierin werden würde, zu viele gute Chancen auf Bänder hatte sie schon liegen gelassen.
In der siebten Gruppe konnte man den tiefen Fall der einstigen Spitzenreiterin Tsalinde di Estrano weiter beobachten, denn Jucho von Dallenthin raubte ihr zwei weitere Bänder. Auch bei Daria Legari war nichts zu holen, die alte Dame aus der Coverna war sogar fast in der Lage, auch dem Großherzog noch ein Band zu stehlen, er konnte es aber gerade noch verhindern.
In der letzten Runde geschah nicht viel, Rondrajane von Veliris versuchte ihr Glück bei Zaghîr Tebay und auch Aldo Barbieri, doch beide Male gelang es ihr nicht, ein Band zu erobern. Und auch Zaghîr Tebay ließ ihren wunderbar tanzenden Gegenüber noch eine weitere Runde leben. Das Spiel wiederholte sich, der Nervenkitzel kombiniert mit diesem Anblick eines Tanzgottes schien gerade mehr zu sein als was sie sich von diesem Wettbewerb erträumen ließ. Warum eins der beiden Sachen wegnehmen.
Partitur 5
Kaum, dass sich Mythraela Varducchio daran gewöhnt hatte, dass sie nach ihrem Aufenthalt als Bäumchen nun die Schritte von Paar eins gehen musste, war es um sie auch schon geschehen. Armato della Pena griff erneut zu und entfernte so auch das letzte Band am Gewand der Covernerin. Das wars für sie. Aber auch Phexter van Kacheleen musste feststellen, wie gut der Mann neben ihm war. Kaum, dass er sich in die Baumposition verabschieden durfte, fehlten auch ihm gleich zwei Bänder und Armato war die erste Person mit 10 Bändern am Revers. Der Sewamunder hingegen hatte nun ebenso kein Band mehr und war damit genau wie Mythraela ausgeschieden.
Bei der zweiten Runde trafen mit Larona Vinarii, Terantina ya Pirras und Dartan di Camaro drei weitere Efferdasier aufeinander. Und wie immer ging es heiß her, wenngleich Larona sich jeglicher Attacken erwehren konnte, fand das Duell zwischen Terantina und Dartan eine weitere Episode – ihre letzte. Denn erst klaute der Mann in Grün-Rot ihr beim Kreuzen ein Band, dann sah man seine Augen durch die Maske gerade zu entschuldigend blitzen, als er mit spitzbübischen Lächeln noch in derselben Drehung auch das zweite Band entfernte. Damit war auch Terantina ausgeschieden und dem Tanz wurde eine echte Attraktion genommen.
Die zweite Camaro versuchte es natürlich derweil mal wieder bei ihrem Dauergegner Carolus Gerber und auch sie war in der Lage, dem Efferdier auch sein letztes Band zu entfernen, damit hieß es auch für ihn: Ende des Wettbewerbs. Ein wirklicher Gewinn war das aber nicht für die blonde Dame mit der Phönixmaske, denn direkt neben ihr stand nun Calliopa Grisetti und nahm ihr das just gewonnene Band gleich wieder ab.
Im Mittelteil der Tanzgruppe trafen nun langsam viele bereits bandlose Tänzer aufeinander, sodass es für die, die noch im Rennen waren, kaum etwas zu verteidigen gab. Sanjana ya Malachis und Jucho von Dallenthin beobachteten sich entsprechend genauestens, ohne wirklich zuzugreifen und auch Diego del Fuego konnte sich wieder ganz auf das Tanzen konzentrieren.
Tsabella della Carenio und Folnor von Firdayon derweil versuchten sich gegenseitig zu beklauen, stellten sich aber beide dabei so plump an, dass es rund um sie herum schon etwas Gelächter gab. Doch war dies gar eine Finte? Während die Frau neben ihr noch kicherte, hatte Tsabella della Carenio auf einmal gleich zwei neue Bänder in der Hand und sie gehörten beide Alvinia Solivino, welche kaum glauben konnte, wie ihr da gerade mitgespielt wurde. Von dieser Finte völlig überrumpelt, verlor sie den Fokus und merkte nicht, wie sie ihr letztes Band Horakles Kanbassa wie auf dem Präsentierteller servierte. Dieser griff sofort zu und beendete damit für die Urbasierin das Abenteuer Fuchsband.
Ein Paar weiter begegneten sich Daria Legari und Krespio Hoste, welche beide bisher sehr erfolgreich auf der Jagd waren. Aber sehr schnell war auch hier klar, wo die Qualität zu finden war, denn kaum, dass die beiden sich wieder verabschiedeten, hatte Krespio ein Band weniger und Daria schraubte ihr Konto auf acht Bänder hoch.
In der letzten Runde schien Tsalinde di Estrano immer noch sehr abwesend nach der Schlappe der letzten Partitur. Fast hätte sogar Aldo Barbieri ihr ein Band gestohlen, sie konnte dies aber gerade so noch blocken. Ansonsten wiederholten sich auch hier viele Ereignisse, so konnte Zaghîr Tebay weiterhin kein Band von Aldo Barbieri stehlen. Der Gipfel der Schönheit dieser Runde endete aber damit, dass Aldo Barbieri am Ende auch noch ein Band von Jucho von Dallenthin entfernen konnte, was diesen völlig verdattert hinterließ. Rondrajane von Veliris war noch Bäumchen, winkte dem Großherzog aber bereits zu.
