Briefspiel:Zeit des Wandels/Die Inseln des Schweigens

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Briefspiel in Efferdas
Datiert auf: 1043 BF - 1046 BF Schauplatz: Efferdas Entstehungszeitraum: Sommer 2022 - 2026
Protagonisten: Familien aus Efferdas Autoren/Beteiligte: VivionaYaPirras, Elanor, Silberwind, Vritra, Fürst Federkiel, Gerberstädter
Zyklus: Übersicht · Prolog · Ein neues Oberhaupt · Unter Verdacht · Vertrauen · Ein Kollegiatstreffen · Von Schafen und Wolle ·

Die Inseln des Schweigens · Rückkehr aus Almada · Neue Wege



Die Inseln des Schweigens

Auf einem Boot zwiscben Kethas und Hylailos Mitte Travia 1045 BF

Das Boot schaukelte sanft auf den Wellen und die frische Meeresbrise fuhr ihr durch das Gesicht. Elphya dylli Garén warf einen Blick vom Bug auf die Umrisse der vor ihr liegenden Insel am Horizont. Hylailos. Schwermut überkam sie, hatte sie diese Insel schon lange nicht mehr besucht. Tief atmete sie ein. Sie hörte Schritte hinter sich und dann trat auch schon ihr Sohn Niccolo neben sie.
“Unsere Reise nach Kethas war nicht sehr erfolgreich, Mutter.”, sprach er Elphya an. Sie schüttelte den Kopf. “Nein, es war wie eine Mauer des Schweigens. Niemand konnte oder wollte etwas über das Schicksal von Stoëllios sagen, außer dass er sein Leben auf Heliopolos verlor und es irgendetwas mit seinen Forschungen nach den Rätseln des Odenius Thaliyin zu tun haben soll.” “Odenius der Tüftler. Auf Heliopolos soll sich sein Erbe befinden. Reisen wir nun dorthin?” “Nein. Irgendetwas muss vorgefallen sein, dass man ihn nach seinem Tod geächtet hat. Also suchen wir seinen Vetter Rahjenysios auf. Denn auch mit ihm scheint etwas nicht zu stimmen. Denn anstelle ihm die Einokratrie seines Vetters Stoëllios nach dessen Tode zuzusprechen, nachdem er selbst Heliopolos verloren hatte, trägt nun der Sohn seines Bruders den Titel.” “Also reisen wir nach Rethis, in den Schoß der Familie?” “Und zum Hof des Seekönigs. Aber vorher zeige ich dir Garén unsere eigentliche Heimat.” Elphya griff nach seiner Hand und drückte sie sanft.


