Florina ya Satara

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Florina ya Satara (SC)
Florina ya Satara, 1046BF

Familie: Haus ya Satara
Tsatag: 1038 BF
Haare: schwarz
Augenfarbe: braun
Eltern: Korodian ya Satara und Avessandra Dorén
Geschwister: Gerion ya Satara und Cassiano ya Satara

Florina ya Satara, geboren 1038 BF, ist das jüngste Kind Korodians und Avessandras. Ihre älteren Brüder sind die Zwillinge Gerion und Cassiano.

Florina lebt mit ihren Eltern und Brüdern überwiegend in Shenilo. Satara ist für sie dennoch ein vertrauter Ort. Die Familie besucht regelmäßig die dortigen Verwandten, sodass Florina das Herrenhaus, das Dorf und den Arinkelwald seit ihrer frühen Kindheit kennt. Für sie bedeutet Satara vor allem Familie, Wald, Hunde und eine Freiheit, die das Leben in Shenilo in dieser Form nicht bietet.

Kindheit und Ausbildung

Wie ihre Brüder besucht Florina die Volks- und Handwerksschule in Shenilo. Dort erhält sie eine grundlegende Bildung in Lesen, Schreiben und Rechnen und wächst zugleich in der stark hesindegeprägten Umgebung der Stadt auf.

Florina lernt schnell, wenn etwas ihre Neugier geweckt hat. Besonders Geschichten und alles, was mit wirklichen Menschen und Ereignissen verbunden ist, kann sie sich gut merken. Wesentlich weniger begeistert sie sich für Aufgaben, deren Sinn sich ihr nicht unmittelbar erschließt. In solchen Fällen gehört die Frage, weshalb sie etwas überhaupt lernen müsse, inzwischen zu ihrem festen Repertoire.

Das Leben in Shenilo bietet ihrer Neugier reichlich Nahrung. Auf Straßen und Plätzen gibt es Menschen zu beobachten, Händler und Reisende bringen Nachrichten aus anderen Orten mit und selbst ein gewöhnlicher Gang durch die Stadt kann interessanter werden, sobald Florina irgendwo ein Gespräch aufschnappt, das offenbar nicht für ihre Ohren bestimmt war.

Dabei hat sie bereits eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Erwachsene erzählen in Gegenwart eines stillen Kindes erstaunlich viele Dinge. Florina kann deshalb durchaus unauffällig sein, wenn sie einen guten Grund dafür besitzt. Ihre Familie weiß inzwischen, dass längeres ungewöhnliches Schweigen bei ihr nicht zwingend bedeutet, dass sie gerade nichts anstellt.

Immer die Jüngste

Florinas größtes Ärgernis besteht darin, dass sie fast überall die Jüngste ist. Gerion und Cassiano sind lediglich zwei Jahre älter, doch diese zwei Jahre erscheinen ihr bisweilen wie eine willkürlich errichtete Grenze zwischen den Dingen, die ihre Brüder bereits dürfen, und jenen, bei denen man ihr erklärt, sie müsse noch warten.

Entsprechend empfindlich reagiert sie auf die Worte, sie sei „noch zu klein“. Verbote nimmt Florina durchaus ernst, wenn man ihr einen nachvollziehbaren Grund nennt. Ein bloßer Hinweis auf ihr Alter überzeugt sie dagegen selten. Besonders bei gemeinsamen Unternehmungen ihrer Brüder versucht sie hartnäckig zu erreichen, dass sie mitkommen darf.

Während der Aufenthalte in Satara verstärkt sich dieser Drang noch. Der Arinkelwald beginnt praktisch vor der Tür, überall gibt es etwas zu entdecken, und ihre Brüder erscheinen ihr dort noch freier als in Shenilo. Zurückzubleiben, während Gerion und Cassiano etwas unternehmen dürfen, gehört für Florina deshalb zu den schlimmsten denkbaren Ungerechtigkeiten.

Florina ist dabei mutiger, als ihren Eltern bisweilen lieb sein kann, allerdings nicht vollkommen unvorsichtig. Sie besitzt vielmehr ein ausgeprägtes Vertrauen darauf, dass sich für Schwierigkeiten schon eine Lösung finden wird. Erst wenn eine Situation tatsächlich gefährlich wird, zeigt sich, dass zwischen dem Wunsch, genauso groß wie ihre Brüder zu sein, und acht Lebensjahren doch noch ein Unterschied besteht.

