Das Haus der Thingatok-Sippe ist ein abgelegenes Gehöft nordöstlich von Sewamund unweit der Turbenhöhe. Es wird von der Familie Thingatok bewirtschaftet, deren Mitglieder als geschickte Obstbauern, Korbflechter und Bastler gelten. Das Anwesen ist von weitläufigen Obstgärten, Gemüsebeeten und Hecken umgeben und fällt gerade durch seine sorgfältige Anlage eben nicht auf.

Das Haus der Thingatok-Sippe nordöstlich von Sewamund

Die Thingatoks gelten als ruhige, fleißige und zurückhaltende Leute. Da sie erst seit 1036 BF in Sewamund leben, weiß kaum jemand Genaueres über sie. Offiziell sind sie als Gesandte des Bergkönigs vom Phecanowald Gorfar Sohn des Gurobead nach Sewamund gekommen, wohl, weil nach dem Bankraub von 1033 BF der Verdacht auf die Zwerge fiel, daran beteiligt gewesen zu sein. Damals erhielten sie mit dem Einverständnis des Lilienrats eine Unterkunft in der Altstadt. Dort betrieben sie eine Werkstatt für hochwertiges Kinderspielzeug. Später gaben sie diese Wohnung auf und kauften sich auf der Turbenhöhe mehrere Grundstücke zur Bewirtschaftung zusammen, die sie innerhalb weniger Jahre fruchtbar machten und wo sie ein zwergisch eingerichtetes Anwesen errichteten.

Das Gehöft besteht aus einem gedrungen angelegten Wohnhaus mit tief herabgezogenem Dach und einem Wirtschaftsgebäude sowie einer großen Gartenanlage mit Obstbäumen, Kräutern, Bienenstöcken und Korbweiden. Vor dem Eingang steht am Brunnen eine zwergische Ingerimm-Statue.

Neben den Gärten betreiben die Thingatoks weiterhin die Herstellung von Spielzeug und eine kleine Korbflechterei. Aus Weiden, Hasel und Schilf entstehen Marktkörbe, Reusen, Bienenkörbe, Flaschenkörbe, Traggestelle und Gartenzäune. Die Arbeiten gelten als langlebig. Ein Sewamunder Scherz lautet: „Ein Thingatok-Korb hält länger als die Schuhe seines Besitzers.“

Angehörige der Thingatok-Sippe treten nur selten in Erscheinung. Sie gelten als höflich, hilfsbereit und ausgesprochen wortkarg.

Volkes Stimme

„Sie reden wenig. Ihre Gärten sprechen dafür umso mehr.“
Quinnia Trebenfurt

„Komisch … ich muss mich jedes Mal ein wenig bücken, wenn ich dorthin liefere.“
— Fuhrmann