Partitur 6
Langsam meldete sich die Kondition bei den Tänzern, zwei bisher sehr erfolgreiche Bandjäger schien aber noch keine Erschöpfung anzumerken sein. Kurz standen sich Armato della Pena mit seinen zehn Bändern und Dartan di Camaro mit acht Bändern gegenüber. Beide schienen sich aber lieber zu belauern, so passierte zur Enttäuschung aller Zuschauer nichts. Ein Paar weiter gab es ein ähnliches Duell zwischen Larona Vinarii und der ebenso bisher sehr erfolgreichen Jägerin Calliopa Grisetti. Die beiden Damen kämpften dabei mit ganz anderen Bandagen und so verdiente sich die Unterfelserin auch kurz danach ihr achtes Band.
Phelippa di Camaro konnte noch einmal durchschnaufen, ihre aktuellen Tanzgelegenheiten waren alle bereits bandlos. Auch Sanjana ya Malachis und Jucho von Dallenthin konzentrierten sich weiterhin einfach nur auf den Tanz und ließen die Bänder des Gegenübers in Ruhe. Diego del Fuego hatte länger Pause, sah sich nun aber Horaskles Kanbassa gegenüber, welcher sehr wohl noch im Rennen war. Und es schien, als habe der Almadaner seine nächste Attacke perfekt geplant. Höchst elegant und geschickt griff er nach einem Band des einstigen Coverners, doch durch einen dummen Zufall griff er im entscheidenden Moment daneben und so blieb es letztendlich dabei, dass sie mit ihren eigenen Bändern eine Runde weiterzogen.
Viele blickten nun interessiert auf Tsabella della Carenio. Nachdem sie zuvor ja noch Alvinia Solivino aus dem Wettbewerb entfernt hatte, stand ihr nun Daria Legari entgegen. Die alte Dame jedoch ließ sich nicht ins Bockshorn jagen und konterte geschickt jeden Versuch eines Diebstahls. Auch Folnor von Firdayon war nicht in der Lage, Daria Legari auch nur ein band zu entführen.
Völlig vernascht hingegen wurde Krespio Hoste. Der hatte bisher ja durchaus noch flinke Finger bewiesen, aber was Zaghîr Tebay nun mit ihm anstelle, war fast bemitleidenswert. Rechts wie Links fuhren die Hände der Tulamidin über sein Gewand und am Ende war er satte drei Bänder los! Dafür gab es Szenenapplaus von allen Zuschauern! Damit ließ sie es aber auch gut sein und gewährte Aldo Barbieri eine weitere Runde mit zwei Bändern.
In der letzten Runde gelang es Tsalinde di Estrano dann endlich wieder mal ein Band zu schnappen, ihr Gegenüber Jucho von Dallenthin hatte nicht richtig aufgepasst und wurde dadurch auf fünf Bände reduziert. Der Versuch, der zurückkehrenden Rondrajane von Veliris ein Band zu stehlen, scheiterte jedoch. Diese versuchte sich eher an einem Band des Großherzogs, doch Jucho entschied, dass ein Band in einer Runde genug wäre und ließ die Oberfelserin ins Leere laufen.
Partitur 7
Auch die siebte Runde begann mit einer bemerkenswerten Aktion, dieses Mal erwischte es vorne Armato della Pena, der sich Calliopa Grisetti geschlagen geben musste und ein Band an sie verlor. Beide nun mit neun Bändern.
Wenig zu tun gab es derweil für Dartan di Camaro, Larona Vinarii und auch Phelippa di Camaro, gleich drei Bandbesitzer trafen aber in Gruppe fünf aufeinander. Dabei hielt sich Sanjana ya Malachis aus allem groben raus, aber Jucho von Dallenthin klaute Horakles Kanbassa ein Band, alle drei Teilnehmer nun also wieder bei drei Bändern – als wären sie noch am Start.
Diego del Fuego tanzte derweil nun mit Daria Legari, welche sich auf dem Parkett inzwischen durchaus Respekt verschafft hatte. Und so war es auch diesmal, kaum hatte sich der Almadaner versehen, baumelte eins seiner beiden Bänder am Gürtel der Covernerin.
Wirklich bedeutsam schien aber nur die siebte Gruppe zu sein, da alle vier noch Bänder an sich trugen. Und es blieb dabei, seitdem Zaghîr Tebay als Paar tanzte, lief es bestens, auch Tsabella della Carenio musste sich so von einem ihrer Bänder verabschieden. Und auch Folnor von Firdayon musste ein Band in Richtung Tulamidin abgeben, hätte um ein Haar noch ein zweites verloren, im letzten Moment konnte er sich noch vor ihrem Griff hinweg ducken. Doch ein wenig übermütig wurde Taghîr schon, was sich rächte, denn ausgerechnet Aldo Barbieri war in der Lage, ihr ein Band zu stibitzen. Da dies von Folnor zurück gestohlen wurde, war damit der Kreislauf in einer unterhaltsamen Runde vollendet.
