Archiv:Neue Funde auf Burg Imdallyo (BB 49)

Neue Funde auf Burg Imdallyo
von Ostilio Thagadio, FIR 1047 BF

In den letzten Jahren wurden von der Burg Imdallyo, dem Stammsitz der Familie Carson, immer wieder neue Erkenntnisse über die offenbar weit zurückreichende Geschichte der Burg vermeldet. Manche davon interessierten offenbar sogar höchste Kreise der Praioskirche, andere ließen vor fast zehn Jahren den Schluss zu, dass zu den Vorfahren der Carsons thorwalsche Drachentöter gehörten. Nachdem es nun einige Zeit still war, wurden neue Funde aus dem Untergrund der Burg, die auf einem felsigen Berg thront, bekanntgegeben. Vor Ort berichtete Signor Telfar Carson der Burgherr von Grabungen und Untersuchungen, die unterhalb des östlichen Bereichs der heutigen Burg, wo man bereits zuvor auf altbosparanische Spuren gestoßen war. Bei den neuerlichen Funden handelt es sich um vermauerte Gewölbe, die zu großen Teilen verschüttet oder besser: verfüllt waren, weshalb die Freilegung nur langsam voranschritt. Diese Gewölbe lassen sich wohl anhand von eingeritzten Inschriften ebenfalls auf die bosparanische Zeit datieren, eine Inschrift scheint den Namen des Dozman-Horas zu nennen, sie wäre dann etwa 1500 Jahre alt. Andere Inschriften waren zu stark verwittert, in abgetrennten Bereichen konnten jedoch immer wieder eingeritzte Darstellungen von Bienen identifiziert werden. Was diese bedeuten, bleibt einstweilen unklar. Die Art und Lage dieser Räume lässt aber wohl den Schluss zu, dass es sich hierbei um ein Verlies gehandelt haben könnte. Signor Telfar merket dazu an, dass es bereits mehrere Hinweis gab, die darauf hindeuten, dass Imdallyo in bosparanischer Zeit unter anderem als eine Art Staatsgefängnis genutzt worden sei, natürlich in baulich deutlich anderer Form als heute. Details dazu konnte er leider nicht nennen, zumindest zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Signor Telfar wird weiter graben lassen und ich werde weiter interessiert zuhören, von welchen Funden es dann zu berichten gibt.

DW