Einige Tage im Palazzo des Haus dylli Garén in Rethis

Mit Wehmut dachte sie an Garén, das ursprüngliche Stammland ihres Hauses. War das die Verbindung der Häuser ya Pirras und dylli Garén? Dieses Leben im Exil. Noch mit einem gewissen Maß an Macht und doch in seine Schranken gewiesen und gedemütigt.
Elphya war in Gedanken versunken. Sie reagierte erst auf ein lautes Räuspern, mit dem sich jemand Gehör verschaffen wollte. Sie schrak auf. Man hatte ihnen für dieses Gespräch einen Pavillon im Garten des Palazzo hergerichtet. Kleine Leckereien wie gefüllte Oliven oder Weinblätter waren aufgetischt worden, ebenso wie eine Karaffe Pailamica, dem für die Zyklopeninseln bekannten Gewürzwein.
Elphyas Gast hatte nicht lange abgewartet, sondern direkt ihr gegenüber Platz genommen. Alt war ihr Vetter Rahjenysios geworden für seine knapp fünfzig Lenze. Und fülliger. Die Haare ergraut, die Augen lagen tief in ihren Höhlen und dunkle Ringe zeigten sich unter ihnen. Aber seine Stimme klang noch angenehm und warm wie früher.
“Cousine Elphya, ihr seht mich überrascht. Es sind viele Götterläufe vergangen, seid wir uns das letzte Mal gesehen haben. Wann war das noch? Als ihr mit Eurem Herrn Krieger auf das Festland gezogen seid. Sagt, wie ist es Euch ergangen?.” Er griff zu der Karaffe Wein, füllte erst Elphyas Becher und dann den seinen. Man schwelgte in der Vergangenheit und fast wäre es Elphya lieber gewesen, es wäre auch dabei geblieben, aber Fragen lasteten auf ihrer Seele. Sie überlegte, wie sie ihren Vetter auf dieses unangenehme Thema ansprechen sollte. Auch Rahjenysios schien eine Veränderung zu bemerken. Er nahm noch einen Schluck Wein. “Nun werte Cousine, so sehr mir unser Gespräch Kurzweil und Ablenkung verschafft hat, ist dies wohl nicht der eigentliche Grund unserer Zusammenkunft. Sprecht.”
Kurzer Hand dachte Elphya, das Angriff die beste Verteidigung wäre und sprach: “Werter Vetter, mein Herz ist schwer wie Blei, alldieweil ich erkennen mußte, daß einer unseres eigenen Geblüts mich ins Verderben führte. Ich gab ihm Gold, verwitrt von süßen Worten und falschen Versprechen, aus redlicher Zuversicht, auf dass Handel und Einfluss gemehrt würden. Allein er verwendete es zu schändlichen Händeln.” “Stoëllios.’, sprach Rahjenysios leise. “Ja, Stoëllios dylli Garén.” Stille kehrte ein und tiefe Falten erschienen auf der Stirn des einstigen Einokraten.
“Er war zuletzt bei Euch auf Heliopolos. Mit seiner Expedition, über die niemand ein Wort verliert. Man sprach zu mir nur in Andeutungen, stets verstummten die Zungen, sobald ich näher fragte. Sagt mir nun ohne Schleier: In welche Händel war unser Vetter verstrickt? Welche Werke bedurften meines Goldes?” Rahjenysios blickte sich unruhig um und senkte die Stimme. “Cousine... bei allem, was Euch teuer ist... sprecht darüber nicht so laut.” Er verharrte, als lauschte er, ob Schritte hinter den Hecken erklangen. Erst nach langem Schweigen fuhr er fort. “Nicht jeder Stein dieses Palazzo ist taub, und manche Wand besitzt Ohren, die treuer dienen als jene, die ihnen angewachsen sind.” “Ihr zittert. So groß kann Eure Schuld doch nicht sein.” “in den Augen meines Bruders groß genug, um mir alles zu nehmen. Ich stehe vor den Trümmern meiner eigenen Herrschaft. Heliopolos wurde mir genommen. Knechte, die vormals meinen Gruß mit Ehrfurcht empfingen, senken nun die Augen, während eine andere an meiner statt gebieten wird. Eine Thaliyin. Nicht das verlorene Land schmerzt mich am meisten, sondern die entehrte Treue. Ihr wisst nicht, wonach Ihr fragt.”
Sanft ergriff Elphya die Hand ihres Vetters. “So lasst mich wissen, was mir verborgen wurde." “Man sagt... nein... man sagt vielerlei. Da seien geheime Zusammenkünfte gewesen... nächtliche Ritte ohne Banner... verschlossene Gemächer... Briefe, deren Siegel nicht allein von Häusern unseres Reiches stammten.” Elphya beschrieb das Wappen der Thirindar. “War dieses Wappen auch dabei?” Rahjenysios nickte nur, bevor er weiter sprach. “Mehr vermag ich nicht zu sagen.” “Oder wagt Ihr es nicht?”, fragte Elphya mit einem lauernden Unterton. Der Zyklopäer schloß kurz die Augen. “Beides. Es heißt... dass Silber in Hände floß, die niemals hätten bezahlt werden dürfen. Männer, welche heute einem Herrn dienen und morgen dessen Mörder werden. Hauptleute ohne Eid. Kaufleute, die mehr mit Geheimnissen handeln als mit Waren. Gottesdiener ohne Glauben.” Er verstummte schlagartig, schwieg und fuhr sich mit bebender Hand über die Stirn. “Nein... das hätte ich nicht sagen dürfen.” “Bei den Göttern, Vetter! Was verschweigt Ihr mir?” ‘Fragt nicht weiter!”
Plötzlich fasst er sie fest am Arm. “Wisset nur dies: Euer Gold war nicht dazu bestimmt, Verbündete zu finden, sondern Zwietracht zu säen. Dingen auf den Grund zu gehen, die besser verborgen geblieben wären. Und wer einmal in jene Kreise gerät…” Er stockte. Seine Stimme versagt ihm. “...kehrt selten mit reiner Seele zurück.” “Dann ist die Wahrheit noch schrecklicher, als ich vermutete.” Elphya schluckte. Rahjenysios löste seine Hand von ihrem Arm. Druckstellen waren zu sehen. “Ich weiß nicht, was Wahrheit ist... und ich wünsche es beinahe nicht mehr zu wissen. Denn jene, die zuviel gesehen haben...verschwinden. Jene, die zuviel reden... sterben. Und jene, die beides tun...hinterlassen nicht einmal ein Grab, an welchem ihre Kinder weinen könnten.” Er blickte lange in die Dunkelheit des Gartens. “Darum, teure Cousine... wenn Euch Euer Leben lieb ist, sucht nicht jede Antwort. Manche Wahrheit fordert einen Preis, den kein Mensch bezahlen kann.”