Die letzte Gruppe hätte dann fast noch den überraschenden Gewinn eines Bandes von Krespio Hoste gesehen, doch der Herr blieb bei seinem einen letzten Band und Rondrajane von Veliris atmete einmal erleichtert aus, dass sie sich im letzten Moment noch hatte wegdrehen können. Weniger Glück hatte Tsalinde di Estrano. Mental auf ihre Rolle als Bäumchen vorbereitet bemerkte sie nicht, wie der zweite Jucho von Dallenthin nach ihrem Gürtel griff und erfolgreich ein Band erobern konnte.
Partitur 8
Nun wartete die letzte Partitur auf die Teilnehmer. Wer jetzt noch im Rennen war, würde in einem Finaltanz nach einer kurzen Pause erneut auf die Jagd gehen dürfen.
Das war gut für Dartan di Camaro, Calliopa Grisetti, Armato della Pena und Larona Vinarii, da ihre Umgebung bandlos war. In der zweiten Hälfte des Spiels wurde es jedoch noch einmal richtig interessant. So versuchte Horakles Kanbassa noch Phelippa di Camaro ein Band zu stehlen, doch die tanzerprobte Edeldame konnte dies erfolgreich verhindern. Das konnte man von Sanjana ya Malachis nicht behaupten, deren Kondition immer mehr zum Problem wurde. Jucho von Dallenthin wusste dies auszunutzen und klaute der Urbasierin gleich zwei Bänder. Ihre Nebenfrau roch dabei Lunte, Daria Legari war talentiert genug, um der schönen Sanjana auch das Letzte Band zu stibitzen. Ihre Hand war flink, ihr Griff gezielt, aber ihre Finger doch etwas schwitzig, so ging ihr Versuch im letzten Moment aber doch ins leere und Sanjana durfte den Tanz beenden. Daria Legari hingegen erhielt doch noch ihre Trophäe für diese Runde und entfernte so ein Band von Jucho von Dallenthins Revers.
Der Raubzug der Zaghîr Tebay ging ebenso in die letzte Runde. Sie war allerdings nicht in der Lage, Diego del Fuego sein letztes Band zu stehlen. Und bei Aldo Barbieri versuchte sie es wie gewohnt schon gar nicht mehr. Sie hatten dies zusammen angefangen, sie wollte es nun mit ihm auch beenden. Auch Barbieri und Fuego hielten es für Ehrenhafter, den Tanz nun gemeinsam zu beenden und nichts mehr zu riskieren.
Viel Interessanter da der Blick auf die siebte Runde. Tsabella della Carenio konzentrierte sich auf ihre Nebenfrau und wollte Rondrajane von Veliris ein Band entfernen. Wieder erarbeitete sie sich eine geschickte Finte, doch Rondrajane war damit einfach nicht beizukommen. Chancenlos musste Tsabella ihren Tanz mit sieben Bändern beenden. Auch Folnors Attacke auf Rondrajane sah gut geplant aus, doch auch er scheiterte beim Versuch und blieb bei seinen drei Bändern.
Und was war mit Krespio Hoste? Tapfer hatte er sich an seinem letzten Band festgehalten, nun griff Tsalinde di Estrano danach, doch vergebens. Er beschützte dieses eine Band wie ein kleines Kind. Das ließ die Dame aus Sewamund unvorsichtig werden und Jucho von Dallenthin nutzte das schamlos aus. In einem unbeachteten Moment packte er sicher zu und entfernte eins von Tsalindes drei Bändern. Und was war mit Krespio? Er wähnte sich in Sicherheit, die letzten Takte erklangen. Hatte er es etwa wirklich in die zweite Runde geschafft? Da kam eine letzte Attacke. Jucho von Dallenthin zeigte sich von seiner herzlosen Seite und nahm das Band doch noch an sich. Krespio war mit der letzten Note des Tanzes dann doch ausgeschieden und wirkte doch arg geknickt, wenngleich um ihn herum tobender Applaus ausbrach.
Am Ende hatten siebzehn Personen den Tanz überlebt. Neun Damen, vier Herren und vier ebenso männliche Personen, die außer Konkurrenz angetreten waren und jetzt natürlich nicht mehr dabei waren. Schnell war Signora Pamminka zur Stelle, um das weitere Reglement zu erklären. Demnach wäre Siebzehn eine unschöne, ungerade Zahl. Für den finalen Tanz wolle sie auf keinen Fall noch einmal auffüllen, daher würden die Damen mit den wenigsten Bändern die Herrenplätze auffüllen. Dann wäre natürlich immer noch eine Person Rest, daher müssten nun die zwei Damen mit den wenigsten Bändern eine Folia miteinander tanzen. Jede erhielte zwei Bänder. Wer zuerst die Bänder des gegenüber hätte, wäre für das Finale Qualifiziert.
Dies traf nun Sanjana ya Malachis mit nur noch einem Band. Doch wer war die andere Person? Als sich herausstellte, dass auch Larona Vinarii, Phelippa di Camaro und Tsalinde di Estrano den Tanz mit drei Bändern überlebt hatten, wurde kurzerhand eine Vier-Personen-Folia bestimmt. Der Sieger im Duell wäre automatisch weiter, die Unterlegenen hingegen müssten dann das letzte Duell ausfechten.
