Caldria Kelpie
Caldria Kelpie entstammt einer älteren Seitenlinie der Familie Kelpie, die seit Generationen im Weinhandel Arinkens tätig ist. Sie wuchs zwischen Lagerbüchern, Fässern, Fuhrleuten und den Gesprächen reisender Kaufleute auf. Schon früh lernte sie, die Güte eines Weines ebenso sicher zu beurteilen wie die Verlässlichkeit eines Handelspartners.
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Ihre Verbindung mit Tolman begann als durchaus vernünftige Verbindung zweier Familien: Die ya Satara besaßen Reben, Keller und einen angesehenen Wein, die Kelpie verfügten über Handelskontakte und Erfahrung im Vertrieb. Aus dieser Verbindung entstand jedoch eine aufrichtige und über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft.
Caldria war maßgeblich daran beteiligt, dass der Banquiri über die unmittelbare Umgebung hinaus bekannt wurde. Über ihre Verwandten und persönlichen Kontakte gelangte der Wein zunächst regelmäßig nach Arinken und Shenilo, später auch zu Händlern, die ihn bis nach Shumir und Vinsalt brachten. Sie besitzt noch immer ein erstaunliches Gespür dafür, welcher Gast nur höflich lobt und welcher tatsächlich bereit ist, mehrere Fässer zu bestellen.
Im Gegensatz zu Tolman beurteilt Caldria Neuerungen zuerst nach ihrem praktischen Nutzen. Sie ist keineswegs verschwenderisch oder fortschrittsverliebt, erkennt aber, dass ein Weingut nicht allein von seinem guten Namen leben kann. Rahjanes Pläne betrachtet sie daher mit grundsätzlichem Wohlwollen. Neue Reben, verbesserte Keltern oder eine Brennerei unterstützt sie, solange die Kosten nachvollziehbar sind und die Qualität nicht unter dem Streben nach größerer Menge leidet.
Caldria ist freundlich, weltgewandt und aufmerksam, kann jedoch überraschend direkt werden. Im Handel bevorzugt sie klare Vereinbarungen und verachtet Menschen, die sich hinter übermäßig kunstvollen Worten verbergen. Wo Tolman durch seine Würde einschüchtert, gewinnt Caldria ihr Gegenüber zunächst durch verbindliche Herzlichkeit – bevor sie ihm einen Preis nennt, über den kaum noch verhandelt werden kann.
Caldria ist von mittlerer Größe und besitzt eine aufrechte, selbstbewusste Haltung. Ihr ehemals dunkelbraunes Haar ist inzwischen stark von Silber durchzogen. Sie trägt es meist sorgfältig geflochten und am Hinterkopf zu einem Knoten gelegt. Ihre Augen sind haselnussbraun und wirken häufig freundlich, entgehen lassen sie sich dennoch nur wenig.
Ihre Kleidung ist etwas eleganter als die Tolmans. Sie bevorzugt dunkles Grün, warmes Braun und gedeckte Goldtöne. Ihre Gewänder sind hochwertig, aber praktisch genug, um damit durch einen Weinkeller oder über den Hof zu gehen. Als sichtbares Zeichen ihrer Herkunft trägt sie häufig eine kleine Brosche mit dem Wappen der Kelpie.