Ihre Brüder

Florina liebt ihre Brüder, steht aber mit beiden in einer beinahe ständigen Auseinandersetzung darüber, ob sie bei ihren Unternehmungen mitmachen darf.

Gerions Versuche, ihr als vernünftiger älterer Bruder zu erklären, weshalb etwas zu gefährlich sei, beeindrucken sie nur mäßig. Seine Erklärungen hört sie sich durchaus an – nicht zuletzt, weil sie anschließend umso gezielter nach einer Schwachstelle darin suchen kann. Gleichzeitig schätzt sie sein Wissen und wendet sich an ihn, wenn sie tatsächlich etwas verstehen möchte.

Cassiano behandelt sie weniger wie ein kleines Kind und ist daher häufiger bereit, sie einzubeziehen. Aus Florinas Sicht macht ihn das zunächst zum eindeutig vernünftigeren ihrer Brüder. Dass seine Ideen nicht immer vernünftiger sind, erkennt sie gewöhnlich erst später.

So sehr die drei miteinander streiten können, nach außen halten sie zusammen. Florina darf ihre Brüder ärgern, ihnen widersprechen und sich über sie lustig machen. Dasselbe Recht gesteht sie anderen Menschen jedoch nur sehr eingeschränkt zu.

Ihre Eltern

Von ihrem Vater hat Florina vor allem die Begeisterung für den Arinkelwald übernommen. Während der Aufenthalte in Satara stellt sie Korodian unzählige Fragen über Tiere, Pflanzen, Wege und Geschichten des Waldes. Anders als Gerion versucht sie dabei weniger, sich Wege oder Spuren systematisch einzuprägen. Florina möchte vor allem wissen, was hinter der nächsten Wegbiegung liegt – und weshalb sie dort angeblich nicht hingehen darf.

Korodian weiß deshalb, dass er bei seiner Tochter mit einem bloßen Verbot häufig wenig erreicht. Gibt er ihr dagegen eine wirkliche Aufgabe, nimmt Florina diese ausgesprochen ernst. Nichts macht sie stolzer, als wenn ihr Vater ihr etwas anvertraut, das er ebenso gut einem ihrer Brüder hätte übertragen können.

Avessandra kennt die Hartnäckigkeit ihrer Tochter ebenso gut. Florina hat früh festgestellt, dass ihre Mutter wesentlich schwieriger mit großen Augen und scheinbar unschuldigen Erklärungen zu überzeugen ist als manch anderer Erwachsener. Avessandra hört sich die Argumente ihrer Tochter gewöhnlich vollständig an und besitzt die unangenehme Fähigkeit, anschließend genau jene Frage zu stellen, auf die Florina keine vorbereitete Antwort hat.

Gleichzeitig nimmt Avessandra ihre Tochter ernst. Sie erwartet von Florina gute Umgangsformen und weiß sehr wohl, dass ein Kind ihres Standes lernen muss, sich auch außerhalb der Familie angemessen zu verhalten. Dabei versucht sie jedoch nicht, Florinas Neugier und Eigenwillen zu unterdrücken. Vielmehr möchte sie ihr beibringen, dass Selbstständigkeit nicht bedeutet, jedes Verbot zu missachten, sondern die Folgen eigener Entscheidungen einschätzen zu können.

Florina bewundert ihre Mutter, auch wenn sie dies erheblich seltener zugibt, als sie mit ihr diskutiert. Besonders fasziniert sie, dass Avessandra sich von Korodian ebenso wenig einschüchtern lässt wie von anderen Menschen und ihre Meinung auch dann vertritt, wenn diese unbequem ist. Dass Florina darin bereits eine gewisse Ähnlichkeit mit ihrer Mutter zeigt, ist innerhalb der Familie kaum zu übersehen.

Noch ist völlig offen, welchen Weg Florina später einschlagen wird. Mit acht Jahren interessiert sie ohnehin wesentlich mehr, was sie heute entdecken kann, als was ihre Familie eines Tages mit ihr vorhaben könnte.