Qualifikations-Folia
Das Los ergab, wer nun zuerst gegen wen antreten musste. So musste Larona Vinarii ihr Glück mit Sanjana ya Malachis versuchen und Tsalinde di Estrano tanzte gegen Phelippa di Camaro. Der Geigenspieler legte die Folia auf und es begann ein sonst sehr hauteng getanzter Tanz, doch hier schienen sich die Damen nicht wirklich berühren, sondern an diese bestimmte Stelle am Gürtel greifen zu wollen.
In den ersten Schritten zeigte sich sogleich, dass alle vier Damen gleichermaßen geübt in der Folia waren und dadurch keine Vorteile hatten. Aber dennoch zeigte sich auch schnell, dass es hier keine Freundschaften gab, sehr schnell bereits verlor Phelippa di Camaro ihr erstes Band an Tsalinde. Mit der zweiten Partitur des Liedes war für die Efferdierin dann die Messe auch schon gelesen, geradezu einfach entnahm Tsalinde ihr das Band und war damit sicher im Finale. Larona und Sanjana hingegen schenkten sich überhaupt nichts. Es brauchte eine dritte Partitur und eine vierte, bis Sanjana endlich ein erstes Band von der Efferdasi erobern konnte. Auch die Fünfte ergab noch keinen Sieger, aber die Kondition wurde langsam zum Faktor, die Folia wurde sehr schnell gespielt. In der sechsten dann ein geschickter Griff und Sanjana ya Malachis hatte ihre Fahrkarte ins Finale gelöst. Dennoch ernteten beide tosenden Applaus.
So war es nun also an Larona Vinarii und Phelippa di Camaro, die letzte Chance für das Finale zu lösen. Ein rein efferdisches Duell. Ein neues Lied in einem neuen Takt erklang und schnell wurde klar, dass Larona Vinarii dieses Lied deutlich besser kannte als ihre Gegenüber, sie fühlte sich offensichtlich wohler. Ein großer Vorteil in solch einer Art Tanz. Entsprechend hatte sie das erste Band nach wenigen Sekunden bereits in den Händen. Bei Phelippa setzte offensichtlich Panik ein, ihr Konter in Partitur zwei verpuffte und ihr Griff in Runde drei so hektisch, dass Larona wenig Probleme hatte, ihre Gegenüber auskontern und somit das Trauerspiel zu beenden. Sie war am Ziel Finale angekommen und für Phelippa di Camaro endete eine eigentlich Erfolgreiche Runde doch eher schändlich. Die Folia war einfach nicht ihr Tanz.
Finaltanz
Und damit war es an der Zeit für den finalen Tanz. Larona Vinarii und Sanjana ya Malachis mussten auf die Herrenposition weichen. Die Paare ergaben sich anhand der Bänder.
Die meisten Bänder hatte Daria Legari mit zehn Fuchsbändern. Sie traf auf einen Teilnehmer mit einem Band, hatte die Wahl zwischen Diego del Fuego oder Sanjana ya Malachis. Sie entschied sich für den Almadaner. Auf dem zweiten Platz war Calliopa Grisetti mit neun Bändern. Ihr wurde entsprechend Sanjana ya Malachis zugeschrieben. Ebenso neun Bänder hatte Armato della Pena. Seine Tanzdame wurde dadurch Tsalinde di Estrano. Dartan di Camaro hatte acht Bänder erobert, seine Dame wurde damit Rondrajane von Veliris. Zaghir Tebay und Tsabella della Carenio hatten beide sieben Bänder, hier wurde einfach eine Münze geworfen. Nach dieser durfte Zaghir Tebay zuerst wählen. Da auf der anderen Seite Larona Vinarii und Folnor von Firdayon beide ebenso drei Bänder ihr eigen zählten, musste sie nun wählen, doch die Wahl war einfach. Wer lehnte schon den Paladin des Horas ab. So traf Tsabella della Carenio auf Larona Vinarii.
Für das Finale wurde dann der „Sanfte, gute Tumasiello“ ausgewählt. Die Paare ständen sich dabei zunächst gegenüber. Mit dem zweiten Takt des Liedes begann es damit, dass die Damen sich erst einmal um neunzig Grad nach links drehten und dann Herren wie Damen Vier Schritte voraus gingen, sich dann um neunzig Grad nach rechts drehten und weitere vier Schritte marschierten. So ging jeder quasi zwei Positionen weiter. Dort angekommen, drehen sich alle in die Mitte und gehen drei Schritte aufeinander zu, wippen einmal nach oben, drehen einmal im Kreis zurück auf ihre alte Position und klatschen einmal. Dieses Spiel wiederholte sich nun rückwärts, sprich nun drehten sich die Damen erst nach rechts, dann gingen alle vier Schritte vor, drehten sich über die Linke Schulter gingen weitere vier schritte, kamen dann nach innen für drei Schritte, wippten den vierten, drehten sich aus auf ihre alte Position und klatschten. So, dass nun jeder da stand, wo er vorher auch schon stand. Paar eins drehte als nächstes aus, um auf die Position von Paar zwei zu kommen, während Paar eins handhaltend durch die Mitte auf die Position von Paar eins schritt. Ein kurzer Seitenschritt links rechts diente dann eher dazu, verlorene Zeit wieder aufzuholen. Es folgte eine recht seltene zweier Hecke, sodass die Positionen von Paar eins und zwei nicht nur erneut gewechselt hatten, sondern nun die Herren auf der Damenseite standen und umgekehrt. Handhaltend gingen beide reihen nun erst vier Schritte zurück, dann wieder vier Schritte aufeinander zu. Während sich Paar eins nun empfing und eineinhalb Roundes drehte, sich dabei gleichzeitig etwas abwärts auf die Position des zweiten Paars bewegt und in die Grundstellung ausschwingt, läuft das Paar zwei einfach weiter geradeaus am Partner vorbei und geht in einem weiten Bogen gemächlich auf die Position des Paares Eins. Hier startete die Tanzformation dann von vorne.