Im Schloß A'Laÿis Hiphon weitere drei Tage später

Lange hatte Elphya über die Worte ihres Vetters nachgedacht, hatten ihre Gedanken ihr den Schlaf geraubt. Nein, alleine würde sie mit den Nachforschungen über das Treiben von Stoëllios nicht nachkommen können. Sie hoffte, dass das, was sie bisher erfahren konnte, ihren Schwiegervater besänftigen würde. Und sie würde den Thirindar auf der Gefängnisinsel befragen müssen, war er doch das Mündel Stoëllios’ gewesen. Aber nun war sie hier. Zur Audienz beim Seekönig. Den Einfluss der Thirindar zu stören. Zweifel zu säen. Unfrieden zu stiften. Und vielleicht etwas über die Verbindung von Stoëllios und Serafanos zu erfahren.

Im großen Audienzsaal des Schlosses A'Laÿis Hiphon verstummten die Gespräche, als Seekönig Haridiyon Thaliyin in Begleitung seines Hofstaats auf seinem Thron Platz nahm. Auf ein Zeichen des Oberhofmarschalls trat Elphya dylli Garén vor den Thron, verneigte sich und sprach: „Eure Majestät, unser Patriarch Avesseus dylli Garén entbietet Euch seine Grüße und seinen Dank, das Euer Majestät sich die Zeit nimmt mich zu empfangen. Demütig beuge ich das Knie vor Euch und biete meine Unterstützung an. Euer Auge und Ohr in Efferdas kann ich sein, ist durch den missglückten Umsturz der Einfluss des Seekönigreiches dort gesunken. Die Hylailer Seesöldner sind durch die Abriegelung des Hafens nicht mehr gut gelitten und auch die Familen Lysandros und Familie A'Temelon|A'Temelon]] haben wegen ihrer Untätigkeit während dieser Tage an Ansehen verloren. Und die Schuld an all dem trägt derjenige, der an der Spitze jenes misslungenen Putsches stand. Serafanos Thirindar, der Sohn [[Halca Thirindar|Halcassandra Thirindars. Sein Vorhaben scheiterte, und die Stadt bezahlte den Preis mit Blut und Furcht. Doch ich behaupte, dass dieses alles hätte verhindert werden können. Seine eigene Mutter kannte seinen Ehrgeiz, seine Vermessenheit und seinen gefährlichen Eifer. Dennoch hielt sie ihn nicht zurück. Sie ließ ihn seinen verhängnisvollen Weg beschreiten und versagte in jener Pflicht, welche jede Mutter ihrem Kinde schuldet. Im Gegenteil, verstecke sie sich hier in eurem Hofstaat, anstatt in Efferdas ihren Pflichten nachzukommen. ihren Pflichten im Senat und den Pflichten Eurer Krone gegenüber."

