Folnor ya Satara

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Folnor ya Satara, geboren 1005 BF, ist Tolmans jüngerer Sohn und leitet das Sägewerk der Familie in Satara. Anders als sein älterer Bruder Nanduriel fand er seinen Platz nicht zwischen Reben, Weinkellern und Händlergesprächen, sondern inmitten von Holzstämmen, Sägespänen und schwerer körperlicher Arbeit. Folnor ist kräftig, bodenständig und ausgesprochen tatkräftig. Er spricht Probleme unmittelbar an und hält wenig davon, eine unangenehme Wahrheit hinter höflichen Formulierungen zu verbergen. Wo Nanduriel lange abwägt und nach einem Ausgleich sucht, entscheidet Folnor häufig aus praktischer Erfahrung heraus. Diese Direktheit kann grob wirken, doch ist sie nur selten verletzend gemeint. Er möchte, dass Schwierigkeiten benannt und anschließend behoben werden.

Folnor ya Satara (SC)
Folnor ya Satara, 1046BF

Familie: Haus ya Satara
Tsatag: 1005BF
Größe: 185 Halbfinger
Haare: schwarz
Augenfarbe: braun
Beziehungen: vermählt mit Alwene Anderwacht
Eltern: Tolman ya Satara und Caldria Kelpie
Geschwister: Folnor ya Satara und Vittoria ya Satara
Nachkommen: [Madalena ya Satara]], Taliano ya Satara und Mirandola ya Satara

Im Sägewerk kennt Folnor jeden Arbeitsgang. Er beurteilt einen Stamm nach Wuchs, Gewicht und Klang, erkennt feuchtes oder krankes Holz und weiß, welche Teile sich für Balken, Bretter, Fassdauben oder feine Tischlerarbeiten eignen. Besonders stolz ist er auf die Herstellung der Fässer für das Familienweingut. Er betrachtet sie nicht als bloße Behältnisse, sondern als einen wichtigen Teil der Weinbereitung: Auswahl, Trocknung und Bearbeitung des Holzes beeinflussen den späteren Geschmack ebenso wie Reben und Keller.

Unter seiner Leitung fertigt das Sägewerk Bauholz für Satara und die umliegenden Güter, Bretter und Balken, Fassholz, Wagen- und Karrenteile sowie vorbereitete Werkstücke für Stellmacher, Küfer und Tischler. Ein Teil des Holzes wird vor Ort weiterverarbeitet, anderes gelangt über die Sheniloer Straße nach Arinken und Shenilo. Folnor arbeitet häufig selbst mit. Obwohl er den Betrieb leitet, ist er sich nicht zu schade, einen Stamm mit auszurichten, eine festgefressene Säge zu lösen oder bei einer schwierigen Arbeit mit anzupacken. Seine Leute respektieren ihn deshalb, auch wenn sie seinen Zorn fürchten. Pfusch, leichtsinniger Umgang mit Werkzeugen und unnötige Gefährdung anderer duldet er nicht. Gegenüber seinen Arbeitern ist Folnor strenger als Nanduriel, aber ebenso loyal. Wer zuverlässig arbeitet, kann auf seine Unterstützung zählen. Bei Verletzungen oder familiären Notlagen sorgt er dafür, dass niemand vollkommen ohne Einkommen bleibt. Er spricht darüber jedoch nicht als Wohltätigkeit, sondern erklärt knapp, ein guter Arbeiter müsse wieder auf die Beine kommen, statt mit seiner Familie im Elend zu landen. Mit Nanduriel gerät Folnor regelmäßig aneinander. Er wirft seinem Bruder gelegentlich vor, ein Problem so lange zu besprechen, bis es sich von selbst vergrößert hat. Nanduriel wiederum hält Folnor vor, mit seiner Offenheit unnötig Menschen vor den Kopf zu stoßen. Trotz dieser Unterschiede vertrauen sie einander. Das Sägewerk liefert Holz und Fässer für das Weingut, während dessen Aufträge Folnors Betrieb ein sicheres Einkommen verschaffen.

Zu seinem Vater Tolman besitzt Folnor ein schwierigeres Verhältnis. Tolman hätte ihn gern stärker an das Weingut gebunden und betrachtete seine Hinwendung zum Sägewerk anfangs als Abkehr von der familiären Tradition. Folnor wiederum wollte nicht sein Leben lang lediglich der jüngere Sohn und Helfer seines Bruders sein. Erst mit den Jahren erkannte Tolman an, dass Folnor einen eigenständigen und für Satara unverzichtbaren Betrieb aufgebaut hat.

Folnor ist ein großer, breitschultriger Mann mit kräftigen Armen und groben, von Arbeit gezeichneten Händen. Sein Haar ist dunkelblond bis hellbraun und beginnt an den Schläfen zu ergrauen. Er trägt es kurz, damit es ihn bei der Arbeit nicht behindert. Sein Bart ist meist nur knapp gestutzt. Seine Kleidung ist robust und zweckmäßig: feste Hosen, Leinenhemd, Lederweste, schwere Stiefel und bei der Arbeit eine Lederschürze. Selbst bei offiziellen Anlässen wirkt er in vornehmer Kleidung ein wenig so, als warte er nur darauf, sie wieder gegen sein Arbeitszeug einzutauschen.