Der Tanz würde sieben Partituren lang gehen und danach wurde gezählt. Wer die drittmeisten Bänder hatte, der würde die ersten drei Punkte im Gesamtklassement einstreichen, die zweitmeisten Bänder würde mit sechs Punkten belohnt und natürlich erhielt der Teilnehmer mit den meisten Bändern neun Punkte auf seinem Weg zur Statue. Hier galten natürlich auch die Regeln des Unentschiedens.
Und so dauerte es auch nicht lange, bis die Spickzettel gezückt wurden, letzte Vorkehrungen getroffen wurden und die Kapelle letztendlich den sanften, guten Tomasiello aufspielte.
Partitur 1
Der sanfte gute Tumasiello war ein deutlich bekannterer Tanz als zuvor noch der Gerstenstich. So gab es wenig überraschend niemanden, den die Juroren wegen eines Tanzmalheurs rauswerfen mussten. Doch seine bisweilen etwas militärische Natur sorgte dennoch dafür, dass manche mit dem Tanz glücklicher waren als andere. So war Calliope Grisetti, Armato della Pena und Rondrajane von Veliris anzumerken, dass sie sich mit dem Tanz durchaus unwohl fühlten, genau das gleiche galt auch für Folnor von Firdayon, wogegen Sanjana ya Malachis eher in der Rolle des tanzenden Mannes ihre Mühe hatte. Andererseits gab es auch zwei Personen, die insgeheim wohl auf den sanften Tumasiello gehoft haben zu schienen, schon mit den ersten Noten blühten Tsabella della Carenio und Dartan di Camaro geradezu auf.
Den Kopf der Tanzgruppe bildeten Daria Legari mit Diego del Fuego und Rondrajane von Veliris mit Dartan di Camaro. Und wie auch schon im Tanz zuvor war es Dartan di Camaro, der als erstes ein Band verlor, weniger überraschend an Daria Legari. Sonst aber lief alles noch sehr verhalten ab und die anderen behielten ihre Bänder vorerst.
In der Mitte trafen Zaghîr Tebay, Folnor von Firdayon, Tsabella della Carenio und Larona Vinarii aufeinander. Dabei war die Tulamidin knapp dran auf einen diebischen Erfolg, konnte aber letztendlich keinen Profit aus zahlreichen Situationen gewinnen. Ganz anders Tsabella della Carenio, welche die Schwächen des Tanzes bei Folnor von Firdayon sofort erkannte und auszunutzen wusste. Und so dauerte es auch nicht lange, bis der Paladin gleich zwei Bänder an Tsabella verlor. Auch Larona war nicht sicher vor Tsabellas Flinken fingern und so hatte sie nach kurzer Zeit zehn Bänder am Revers. Ein weiteres verlor sie direkt danach an Folnor von Firdayon, womit dieser nun wieder zwei Bänder hatte und Larona kurz vor dem Ausscheiden stand.
Am Fuß der Tanzgesellschaft warteten derweil Armato della Pena, Calliopa Grisetti, Tsalinde di Estrano und Sanjana ya Malachis aufeinander. Und es war wirklich anzumerken, dass der Tanz nicht zu Armato passte, Tsalinde di Estrano schien wenig Probleme damit zu haben, dem Urbasier ein Band abzunehmen, fast hätte sie sogar ein zweites erobert. Genau das Gleiche passierte auch Calliopa Grisetti, an der Tsalinde reiche Beute fand. Vom Erfolg beflügelt versuchte Tsalinde natürlich auch, bei dieser Gelegenheit Sanjana ya Malachis habhaft zu werden und ihr letztes Band zu stehlen. Doch der Versuch war dann doch etwas zu hochnäsig und die Strafe folgte auf dem Fuße, als ihrerseits Sanjana der Sewamunderin ein Band abnehmen konnte. So hatten nun alle Partitur 1 überlebt.
Partitur 2
Die Anzahl der Paare zwang den Tanz nun dazu, zwei Bäumchen zu bilden, während in der Mitte zwei Gruppen weiter auf Jagd gingen. Natürlich waren die Bäumchen noch lange nicht sicher. Einmal nicht aufgepasst und schon hatte Dartan di Camaro, wie schon zuvor, sich sein verlorenes Bändchen am Gegenüber zurück ergaunert, dieses Mal bei der unachtsamen Rondrajane von Veliris.
Den Kopf derweil bildeten Zaghîr, Folnor, Daria und Diego. Und hier war die Uhr für Diego nun wirklich abgelaufen. Eine falsche Drehung und schon war sein letztes Band in der Hand einer lachenden Zaghîr Tebay. Daria Legari musste, um ihre Führung auszubauen, ihr Band von Folnor von Firdayon holen, der Versuch war jedoch nicht von Erfolg gekrönt.
