Alwene Anderwacht, geboren 1007 BF, ist Folnors Ehefrau und entstammt der Sheniloer Schmiedefamilie Anderwacht. Sie wuchs zwischen Schmiedefeuern, Hämmern, Feilen und Waffenständern auf und lernte bereits früh, gutes Metall von minderwertigem zu unterscheiden.

Alwene Anderwacht (SC)
Alwene Anderwacht, 1046BF

Familie: Haus ya Satara
Tsatag: 1007BF
Größe: 172 Halbfinger
Haare: braun
Augenfarbe: grau
Beziehungen: vermählt mit Folnor ya Satara
Nachkommen: Madalena ya Satara,Taliano ya Satara und Mirandola ya Satara

Ihre Ehe mit Folnor verbindet zwei Handwerke, die im Sägewerk untrennbar aufeinander angewiesen sind. Sägen, Äxte, Beile, Keile, Zugmesser, Beschläge, Ketten und eiserne Reifen müssen ständig gewartet, geschärft und ersetzt werden. Bevor Alwene nach Satara kam, war der Betrieb dabei von auswärtigen Schmieden und unregelmäßigen Lieferungen abhängig. Unter ihrer Aufsicht entstand eine kleine, aber gut ausgestattete Werkstatt unmittelbar beim Sägewerk.

Alwene ist selbst eine erfahrene Schmiedin. Sie fertigt keine kunstvollen Prunkwaffen, sondern zuverlässige Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände. Ein sauber geschmiedetes Sägeblatt oder eine ausgewogene Axt bedeuten ihr mehr als ein reich verzierter Gegenstand, der im täglichen Einsatz versagt. Sie beurteilt Werkzeug mit demselben strengen Blick, mit dem Folnor Holz betrachtet.Im Betrieb beaufsichtigt Alwene die Werkzeugkammer, führt über Anschaffungen und Reparaturen Buch und entscheidet, welche Geräte instand gesetzt und welche ersetzt werden müssen. Niemand erhält ein neues Werkzeug, nur weil er das alte achtlos behandelt hat. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass kein Arbeiter mit einer stumpfen Axt oder einem beschädigten Sägeblatt arbeiten muss.

Alwene ist sachlich, diszipliniert und ausgesprochen geschäftstüchtig. Sie spricht weniger laut als Folnor, ist jedoch keineswegs nachgiebiger. Ihr genügt häufig ein ruhiger Hinweis, um deutlich zu machen, dass eine Diskussion beendet ist. Während Folnor im Zorn gelegentlich Dinge sagt, die er später bereut, verliert Alwene nur selten die Beherrschung. Gerade deshalb wirkt ihr Ärger oft eindrucksvoller als der ihres Mannes.Sie besitzt einen trockenen Humor und kann über Folnors Ausbrüche ebenso lachen wie über die Ausflüchte ihrer Kinder. Dabei ist sie nicht kalt. Alwene kümmert sich aufmerksam um Verletzte und sorgt darauf, dass in der Werkstatt Verbände, sauberes Wasser und einfache Heilmittel bereitliegen. Nach außen stellt sie dies als vernünftige Vorsorge dar, doch ihre Familie und die Arbeiter wissen, dass dahinter ehrliche Fürsorge steht.

Durch ihre Herkunft pflegt Alwene weiterhin Verbindungen nach Shenilo. Über die Anderwacht erhält das Sägewerk hochwertiges Eisen, Ersatzteile und gelegentlich besondere Werkzeuge. Umgekehrt liefert Folnors Betrieb Holz, Holzkohle, Werkzeugstiele, Kisten und Gestelle an Schmiede und andere Handwerker. Diese Verbindung hat das Sägewerk unabhängiger gemacht und seine Stellung innerhalb der Region gestärkt.

Alwene ist eine kräftige, mittelgroße Frau mit breiten Schultern und einer aufrechten Haltung. Ihr dunkelbraunes Haar trägt sie bei der Arbeit fest zurückgebunden oder geflochten. Erste silbergraue Strähnen zeigen sich bereits an den Schläfen. Ihre Augen sind grau und wirken aufmerksam und prüfend. Ihre Hände tragen Spuren jahrelanger Arbeit: kleine Narben, Schwielen und gelegentliche dunkle Verfärbungen vom Metall. Alwene kleidet sich meist schlicht und praktisch. In der Schmiede trägt sie ein festes Leinenhemd, eine schwere Lederschürze und robuste Stiefel. Bei Familienfeiern bevorzugt sie dunkelrote oder tiefblaue Gewänder, verzichtet aber auch dort auf übermäßigen Schmuck. Ein schlichter eiserner Armreif aus der Werkstatt ihres Vaters ist ihr wertvollstes persönliches Erinnerungsstück.

Ihr älteste Kind, Madalena, ist diejenige, die Folnors praktische Begabung und Alwenes sorgfältige Arbeitsweise am deutlichsten vereint. Beide Eltern nehmen ihren Fleiß ernst und vertrauen ihr bereits Aufgaben an, die sie nicht jedem überlassen würden.

Taliano bereitet ihr dagegen regelmäßig Kopfzerbrechen. Alwene lässt sich von seinem Charme nicht beeindrucken und erkennt nahezu jede Ausrede, bevor er sie vollständig ausgesprochen hat. Dennoch liebt sie ihren Sohn und fürchtet, dass seine Leichtfertigkeit eines Tages ernsthafte Folgen haben könnte.

Mirandolas Nähe zu den beiden Hexen des Dorfes erfüllt sie mit Sorge, aber sie sieht die ungewöhnliche Begabung ihrer Tochter, möchte aber, dass Mirandola eine geregelte Ausbildung erhält und nicht allein von den Launen oder Geheimnissen der Hexen abhängig bleibt. Deshalb unterstützt sie den Plan, für Mirandola einen Platz an einer geeigneten Akademie zu finden.