Bewegung ging durch die Reihen der Bittsteller, als die Angegriffene selbst ruhig vor den König trat und erwiderte: “Euer Königliche Majestät, niemand bedauert die Ereignisse von Efferdas mehr als ich. Doch ich kann nicht für einen Mann in Verantwortung genommen werden, der aus eigenem Willen handelte. Mein Sohn traf seine Entscheidungen selbst. Ich vermochte ihn weder zu lenken noch ihm seinen Entschluss zu nehmen. Eine Mutter besitzt Rat und Zuneigung, aber keine Herrschaft über das Gewissen eines erwachsenen Mannes. Man wirft mir Versagen vor, wo mir jede Macht fehlte.“

Elphya schüttelte den Kopf. “Signora, Ihr unterschätzt Euren Einfluss oder wollt ihn vergessen machen. Ein Sohn hört eher auf die Stimme seiner Mutter als auf die Mahnungen eines Fremden. Ihr hättet ihn beschwören, ihn zurückhalten oder ihm die Torheit seines Unternehmens vor Augen führen müssen. Stattdessen ließet Ihr ihn gewähren. Euer Schweigen war ein schweres Versäumnis, und aus diesem Versäumnis erwuchs das Unglück von Efferdas.“
Mit sichtbarer Fassung antwortete Halca: “Pflicht und Vermögen sind zweierlei Dinge. Ich habe meinen Sohn oft zur Besonnenheit ermahnt, doch sein Wille war stärker als meine Worte. Wer behauptet, jede Mutter könne den Entschluss eines erwachsenen Mannes brechen, verlangt Unmögliches. Ich bitte Eure Majestät nicht um Mitleid, sondern allein um Verständnis. Niemand darf verurteilt werden für etwas, das außerhalb seiner Macht lag.“

Der Seekönig hörte beiden Frauen aufmerksam zu, ohne eine Regung erkennen zu lassen. Niemand im Saal ahnte, dass Haridiyon Thaliyin längst um die Pläne des Aufstandes gewusst hatte und aus den Wirren größeren Einfluss auf die Stadt Efferdas gewinnen wollte. So blieb sein Antlitz unbewegt. Gerade als Elphya erneut das Wort erheben wollte, hob er langsam die Hand. Sogleich verstummte der Saal, und alle Augen richteten sich auf den Thron.
„Genug, meine Damen“, sprach der Seekönig mit ruhiger, doch unmissverständlicher Stimme. Er ließ seinen Blick erst auf der einen, dann auf der anderen ruhen. “Signora dylli Garén“, fuhr er zu ihr gewandt fort, „Eure Sorge um das Wohl der Inseln gereicht Euch zur Ehre. Vor allen Dingen, nach dem Unmut zwischen unseren Häusern. Aber schwere Vorwürfe verlangen einen ebenso schweren Beweis. Solange dieser nicht erbracht ist, ziemt es sich nicht, über die Ehre einer Dame zu richten. Was euer Angebot angeht, werden wir darüber beraten und zu gegebener Zelt eine Entscheidung treffen.“
Sodann wandte er sich der Thirindar zu. „Und Euch, Signora, will ich sagen, dass auch der redlichste Mensch dem Argwohn seiner Mitmenschen nicht immer entgeht. Lasst Euch dadurch nicht zu gleicher Schärfe verleiten. Die Würde eines ehrbaren Hauses erweist sich oftmals mehr in seiner Mäßigung als in der Heftigkeit seiner Erwiderung.“
Der König erhob sich von seinem Thron. „Die Angelegenheiten von Efferdas werden zu ihrer Zeit und nach Recht und Gesetz untersucht werden. Heute jedoch soll dieser Hof nicht zum Schauplatz persönlicher Feindschaften werden. Ich erwarte, dass Ihr bis dahin Maß haltet und Euch jeder weiteren gegenseitigen Beschuldigung enthaltet. Wer im Dienste der Krone steht, dient ihr besser durch Besonnenheit als durch Zwietracht.“
Beide Damen verneigten sich schweigend. Keine hatte ihren Standpunkt aufgegeben, doch keine war vor den Augen des Hofes gedemütigt worden. Das Gemurmel im Saal verebbte, und der König gab dem Oberhofmarschall ein Zeichen, die Audienz fortzuführen.