Der Fuß bestand nun aus Calliopa Grisetti, Sanjana ya Malachis, Tsabella della Carenio und Larona Vinarii. Und es war weiterhin einfach nicht der Tanz der Unterfelserin. Sanjana ya Malachis konnte ihr zielsicher ein weiteres Band entfernen, fast wäre es sogar ein zweites gewesen. Und auch Tsabella bediente sich fröhlich an der mit dem Tanz sehr unglücklichen Unterfelserin. Aber die wahre Heldin dieser Runde schien Sanjana zu sein, die Tsabella überraschte und sich ein weiteres Band sicherte. Lange konnte sie sich daran aber nicht erfreuen, denn auch Larona hatte sich noch nicht aufgegeben und langte kräftig zu. So wechselte noch ein Band den Besitzer.
Und auch das zweite Bäumchen schien zum Teil im Tiefschlaf gefangen zu sein, Armato della Pena sortiere immer noch seine Füße, als Tsalinde di Estrano ihrem Gegenüber ein Band weg schnabulierte.
Partitur 3
Nun gab es wieder drei Gruppen, Rondrajane von Veliris und Dartan di Camaro durften sich ins echte Getümmel werfen und hatten Zaghir Tebay und Folnor von Firdayon am Kopf, die auf sie warteten. Dabei hatte die Oberfelserin die neue Positionsrichtung sehr begrüßt und sich voller Elan auf Dartan di Camaro geworfen, doch auch er hatte mit der neuen Richtung etwas mehr Sicherheit gefunden und wehrte den Angriff der Gegenüber ab. Zaghir hingegen konnte diesem Schwung wenig entgegen setzen und verlor ein Band an Rondrajane, Richtig unter die Schwungräder geriet allerdings Folnor, welche den geschickten Händen der Dame gar nichts mehr entgegensetzen konnte und gleich beide Bänder auf einmal verlor. Damit war auch er all seine Bänder los geworden und ausgeschieden.
In der Mitte des Tanzes war Calliopa Grisetti immer noch nicht wiederzuerkennen. Da war es nicht hilfreich, dass neben ihr nun Daria Legari auftauchte und zielsicher das tat, was sie scheinbar am besten konnte. Bänder stehlen. Nummer zwölf war nun also auch ihres, gefolgt von Nummer dreizehn, welches sie kurz danach Sanjana ya Malachis entreißen konnte. Die Augen vieler wurden groß, denn sollte Calliopa zu ihrem bisherigen Können zurückkehren und bei Sanjana zuschlagen, dann wäre auch für die Urbasierin alles aus. Aber nichts geschah und für beide ging es in Partitur 4.
Am Fuße der Gruppe musste sich Tsabella della Carenio keine Gedanken machen, eher, dass ihr Daria Legari langsam davonlief. Also startete sie eine große Attacke auf Larona Vinarii. Die versuchte dies mit einer Eleganz zu blocken, dass das umliegende Publikum das ganze mit einem „O-lala“ kommentierte. Doch all diese Eleganz nutzte nichts, zu perfekt waren Tsabellas Ausführungen und so konnte sie tatsächlich gleich beide Bänder von Laronas Kleid entführen. Das war das Ende für die Efferdasi.
Ein ähnliches Kunststück wollte ihr bei Armato della Pena jedoch nicht gelingen, auch Tsalinde di Estrano hatte schon geahnt, woher die Attacke kommen würde und hatte sich ihrerseits auf den weiterhin etwas tanzblassen Urbasier konzentriert. Und um ein Haar hätte sie ihn um ein Band ärmer machen können, sie verfehlte den Wimpel letztendlich nur um Haaresbreite.
Partitur 4
Neues Bäumchen war nun Zaghir Tebay, welche durch das Ausscheiden Folnors nun etwas Ruhe hatte. Das galt auch für das zweite Bäumchen am Ende der Gruppe, wo Tsabella della Carenio nun zum Zuschauen verdammt war. Am Kopf der Tänzer waren dafür alle gespannt, ob Rondrajane von Veliris ihren feurigen Start in die zweite Hälfte wiederholen konnte. Zumindest gegenüber Dartan nicht, beide schienen wenig Interesse daran zu haben, sich gerade gegenseitig zu bestehlen. Tatsächlich schien sie es eher auf Calliopa Grisetti abgesehen zu haben, doch an sie war kein rankommen. So blieb als potentielles Opfer für ihre Punktejagd nur noch Sanjana ya Malachis. Doch diese war diese Attacken inzwischen gewohnt und lächelte eher müde. So blieb Rondrajane in dieser Runde ohne neues Band. Auch Calliopa war inzwischen völlig in einer Verteidigungshaltung angekommen und versuchte ihre 6 Bänder einfach nur irgendwie über die Zeit zu bringen. Die letzte Attacke auf Sanjanas letztes Band startete entsprechend Dartan di Camaro. Dessen Versuch jedoch war als völliges Desaster noch nett beschrieben. Beim Versuch, der Urbasierin ans Bändchen zu gehen stolperte er fast und gewährte Sanjana so, beherzt zuzugreifen. Diese sagte danke und nahm dem Efferdasi gleich zwei Bänder ab. Damit konnte Dartan die Punkte für die Gesamtwertung auch abschreiben.
