Sewamunder Hospital

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Das Sewamunder Hospital mit seinem Heilgarten

Das Sewamunder Hospital ist das Heil- und Pflegehaus Sewamunds. Es liegt nordöstlich des Magistrats an der Straße vom Marktplatz zum Grangorer Tor gegenüber der Herberge am Nordeingang und steht unter der Aufsicht des Lilienrats. Die geistliche Betreuung übernehmen die Geweihten der Perainekirche, während die weltliche Leitung seit 1032 BF in den Händen von Dottora Quinnia Trebenfurt liegt. Das Hospital behandelt Kranke aller Stände, versorgt Verwundete aus Hafen und Umland und dient als Ausbildungsstätte für Wundärzte, Bader und Heilkundige.

Die Ursprünge des Hospitals reichen weit zurück. Zunächst handelte es sich um ein kleines Siechenhaus, das Reisende, Pilger und unheilbar Kranke aufnahm. Später entstand an der heutigen Stelle ein Tempel der Peraine, dessen Aufgabe sich auch auf die medizinische Versorgung konzentrierte, der sich aber auch um die Anliegen der Bauern des Umlandes kümmerte. Während der Kämpfe gegen Gurondaii Ende 1019 BF und beim Kampf gegen Tiro Tristano von Nupercanti erwies sich der Tempel als unverzichtbar, aber gelangte an seine Grenzen. 1020 BF bezogen die Geweihten daher den neuen Peraine-Tempel St. Meliora auf dem Perainenstieg. Im Thronfolgekrieg und erneut nach der großen Sturmflut und der Schlacht gegen Baron Irion 1046 BF bewies das Hospital seine Kapazität. Viele Leute fanden Zuflucht oder wurden über Wochen gepflegt. Unter Quinnia Trebenfurts verfolgt das Hospital einen modernen Ansatz, neben Kräuterkunde, Chirurgie und Aderlass finden Hygiene, Ernährung und Bewegung größere Beachtung.

Das Hospital bildet einen weitläufigen Gebäudekomplex um einen begrünten Hof auf der Ostseite. Im Erdgeschoss befinden sich die Aufnahmehalle, mehrere Krankensäle, die Apotheke, Behandlungsräume und die Küche. Dahinter schließen sich Waschhaus und Vorratsräume an. Das Obergeschoss beherbergt Krankenzimmer für wohlhabendere Patienten, Wohnräume der Heiler und eine kleine Bibliothek mit Werken über Anatomie, Kräuterkunde und Chirurgie. An der alten Stadtmauer hinter dem Hospital liegt der Heilgarten, dort wachsen zwischen Obstbäumen und Kräuterbeeten Heilpflanzen aus weiten Teilen des Horasreichs. Viele Patienten verbringen dort ihre Genesungszeit an der frischen Luft.

Seit 1032 BF wird das Hospital von Quinnia Trebenfurt geleitet. Die Ärztin genießt einen ausgezeichneten Ruf, weil sie sich ungeachtet von Herkunft oder Vermögen gleichermaßen um Adlige, Kaufleute, Matrosen und Bettler kümmert. Einige ältere Kollegen halten ihre Methoden für unkonventionell. So soll sie mehrfach erklärt haben, saubere Hände könnten Krankheiten verhindern, was eine Behauptung ist, die manchen Bader in helle Aufregung versetzte. Auch besucht sie ihre Patienten persönlich in den Häusern der Stadt oder auf den umliegenden Höfen. Dabei wird sie regelmäßig von ihrem treuen Hund begleitet, der bei Kindern mindestens ebenso beliebt ist wie seine Herrin. Ein Gerücht besagt, Quinnia beginne grundsätzlich jede schwierige Diagnose mit den Worten: „Nun erzählen Sie mir erst einmal ganz in Ruhe, was Ihnen fehlt.“ Erstaunlicherweise soll allein dieser Satz manchen Patienten beruhigt haben.

Im Hospital herrscht beinahe zu jeder Tageszeit geschäftiges Treiben. Neben Wundärzten, Badern und Heilkundigen arbeiten hier Kräutersammler, Schreiber, Köche, Waschfrauen und freiwillige Helfer der Perainekirche. Nicht selten werden verletzte Matrosen direkt vom Hafen eingeliefert. Ebenso finden Opfer von Arbeitsunfällen aus der Drahtzieherei, den Werften oder der Seilerei ihren Weg hierher. Ein eigener Kräuterkeller versorgt sowohl das Hospital als auch verschiedene Apotheken der Stadt mit Salben, Tinkturen und Arzneien.

Volkes Stimme

„Wenn Quinnia sagt, Ihr sollt Euch ausruhen, dann ruht Euch besser aus. Sonst sorgt sie persönlich dafür.“
— Hafenarbeiterin

„Sie behandelt einen Baron genauso gründlich wie einen Bettler. Nur der Baron beschwert sich häufiger.“
— Schwester Melisande

„Im Hospital wird mehr Tee gekocht als Wein ausgeschenkt. Das allein wirkt schon heilend.“
— Gast der Goldenen Gans

„Sie kommt zu Pferd, hat stets ihre Arzttasche dabei und kennt gegen jedes Leiden ein Kraut. Wenn das keine Magie ist, dann weiß ich auch nicht.“
— Bäuerin aus Trafiume