Mirandola ya Satara
Mirandola ya Satara, geboren 1038 BF, ist Folnors und Alwenes jüngstes Kind. Bei der Achtjährigen zeigen sich bereits deutliche Anzeichen einer magischen Begabung.
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Mirandola ist neugierig, eigensinnig und besitzt wenig Verständnis dafür, weshalb sie sich von Dingen fernhalten soll, die sie besonders interessieren. Zum Unwohl ihres Vaters und anderer Familienmitglieder hält sie sich auffallend häufig bei den beiden Hexen des Dorfes auf. Die ältere und die jüngere Desatinava scheinen ihre Neugier zu fördern, ohne der Familie genau zu erklären, was sie Mirandola zeigen oder beibringen. Das Mädchen hilft ihnen bei kleinen Arbeiten, sammelt Kräuter, beobachtet Tiere und verschwindet gelegentlich für Stunden mit ihnen im Arinkelwald.Mirandola selbst empfindet die Besuche als spannend und lehrreich. Für sie sind die beiden Frauen keine unheimlichen Hexen, sondern kluge Dorfbewohnerinnen, die ihre Fragen beantworten und Dinge wissen, über die andere Erwachsene lieber schweigen.
Folnor wird durch ihre Begabung stark verunsichert. Mit Magie und insbesondere mit den Hexen des Dorfes möchte er möglichst wenig zu tun haben. Zugleich kann er seiner jüngsten Tochter kaum etwas abschlagen. Seine Verbote sind meist streng formuliert, halten aber nur so lange, bis Mirandola mit zerknirschtem Blick vor ihm steht. Alwene betrachtet die Angelegenheit nüchterner. Sie teilt Folnors Misstrauen gegenüber den Hexen nicht in gleichem Maße, stört sich jedoch daran, dass die Desatinavas der Familie kaum Auskunft darüber geben, was sie Mirandola beibringen. Für Alwene ist Magie zunächst eine Begabung wie handwerkliches Geschick: Sie kann nützlich sein, muss aber unter sachkundiger Anleitung erlernt und verantwortungsvoll eingesetzt werden. Deshalb unterstützt Alwene besonders nachdrücklich den Plan, Mirandola von einer kundigen Person untersuchen zu lassen. Sie möchte erfahren, welcher Art die Begabung ihrer Tochter ist und welche Ausbildung tatsächlich zu ihr passen würde. Eine anerkannte Magierakademie erscheint ihr als sicherster Weg, doch wäre sie vermutlich bereit, auch andere Möglichkeiten zu prüfen, sofern diese Mirandola eine geregelte und verlässliche Ausbildung bieten. Die Familie hofft, ihr dadurch nicht nur eine sichere Zukunft und später eine angesehene Stellung zu ermöglichen, sondern sie auch vor unkontrollierter Magie und gefährlichen Experimenten zu schützen.
Mirandola selbst zeigt bislang wenig Begeisterung für diesen Plan. Die Vorstellung, Satara, den Arinkelwald und ihre beiden ungewöhnlichen Freundinnen verlassen zu müssen, gefällt ihr überhaupt nicht. Mit ihrer Mutter diskutiert sie darüber wesentlich häufiger als mit ihrem Vater. Folnors Verbote versucht sie zu umgehen; Alwene muss sie dagegen mit tatsächlichen Argumenten überzeugen. Mirandola behauptet, die Desatinavas verstünden sie besser als irgendein fremder Lehrmeister. Alwene entgegnet, dass Vertrauen allein keine vollständige Ausbildung ersetze.
Madalena übernimmt häufig eine vermittelnde Rolle. Sie sorgt dafür, dass Mirandola ihre Aufgaben nicht völlig vernachlässigt, verteidigt sie aber auch, wenn Folnors Angst in übermäßige Strenge umzuschlagen droht. Taliano behandelt seine kleine Schwester dagegen mit spielerischer Nachsicht. Er hört sich begeistert ihre Geschichten aus dem Arinkelwald an und schmückt sie anschließend so stark aus, dass Mirandola regelmäßig empört widerspricht.