Da schien Daria Legari immer noch die besten Karten für zu haben. Mit einer zum Zuschauen verdammten Tsabella della Carenio auf der Bäumchenbank gierte sie dieses Mal nach den Bändern des Armato della Pena. Doch ihr Glück schien an der Stelle auch ein Ende gefunden zu haben, ein furchtbarer Stolperer führte dazu, dass ihr exakt das gleiche passierte wie wenige Meter entfernt dem Kollegen aus der Coverna. Zwei Bänder wechselten den Besitzer, doch es war nicht die alte Dame, sondern der Freund beider Yaquirien, der damit wieder dick im Geschäft war. Fast hätte Tsalinde di Estrano auch noch von diesem Fehler profitieren können, aber zum Zeitpunkt des Stolperers war sie von den beiden zu weit entfernt und blieb so bei ihren vier Bändern. Tsabella della Carenio hingegen freute sich. Ohne auch nur einen Finger zu rühren, war sie auf einmal in Führung gegangen. Doch jetzt galt es, selbst wieder ins Geschehen einzugreifen.
Partitur 5
Dieser Punktestand hatte jetzt zur Folge, dass nur noch wenige Zuschauer auf den Kopf der Tanzgruppe blickten. Dort trafen Zaghir Tebay, immerhin sieben Bänder, Calliopa Grisetti, sechs Bänder und Sanjana ya Malachis mit drei Bändern aufeinander. Da wurde an anderen Stellen mit ganz anderen Mengen gespielt. Doch irgendwie schien es, als glaubten auch diese drei Personen nicht mehr so ganz an ihre Chancen, sie tanzten recht defensiv, Zaghir war entsprechend nicht in der Lage, Calliopa oder Sanjana irgendein Stück Stoff zu entnehmen. Und so blieb nach dieser Partitur alles beim Alten.
Die Mitte war da schon interessanter. Rondrajane mit acht Bändern und Armato della Pena mit zehn Bändern spielten weit oben mit und auch Dartan di Camaro und Tsalinde di Estrano hatten bewiesen, dass sie zu jeder Zeit zuschlagen konnten, wenn sie sich nicht selbst im Weg standen. Doch auch hier schien die Wichtigkeit der Runde eher zu hemmen. Rondrajane hatte es bei ihrer Attacke vor allem auf Tsalinde abgesehen und in diese ihre Kraft gesetzt, doch Tsalinde war in der Lage, mit viel Geschick auf ihre Bänder aufzupassen und so verpuffte ihr ganzer Plan für die Runde. Auch Armato und Dartan hatten sich völlig auf die Defensive fokussiert und so war wie am Kopf des Tanzes auch hier letztendlich nichts passiert.
So waren in der Tat alle Augen auf den Fuß des Tanzes gesetzt, denn hier gab es nur ein Duell. Das der Daria Legari mit jetzt nur noch elf Bändern und der Tsabella della Carenio mit derer zwölf. Aber auch hier kam die Taktik dazu, welche große Attacken einfach nicht zuließen. So war der Ausgang von Partitur 5 etwas enttäuschend, denn nirgendwo hatte irgendwo auch nur ein Band den Besitzer gewechselt.
Partitur 6
Einen Vorentscheid konnte Partitur 6 aber dennoch bringen, denn nun war Daria Legari das Bäumchen am Ende der Tanzgesellschaft. Ohne Möglichkeit auf weitere Bändchen sehnte sie sich wohl nach der Position des anderen Bäumchens, denn Calliopa Grisetti und Sanjana ya Malachis hatten durchaus noch die Gelegenheit, sich gegenseitig zu bestehlen. Da die beiden sich aber schon seit längerer Zeit auf das Verteidigen fokussiert hatten, passierte auch hier wieder nichts.
So blickten die meisten doch in die Mitte. Hier hätte Armato della Pena um ein Haar Zaghir Tebay ein weiteres Band entrissen, es fehlten nur wenige Halbfinger zum Erfolg. Wirkliches können zeigte die Tulamidin aber im Zusammenspiel mit Tsalinde di Estrano. Ihre gegenseitigen Versuche, sich zu bestehlen wurde mit Zungenschnalzen begleitet und es war ein Wunder, dass es am Ende niemandem gelang, dadurch ein Band ihrer Sammlung hinzuzufügen.
Und wie erging es derweil der Führenden? Tsabella hatte einen Angriff von Rondrajane von Veliris abwehren können und versuchte ihrerseits nun, mit einem Diebstahl an Dartan di Camaro alles klar zu machen. Doch der Efferdasi hatte kein Interesse daran, sich hier auch noch zum Königs- oder in dem Fall Königinnenmacher zu werden, er fand eine Möglichkeit, die Attacke abzuwehren. Somit blieb auch hier alles beim alten und es ging in die allerletzte Partitur.