Beide verließen den Saal, beäugten sich misstrauisch. Elphya dylli Garén suchte ihren Sohn Niccolo, der hier eigentlich auf sie warten sollte. Sie lächelte und wollte sich gerade auf die Suche begeben, als Halca Thirindar sich ihr in den Weg stellte. “Was erlaubt ihr euch?”, sprach Elphya entrüstet. Dies hielt die Andere nicht davon ab, sie rüde am Arm zu packen und in ein kleines Separee zu ziehen. Fern aller Ohren und ohne jede Zeugen standen sich nur zwei Frauen gegenüber. Ihre Stimmen waren gedämpft, kaum mehr als ein Flüstern, doch die Spannung zwischen ihnen war umso schärfer.

Halca Thirindar trat einen Schritt näher und sprach leise, aber mit eisiger Bestimmtheit: “Signora“, ich werde jede dieser Beschuldigungen mit allem Nachdruck zurückweisen. Niemals hatte ich Kenntnis von einem derartigen Vorhaben meines Sohnes. Wäre mir auch nur der geringste Verdacht gekommen, so hätte ich meine Pflicht ohne Zögern erfüllt. Eure Anklage ist nichts als eine boshafte Verleumdung.“ Halca hielt kurz inne, ihr Blick wurde kälter. „Und ich rate Euch sehr behutsam zu sein mit dem, was Ihr hier in der Stille eines geschlossenen Raumes behauptet. Nicht jede Zunge am Hof ist so nachsichtig wie meine.“
Elphya ließ ein höhnisches Lachen erklingen, ließ sich davon nicht beirren und flüsterte ebenso: "Verleumdung nennt Ihr es? Zahlreiche Personen haben Euren Sohn in verdächtiger Gesellschaft gesehen. Soll ich glauben, dass dies ausgerechnet seiner eigenen Mutter verborgen blieb, was andere längst erkannt hatten? Euer Schweigen war kein Zufall, sondern Berechnung.“
Die andere trat nun noch näher, ihre Worte kaum mehr als ein Hauch, doch mit unterschwellig drohender Schärfe: „Ihr spielt ein gefährliches Spiel, Signora dylli Garén. Ihr streut Worte, deren Echo Ihr nicht kontrollieren könnt. Und glaubt mir, sollte man beginnen, Eure eigenen Verbindungen und Absichten so aufmerksam zu betrachten wie Ihr die meinen, könnte sich das Blatt sehr schnell gegen Euch wenden.“
Elphya verengte die Augen. “Ihr versucht mich einzuschüchtern.“
Ein leises, kaltes Lächeln lag in der Antwort Halcas. “Ich versuche nur, Euch zur Vorsicht zu mahnen. Denn in einem Hof wie diesem verschwinden manche Stimmen schneller, als sie erhoben wurden.“
Um sie herum blieb es still, nur der kaum hörbare Atem der beiden Frauen war zu vernehmen, während zwischen ihnen ein unausgesprochener, gefährlicher Konflikt in der Stille weiterglomm. Für einen Moment hielten beide den Blick der anderen stand, dann trat die Halca einen Schritt zurück. “Wir sind fertig hier.“ “Für heute“, erwiderte Elphya leise. „Morgen könnte es anders aussehen.“
Ohne ein weiteres Wort verließ Halca das Separee. Das Rascheln ihres Kleides hallte nach. Elphya folgte einen Augenblick später in die entgegengesetzte Richtung, ein kaum sichtbares, spöttisches Lächeln auf den Lippen.