Partitur 7
Natürlich durfte ein solcher Tanz nicht mit zwei Bäumchen enden. So kam nun das ganz große Finale. Jeder durfte noch einmal versuchen, nach dem Glück zu greifen und alles noch einmal zu ändern, was bisher war. Am Kopf der Tanzgruppe waren die Augen daher ganz auf Armato della Pena gerichtet, bisher mit zehn Bändern auf Rang drei zu finden. Sie sahen allerdings erst, wie Calliopa Grisetti zum Ende hin doch noch einen Achtungserfolg erzielte und Sanjana ya Malachis ein Band entriss. Doch dabei hatte sie ihre Deckung völlig entblößt. Wie konnte sie nur? Würde Armato die Situation nutzen können? Tatsächlich ‘zum Teil’. Einmal griff er immerhin beherzt zu und sicherte sich ein Band von der Unterfelserin. Das war also Nummer elf. Würde er sich Nummer zwölf oder gar Nummer dreizehn nun bei Tsalinde di Estrano erobern können? Die Antwort war: Nein. Wahrscheinlich hätte Tsalinde hier sogar noch mehr aus der Situation herausholen können, denn Armatos Versuch war recht vorhersehbar und seine Deckung auch stark vernachlässigt. Aber sie ließ es gut sein. Sie beendete den Tanz mit vier Bändern. Calliopa hingegen überlebte den Tanz mit sieben Bändern und auch Sanjana ya Malachis hatte trotz der komplizierten Ausgangslage am Ende mit zwei Bändern das Ende der Veranstaltung erreicht.
In der Mitte hingegen gab es nur noch ein mögliches Duell um Bänder. Tsabella della Carenio würde mit dem dreizehnten Band vermutlich alles klar machen können, doch sie musste es der Tulamidin Zaghîr Tebay entnehmen. Die… benahm sich wie die Maus vor der Schlange. Was war das denn? Eine Einladung? Tsabella konnte ihr Glück kaum fassen, schlug zu und nahm das Geschenk dankend an, nun war es also Band Nummer dreizehn. Zaghîr hingegen beendete den Tanz mit sechs Bändern.
Daria Legari brauchte nun drei Bänder zum Sieg, zwei zum Ausgleich und einen für wenigstens einen Einzel-Platz zwei. Keine sonderlich gute Ausgangslage, tanzte sie doch jetzt mit Rondrajane von Veliris und Dartan di Camaro. Die beiden wussten auch, von wo die Attacken kommen mussten und versuchten erst gar nicht, sich selbst irgendwie in die Quere zu kommen. So wäre es Rondrajane fast gelungen, den verzweifelten Attacken Darias so weit auszuweichen, dass er ihr selbst ein Band gestohlen hätte. Aber wie ging es Dartan di Camaro? Würde der Efferdasi ihrer Landsfrau Schützenhilfe leisten? Die Antwort war: Nein. Er ging ihr einfach aus dem Weg. Er hatte wirklich nicht vor, hier zum Königsmacher zu werden und so… endete der Tanz ohne, dass Daria noch etwas am Ergebnis hätte ändern können. Dartan hatte am Ende sechs Bänder und konnte zufrieden sein, auch Rondrajane hatte mit acht Bändern ein wirklich gutes Ergebnis erzielt.
So gab es am Ende neun Punkte für Tsabella della Carenio, die unter großem Jubel vom Publikum gefeiert wurde. Den zweiten Platz teilten sich Armato della Pena und Daria Legari, die damit für die Endwertung vier Punkte erhielten.
Endclassement
| Platzierung Gesamt | Platzierung Spiel | Teilnehmer | Punkte | Bänder/Runde |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | Tsabella della Carenio | 9 | 13 |
| 2 | 2 | Armato della Pena | 4 | 11 |
| 2 | 2 | Daria Legari | 4 | 11 |
| 4 | Rondrajane von Veliris | 8 | ||
| 5 | Calliopa Grisetti | 7 | ||
| 6 | Zaghir Tebay | 6 | ||
| 6 | Dartan di Camaro | 6 | ||
| 8 | Tsalinde di Esterano | 4 | ||
| 9 | Sanjana ya Malachis | 2 | ||
| 10 | Larona Vinarii | Finale Runde 3 | ||
| 10 | Folnor von Firdayon | Finale Runde 3 | ||
| 12 | Diego del Fuego | Finale Runde 2 | ||
| 13 | Phelippa di Camaro | Qualikationsfolia | ||
| 14 | Krespio Hoste | Starttanz Runde 8 | ||
| 15 | Alvinia Solivino | Starttanz Runde 5 | ||
| 15 | Carolus Gerber | Starttanz Runde 5 | ||
| 15 | Mythraela Varducchio | Starttanz Runde 5 | ||
| 15 | Phexeter van Kacheleen | Starttanz Runde 5 | ||
| 19 | Terantina ya Pirras | Starttanz Runde 4 | ||
| 19 | Niando Gezetti | Starttanz Runde 4 | ||
| 19 | Ernesto Cusorra di Monte Fuori | Starttanz Runde 4 | ||
| 22 | Ippolito Aspoldo | Starttanz Runde 3 | ||
| 22 | Obsidian vom Stein | Starttanz Runde 3 | ||
| 24 | Aurelia di Asuriol | Starttanz Runde 2 | ||
| 25 | Eronia Zorgazo | Starttanz Runde 1 | ||
| 26 | Timeke ter Braken | Disqualifiziert | ||
| 26 | Avedana saba Festina | Disqualifiziert | ||
| 26 | Andara Ollantur | Disqualifiziert |